Sport Lewis Hamilton: Darum ist der Saisonstart eine seiner Schwächen

17:10  27 november  2019
17:10  27 november  2019 Quelle:   msn.com

Hamilton Schnellster im Training

  Hamilton Schnellster im Training Weltmeister Lewis Hamilton hat vor der Qualifikation zum Großen Preis von Brasilien die schnellste Runde gedreht. Der 34 Jahre alt Brite verwies knapp zwei Wochen nach seiner sechsten und vorzeitigen Krönung zum Formel-1-Champion in seinem Mercedes Max Verstappen auf Platz zwei.Der Niederländer brauchte am Samstagmittag (Ortszeit) für die 4,309 Kilometer im Autódromo Jose Carlos Pace vor den Toren von São Paulo nur 26 Tausendstelsekunden mehr in seinem Red Bull. Erst danach reihte sich Ferrari ein, nachdem die Wagen des italienischen Teams am Freitag noch die Schnellsten gewesen waren.

Nach dem schwachen Saisonstart war von Experten Kritik laut geworden, Hamiltons Lebensstil passe nicht zu dem eines Hochleistungssportlers und habe ihm bessere Ergebnisse gekostet. Dem widersprach der 31-Jährige, zuletzt Sieger in Monaco und Kanada, vehement.

Unbändiger Ehrgeiz: Dass Hamilton seit dieser Saison zu den ganz Großen seines Sports gehört, dokumentieren jetzt auch die Geschichtsbücher. Mit insgesamt 72 Pole-Positions hat er Michael Schumachers Rekord (68) geknackt und ist der erfolgreichste Qualifying-Fahrer aller Zeiten.

Lewis Hamilton braucht häufig etwas Zeit, um in eine Saison zu finden © LAT Lewis Hamilton braucht häufig etwas Zeit, um in eine Saison zu finden

Lewis Hamilton lag nach den ersten vier Rennen der Saison 2019 "nur" auf dem zweiten WM-Platz - Er erklärt, warum der Saisonbeginn nicht zu seinen Stärken zählt

Viele Schwächen hat Lewis Hamilton nicht. Der Brite gewann in diesem Jahr überlegen seinen sechsten WM-Titel und sicherte sich zum fünften Mal in den vergangenen sechs Jahren die WM-Krone. Sucht man allerdings gezielt nach Schwächen, dann fällt einem auf, dass der Mercedes-Pilot häufig Probleme hat, in eine Saison hineinzukommen. Das war auch 2019 wieder so.

"Die ersten Rennen [einer Saison] sind bei mir meistens nicht perfekt", gesteht Hamilton im Gespräch mit der 'BBC'. Tatsächlich fällt bei einem Blick auf seine Formel-1-Karriere seit 2007 auf, dass er lediglich in den Jahren 2008 und 2015 den Saisonauftakt gewinnen konnte. Zwar stand er meistens auf dem Podium, für die oberste Stufe reichte es in 13 Jahren aber lediglich zweimal.

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Zweiter wurde nicht Lewis Hamilton , sondern dessen Teamkollege. Sein Ferrari SF71H offenbarte abermals keine sichtbare Schwäche . Red Bull nährte die Vermutungen vieler Experten, in diesem Jahr vom Saisonstart an auf Augenhöhe mit Mercedes und Ferrari zu sein.

Lewis Hamilton machte in Austin seinen sechsten WM-Titel perfekt. In mittlerweile 13 Jahren in der Formel 1 waren ohne Frage einige starke Saisons dabei. "Aber ich habe versucht, so in die Saison zu starten, wie ich die vergangene beendet habe", erklärt Hamilton , der 2019 den besten Saisonstart

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"[Die ersten Rennen] sind nicht schlecht und besser als durchschnittlich", erklärt Hamilton. Seinen persönlichen Leistungshöhepunkt erreicht er in der Regel aber erst später im Jahr. 2019 sei nach den ersten Rennen zusätzlich noch "der Druck von außen" dazugekommen. Denn nach dem vierten Saisonrennen in Baku lag Hamilton in der WM lediglich auf Rang zwei hinter seinem Teamkollegen Valtteri Bottas.

Beide Mercedes-Piloten konnten je zwei der ersten vier Rennen gewinnen, und "Valtteri 2.0" habe ihm das Leben in der Anfangsphase der Saison 2019 sehr schwer gemacht, verrät Hamilton. Er habe versucht, die Diskussionen über den "neuen Bottas" nicht an sich heranzulassen. "Aber als Mensch ist es sehr schwierig, solche Dinge zu ignorieren", gesteht der 34-Jährige.

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Großer Preis der USA Lewis Hamilton ist zum sechsten Mal Formel-1-Weltmeister. Das Rennen gewann er zwar nicht, aber dafür erlebte Lewis Hamilton in Austin einen viel größeren Triumph. Sebastian Vettel musste früh aufgeben, sein Auto hatte einen "Knacks".

Das liegt auch an den Schwächen seiner Konkurrenz. Lewis Hamilton geht eigentlich keiner Champagnerdusche aus dem Weg. Geht es beim Versprühen des Schaumweins auf den Podesten der Formel-1-Welt doch darum, sich für ein erfolgreiches Rennen zu belohnen.

Nach Baku startete Hamilton dann allerdings durch - und gewann vier Rennen in Folge. "Danach habe ich mich dann gesteigert. Es stand dann [bei den Siegen gegen Bottas] 3:2, 4:2, 5:2, 6:2, 8:2 ... Und ich dachte mir: 'Das läuft gut!'", lacht er. Für ihn sei es "schwer zu erklären", warum er plötzlich so zugelegt habe. "Es ist so wie beim Aufstehen", zieht er einen Vergleich.

"Man ist etwas müde und nicht bei 100 Prozent", erklärt Hamilton. Erst im Laufe des Tages steigere man sich. Das sei auch bei ihm auf eine ganze Saison gesehen ähnlich. "Jedes Jahr versuche ich, das zu verbessern", verrät Hamilton, der erklärt, dass er "physisch und mental" in der besten Verfassung seiner Karriere sei. Es bleibt abzuwarten, ob er 2020 dann (noch) besser aus den Startlöchern kommt.

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