Sport Schiedsrichter Gräfe kritisiert den VAR - und liefert einen Gegenvorschlag

12:06  05 dezember  2019
12:06  05 dezember  2019 Quelle:   90min.com

Referees richten Petition an DFB

  Referees richten Petition an DFB Düsseldorf. Schiedsrichter aus Krefeld fordern mehr Unterstützung vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) im Kampf gegen Gewalt. Dafür haben sie eine Petition gestartet, in der sie deutliche Worte finden. Krefelder Schiedsrichter haben eine Petition zur Bekämpfung der Gewaltangriffe auf Unparteiische gestartet. Die Petition richtet sich an das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und erwartet ein härteres Vorgehen im Umgang mit Angreifern. Unter dem Titel „Schluss mit der Untätigkeit des DFB“ fordert die Petition Maßnahmen, um die Schiedsrichter in den Amateurligen besser zu schützen.

Seit 1311 wird hier gegessen: Das Gasthaus "Zum roten Bären" ist der älteste Gasthof Deutschlands. Zwar gibt es einige, die diesen Rang bestreiten wollen: der "Riese" im unterfränkischen Miltenberg zum Beispiel oder die "Herberge zum Löwen" im badischen Seelbach. Aber nirgendwo ist die Tradition der

Manuel Gräfe kritisiert mit harten Worten das deutsche Schiedsrichtersystem. Es ist ein offener Vorwurf der Mauschelei. Zudem stellte er öffentlich seinen Berliner Kollegen und Fifa- Schiedsrichter Felix Zwayer in Frage ("Wie kann so jemand bis in die Spitze der deutschen Top- Schiedsrichter

  Schiedsrichter Gräfe kritisiert den VAR - und liefert einen Gegenvorschlag © TF-Images/GettyImages  

​​Manuel Gräfe ist einer der renommiertes deutschen Unparteiischen und wird aufgrund seiner kommunikativen Art sowohl von seinen Kollegen, aber auch von den Spielern sehr geschätzt. Wenn sich der 46-Jährige Referee zum leidigen Thema VAR äußert, lohnt es sich daher gut zuzuhören - umso mehr, wenn der gebürtige Berliner neben einer Kritik an dem System auch Verbesserungspotenziale aufzeigt.

Am vergangenen Dienstag nahm Gräfe an einer Podiumsdiskussion im Deutschen Theater zu Berlin teil. Nach anfänglichem Smalltalk wurde auch diese Gesprächsrunde - wie sollte es auch anders sein - auf das vorherrschende Thema im deutschen Fußball gelenkt: der ​Videobeweis und seine Folgen.

Nach drei aberkannten Toren: Gomez kritisiert Videobeweis

  Nach drei aberkannten Toren: Gomez kritisiert Videobeweis Ex-Nationalspieler Mario Gomez hat nach der 1:2-Niederlage des VfB Stuttgart beim SV Sandhausen massive Kritik am Videobeweis geübt. «Ich war schon ein Freund davon, weil ich dachte, es wird gerecht. Aber für uns Stürmer ist es eine Katastrophe», sagte Gomez am Sonntag bei Sky. Er hatte in Sandhausen drei Tore erzielt, wegen knapper Abseitsstellungen zählte keines davon. «Das System wie es ist, ist einfach scheiße», monierte Gomez. © Foto: Uwe Anspach/dpa Stuttgarts Mario Gomez (l.) schießt per Fallrückzieher das später aberkannte Tor zum 2:1.

A. Im April startete in Moskau der Radverleih „Velobike“ in seine fünfte Saison. Das automatische System soll dieses Jahr weitere 50 Stationen erhalten, sodass es insgesamt 380 Punkte vom Kreml bis weit über den Gartenring hinaus geben wird, wo man ein Fahrrad entleihen und zurückgeben kann.

Zumal Krug zuvor durch heftige Kritik des renommierten Referees Manuel Gräfe arg in die Am Ende blieb davon allerdings in der Öffentlichkeit vor allem hängen, dass dem unbequemen Schiedsrichter Gräfe ein Maulkorb verhängt worden war. Der VAR kann helfen eine Situation korrekt darzustellen

Gräfe zeigt Probleme der aktuellen Herangehensweise auf

Dabei unterstrich Gräfe gleich zu Beginn, dass er den VAR in seiner Rolle als Schiedsrichter ​durchaus als hilfreiche Unterstützung erachte. Mit Hilfe der modernen Technik könne man schließlich verhindern, dass "Jahrhunderfehlentscheidungen" wie einst Maradonas berühmt berüchtigte Hand Gottes nicht wieder vorkommen können. Als Fußballfan - und als solcher versteht sich Gräfe auch nach Jahrzehnten im Profibusiness noch immer - beschleiche ihn aber das Gefühl, dass dem Fußball ein Stück weit "die Seele geraubt" werde.

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Manuel Gräfe kritisiert im Interview die fehlende Qualität im deutschen Schiedsrichterwesen. Aus seiner Sicht wäre man nicht professionell genug und entwickle sich zu langsam. (Quelle: Omnisport).

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Schlussendlich ginge es den Verantwortlichen schließlich vor allem um "Prozessoptimierung". Große Vereine hätten sich von der Einführung des VAR erhofft, dank der erhofften Eliminierung von Schiedsrichterfehlern noch mehr Erfolge feiern zu können und auch die kleineren Klubs hatten sich eine Chancengleichheit erwünscht. Nun - zwei Jahre nach Einführung - seien Trainer, Manager und Spieler aber seiner Meinung nach "zurecht unzufrieden".

Als größtes Problem hat Gräfe dabei die inflationären Eingriffe der Videoassistenten ausgemacht. Anstatt nur bei klaren Fehlern, komme der VAR mittlerweile auch bei Szenen mit jeder Menge Interpretationsraum zum Einsatz. Anstatt für ein gerechteteres Spiel zu sorgen, sei die Problematik so nur "von einer Ebene, dem Rasen, auf die andere verlagert" worden. Buhmänner sind nun nicht mehr alleine die Schiris auf dem Platz, sondern auch die Kollegen in Köln.

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Tatsächlich ist Manuel Gräfe nicht der erste Schiedsrichter , der die Verantwortlichen kritisiert . Babak Rafatis Fall ist gar weit dramatischer. Der ehemalige Bundesliga- Referee wollte sich im November 2011 vor einem Fußballspiel das Leben nehmen. Sein Vorwurf an Krug und Fandel: systematisches Mobbing.

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  Schiedsrichter Gräfe kritisiert den VAR - und liefert einen Gegenvorschlag © TF-Images/GettyImages  

Gräfe zeigt (vermeintliche) Lösungen auf

Nun beschränkte sich Gräfe nicht darauf, nur die Mängel anzuprangern. Der Unparteiische hat sich auch Gedanken gemacht, wie man dem Chaos seiner Meinung nach am effektivsten Einhalt gebieten könnte. So spricht sich der Sportwissenschaftler dafür​ aus, dass man den VAR in Zukunft nur bei faktischen Entscheidungen, beispielsweise Abseitsentscheidungen, einsetzt.

Manuel Graefe © TF-Images/GettyImages Manuel Graefe

Komme es darüber hinaus seitens der jeweiligen Trainer und dem Schiedsrichter zu unterschiedlichen Einschätzungen einer vermeintlich spielentscheidenden Situation, sollten - so Gräfes Vorschlag - die Trainer, ähnlich wie beim American Football, eine begrenzte Anzahl von Challenges erhalten. Nach diesem Veto könne dann die ausgesuchte Szene in Ruhe betrachtet werden und der Schiedsrichter bliebe der alleinige Chef auf dem Rasen. 

Ob sich die Trainer auf eine begrenzte Anzahl von Eingriffsmöglichkeiten einlassen oder sich nicht immer mehr Macht erobern wollen würden, kann vortrefflich diskutiert werden. Klar ist aber auch, dass alle Beteiligten mit der jetzigen Situation alles andere als glücklich sein können und das aktuelle System zwar gut gemeint, aber wenig anwendungsfreundlich ist. 

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Minute gab Referee Bastian Dankert Strafstoß für die Hausherren: Weghorst und Friedrich rangen um den Ball, aus der Drehung schoß der Stürmer dann über den Kasten. Dabei fiel er, anschließend gab es den schmeichelhaften Pfiff. Da hatten beide ihren Anteil am Ringkampf gehabt.

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