Sport So kann Favre seine Kritiker überzeugen

12:15  11 dezember  2019
12:15  11 dezember  2019 Quelle:   msn.com

Thorben Marx: BVB-Trainer Lucien Favre hielt Mats Hummels für "überschätzt"

  Thorben Marx: BVB-Trainer Lucien Favre hielt Mats Hummels für Thorben Marx: BVB-Trainer Lucien Favre hielt Mats Hummels für "überschätzt"Borussia Dortmunds Trainer Lucien Favre soll Innenverteidiger Mats Hummels zu seiner Zeit bei Borussia Mönchengladbach für überschätzt gehalten haben. Das verriet Ex-Fohlen-Profi Thorben Marx im Interview mit Sky.

Favre wird wahrscheinlich nie als idealtypischer BVB-Trainer gelten, aber er hat gezeigt, dass er sich auf den Verein und seine Vorlieben einlassen will. Nur dies kann der Weg sein, um seine Kritiker vielleicht doch noch vollends zu überzeugen .

In den ersten drei Monaten in München hat der neue Trainer seine Kritiker aber überzeugt . "Wir können uns nur selber schaden - wenn wir fahrlässig oder nachlässig beim Verteidigen sind, wird es gefährlich. Aber wenn wir das Defensivverhalten auf eine höhere Ebene bringen, wird es schwierig

So emotional sah man Lucien Favre (M.) selten. Nach dem Spiel nahm er Marco Reus (l.) und Raphael Guerreiro in die Arme Quelle: dpa/Guido Kirchner © dpa/Guido Kirchner So emotional sah man Lucien Favre (M.) selten. Nach dem Spiel nahm er Marco Reus (l.) und Raphael Guerreiro in die Arme Quelle: dpa/Guido Kirchner

Es war eine Szene mit Seltenheitswert, denn beide Männer sind nicht bekannt dafür, ihre Emotionen öffentlich auszuleben. Doch nach dem Schlusspfiff jubelten Michael Zorc und Lucien Favre gemeinsam. Der Sportdirektor von Borussia Dortmund hob den Trainer dabei sogar hoch. Und anschließend rannte Favre wie entfesselt aufs Spielfeld.

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Michael Zorc hebt Lucien Favre nach dem Sieg in die Luft Quelle: AP/Martin Meissner © AP/Martin Meissner Michael Zorc hebt Lucien Favre nach dem Sieg in die Luft Quelle: AP/Martin Meissner

Die Freude darüber, dass sich die Mannschaft des deutschen Vizemeisters am Ende der Vorrunde in der schweren Gruppe F mit einem Kraftakt doch noch für das Achtelfinale der Champions League qualifiziert hat, ist groß – und die Erleichterung, eine ernstzunehmende Krise gemeinsam gemeistert zu haben, dürfte bei Zorc und Favre wahrscheinlich sogar noch größer sein.

In der Bundesliga hatten die Dortmunder bereits die Wende eingeleitet: Durch die Siege bei Hertha BSC und gegen Fortuna Düsseldorf haben sie sich wieder in die Spur gezwungen.

Sie haben erst gekämpft - und dann auch wieder guten Fußball gespielt. Doch der eigentliche Turnaround könnte am Dienstagabend erfolgt sein – denn beim 2:1 (1:1) über Slavia Prag besiegte der BVB nicht nur einen Gegner, der das Zeug gehabt hätte, eine Überraschungsmannschaft der Königsklasse zu werden und setzte sich im Fernduell um Platz zwei gegen Inter Mailand durch. Die Dortmunder zeigten Leidenschaft sowie psychische und physische Robustheit – Eigenschaften, die ihnen in der laufenden Saison mehrfach abgesprochen worden waren.

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So emotional sah man Lucien Favre (M.) selten. Nach dem Spiel nahm er Marco Reus (l.) und Raphael Guerreiro in die Arme © dpa/Guido Kirchner So emotional sah man Lucien Favre (M.) selten. Nach dem Spiel nahm er Marco Reus (l.) und Raphael Guerreiro in die Arme

Für Favre geht es weiterhin um seinen Job

Natürlich: Es waren auch die Paraden des überragenden Torhüters Roman Bürki und das Glück, die den BVB ins Achtelfinale brachten. Doch es war eben auch eine phasenweise sehr stark spielende und vor allem aufopferungsvoll kämpfende Dortmunder Mannschaft - von Favre gut eingestellt. Oder: So gut es eben ging – ohne den verletzten Taktgeber Axel Witsel und trotz der unverändert vorhandenen individuellen Schwächen bei der Chancenverwertung und bei der defensiven Stabilität.

Doch für Favre ging es am Dienstagabend um mehr: Der Trainer stand nach den Siegen in der Bundesliga zwar nicht mehr so massiv unter Druck wie noch vor wenigen Wochen, doch Zweifel, ob der oftmals spröde und wenig emotional wirkende Schweizer der richtige Coach sei, gab es immer noch. In Dortmund, wo jeder Trainer an Jürgen Klopp gemessen wird, ist es schwer, die Fans und die Verantwortlichen mit einer eher analytischen Herangehensweise zu überzeugen.

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Wir nehmen ihnen die Kritik einfach vorweg. Auf diese Weise, so glauben wir, können wir nie wieder durch andere bestraft werden. Niemand wird mit einem geringen Selbstwertgefühl geboren. Der innere Kritiker liegt uns nicht in den Genen. Er ist erlernt. Und als solcher kann er auch verlernt

Gerade deshalb war es ein wichtiger Sieg für Favre. Weil die Fans sehen konnten, dass er an der Seitenauslinie mitgelitten und mitgekämpft hatte. Und mehr noch: Weil Zorc und Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke diesmal sehen konnten, dass es dem Trainer gelungen war, seine Mannschaft emotional extrem aufzuladen. 

Favre wird wahrscheinlich nie als idealtypischer BVB-Trainer gelten, aber er hat gezeigt, dass er sich auf den Verein und seine Vorlieben einlassen will. Nur dies kann der Weg sein, um seine Kritiker vielleicht doch noch vollends zu überzeugen.

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