Sport Champions League: I have a stream

23:05  12 dezember  2019
23:05  12 dezember  2019 Quelle:   zeit.de

Jovics königliche Chance - die letzte bei Real?

  Jovics königliche Chance - die letzte bei Real? Real Madrid ist bereits als Gruppenzweiter für das Achtelfinale der Champions League qualifiziert. (Service: Tabellen der Champions League) Die Reise nach Belgien zum abschließenden Vorrundenspiel beim FC Brügge (ab 21 Uhr im LIVETICKER) ist für die Stars von Real vor wichtigen Duellen in La Liga also eher lästige Pflicht als königliche Unterhaltung. Doch für einen geht es um seine Zukunft im weißen Ballett. Luka Jovic konnte seine Ablöse von rund 60 Millionen Euro bislang nicht rechtfertigen. Erst ein Treffer gelang dem ehemaligen Frankfurter in elf Einsätzen. Sein Premierentor war zudem lediglich der Schlusspunkt beim 5:0 gegen den Abstiegskandidaten CD Leganés.

Sieht sich in Deutschland künftig nur noch per Stream: Liverpools Trent Alexander-Arnold nach dem Champions League Sieg 2019. © Oscar del Pozo/​Getty Images Sieht sich in Deutschland künftig nur noch per Stream: Liverpools Trent Alexander-Arnold nach dem Champions League Sieg 2019.

Wer keinen Internetanschluss hat, wird künftig keine Champions League mehr sehen können. Das ist ein Kulturwandel, wie er größer kaum sein könnte.

Nun werden auch die letzten Röhrenfernseher auf den Sperrmüll fliegen, obwohl so manch alte Kiste ja immer noch verlässlich vor sich hinflimmert. Der Fortschritt aber will es, dass der beste Fußball Europas, vielleicht sogar der Welt, demnächst nicht mehr in die alten Kästen hineinpasst. Messi, Ronaldo und, na gut, auch Serge Gnabry, gibt es live bald nur noch im Internet.

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Von der Saison 2021/22 an wird die Champions League nicht mehr im linearen Fernsehen zu sehen sein. Sky hat die Übertragungsrechte an der Champions League verloren, die Königsklasse teilen sich künftig die Streamingdienste Dazn und Amazon Prime Video. Für Sky ist das die schlimmstmögliche Nachricht: Teures Bezahlfernsehen ohne Spitzenfußball wird auf Dauer nicht funktionieren. Vor allem aber steht die Entscheidung für einen Kulturwandel, wie er größer kaum sein könnte.

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Praktisch & günstig

Der Siegeszug des Streamings ist unaufhaltsam. Spiele schauen, wo und wie man will, notfalls auch in der S-Bahn oder heimlich auf dem Smartphone unterm Tisch beim Schwiegermuttergeburtstag, all das ist möglich. Eine verpasste Partie noch einmal in voller Länge schauen, zu den relevanten Szenen hüpfen, sich hundertmal die Übersteiger von Dortmunds Jadon Sancho anschauen – all das, was früher Videorekorder erledigten, machen nun die dicken Server der Dienste möglich. Nur ohne Vorspulen und Bandsalat.

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Fürchterlich praktisch also sind die Streamingdienste. Und recht günstig. Ein Abo für Amazon und Dazn kostet derzeit zusammen weniger als eines von Sky. Weil aber davon auszugehen ist, dass beide für die neuen Rechte der Champions League mehr Geld gezahlt haben als ihr Konkurrent, muss man kein Mathematiker sein, um festzustellen, dass das Ganze wirtschaftlich eher eine Wette auf die Zukunft ist.

Nicht jeder wird profitieren

Für Fußballfans sind die niedrigeren Preise erst einmal ein gutes Zeichen. Für einige könnte es aber auch hart werden: Für die Champions League interessiert sich eben nicht nur die Generation, die online aufgewachsen ist. Für Fußball interessieren sich auch jene, die das Traumschiff im ZDF schauen, statt Netflix anzuschmeißen oder den neuen Mülleimer im Hauswarenladen ums Eck kaufen und nicht bei Amazon.

Für die Champions League interessieren sich auch jene, deren Internetanschluss zu langsam ist. Ende 2018 hatten zwar 88 Prozent der deutschen Haushalte einen Zugang zu schnellem Internet, aber 12 Prozent schauen dann eben, wenn überhaupt, auf bessere Standbilder. Vor allem im Osten, vor allem auf dem Land. Genau da also, wo sich ohnehin schon viele ausgeschlossen und vergessen fühlen. Vielleicht ist die Champions League ja das letzte Argument, das die Bundesregierung benötigt, um mit dem Breitbandausbau endlich voranzukommen. Auch der neue Mobilfunkstandard 5G könnte helfen, wahrscheinlich wird der aber auch zuletzt in die Uckermark kommen.

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Neue Dimensionen

Neben der technischen stellt sich vor allem eine grundsätzliche Frage: Ist das alles überhaupt gesund? Unter Fußballfans war in den vergangenen Jahren ein deutliches Murren über die Überkommerzialisierung ihres Sports zu vernehmen. Über verschiedene Abos für die Bundesliga. Über absurde Gehälter und die Schere zwischen Arm und Reich, über Megaclubs, die am liebsten ihre eigene Liga bilden würden und denen die heimischen Ligen mehr und mehr egal scheinen. Für viele ist ohnehin schon zu viel Geld im Markt, und das viele Geld wird zudem noch zu ungerecht verteilt. Wenn nun also die großen Internetkonzerne den Fußballmarkt für sich entdecken und in die mit Milliarden gefüllten Kriegskassen greifen, um sich dort zu etablieren, werden die Mehreinnahmen hierzulande eher nicht dem Amateurfußball oder wenigstens Werder Bremen oder Fortuna Düsseldorf zugutekommen, sondern am Ende wieder dem FC Bayern und Borussia Dortmund.

"Vielleicht kommen eines Tages auch Amazon, Apple, Comcast, Disney, Google oder Netflix dazu", sagte Uli Hoeneß jüngst in einem Interview mit der Euro am Sonntag. "Da spielt eine halbe Milliarde, eine Milliarde keine Rolle. Dann könnten wir Dimensionen erreichen, die wir uns heute noch gar nicht vorstellen können." Oder vielleicht gar nicht wollen.

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  Kreml rügt US-Sanktionen gegen Gaspipeline Nord Stream 2 Ein Verstoß gegen internationales Recht und ein Paradebeispiel für unfairen Wettbewerb. Mit diesen Worten kontert Russland die Strafmaßnahmen, die der US-Senat wegen des Baus der Pipeline Nord Stream 2 gebilligt hat. © Reuters/V. Vaganov Ein russischer Mitarbeiter bereitet ein Rohr für die Pipeline Nord Stream 2 vor Russland hat die jetzt auch vom US-Senat bestätigten Sanktionen im Zusammenhang mit dem Bau der Gaspipeline Nord Stream 2 in der Ostsee kritisiert. Diese Strafmaßnahmen verletzten internationales Recht und seien ein Beispiel für unfairen Wettbewerb, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow in Moskau.

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