Sport Hertha BSC: Klinsmann macht sich selbst unmöglich

11:25  14 februar  2020
11:25  14 februar  2020 Quelle:   sueddeutsche.de

Hertha über den Klinsi-Rücktritt: "Sind überrascht worden" - der Grund für das Aus

  Hertha über den Klinsi-Rücktritt: ​Jürgen Klinsmann sorgte am Dienstagmorgen für einen Paukenschlag, indem er via Facebook ​seinen Rücktritt als Cheftrainer von Hertha BSC verkündete. Sogar der Verein wurde von der Entscheidung überrascht. Nach nur zehn Wochen legt Klinsmann sein Amt als ​Hertha-Coach schon wieder nieder. In einem Facebook-Post erklärte der 55-Jährige am Dienstagmorgen, dass er "das Vertrauen der handelnden Personen" benötige. "Gerade im Abstiegskampf sindNach nur zehn Wochen legt Klinsmann sein Amt als ​Hertha-Coach schon wieder nieder. In einem Facebook-Post erklärte der 55-Jährige am Dienstagmorgen, dass er "das Vertrauen der handelnden Personen" benötige.

Jürgen Klinsmann hat in kurzer Zeit viel kaputt gemacht - vor allem für sich selbst . Schlichtung statt Brechstange bei HERTHA BSC . WHO SIEHT keine "signifikante Veränderung" des Verlaufs Marco Wengler @ HerthaBSC was Jürgen Klinsmann das Handtuch geworfen hat ist letztendlich ja

Kurz nach dem Rücktritt Jürgen Klinsmanns als Trainer von Hertha BSC wird offenbar, was wohl der Grund für den überraschenden Abgang war. In einer ersten Reaktion zeigte sich Windhorst traurig über Klinsmanns plötzlichen Rücktritt, bestätigte aber, vor den Vereinsverantwortlichen davon

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Der frühere Bundestrainer hat in kurzer Zeit viel kaputt gemacht. Das Image des radikalen Egoisten wird er in Deutschland so schnell nicht mehr los.

Klinsmann macht sich selbst unmöglich

Das muss man auch erst einmal schaffen, in so kurzer Zeit so viel kaputt zu machen. Für einen Klub - aber vor allem auch für sich selbst. Der Tiefpunkt der Demission des Jürgen Klinsmann war am Donnerstag erreicht, als Hertha-Investor Lars Windhorst, sein Chef, der ihn geholt hatte und auf seinen Rat vertraute, ihm öffentlich Infantilität attestierte. Aber was blieb Windhorst übrig? Klinsmann hat ihm im Grunde keine Chance gelassen, weil er sich da schon selbst nahezu unmöglich gemacht hatte.

Klinsmann wollte Technischer Direktor werden - und blitzte ab

  Klinsmann wollte Technischer Direktor werden - und blitzte ab Klinsmann wollte Technischer Direktor werden - und blitzte abDer am Dienstagvormittag als Cheftrainer bei Hertha BSC überraschend zurückgetretene frühere Bundestrainer forderte nach kicker-Informationen in den Gesprächen mit der Klub-Führung eine Installierung als Technischer Direktor ab Sommer - und blitzte ab.

Das Kapitel Jürgen Klinsmann ist bei Hertha BSC Geschichte. Dass er seine Überlegungen zwar nicht mit den Verantwortlichen der Hertha , sondern mit Investor Lars Windhorst teilte, mit dem sich Klinsmann am Montagabend austauschte, macht die ganze Angelegenheit nur noch pikanter.

Nach seinem Rücktritt als Trainer von Hertha BSC wird Jürgen Klinsmann nicht in den "Jürgen Klinsmann hat viel an seiner Glaubwürdigkeit verloren. Das ist wirklich traurig, aber wir Klinsmann hatte am Dienstagvormittag nach nur elf Wochen sein Trainer-Amt bei Hertha zur Verfügung gestellt.

Er hatte hingeschmissen, offensichtlich ohne irgendwem im Verein Bescheid zu sagen. Er hatte dabei vorhergesagt, im Aufsichtsrat zu bleiben, kündigte sogar via Bild generös an, niemanden feuern zu wollen - um dann zwei Tage später selbst aus diesem Gremium zu fliegen. Er redete in einem kuriosen Facebook-Video - wohlgemerkt nach seinem Rücktritt und ein paar Tage nach einem gruseligen 1:3 gegen Mainz - immer noch davon, dass die Champions League irgendwann ein realistisches Hertha-Ziel sei. Und er erklärte, dass er mit dem deutschen Modell der Aufteilung Trainer/Sportdirektor nicht klarkomme, obwohl er, für ihn offenbar überraschend, eine Trainerstelle in Deutschland angetreten hatte.

Wer Klinsmann in den vergangenen Tagen erlebt hat, fragte sich, wie Julian Nagelsmann, Marco Rose oder Christian Streich ihren Job machen können, müssen sie doch alle mit der Zumutung leben, nicht die komplette Macht in einem Klub zu haben. Aber Trainerarbeit im Sinne von Training leiten, Taktik vermitteln, Gegner analysieren - das war offenbar zu klein gedacht für Klinsmann. Das ist an sich nicht verwerflich, wenn er halt nicht zufällig gerade Trainer gewesen wäre.

Nach Klinsmann-Knall: Jetzt sprechen die Hertha-Bosse

  Nach Klinsmann-Knall: Jetzt sprechen die Hertha-Bosse Hertha BSC will sich nach dem Aus von Trainer Jürgen Klinsmann zur weiteren Zukunft des Vereins äußern. Klub-Präsident Werner Gegenbauer, Manager Michael Preetz und Investor Lars Windhorst werden am Donnerstag (11.30 Uhr) auf einer Pressekonferenz Stellung beziehen. Jetzt das aktuelle Trikot von Hertha BSC bestellen - hier geht's zum Shop! | ANZEIGE Mit Spannung werden die Aussagen von Windhorst erwartet. Der Groß-Investor hatte Klinsmann in den Klub geholt. Fraglich ist, ob Klinsmann sein Amt im Aufsichtsrat des Klubs weiter ausübt. Das würde im Verein nach dem Streit mit Preetz zu großen Spannungen führen.

In seiner Doppelrolle bei Hertha BSC hat Klinsmann ausgiebig Gebrauch von seiner Amtsgewalt gemacht - und dabei niemanden geschont. Die nächsten Tage dürften spannend werden.

Hertha BSC : Jürgen Klinsmann auch nicht mehr im Aufsichtsrat. Er sprach von fehlendem Vertrauen seitens des Vereins. Hertha reagierte geschockt. Klinsmann hatte das Traineramt erst elf Wochen zuvor übernommen, ließ seinen Posten im Aufsichtsrat währenddessen ruhen.

Immerhin: Der Klub ist erstmal handlungsfähig

Das Bild passt zu seiner Zeit als Bayern-Coach, über die der der Polemik unverdächtige Philipp Lahm in seinem Buch schrieb: "Wir Spieler mussten uns selbstständig zusammensetzen, um vor dem Spiel zu besprechen, wie wir überhaupt spielen wollten."

Windhorst sagt, Klinsmann habe an "Glaubwürdigkeit verloren"; das ist noch freundlich ausgedrückt angesichts der Tatsache, dass Klinsmann nun für lange Zeit das Image eines radikalen Egoisten haben wird. Es bleibt das Bild, dass einer von Visionen spricht, Performance Manager installiert, die halbe Mannschaft für viel Geld umbauen lässt, dann aber bei erster Gelegenheit davonrennt und den anderen die Schuld gibt.

Das Gute für Hertha BSC: Der von nun an offenbar entscheidende Mann im Verein, Investor Lars Windhorst, hat Klinsmann fallen lassen und den Schulterschluss mit Präsident Werner Gegenbauer und Manager Michael Preetz zelebriert. Damit ist der Klub erst mal handlungsfähig und trägt keinen internen Machtkampf aus. Am mittelfristigen Ziel Europa hielt Windhorst allerdings fest. Die Realität ist jedoch Abstiegskampf mit einem Trainer namens Alexander Nouri, der 21 Spiele nacheinander im Profifußball nicht gewonnen hat. Das muss man irgendwie zusammenkriegen - und daran wird dann Klinsmann nur noch bedingt schuld sein.

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  Nach Klinsmann-Knall: Jetzt sprechen die Hertha-Bosse Beim abstiegsbedrohten SV Werder Bremen wird im Kampf um den Klassenerhalt ein neuer Reizpunkt gesetzt. Schon drei Tage vor dem Auswärtsspiel bei RB Leipzig bezieht der Bundesliga-Vorletzte ein Kurztrainingslager in der Messestadt.

Jürgen Klinsmann ist nicht mehr Trainer von Hertha BSC . Zunächst taucht auf seiner verifizierter Facebook-Seite eine Rücktrittserklärung auf. Offenbar fehlte ihm im Abstiegskampf die nötige Unterstützung im Verein. "Als Cheftrainer benötige ich allerdings für diese Aufgabe, die noch nicht

Klinsmanns Rücktritt macht nun ihn selbst wie auch die mit großen Ambitionen in die Rückrunde gestartete Hertha zu großen Verlierern. Hertha BSC kommt allerdings auch nicht gut aus der Posse heraus. Nicht nur weil Klinsmann sich so gerne mit strahlendem Gesicht präsentiert, hatte der Verein

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