Sport Toto Wolff: Formel 1 leidet nicht unter der Mercedes-Dominanz

22:40  16 februar  2020
22:40  16 februar  2020 Quelle:   formel1.de

Toto Wolff: Ich hätte Profi-Rennfahrer werden können!

  Toto Wolff: Ich hätte Profi-Rennfahrer werden können! Mercedes-Teamchef Toto Wolff war selbst als Rennfahrer in seiner Jugend aktiv, bis er einsehen musste, dass er im Finanzsektor besser aufgehoben ist1992 begann seine Karriere in der Formel Ford, später stieg Wolff auf GT-Prototypen um. Zwei Jahre später gewann er eine Klassenwertung im Rahmen der 24 Stunden auf dem Nürburgring. In jenem Jahr wurde seine Karriere jedoch beendet, als sich sein Hauptsponsor nach dem schweren Unfall von Karl Wendlinger in Monaco zurückzog.

Toto Wolff sieht in der Mercedes-Dominanz kein Problem © LAT Toto Wolff sieht in der Mercedes-Dominanz kein Problem

Mercedes-Teamchef Toto Wolff weist die Behauptung zurück, dass die Formel-1-Fans der Königsklasse aufgrund der Mercedes-Dominanz der den Rücken kehren. Er sieht die Spitzenkategorie des Formelsports "auf einem guten Weg".

15 von 21 Rennen hat Mercedes im Jahr 2019 gewonnen, um letztlich zum sechsten Mal in Folge die Team- und Fahrermeisterschaft zu holen. Sowohl die Fans als auch interessierte Hersteller, die einen Einstieg in die Formel 1 abwägen, kritisieren die Dominanz des deutschen Teams. Wolff glaubt aber, dass es genügend Geschichten abseits der Weltmeisterschaft gibt, die die Formel 1 interessant machen.

Toto Wolffs Zukunft: Verhandlungen mit Mercedes haben begonnen

  Toto Wolffs Zukunft: Verhandlungen mit Mercedes haben begonnen Toto Wolff verhandelt gerade mit Daimler darüber, ob er auch nach 2020 Teamchef bleibt - Gerhard Berger sieht ihn nicht in der Rolle des Formel-1-VorsitzendenOb Berger, selbst als Chef der Tourenwagen-Rennserie DTM in einer ähnlichen Management-Position, damit eine tatsächlich niedergeschriebene Regel meint oder ein Gentlemen's Agreement, lässt er offen; glaubt aber zu wissen: "Das steht in den Verträgen zwischen den Teams drin.

"Mercedes hat den sechsten Titel geholt, aber schauen deshalb weniger Leute zu? Es gibt meiner Meinung nach noch immer viel Bewegung und unvorhersehbare Entwicklungen", so Wolff. "Vor einem Wochenende war nie klar, ob Ferrari oder Red Bull auf die Pole fahren werden. Außerdem war nie klar, ob vielleicht Max Verstappen ein Rennen gewinnt."

Ein weiterer Punkt pro Formel 1 ist der Konflikt der Generationen, also Sebastian Vettel gegen Charles Leclerc und Verstappen gegen Weltmeister Lewis Hamilton. Wolff glaubt, dass diese Storyline viele Zuschauer in den Bann zieht: "Es ist toll, dass die jüngere Fanbasis wächst", so der Mercedes-Teamchef. "Insgesamt sind wir auf einem guten Weg."

Ein Blick auf die Zahlen ist lohnenswert: Die Formel 1 spricht von 1,9 Milliarden Zuschauern im Jahr 2019, was ein neuer Rekord seit der Saison 2012 darstellt. Außerdem wurden auch die Interaktionen auf den sozialen Medien und den digitalen Kanälen der Königsklasse deutlich gesteigert.

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Pay-TV scheint dabei ebenfalls keine Hürde sein, wie Wolff erklärt: "Während das lineare Fernsehen langsam schrumpft, gilt das nicht für die Formel 1. Es ist eine der Sportarten, deren Zuschauerschaft wächst und das, obwohl einige Länder die Formel 1 hinter eine Paywall gezogen haben. Im Jahr 2019 gab es fast zwei Milliarden Zuschauer, davon 419 Millionen Unique Viewers."

Laut Wolff ist die Formel 1 der am schnellsten wachsende Sport auf sozialen Medien. "Selbst die amerikanischen Ligen können da nicht mithalten", sagt er. "Wir sind also auf einem guten Weg. Liberty Media hat einen guten Job gemacht, als sich die Formel 1 den sozialen Medien geöffnet hat. Das war vorher nicht der Fall. Im Vergleich zu anderen Sportarten sind die Zahlen riesig."

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