Sport Lewandowski über seine Wette mit Klopp und den Anruf von Sir Alex Ferguson

21:45  21 februar  2020
21:45  21 februar  2020 Quelle:   90min.com

Das fünfte Mal: Klopp knackt den Rekord

  Das fünfte Mal: Klopp knackt den Rekord Jürgen Klopp ist "Trainer des Monats" in der Premier League. Nicht zum ersten Mal. Aber zum ersten Mal mit dem Stempel "Rekord" versehen.16 Liga-Spiele in Serie siegreich, noch keine Saisonniederlage, 24 von 25 Partien in der Premier League gewonnen - der FC Liverpool marschiert mit Siebenmeilenstiefeln Richtung Meisterschaft. Kein Wunder also, dass Klopp auch im Januar zum "Trainer des Monats" in Englands höchster Liga gewählt wurde. Wie zuvor schon im August, im September, im November und im Dezember.

FC Bayern Muenchen v RB Leipzig - Bundesliga © DeFodi Images/GettyImages FC Bayern Muenchen v RB Leipzig - Bundesliga

​Mit inzwischen 31 Jahren auf dem Buckel gehört Robert Lewandowski im Grunde nicht mehr zu den Jüngsten im Fußballgeschäft. Dennoch sorgte der Stürmer von​ Bayern München für reihenweise Tore und fühlt sich noch lange nicht als 'Altes Eisen'. Im Interview mit dem Guardian spricht Lewandowski über seine Ziele mit dem FCB, seine Interpretation als Stürmer und Ex-Trainer Jürgen Klopp.

Satte 36 Tore schoss der Stürmer wettbewerbsübergreifend in dieser Saison für die Münchner. Dass er dafür nur 31 Spiele brauchte, macht die Statistik noch beeindruckender. Robert Lewandowski gehört zu den wenigen Spielern der ​Bundesliga, die konstant auf Weltklasse-Niveau abliefern.

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  Robert Lewandowski schwärmt von Pep Guardiola: Robert Lewandowski schwärmt von Pep Guardiola: "Hätte nie gedacht, dass man in zwei Jahren so viel lernen kann"Robert Lewandowski vom FC Bayern München hat in höchsten Tönen von Ex-FCB-Coach Pep Guardiola geschwärmt. "Er hat mir so viele fußballspezifische Sachen gelehrt - Taktik, Bewegung mit dem Ball, Spielaufbau. Ich hätte nie gedacht, dass man in zwei Jahren so viel über den Fußball dazulernen kann", sagte der polnische Starangreifer im Interview mit OneFootball.

Lewandowski: Ich will Teil der Mannschaft sein

Als Stürmer müsse man eben auch mal egoistisch sein, so Lewandowski. "Du kannst einen Pass spielen oder eine Flanke schlagen. Aber wenn du jedes Spiel treffen willst, musst du deine Mentalität ändern." Doch diesen Wechsel könne man nicht mal so nebenbei vollziehen. "Nicht jeder kann wie ein Stürmer spielen", so der Pole.

Sowieso sehe er sich nicht als Stürmer, der 90 Minuten lang nur im Strafraum auf seine Chance wartet. "Ich will Teil der Mannschaft, des Spiels sein, ich will mich bewegen und passen und nicht nur auf den Ball warten", so der 31-Jährige über seine Rolle im Spiel. Er sei deshalb immer auf der Suche nach Platz, "um den Ball zu bekommen und meine Mitspieler zu finden."

Dass der 312-malige Bundesligaspieler diese Rolle perfekt beherrscht, zeigt die Statistik. 225 Tore und 64 Vorlagen sprechen für sich. Bis dahin war es allerdings ein weiter Weg. Als wichtiger Karrierepunkt sieht 'Lewa' die Zeit unter Jürgen Klopp an, welcher Lewandowski während seiner Station bei ​Borussia Dortmund coachte.

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Lewandowski und Klopp: 50 Euro für 10 Tore

Während des Trainings habe Klopp mit Lewandowski gewettet, wie viele Tore er schießen könne. Bei zehn Toren versprach Klopp, dem Polen 50 Euro zu geben. "In den ersten Trainingseinheiten traf ich drei bis viermal. Nach der fünften, sechsten, siebten Trainingseinheit traf ich sieben oder achtmal. Nach drei Monaten schließlich schoss ich mehr als zehn Tore." Nachdem dies einige Wochen so weiter ging, habe ihm Klopp mitgeteilt, dass er ihn nicht mehr bezahlen könne. "Die Gier nach Toren ist Teil meiner Mentalität." Das Anstacheln durch Klopp habe Lewandowski sehr geholfen.

FBL-EUR-C1-DORTMUND-PRESSER © PATRIK STOLLARZ/GettyImages FBL-EUR-C1-DORTMUND-PRESSER

Dabei wäre es sogar möglich gewesen, dass Lewandowski bereits 2012 vom BVB abgewandert wäre. In diesem Jahr habe laut des Stürmers Manchester United bei Dortmund angeklopft. Die damals noch von Alex Ferguson trainierten ​Red Devils sahen beim damals Anfang 20-Jährigen den perfekten Stürmer. "Ich habe nach zwei Jahren in Dortmund mit ihm gesprochen und damals wirklich über einen Wechsel zu Manchester United nachgedacht. Wegen Ferguson und wegen Manchester United", so der Pole. Doch der BVB habe einem Wechsel den Riegel vorgeschoben. Dennoch fühlte sich Lewandowski geehrt: "Wenn man einen Anruf von Sir Alex Ferguson erhält, ist das für einen jungen Spieler etwas Erstaunliches. Das war ein besonderer Tag für mich."

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Seit Sommer 2015 kickt der Stürmer nun bei Bayern München. Den ewigen Traum von der ​Champions League konnte sich Lewandowski auch mit dem deutschen Rekordmeister noch nicht erfüllen. Unter Trainer Hansi Flick scheint der Stürmer allerdings eine neue Chance zu sehen: "Die Spieler fühlen sich sicherer, weil sie wissen, was der Trainer von ihnen will." Auch die Kommunikation sei besser. "Ich glaube immer noch, dass wir eines Tages im Champions-League-Finale spielen und es gewinnen werden."

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