Sport Ferrari: SF1000 liegt hoffentlich nicht nur Charles Leclerc

23:05  21 februar  2020
23:05  21 februar  2020 Quelle:   formel1.de

Analyse: Die zehn wichtigsten Neuerungen am Ferrari SF1000

  Analyse: Die zehn wichtigsten Neuerungen am Ferrari SF1000 Wie innovativ ist der Ferrari SF1000 und wie sehr unterscheidet sich der Neuwagen von Sebastian Vettel und Charles Leclerc vom Vorgängerauto SF90? © Giorgio Piola Der Ferrari SF1000 weist unter anderem bei den Windabweisern Neuerungen auf Hand aufs Herz: Wie viele Unterschiede zwischen dem SF90 und dem SF1000 haben Sie auf den ersten Blick erkannt? Im letzten Jahr unter dem aktuell gültigen Formel-1-Reglement gibt es an den Fahrzeugen nämlich nur geringe Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr. Welche es sind, das erklärt Formel-1-Technikexperte Giorgio Piola anhand diverser Detailaufnahmen.

Wie Charles Leclerc verrät, setzt Ferrari beim neuen Auto in diesem Jahr auf einen anderen Ansatz: Der Der neue Ferrari SF 1000 soll den Roten eine größere Flexibilität beim Set-up verleihen und so verhindern, dass die Scuderia zu abhängig von der Streckencharakteristik ist, sagt Charles Leclerc .

Leclerc mit dem Ferrari SF 1000 nur Mittelmaß. Charles Leclerc , der kurzfristig seinen eigentlich eingeplanten, aber angeschlagenen Teamkollegen Sebastian Vettel ersetzte, fehlte im neuen Im Zeitentableau lag der Spanier ebenfalls als Vierter allerdings knapp 3 Zehntel vor Leclerc .

Wie liegt der SF1000 Sebastian Vettel? © LAT Wie liegt der SF1000 Sebastian Vettel?

Ferrari-Teamchef Mattia Binotto sieht seine Erwartungen in der ersten Barcelona-Testwoche erfüllt. Der Italiener hofft, dass sein Team nicht nur mehr Abtrieb gefunden hat, sondern dass der SF1000 beiden Fahrern liegt. "Das ist sicherlich eines unserer Ziele."

Noch bei der Präsentation des neuen roten Renners musste Binotto zugeben, dass 2019 der SF90 zwar ursprünglich für Sebastian Vettel konzipiert war - er war in die Entwicklung eingebunden im Gegensatz zu Charles Leclerc. Doch es stellte sich während der Saison heraus, dass der Ferrari ein instabiles Heck aufwies.

Ferrari: Sebastian Vettel bekommt erste Ausfahrt im SF1000

  Ferrari: Sebastian Vettel bekommt erste Ausfahrt im SF1000 Sebastian Vettel bekommt bei der ersten Ausfahrt des neuen Ferrari SF1000 den Vorzug vor Teamkollege Charles Leclerc - Testarbeit wird gerecht geteiltDer Monegasse darf am Donnerstag erstmals im Auto Platz nehmen, allerdings nur bis zur Mittagspause, bevor am Nachmittag wieder Vettel das Steuer übernimmt. Dafür bekommt Leclerc den kompletten dritten Testtag am Freitag, womit beide Fahrer die gleiche Einsatzzeit bekommen.

Leclerc mit dem Ferrari SF 1000 nur Mittelmaß. Ferrari war in beiden Wertungen nur Mittelmaß. Charles Leclerc , der kurzfristig seinen eigentlich eingeplanten, aber angeschlagenen Teamkollegen Im Zeitentableau lag der Spanier ebenfalls als Vierter allerdings knapp 3 Zehntel vor Leclerc .

Sebastian Vettel und Charles Leclerc lieferten sich im Vorjahr einen erbitterten Kampf um die Deutungshoheit bei Ferrari . Rosberg ist viel eher der Ansicht, dass der SF90 gerade auf Vettel abgestimmt war, er hatte den Wagen mitentwickelt und war die klare Nummer 1 zu Saisonbeginn.

Eine Eigenschaft, die Vettel nicht liegt. Weshalb Leclerc am Ende besser mit dem SF90 zurechtkam, als ursprünglich angenommen. In der Entwicklung des Nachfolgemodells haben nun beide Piloten ein Wörtchen mitgesprochen. Binotto betonte beim Launch, dass man an der Stabilität des Hecks gearbeitet habe.

"Es ist sicherlich eines unserer Ziele, das Auto so zu gestalten, dass beide Fahrer sich wohlfühlen, inklusive Seb", unterstreicht der 50-Jährige nach dem dritten Testtag erneut. Ob das auch gelungen ist, werde man erst in der nächsten Woche oder gar erst in der Saison beurteilen können.

Zumindest konnte Leclerc bereits mehr Flexibilität in der Abstimmungsarbeit erkennen. Generell hat Ferrari in der Winterpause den Fokus auf den Abtrieb gelegt - die Kurvenfahrt war die große Schwäche des SF90. Durch den erhöhten Abtrieb muss Ferrari allerdings mehr Luftwiderstand auf den Geraden fürchten, was den Power-Vorteil einschränkt.

Genau das konnte Binotto in den ersten Tagen beobachten: "Wenn man die Performance mit dem Vorjahr vergleicht, dann sind wir deutlich schneller in den Kurven und langsamer auf den Geraden." Die Daten würden also mit den Erwartungen übereinstimmen.

"Also ja, wir haben mehr Abtrieb", freut sich der Teamchef. Ob das aber ausreichen wird, um Mercedes und Red Bull zu schlagen, bleibt ungewiss. In der ersten Testwoche haben die Italiener versucht, möglichst unauffällig ihr Testprogramm abzuspulen.

Vettel belegt im Gesamtergebnis der ersten Testwoche nur Rang 14 (+ 2,4 Sekunden), Leclerc Rang 16 (+ 2,5 Sekunden). Deshalb schreibt Binotto den Saisonauftakt auch bereits ab.

Leclerc sieht Ziel erreicht, aber: "Müssen an der Balance arbeiten" .
Charles Leclerc hat selbst keien Ahnung, wo Ferrari im Vergleich zu den Konkurrenten steht: Sein Hauptziel hat Ferrari erreicht, aber es gibt noch Defizite"Ich weiß gar nicht genau, wo wir stehen", legt er nach. Ferrari fokussiere sich derzeit nur auf sich selbst und schaue gar nicht auf die anderen. Trotzdem haben natürlich auch die Roten die Zeiten der Konkurrenz mitbekommen. "Auch wenn es nicht viel ist, liegen wir derzeit hinter Mercedes oder Red Bull", bestätigt Leclerc dann doch die Aussagen seines Teamchefs.

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