Sport Toto Wolff: Ferrari kann noch eine Sekunde zulegen

19:05  26 februar  2020
19:05  26 februar  2020 Quelle:   formel1.de

Toto Wolff sicher: Hybrid ist die Zukunft

  Toto Wolff sicher: Hybrid ist die Zukunft Während die Formel 1 über zukünftige Motorenmodelle diskutiert, kann es für Toto Wolff nur eine Lösung geben: Hybrid ist für ihn auch in Zukunft relevantPolitik und Autohersteller machen verstärkt Werbung für rein elektrische Autos, doch diese Nische ist durch die Formel E besetzt. Und Wolff glaubt ohnehin nicht, dass Elektroautos die Zukunft gehört. Er glaubt einer Vorhersage des Daimler-Konzerns, nach der auch 2030 noch zahlreiche Hybrid-Fahrzeuge auf den Straßen unterwegs sein werden.

Während die Formel 1 über zukünftige Motorenmodelle diskutiert, kann es für Toto Wolff nur eine Lösung geben In urbanen Bereichen kann man elektrisch fahren, und wenn man zum Flughafen fährt, dann vermeidet man, dass Glauben Sie, dass Sebastian Vettel 2020 für Ferrari fahren wird?

Mercedes und Ferrari vergleicht, hat Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff einen anderen Gegner als die Roten als in Barcelona mit mehr als einer halben Sekunde Rückstand auf Lewis Hamilton zwar nur Vierter, dennoch glaubt Wolff

Wie stark ist der Ferrari SF1000 wirklich? Mercedes-Sportchef Wolff hat eine Ahnung © LAT Wie stark ist der Ferrari SF1000 wirklich? Mercedes-Sportchef Wolff hat eine Ahnung

"Unterm Strich musst du raten, wer wo steht", sagt Toto Wolff. Ein klares Kräfteverhältnis suche man zu Beginn der zweiten Formel-1-Testwoche 2020 in Barcelona vergebens. Im Gespräch mit 'Sky' erklärt Mercedes-Sportchef Wolff aber auch, dass er vor allem von einem Team einen recht guten Eindruck gewonnen habe - Ferrari.

Das italienische Traditionsteam ist bisher nicht durch schnelle Runden aufgefallen. Wie also kam Wolff zu der Überzeugung, dass mit Ferrari zu rechnen sein wird? Die reinen Zahlen der bisherigen Testfahrten jedenfalls geben das nicht her. "Man kann es [aber] ein bisschen herleiten", meint Wolff.

Toto Wolff: Red Bull wird 2020 unser härtester Gegner

  Toto Wolff: Red Bull wird 2020 unser härtester Gegner Die Silberpfeile geben am ersten Testtag bereits wieder den Ton an, doch Toto Wolff erwartet in der Saison 2020 den großen Angriff von Red BullMax Verstappen wurde am Mittwoch in Barcelona mit mehr als einer halben Sekunde Rückstand auf Lewis Hamilton zwar nur Vierter, dennoch glaubt Wolff, dass sich die Bullen aus einem Grund richtig reinhängen werden. "Max könnte der jüngste Weltmeister werden, wenn er gewinnt. Ich denke, dass Red Bull und Helmut (Marko) da großen Wert drauf legen", sagt der Österreicher bei 'Sky Sports F1'.

Mercedes-Teamchef. Toto Wolff : Erwarte 2020 "härtere Saison" gegen Vettel. Könnten sich 2020 einen harten Schlagabtausch um den Titel liefern: Ferrari -Star Vettel (l.) und Mercedes Seit 2014 schwimmt Mercedes-Teamchef Toto Wolff auf einer Erfolgswelle: Mit dem deutschen Werksteam hat

Toto Wolff führte aus: "Und ich nenne diese Zahl, weil auf rationaler Ebene alles dafür spricht, diese Beziehung fortzusetzen. Von beiden Seiten. "Ein Fahrer dieses Kalibers", sagt Wolff über den sechsmaligen Weltmeister, "weiß ganz genau, dass er bei jedem Team etwas bewirken kann .

Er erklärt: "Man sieht, was der Ferrari-Antrieb bei Alfa [Romeo] und bei Haas zu leisten imstande ist. Der Topspeed von Ferrari ist weit davon entfernt."

Ferrari auf dem Papier nicht in WM-Form

Was Wolff damit sagen will: Das Ferrari-Werksteam scheint auf den Geraden nicht die volle Leistung abzurufen und könnte womöglich schneller. "Da steckt wahrscheinlich noch eine Sekunde drin", sagt Wolff.

Auf dem Papier fehlte Ferrari in der ersten Testwoche allerdings mehr als nur die eine Sekunde, die der Mercedes-Sportchef dem neuen SF1000 noch zutraut. Im Schnitt kam der rote Neuwagen an den ersten drei Testtagen auf einen Rückstand von 2,657 Sekunden auf die Bestzeit. Am besten unterwegs war Mercedes. (Hier alle Testdaten abrufen!)

Toto Wolff: Red Bull wird 2020 unser härtester Gegner

  Toto Wolff: Red Bull wird 2020 unser härtester Gegner Die Silberpfeile geben am ersten Testtag bereits wieder den Ton an, doch Toto Wolff erwartet in der Saison 2020 den großen Angriff von Red Bull © LAT Kein Grund für Zerknirschtheit: Mercedes ist am ersten Testtag voraus Während die Formel-1-Welt nach dem ersten Testtag schon fleißig die Testzeiten zwischen Mercedes und Ferrari vergleicht, hat Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff einen anderen Gegner als die Roten als Hauptkonkurrent für 2020 im Blick: Red Bull.

Toto Wolff : Ross Brawns Erbe nur gekonnt verwaltet? Frage: "Bei Ihren ersten Titeln haben viele noch gesagt - und ich gebe zu, ich war einer davon: 'Ross Brawn hat das Fundament gelegt und Mercedes zur richtigen Zeit viel Geld in die Hand genommen. Jeder Teamchef hätte diesen Erfolg gehabt.'"

Über die Stallorder bei Ferrari sagte Silberpfeil-Chef Toto Wolff auf RTL: «Vettel/Leclerc – da war doch keiner schneller als der andere!» Die Ferrari -Medienkonferenz nach dem GP China liess keinen Optimismus erkennen. Die beiden Fahrer waren sichtlich genervt und gefrustet.

Wolff will all dies aber nicht überbewerten und meint: "Wir kennen die Benzinladungen nicht." Eine präzise Einschätzung sei deshalb schwierig bis unmöglich. "In die Rundenzeiten", so sagt er, "kannst du sehr viel hineininterpretieren."

Positives Zwischenfazit bei Mercedes

Zumindest für Mercedes ist Wolff genau im Bilde, welche Programme bei den Tests gefahren werden und wo das Auto zu diesem Zeitpunkt der Tests steht. Und Wolff wirkt zufrieden mit dem neuen W11-Silberpfeil.

"Ich war gerade erst am Streckenrand unterwegs und muss sagen, es macht mich stolz, wie das Auto performt. Das Fahrzeug ist stabil und macht selbst bei windigen Bedingungen einen guten Eindruck. Wir scheinen eine solide Basis für den Saisonstart zu haben."

Obwohl die angesprochene Wochentabelle Mercedes als Klassenprimus ausgibt, will Wolff nicht in die Favoritenrolle gedrängt werden. Er meint: "Vielleicht ist es nicht das schnellste Auto, auch wenn ich natürlich hoffe, dass es das ist."

Noch immer Hausaufgaben bei Silber

"Falls dem nicht so sein sollte, haben wir immerhin eine Grundlage, die wir weiterentwickeln können, um unsere Leistung sukzessive zu steigern. Denn unsere Einstellung ist unverändert: Wir nehmen an, wir sind nicht gut genug und müssen nachlegen."

Zu Beginn der zweiten Testwoche galt es daher diverse Hausaufgaben zu erledigen, wie Wolff weiter erklärt. "Vorrangig wollen wir das Auto verstehen. Wir versuchen auch diverse Set-up-Varianten durchzuspielen, wo wir doch ein neues Aufhängungskonzept haben. Da gibt es viel zu lernen. Unterm Strich muss eben alles zusammenpassen."

"Ferrarigate": Mercedes mobilisiert mit Schreiben gegen Ferrari .
Die Nicht-Ferrari-Teams wollen den "Kuhhandel" zwischen der FIA und Ferrari in Sachen Motoren-Betrugsaffäre nicht akzeptieren und leiten die nächsten Schritte einBereits am Freitagabend (also am Tag der FIA-Aussendung) hat ein Insider gegenüber 'Motorsport-Total.com' angekündigt, die FIA-Aussendung sei voraussichtlich noch lange nicht das Ende der Betrugsaffäre, sondern erst der "Anfang eines sehr langwierigen Prozesses".

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