Sport Steiner: Uneinigkeit bezüglich Australien-Absage unter den Teams "normal"

12:20  15 märz  2020
12:20  15 märz  2020 Quelle:   formel1.de

Formel-1-Auftakt 2020: Australien verschärft Einreisebestimmungen

  Formel-1-Auftakt 2020: Australien verschärft Einreisebestimmungen Australien hat zehn Tage vor dem Formel-1-Auftaktrennen in Melbourne die Einreisebestimmungen noch einmal zusätzlich verschärft "Alles ist startklar", meldet Andrew Westacott als Ausrichter des Australien-Grand-Prix. Doch das ist nur eine Momentaufnahme aufgrund der weiter wechselhaften Situation rund um den Coronavirus. Denn Australien hat seine Einreisebestimmungen zehn Tage vor dem ersten Formel-1-Rennen des Jahres noch einmal verschärft.Nun lautet die Vorschrift: Wer innerhalb der vergangenen zwei Wochen aus China, Iran und Südkorea ausgereist ist, darf nicht in Australien einreisen.

" Das Team hat sich auf diese Eventualität vorbereitet", schreibt McLaren in einer Für den Fall eines freiwilligen Verzichts wie jenen von McLaren stand eine Absage bisher nicht im Raum. Bezüglich der nächsten Schritte habe "die Sicherheit der Fans, der Teams und des Personals Priorität".

Am Freitagabend war der positive Coronavirus-Test bei Kilian öffentlich gemacht worden. Am Nachmittag hatte die Deutsche Fußball Liga den kompletten Spieltag für dieses Wochenende abgesagt .

Günther Steiner schloss sich mit seinem Haas-Team der Mehrheit an © LAT Günther Steiner schloss sich mit seinem Haas-Team der Mehrheit an

Wie man mit der Formel 1 nach dem Rückzug von McLaren in Australien verfahren sollte, darüber herrschte selbst unter den Teams Uneinigkeit. Während Ferrari, Alfa Romeo und Renault eine Absage forcierten, wollten Red Bull, AlphaTauri und Racing Point fahren. Haas und Williams wollten mit der Mehrheit gehen, die kippte, als sich Mercedes entschloss, die Seiten zu wechseln und nicht fahren zu wollen.

Laut Haas-Teamchef Günther Steiner ist es aber "normal", dass es zwischen den Teams Uneinigkeit gibt. "Jedes Team ist anders strukturiert. Einige sind Teil eines großen Unternehmens, andere werden privat geführt. Man kann nicht erwarten, dass jeder auf der gleichen Seite steht", sagt er gegenüber 'Motorsport-Total.com'.

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" Das Team hat sich auf diese Eventualität vorbereitet", schreibt McLaren in einer offiziellen Stellungnahme. Seitens der Formel-1-Verantwortlichen wurde ein Grand Prix mit weniger als zehn Teams bisher stets ausgeschlossen. Allerdings ging man dabei von behördlichen Schwierigkeiten aus

Eigentlich sollte dieser Artikel „Things I have learned about team culture so far“ heißen, in Anlehnung an Stefan Sagmeisters Heftchenschuber mit dessen gesammelten Lebensweisheiten. Der neue Titel…

Dass es daher ein bisschen gebraucht habe, bis die Formel 1 zu einer Entscheidung kam, kann er daher nachvollziehen, auch wenn die Serie für den Umgang mit dem Thema in Melbourne stark kritisiert wurde. "Im Nachhinein ist es natürlich einfach, alles besser zu wissen", sagt er. Doch für so eine Entscheidung seien eine Menge Parteien unter einen Hut zu bekommen.

"Du hast die lokalen Promoter, du hast die Formel 1, du hast die FIA, du hast zehn Teams mit unterschiedlichem Hintergrund - und jeder hat sein eigenes kleines Problem", sagt Steiner. "Wir mussten einen Kompromiss finden. Und das ist der Kompromiss, der am Ende rausgekommen ist."

Der Südtiroler weiß, dass die Entscheidung keine einfache war. Alle haben sich auf den Saisonauftakt gefreut und wollten endlich wieder Rennen fahren. "Aber dann musst du dich bremsen und sagen, dass es für viele Leute viele Sicherheitsgründe gibt. Die ganze Welt steht aktuell aufgrund des Virus auf dem Kopf."

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Haas gehörte in Melbourne zu den Teams, die unmittelbar mit dem Coronavirus zu tun hatten. Vier Teammitglieder wurden mit Symptomen isoliert und auf COVID-19 getestet. "Alle kamen mit einem negativen Ergebnis zurück, Gottseidank", so Steiner.

Das Team war zuvor auf seine Belegschaft zugegangen und hatte ihr gesagt, dass die Mitarbeiter sich melden sollen, wenn sie sich nicht gut fühlen. "Es hat keinen Sinn, wenn wir diejenigen sind, die es verbreiten", so der Teamchef. Am Ende traf es aber einen Mitarbeiter von McLaren. "Aber sie haben sehr bewusst und gut reagiert", findet Steiner.

Er hofft nun, dass die Welt wieder in die Normalität zurückfindet und man bald wieder Rennen fahren kann. "Ich bin mir aber sicher, dass wir in diesem Jahr fahren werden."

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