Sport "Motivation wird auf die Probe gestellt": Jack Miller über Training in Corona-Pause

16:40  28 märz  2020
16:40  28 märz  2020 Quelle:   motorsport-total.com

Corona: Sport in den USA könnte länger pausieren

  Corona: Sport in den USA könnte länger pausieren Angesichts der Corona-Krise muss sich der Sport in den USA auf eine Pause bis mindestens Mitte Mai einstellen. Am Sonntag empfahl das Zentrum für Seuchenkontrolle- und Prävention (CDC), dass Großveranstaltungen wie Sportevents in den kommenden acht Wochen abgesagt oder verschoben werden sollten. "Großveranstaltungen und Massenversammlungen können dazu beitragen, dass Besucher COVID-19 in den USA weiterverbreiten", hieß es in einer Stellungnahme. Nach der Empfehlung des CDC würde die Pause für Sportveranstaltungen bis zum 10. Mai dauern. Die großen Profiligen in den USA pausieren derzeit oder verschoben ihren Start.

Jack Miller verbringt die Zwangspause daheim in Australien bei seinen Eltern - Sein Trainingsprogramm setzt er fort, denn er will kein "Ich möchte nicht lügen, aber die Motivation wird auf die Probe gestellt , wenn es kein bestimmtes Datum gibt, auf das man hinarbeiten kann.

Jack Miller hat die vergangenen Wochen in Australien verbracht © LAT Jack Miller hat die vergangenen Wochen in Australien verbracht

Mit Ausnahme von Takaaki Nakagami und Jack Miller befinden sich derzeit alle anderen MotoGP-Fahrer in Europa. Nakagami ist Anfang März nach Japan geflogen und auch Miller hat sein europäisches zu Hause in Andorra verlassen und ist nach Australien gereist. Dort verbringt "Jackass" den australischen Herbst bei seinen Eltern in der Stadt Townsville im Bundesstaat Queensland. Miller glaubt, dass es in der lange Zwangspause schwierig werden könnte, das optimale Körpergewicht zu halten.

"Ich möchte nicht lügen, aber die Motivation wird auf die Probe gestellt, wenn es kein bestimmtes Datum gibt, auf das man hinarbeiten kann. Man verbringt den Winter damit, fit zu werden und bereit zu sein. Man bestreitet die Testfahrten und dann ist alles schlagartig gestoppt. Es fühlt sich an, als würde man in einem Fegefeuer feststecken."

Petkovic will nach Corona-Pause auf Abschiedstournee

  Petkovic will nach Corona-Pause auf Abschiedstournee Das "Ausklingjahr" in der Tenniskarriere von Andrea Petkovic ist von der Corona-Krise und Verletzungen gebeutelt. Die 32-jährige plant um und verschiebt ihr Kariereende."2020 sollte ein Ausklingjahr werden", sagte die 32-Jährige der Süddeutschen Zeitung, "das fällt eher aus." Also traf sie den Entschluss: "Ich hänge noch ein Jahr dran. Ich möchte die Turniere abreisen und mich verabschieden.

Auch Australien ist vom Coronavirus betroffen. Mittlerweile wurden etwas mehr als 3.000 Fälle bestätigt. In Queensland, wo sich Miller aufhält, wurden fast 600 Personen positiv getestet. "Mein Trainingsprogramm hat sich nicht verändert", schrieb Miller vor ein paar Tagen auf seiner Webseite. "Ich fahre mit dem Fahrrad und gehe Laufen. Ich stehe auch zeitig auf und lege los."

"Hier ist es einfacher, weil es noch warm ist. Das ist eine Hilfe. Man könnte aber rasch die Motivation verlieren und etwas weniger trainieren. Dann legt man ein paar Kilos an Stellen zu, wo man es nicht will. Das versuche ich auf alle Fälle zu verhindern, weil es mir in der Vergangenheit schwer fiel, Gewicht zu verlieren."

Viel Zeit verbringt Miller in der Regel nicht in seiner Heimat, denn die Motorrad-WM hat die Basis und die meisten Rennen in Europa. "Die vergangenen Wochen waren seit zehn Jahren die längste Zeit, die ich in Australien war. Das einzig Positive an der ganzen Situation ist, dass es sehr schön ist, zu Hause zu sein."

DFL-Präsidium empfiehlt Bundesliga-Pause bis zum 30. April

  DFL-Präsidium empfiehlt Bundesliga-Pause bis zum 30. April Keine große Überraschung: Das DFL-Gremium empfiehlt, wegen der Coronakrise mindestens bis Ende April keine Bundesliga-Spiele stattfinden zu lassen.Zu Beginn der kommenden Woche müssen die 36 Klubs der beiden Ligen bei einer außerordentlichen DFL-Mitgliederversammlung die Empfehlung absegnen - das dürfte aber nur Formsache sein.

Mitte März postete der Pramac-Fahrer auf Instagram auch Fotos beim Motocross-Training. "Ich bin ziemlich ruhig geblieben und habe ein wenig mit Motorrädern gespielt, um etwas zu tun zu haben. Ich habe mit Paolo Campinoti (Teamchef von Pramac; Anm. d. Red.) und meinem Crew-Chief gesprochen, um sicherzugehen, dass alle okay sind." Denn in Italien ist die Corona-Situation kritisch.

Miller nimmt übrigens nicht am ersten virtuellen MotoGP-Rennen auf der PlayStation teil. Trotzdem richtet er allen Fans aus: "Es gibt so viele Leute an so vielen Orten, die die MotoGP lieben. Sie vermissen die MotoGP. Für jeden, der Sport liebt - und ich zähle mich selbst dazu - ist es hart, wenn alles gestoppt wird."

"Bevor so etwas nicht passiert, realisiert man nicht, wie sehr man sich auf den Sport verlässt, dass er ein Ausweg ist, wofür man Leidenschaft pflegt und wie sehr man es für selbstverständlich nimmt, dass er vorhanden ist. Aber glaubt mir, ich weiß, wie schlimm es momentan ist, aber wir werden zurück sein!"

Corona-Krise: Twitter-Chef Jack Dorsey spendet eine Milliarde Dollar .
Mit der Gründung des Kurznachrichtendienstes Twitter im Jahr 2006 ist Jack Dorsey ein reicher Mann geworden. Dieses Geld nutzt er jetzt, um im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie aktiv zu werden. Twitter-Gründer Jack Dorsey hat im Kampf gegen das Coronavirus eine großzügige Spende angekündigt. Wie der 43-Jährige am Dienstagabend bei dem Kurznachrichtendienst verlauten ließ, werde er eine Milliarde US-Dollar (rund 920 Millionen Euro) mobilisieren, um seinen Teil dazu beizutragen. Das entspreche seinen Angaben nach ganzen 28 Prozent seines Vermögens.

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