Sport Flavio Briatore: FIA-Strafe nach Crashgate war abgekartetes Spiel

16:40  28 märz  2020
16:40  28 märz  2020 Quelle:   formel1.de

Chelsea-Profi Mount droht Strafe nach Quarantäne-Missachtung

  Chelsea-Profi Mount droht Strafe nach Quarantäne-Missachtung Mason Mount hat die vom FC Chelsea verordnete Quarantäne missachtet. Am Sonntag wurde der 21-Jährige beim Fußballspielen im Park gesichtet. Nun knüpft sich der Klub samt Chefcoach Frank Lampard den Jungspund vor. ​ ​Mason Mount vom ​FC Chelsea müsste eigentlich zu Hause auf der Couch hocken. Sein Teamkollege ​Callum Hudson-Odoi wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Als Konsequenz beorderte der ​Premier League-Klub alle Akteure in Quarantäne. Was genau das ist, scheint Mount nicht wirklich verstanden zu haben. Nun droht dem 21-Jährigen eine deftige Strafe.

Flavio Briatore blickt auf den Crashgate -Skandal zurück und erklärt, seine damalige Strafe durch den FIA -Weltrat sei ein persönlicher Feldzug von Max Mosley Briatore klagte in Frankreich gegen die FIA - und bekam im Januar 2010 Recht. "Vom Gericht in Paris wurde ich dann später freigesprochen.

Teamchef Flavio Briatore und Chefingenieur Pat Symmons sprechen von einer glücklichen Fügung. Die Taktik des Spaniers wird als Meisterleistung gefiert. Renault streitet alles ab, trennt sich aber von Briatore und Symmons. Außerdem zahlt das Team eine Strafe an die FIA . Trotzdem nimmt sich der

Flavio Briatore und Nelson Piquet jun. kehrten nie mehr in die Formel 1 zurück © Renault Flavio Briatore und Nelson Piquet jun. kehrten nie mehr in die Formel 1 zurück

Vor mehr als zehn Jahren musste Flavio Briatore die Formel 1 verlassen. Der Italiener, der Michael Schumacher und Fernando Alonso bei Benetton respektive Renault zu jeweils zwei WM-Titeln führte, stolperte 2009 über die Crashgate-Affäre. Briatore wurde vorgeworfen, den Großen Preis von Singapur 2008 durch einen bewussten Unfall von Nelson Piquet jun. beeinflusst zu haben.

Knapp ein Jahr später, nachdem er bei Renault entlassen worden war, ging Piquet mit der Geschichte an die Öffentlichkeit. Der Brasilianer behauptete, der Plan sei von Teamchef Briatore und Technikchef Pat Symonds ausgegangen. Briatore, der den Vorwurf bis heute bestreitet, verlor seinen Job bei Renault und wurde von der FIA auf unbestimmte Zeit für alle Veranstaltungen gesperrt.

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Nach dem ehemaligen Renault-Teamchef Flavio Briatore will auch der frühere Chefingenieur Pat Symonds gegen seine langjährige Formel-1-Sperre vor Gericht ziehen. Briatore hatte im „ Crashgate “-Skandal stets seine Unschuld beteuert und von einem Komplott gegen ihn gesprochen.

Aktuelle Nachrichten, Informationen und Bilder zum Thema Flavio Briatore auf Süddeutsche. de . Flavio Briatore steht für das Italien von Silvio Berlusconi, in dem jeder Skrupellose etwas werden kann - sein Rauswurf aus der Formel 1 ändert daran nichts.

Im Podcast 'Beyond the Grid' blickt Briatore zurück und erklärt, dass die Verhandlung der FIA damals ein abgekartetes Spiel gewesen sei. "Für mich ist das Entscheidende, dass der Motorsport-Weltrat mich zunächst nicht freigesprochen hat. Aber dieser Weltrat war eine Micky-Mouse-Veranstaltung! Max [Mosley] hat etwas entschieden, und alle anderen haben nur zugestimmt", so Briatore.

Gericht nimmt Sperre gegen Briatore zurück

Er deutet an, der damalige FIA-Präsident Mosley habe ihn loswerden wollen. "Viele Leute im Weltrat waren dagegen, mich aus der Formel 1 zu werfen. Aber Max war zu stark", behauptet der mittlerweile 69-Jährige. Am 21. September 2009 sprach der Weltverband die Sperren gegen Briatore und Symonds aus. Symonds wurde für fünf Jahre gesperrt, Piquet erhielt als Kronzeuge Straffreiheit.

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Briatore durfte zudem auch nicht mehr als Fahrermanager auftreten. Er erinnert sich: "Eine Stunde, nachdem ich [von der FIA] gesperrt wurde, hat Max mich angerufen. Er sagte: 'Wir müssen uns zusammensetzen und eine Lösung finden.' Ich sagte: 'Max, ich muss keine Lösung finden, ich ziehe direkt vor Gericht.' Es ging nur um die Öffentlichkeitsarbeit, denn die FIA war sich sicher, dass sie vor Gericht gewinnen würde."

Briatore klagte in Frankreich gegen die FIA - und bekam im Januar 2010 Recht. "Vom Gericht in Paris wurde ich dann später freigesprochen. Das reicht mir", zeigt sich Briatore zufrieden. Das Gericht stellte fast, dass die Beweislage für eine Sperre nicht ausreichend gewesen sei. Die Sperre wurde daher aufgehoben und Briatore eine Entschädigung in Höhe von 15.000 Euro zugesprochen.

Briatore einigt sich mit FIA - ohne Mosley

"Ich habe alles verloren, und die 15.000, die sie mir gezahlt haben, waren nur symbolisch", zuckt Briatore die Schultern und erklärt: "Ich wollte eine Million und bekam 15.000. Aber der Name Flavio Briatore wurde vom Gericht komplett reingewaschen. Nicht vom Weltrat, denn das waren nur Marionetten von Max." Im April 2010 folgte zudem eine außergerichtliche Einigung zwischen Briatore und der FIA.

Mosley war zu diesem Zeitpunkt bereits nicht mehr da. Seine Amtszeit als FIA-Präsident endete im Oktober 2009 und er stellte sich nicht zur Wiederwahl. Nach der Einigung mit der FIA hätte Briatore später wieder eine offizielle Rolle in der Formel 1 übernehmen dürfen. Das hat der Italiener aber bis heute nicht getan, und laut eigener Aussage hat er auch kein Interesse an einem Comeback.

"Nein, für was? Ich bin glücklich. Ich habe in der Formel 1 genug erreicht und eine Menge Geld verdient", blickt Briatore auf seine Zeit in der Königsklasse zurück. Auch Piquet kehrte nie wieder in die Formel 1 zurück. Er fuhr in den vergangenen Jahren unter anderem in der Langstrecken-WM (WEC) und in der Formel E, wo er 2015 zum ersten Meister der neuen Elektroserie wurde.

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Weil das Corona-Virus den F1-Zirkus immer noch lahmlegt, stand am Sonntag (5.4.) der zweite virtuelle Grand Prix auf dem Programm. Charles Leclerc feierte bei seinem Renndebüt am heimischen Lenkrad gleich den ersten Sieg für Ferrari.Offiziell lief das Rennen unter dem Titel "Grand Prix von Vietnam". Weil der neue Stadtkurs in Hanoi im alten "F1 2019"-Spiel aber noch nicht zur Verfügung steht, wurde das Rennen kurzerhand auf die Strecke im Albert Park von Melbourne verlegt.

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