Sport "Viel zu verlieren": Eng versteht Verstappen-Absage für virtuelle Formel 1

22:55  29 märz  2020
22:55  29 märz  2020 Quelle:   formel1.de

Wovor Red-Bull-Pilot Max Verstappen wirklich Angst hat

  Wovor Red-Bull-Pilot Max Verstappen wirklich Angst hat "In den meisten Dingen" sei er angstfrei, doch es gibt etwas, das Max Verstappen schrecken kann - Wie er heute über seinen frühen Formel-1-Aufstieg denktHamilton war bei seinen Formel-1-Debüt übrigens im gleichen Alter wie Verstappen jetzt. Der Niederländer stieg bereits mit zarten 17 in die Königsklasse auf und schrieb als jüngster Formel-1-Fahrer, der erste unter 18 Jahren, Geschichte. Um den Rekord ging es dem ehrgeizigen Rennfahrer dabei aber nicht vordergründig.

Verstappen erteilte der Formel 1 für das virtuelle Rennen in Bahrain eine Absage © LAT Verstappen erteilte der Formel 1 für das virtuelle Rennen in Bahrain eine Absage

Obwohl Red-Bull-Pilot Max Verstappen neben seiner Klasse als Formel-1-Pilot auch im Sim-Racing zu den schnellsten zählt, gab er der Formel 1 für den "offiziellen" virtuellen Grand Prix in Bahrain einen Korb. Eine nachvollziehbare Entscheidung? "Ja, das kann ich verstehen", sagt DTM-Pilot Philipp Eng, der von Red Bull als Ersatz für den Niederländer nachnominiert wurde und seit zehn Jahren Sim-Racer ist, im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'.

"Max ist sehr viel auf iRacing unterwegs und ist da extrem gut", verweist der Österreicher, der beim Sim-Racing regelmäßig gegen Verstappen fährt, auf die hochprofessionelle Simulationsplattform. "Er fährt gegen all die Sim-Racing-Pros und hat als echter Formel-1-Fahrer deutlich mehr zu verlieren."

Formel 1 macht Ernst: Virtuelle Rennen als Ersatz für verschobene Grands Prix

  Formel 1 macht Ernst: Virtuelle Rennen als Ersatz für verschobene Grands Prix E-Sport statt echte Rennen: Die Formel 1 macht in Zeiten von Corona aus der Not eine Tugend und schickt die Piloten ab sofort auf virtuelle RennstreckenMindestens bis zum Mai soll an jedem ursprünglichen Grand-Prix-Sonntag ein virtuelles Rennen stattfinden - beginnend bereits am kommenden Sonntag mit dem Großen Preis von Bahrain. Damit wird die Serie also mindestens sechs virtuelle Rennen umfassen. Eine Ausweitung der Serie ist möglich, wenn auch ab Juni noch weitere echte Rennen abgesagt oder verschoben werden müssen.

Denn beim virtuellen Grand Prix wird nicht iRacing als Plattform genutzt, sondern das mit der offiziellen Lizenz ausgestattete Formel-1-Computerspiel F1 2019, das deutlich weniger Realismus bietet. Und damit hat Verstappen - wie auch Eng - kaum Erfahrung.

Dennoch gelang es dem DTM-Piloten, beim virtuellen Rennen die Pole-Position und Platz drei einzufahren. Hätte sich also auch Verstappen der Herausforderung stellen müssen? "Wenn ich jetzt in diesem Rennen 15. geworden wäre, dann wäre das nicht so schlimm gewesen", relativiert Eng. "Bei Max wäre hingegen vielleicht gleich interpretiert worden, ob sich was in seinem Leben geändert hat."

Denn auch für Eng war die Umstellung auf F1 2019 trotz seiner starken Leistung eine Herausforderung: "Wenn du zwischen den Simulationen hin und herwechselst, dann wechselst du nicht nur die Autos, sondern auch die Plattform. Und da sind die Unterschiede teilweise sehr groß. Das habe ich vor allem bei der Formel 1 gemerkt - da musste ich sehr viel trainieren."

Verstappen war übrigens nicht der einzige Formel-1-Pilot, der für den virtuellen Grand Prix absagte. Abgesehen von McLaren-Pilot Lando Norris und Williams-Rookie Nicholas Latifi, die auf den Plätzen fünf und sechs landeten, war kein anderer Formel-1-Fahrer der Saison 2020 am Start. Den Sieg holte Formel-2-Pilot Guanyu Zhou vor Ex-McLaren-Pilot Stoffel Vandoorne.

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Laut eines Berichts des Sportfachmagazins Kicker soll die Bundesliga am ersten oder zweiten Mai-Wochenende fortgesetzt werden. Die DFL bezeichet dies als "irreführende Meldung."

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