Sport Kramer: Geisterspiele besser, "als gar nicht zu spielen"

18:06  05 april  2020
18:06  05 april  2020 Quelle:   90min.com

DFL-Präsdium tagt: Wie geht es mit der Bundesliga weiter?

  DFL-Präsdium tagt: Wie geht es mit der Bundesliga weiter? Die Bundesliga ist weiter im Standby-Modus - richtungsweisende Hinweise auf einen weiteren Notfallplan könnte es heute von der Deutschen Fußball Liga geben. Das neunköpfige Präsidium der Dachorganisation der 36 Proficlubs in der 1. und 2. Liga berät sich in einer Schalte. Beschlüsse soll es nach dpa-Informationen nicht geben, aber Empfehlungen. Die DFL will die außerplanmäßige Vollversammlung voraussichtlich am 31. März vorbereiten. Die bundesweite Kontaktsperre im Kampf gegen das Coronavirus hat die Lage auch im Fußball weiter verschärft.

"Ich habe aber gelernt: Nichts ist schlimmer, als gar nicht zu spielen . Von daher: Geisterspiele sehr, sehr gerne." Der Weltmeister von 2014 hatte Anfang März mit Gladbach das bislang einzige Bundesligaspiel ohne Die Bundesliga will von Mai an die Saison ohne Zuschauer zu Ende spielen.

Weltmeister Christoph Kramer hat seine Meinung über Geisterspiele in der Fußball-Bundesliga geändert. Die Bundesliga will von Mai an die Saison ohne Zuschauer zu Ende spielen . Müsste die Saison ganz abgebrochen werden, droht nach einem „Kicker“-Bericht bereits in diesem Sommer

Borussia Moenchengladbach v Borussia Dortmund - Bundesliga © DeFodi Images/GettyImages Borussia Moenchengladbach v Borussia Dortmund - Bundesliga

​Borussia Mönchengladbachs Mittelfeldspieler Christoph Kramer vermisst den Fußball und hofft, dass die Saison mit Geisterspielen zu Ende gespielt werden kann. Sorgen bereitet neben der Ungewissheit, wann es weitergehen kann, auch das fehlende Mannschaftstraining, das sich körperlich bemerkbar macht.

Noch vor einem Monat habe "jeder die Situation unterschätzt", so Kramer im "Aktuellen Sportstudio" (zitiert via kicker). Damals plädierten viele Verantwortliche für eine Unterbrechung der Saison, um diese ab einem späteren Punkt wieder mit Zuschauern fortsetzen zu können, statt nur noch Geisterspiele auszutragen.

Kramer: "Wir leben alle etwas bewusster"

  Kramer: Auch bei Borussia Mönchengladbach ist an Fußball derzeit nicht zu denken. Mittelfeldspieler Christoph Kramer hat deshalb tiefgründige Gedanken und hofft auf mehr Wertschätzung nach der Corona-Krise. Das deutschlandweite Kontaktverbot gilt natürlich auch für Profi-Fußballer. Das bedeutet also für Nationalspieler Kramer Distanz zu Teamkollegen, kein Fußball und Training in der Wohnung. "Eigentlich bin ich davon kein so großer Fan, aber aktuell ist es die einzige vernünftige Möglichkeit, sich fit zu halten", berichtet der Blondschopf in einem Interview auf der Vereinswebsite.

Mönchengladbach (dpa) - Weltmeister Christoph Kramer hat seine Meinung über Geisterspiele in der Fußball-Bundesliga geändert. "Es fühlt sich zwar nicht richtig wie Bundesliga an", sagte der Mittelfeldspieler von Borussia Mönchengladbach im ZDF-"Sportstudio".

April, anschließend könnten die verbleibenden Partien als Geisterspiele ausgetragen werden. «Das müssen wir akzeptieren, auch wenn die Atmosphäre Mit Geisterspielen könne auch der FC Schalke «über die Runden kommen», urteilte Tönnies. «Wir haben nicht Rücklagen wie andere Vereine, sind

Kramer begrüßt Geisterspiele

Spiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit sind wegen der raschen Ausbreitung des Coronavirus jedoch die einzige Möglichkeit, die Saison - und damit einige Klubs - irgendwie zu retten. "Klar fehlt bei Geisterspielen was. Der Körper weiß nicht so richtig, was los ist und es fühlt sich nicht nach ​Bundesliga an. Es ist unheimlich schwer, in den Modus zu kommen", sagt Kramer über die ungeliebten Spiele ohne Fans, gleichzeitig habe er jedoch gemerkt, dass "nichts" schlimmer sei, "als gar nicht zu spielen. Von daher: Geisterspiele sehr, sehr gerne."

Borussia Moenchengladbach v 1. FC Koeln - Bundesliga © DeFodi Images/GettyImages Borussia Moenchengladbach v 1. FC Koeln - Bundesliga

Das Rhein-Derby zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln war das erste Geisterspiel in der Geschichte der Bundesliga

Darum drängt Rettig auf Geisterspiele

  Darum drängt Rettig auf Geisterspiele Ex-DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig nennt seinen Ansatz für mehr "Wohlbefinden der Menschen". Allerdings: Fußball sei gesamtwirtschaftlich zu vernachlässigen. Die Politik sollte dem Fußball in den schwierigen Zeiten der Corona-Krise eine Sonderstellung einräumen. Das hat der langjährige Bundesliga-Funktionär und frühere DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig in einem Gastbeitrag für den kicker gefordert.Zugleich sprach sich der 56-Jährige in diesem Zusammenhang für die Durchführung von Geisterspielen als "Beitrag zur Zerstreuung und damit für das Wohlbefinden der Menschen" aus.

Kramer : "Nichts ist schlimmer, als gar nicht zu spielen ". Zweites Flüchtlingslager nahe Athen unter Corona-Quarantäne. Mediziner: Geisterspiele ab Mai "rein virologisch möglich". Baumann kritisiert Innensenator: "Öffentlich bloßgestellt". Trump schwört USA auf harte Zeiten ein.

Kramer : "Nichts ist schlimmer, als gar nicht zu spielen ". Mediziner: Geisterspiele ab Mai "rein virologisch möglich". Virologe hält Bundesligaspiele im Mai für machbar.

Die DFL hofft auf eine Fortsetzung des Spielbetriebs im Mai, weshalb die Klubs das Mannschaftstraining in diesen Tagen wieder aufnehmen. Auf Dauer ist das Training im "Home Office" nicht ausreichend für die benötigte Fitness, wie Kramer erklärt: "Die erste Woche zuhause gibt man richtig Gas, vielleicht auch noch die zweite, aber man merkt schon, dass der Eigenantrieb ein bisschen nachlässt." Auch würden gewisse Bewegungen fehlen, die man eben nur auf dem Platz trainieren könne.

Deshalb hofft er, "dass wir sehr gut gewappnet sind, wenn der Tag X kommt, dass wir sportlich schnell wieder angreifen können" - für die Geisterspiele sei aber auch eine mentale Vorbereitung wichtig: "Es wird auch eine Sache des Willens und der Mentalität sein, wie man die Sache rein sportlich gesehen, annimmt."

Strenge Vorlagen nötig

Die Entscheidung über die Fortsetzung des Spielbetriebs obliegt aber nicht der DFL, sondern den Gesundheitsämtern und der Politik. Laut Virologe Alexander Kekulé seien zahlreiche Einschränkungen für die Mannschaften nötig, damit bald wieder gespielt werden kann (zitiert via ​kicker): "Man müsste für sie selbst den Lockdown verlängern. Sie müssten privat unter besonderen Sicherheitsbedingungen weiterleben. Die ganze Mannschaft müsste in eine Art Spezialquarantäne. Außerdem müsste man sie vor jedem Spiel neu testen."

Meunier zum BVB? "Ich kann kein schlechter Kauf sein"

  Meunier zum BVB? Thomas Meunier, belgischer Nationalspieler in Diensten von Paris Saint-Germain, hat auf Instagram der französischen Rundfunkanstalt "RTBF" zu den Transfer-Gerüchten rund um seine Person Rede und Antwort gestanden. © imago images Bald Mitspieler? Thomas Meunier von Paris-Saint Germain ist beim BVB im Gespräch. Meunier, dessen Vertrag in der französischen Hauptstadt im Sommer ausläuft, findet es aktuell "überraschend angenehm, zu Hause zu sein und meine Kinder 24 Stunden sehen zu können" - gleichwohl vermisse er den Ball und hoffe  darauf, dass "der Betrieb Mitte Mai wieder aufgenommen wird".

Christoph Kramer hat seine kritische Meinung zum Thema Geisterspiele grundlegend geändert und würde sich jetzt sogar darüber freuen. Aber jetzt habe ich gemerkt: Nichts ist schlimmer, als gar nicht zu spielen . Von daher: Geisterspiele sehr, sehr gerne."

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Laut Kekulé seien bis zu 20.000 Tests bis Saisonende nötig, allerdings gelte es auch zu beachten, dass Fußballer nicht zur Risikogruppe gehören. "Rein virologisch wäre das Problem deshalb lösbar", so Kekulé weiter, "aber nur, wenn man eine Art spezielle Blase für die Fußballspieler schafft." Mit Fans werde es in diesem Jahr aber keinen Fußball mehr geben: "Ich würde für dieses Jahr nichts mehr planen mit Publikum. Da wäre ich pessimistisch. Es sieht nicht so aus, als könnten wir dieses Jahr so etwas noch ernsthaft ins Auge fassen."

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