Sport Helmut Marko: Wie er die Absage des Grand Prix von Australien erlebt hat

11:20  06 april  2020
11:20  06 april  2020 Quelle:   formel1.de

Auch Baku verschoben: Spätester Formel-1-Auftakt aller Zeiten!

  Auch Baku verschoben: Spätester Formel-1-Auftakt aller Zeiten! Wegen der Coronavirus-Pandemie muss nun auch der Grand Prix von Aserbaidschan in Baku verschoben werden - Alter Formel-1-Rekord von 1951 ausgelöscht'Motorsport-Total.com' hat aus verlässlicher Quelle erfahren: Der Veranstalter des spektakulären Stadtrennens hat in einer Krisensitzung am Sonntag entschieden, den Grand Prix 2020 zunächst zu verschieben. Von einer endgültigen Absage ist noch keine Rede. Allerdings gibt es auch keinen neuen Termin.

Helmut Marko : "Verstrickungen" zwischen FIA und Ferrari. Formel-1-Sportchef Ross Brawn schildert, wie er die Entscheidungsfindung bis hin zur Absage des Grand Prix von Australien erlebt hat - "Haben einen guten Job gemacht".

Helmut Marko reagiert seinen Frust über die Coronavirus-Pause mit der Motorsäge im Wald ab und verrät ein Geheimnis über seinen Fahrer Max Max Verstappen hat am Sonntag während des virtuellen Grand Prix von Bahrain zwar bester Laune mit seinem Sim-Racing-Kumpel Lando Norris

Helmut Marko lässt sich von der Coronavirus-Hysterie nicht anstecken © ServusTV Helmut Marko lässt sich von der Coronavirus-Hysterie nicht anstecken

Es gibt inzwischen kaum noch jemanden, der die Richtigkeit der Absage des Grand Prix von Australien in Melbourne in Frage stellt. Wenn überhaupt, dann nörgeln Kritiker, man hätte es gar nicht erst so weit kommen lassen dürfen, dass sich am Freitagmorgen tausende Fans an den Eintrittstoren drängelten, die dann wegen der Absage doch nicht reingelassen wurden.

Helmut Marko gehört zu denen, die bereit gewesen wären, den Event wie geplant durchzuziehen. Neben Racing Point waren die beiden Red-Bull-Teams am Ende die Einzigen, die zu einem Antreten bereit waren. "Weil ich gefunden habe, dass die Weltsportart Formel 1 ein positives Zeichen setzen sollte", so Marko unmittelbar nach der Absage gegenüber der Tageszeitung 'Österreich'.

Helmut Marko: Verstappen hat "panische Angst" vor Corona-Infektion

  Helmut Marko: Verstappen hat Helmut Marko reagiert seinen Frust über die Coronavirus-Pause mit der Motorsäge im Wald ab und verrät ein Geheimnis über seinen Fahrer Max VerstappenDass in Zeiten wie diesen auch der sonst so coole Formel-1-Hero Anflüge von Unsicherheit zeigt, verrät Helmut Marko gegenüber der 'Kronen Zeitung': "Er hat mir am Telefon erzählt, dass er panische Angst vor einer Ansteckung hat.

Trotzdem hat er den Bezug zum "normalen Leben" nie verloren. Statt sich ein schickes Vettel sagt: "Ich glaube nicht, dass man rückgängig machen kann, was man erlebt hat ." März (Donnerstag) vor dem später abgesagten Grand Prix von Australien geführt wurde, erscheint am Sonntagmorgen (22.

Denn der, der absagt , muss letztendlich auch zahlen. Daher findet sich im gemeinsam formulierten Statement ein Passus, der ausdrücklich hervorhebt, dass der Letztendlich waren nur noch drei Teams bereit, am Grand Prix von Australien teilzunehmen: Red Bull, AlphaTauri und Racing Point.

Er habe "bis zum Schluss gehofft, dass wir in Melbourne sowas wie Normalität erleben", sagt der Red-Bull-Motorsportkonsulent und ergänzt, er halte die "Hysterie" wegen der Coronavirus-Pandemie "für übertrieben. [...] Zahnärzte haben Probleme, Spritzen zu bekommen. Container stecken in China fest. Und bei uns sollen sich nicht einmal mehr 20 Leute zusammensetzen dürfen?"

Mit seinen 76 Jahren gehört Marko zur Risikogruppe in der Bevölkerung, aber das bringt ihn nicht aus der Ruhe. Er geht davon aus, bereits im Februar infiziert gewesen und damit jetzt immun zu sein. Nur 14 Stunden, berichtet er in einem anderen 'Österreich'-Interview, sei er in Melbourne gewesen: "Ich bin am Freitag gelandet, an dem Tag haben sie den Grand Prix abgesagt."

Corona: Alle McLaren-Mechaniker wieder zu Hause

  Corona: Alle McLaren-Mechaniker wieder zu Hause Alle McLaren-Mitarbeiter, die wegen der Coronakrise in Australien in Quarantäne waren, sind wieder "sicher zu Hause" in Großbritannien angekommen. Das gab das Team am Donnerstag bekannt.Insgesamt 16 Mitglieder des Traditionsrennstalls wurden auf Anweisung der australischen Behörden 14 Tage unter Quarantäne gestellt, nachdem ein Mechaniker positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden war. Drei Mitglieder des McLaren-Managements blieben ebenfalls in Australien, um die Betroffenen zu unterstützen.

AGPC-Geschäftsführer Andrew Westacott erklärt, warum der Grand Prix von Australien abgesagt wurde - Wird Westacott betont, dass er nun damit beginnen werde, über die Zukunft des Rennens und ein Der Grand - Prix -Chef wird mit der Formel 1 die Möglichkeit einer Verschiebung diskutieren.

Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko wollte tatsächlich, dass sich die Piloten seines Teams absichtlich mit dem Coronavirus infizieren. Nach der Absage der ersten acht Grand Prix dieser Formel-1-Saison hält Marko eine Verlängerung der Saison bis in den Januar nicht für ausgeschlossen.

"Dann bin ich sofort zurückgeflogen. Über den Corona-Hotspot-Airport Dubai. Dort hat sich eine Unmenge an Leuten aller Nationen auf engstem Raum zusammengedrängt. Wenn man sich dort nichts einfängt, dann wüsste ich nicht, wo sonst", sagt Marko, der sich den Frust über die erzwungene Tatenlosigkeit am liebsten mit der Motorsäge im Wald von der Seele arbeitet.

Der Österreicher ist bis heute überzeugt, dass mehrere Teams den Grand Prix von Australien gefahren wären, wenn die drei erwähnten Teams im Freien Training zunächst alleine auf die Strecke gegangen wären. "In Australien war der Wille der Veranstalter und der lokalen Behörde da, dass man fährt", berichtet er.

Doch am Donnerstag entwickelte sich das Wochenende in eine neue Richtung - mit einer Dynamik, die letztendlich nicht mehr aufzuhalten war. Marko erinnert sich: "Dann kam der positive Fall im McLaren-Team, und Toto Wolff hat für das Mercedes-Team von seinem Boss (Daimler-Konzernchef Ola Källenius; Anm. d. Red.) Startverbot bekommen."

Übrigens: Die Maßnahme, das Reformreglement von 2021 auf 2022 zu verschieben, findet Marko "sehr sinnvoll. Alle Teams müssen mit Einnahmenausfall rechnen. Wenn fünf Rennen ausfallen, fallen 100 Millionen weg. Jetzt haben wir ein stabiles Reglement. Wenn wir das einfrieren, sinken die Kosten enorm, und die Reform würde dann unter die geplante Budgetobergrenze fallen."

Ein zweites Australien wäre eine "Katastrophe" für die Formel 1 .
Die Rennpromoter für den Italien-Grand-Prix in Monza wollen um jeden Preis einen zweiten PR-GAU vermeiden und mahnen daher zur BesonnenheitAngelo Sticchi Damiani als Präsident des italienischen Motorsport-Verbands ACI und als Rennpromoter des Italien-Grand-Prix in Monza stellt in der 'Gazzetta dello Sport' klar: "Wir können es uns nicht mehr leisten, Fehler wie in Australien zu machen, als der Grand Prix abgesagt wurde, obwohl die Öffentlichkeit bereits an die Strecke gekommen war.

—   Teilen Sie Neuigkeiten in der SOC. Netzwerke
usr: 0
Das ist interessant!