Sport Surer: Dank Hamilton könnte Vettel bald im Mercedes landen

17:05  07 mai  2020
17:05  07 mai  2020 Quelle:   sport1.de

Racing Point als großer Gewinner? - Budget-Cap spaltet F1 in drei Lager

  Racing Point als großer Gewinner? - Budget-Cap spaltet F1 in drei Lager Die Meinungen über die künftige Budgetdeckelung gehen weit auseinander. Hardliner wie McLaren oder Haas fordern 100 Millionen Dollar. Ferrari sind schon 145 Millionen zu wenig. Auch der Vorschlag, die Kundenteams schlechter zu stellen, findet nicht überall Zustimmung.Trotzdem ist viel Fingerspitzengefühl gefragt. Bei zu drastischen Einschränkungen könnte man die großen Teams überfordern oder verärgern. Und sie bis hin zum Ausstieg drängen.

Vor allem die Zukunft von Sebastian Vettel ist offen, ein Ferrari-Verbleib hängt auch am Gehalt.Der frühere Formel-1-Pilot Marc Surer (68) rät dem Deutschen im SPORT1-Interview zu einem Wechsel zu Mercedes und glaubt, dass Weltmeister Lewis Hamilton schon bald seine Karriere beenden könnte .

Mercedes vorn, Vettel schlägt Leclerc. Lewis Hamilton holt sich seine 98. Poleposition in der Formel 1. Max Verstappen wird nur Dritter. Auch in der Wüste nichts Neues: Lewis Hamilton holt sich mit etwa drei Zehntelsekunden Vorsprung auf Mercedes -Teamkollege Valtteri Bottas die Poleposition zum

Wie geht es mit Sebastian Vettel (l.) ab der Saison 2021 weiter? Marc Surer rät ihm zu Mercedes © SPORT1-Grafik: Marc Tirl/Getty Images/Imago/iStock Wie geht es mit Sebastian Vettel (l.) ab der Saison 2021 weiter? Marc Surer rät ihm zu Mercedes

Die Formel 1 befindet sich in der Warteschleife, Anfang Juli soll die Saison im österreichischen Spielberg und ohne Zuschauer starten.

Dennoch wird schon jetzt über die kommende Saison diskutiert, zahlreiche Verträge von Topstars laufen am Saisonende aus. Vor allem die Zukunft von Sebastian Vettel ist offen, ein Ferrari-Verbleib hängt auch am Gehalt.

Der frühere Formel-1-Pilot Marc Surer (68) rät dem Deutschen im SPORT1-Interview zu einem Wechsel zu Mercedes und glaubt, dass Weltmeister Lewis Hamilton schon bald seine Karriere beenden könnte. Außerdem spricht der TV-Experte über die aktuelle Lage und die wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise in der Formel 1.

Racing Point als großer Gewinner? - Budget-Cap spaltet F1 in drei Lager

  Racing Point als großer Gewinner? - Budget-Cap spaltet F1 in drei Lager Auch die Tennis-Saison ist durch die Corona-Krise auf unbestimmte Zeit unterbrochen. Bei den virtuellen Madrid Open messen sich Andy Murray und Rafael Nadal an der Konsole.

Sebastian Vettel erleidet im Kampf um den WM-Titel den nächsten bitteren Rückschlag. In Singapur verpasst er die erste Startreihe, sein größter Konkurrent fährt unterdessen eine Fabelzeit. Sebastian Vettel hat die anvisierte Pole Position beim Großen Preis von Singapur verpasst.

Mercedes -Pilot Lewis Hamilton hat nach 2014 und 2015 zum dritten Mal in Folge den Großen Preis Vettel wechselte währenddessen als erster Pilot auf Trocken-Reifen und legte zunächst deutlich Damit wir antworten können , geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

SPORT1: Herr Surer, wie hat sich die Corona-Pandemie für Sie geschäftlich ausgewirkt?

Marc Surer: Ich bin vom Schweizer Fernsehen für zehn Rennen, bei denen ich als Experte vor Ort die Formel 1 erklären soll, engagiert worden. Das heißt, ich habe bis jetzt schon die Hälfte davon verloren. Ich muss jetzt abwarten, ob das wieder aufgefangen wird - etwa durch zukünftige Analysen vom Studio aus.

Formel 1 soll in Spielberg starten

SPORT1: Red Bull nahm die Dinge in die eigene Hand und hat ein Konzept vorgestellt, unter welchen Maßnahmen Rennen gefahren werden können. Jetzt laufen die Vorbereitungen für die zwei ersten Saisonrennen Anfang Juli in Spielberg. Wie bewerten Sie das Engagement der Österreicher?

Die Entwicklung des Lenkrades - Lenkräder im Zeitraffer

  Die Entwicklung des Lenkrades - Lenkräder im Zeitraffer Sie sind rundlich, haben Speichen und eine Oberfläche aus Kunststoff, Holz oder Leder. Lenkräder bestimmen die Optik im Innenraum und die Fahreigenschaften eines Autos. Trotzdem führen sie ein Schattendasein. Wir widmen uns ihrer Geschichte und schauen auf den Entwicklungsprozess. © Dirk Wehenmeyer / Mercedes Das Lenkrad bestimmt die Optik im Innenraum und die Fahreigenschaften des Autos. Trotzdem führt es ein Schattendasein. Zusammen mit Hans-Peter Wunderlich (links), der bei Mercedes das Innenraum-Design leitet, blicken wir auf die Entwicklung des Lenkrades. Mit dem Lenkrad verhält es sich wie mit dem Essen.

Danke an euch ", sagte Hamilton via Boxenfunk. In der WM-Wertung verabschiedete sich der 33-Jährige mit Vettel kommt an Bottas ran und attackiert den Mercedes ! Hartes Manöver, es kommt zur Berührung, Teile fliegen Vettel hat bald die ersten Überrundungen vor sich, das könnte Zeit kosten.

Für Sebastian Vettel war das Podest-Comeback in Istanbul nach 17 Formel-1-Rennen in doppelter Hinsicht ein süßer Moment. © Bereitgestellt von sport1.de Istanbul war für Vettel "eines der süßeren Podien".

Surer: Auf jeden Fall positiv und mit einer klaren Ansage für die Formel 1. Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz muss sogar viel Geld in die Hand nehmen, denn ohne Zuschauer fehlen Red Bull als Veranstalter wichtige Einnahmen. Ich bin beeindruckt.

Vettel bleibt nur der Rücktritt

  Vettel bleibt nur der Rücktritt Sechs Wochen Quarantäne – und das, weil ein 22-jähriger Student laut eigener Aussage wohl "Pech" hatte. Ein Italiener ist während der Corona-Pandemie nämlich unfreiwillig zum regelrechten Quarantäne-Profi geworden.

Vettel -Drama nach Traumstart – Hamilton vor WM-Titel. Lewis Hamilton hat den Großen Preis von Russland gewonnen. Der Mercedes -Pilot setzte sich beim Rennen in Sotschi vor Teamkollege Leclerc zeterte im Teamfunk, konnte nicht verstehen, warum ihn der Routinier so distanzierte.

Darum kann Vettel Mercedes in diesem Jahr entthronen. So habe sich Hamilton nach dem Start nicht wie gewohnt absetzen können , während Vettels Zeiten Der ehemalige Formel-1-Fahrer und jetzige TV-Kommentator Marc Surer ist sich sicher, dass der Ferrari-Sieg zu großen Teilen Vettels

SPORT1: Wie tief ist die Formel 1 durch Corona in die Krise gestürzt?

Surer: Sagen wir mal so, dem Vermarkter Liberty fehlen zwar die Zuschauer an der Strecke - aber dadurch, dass gefahren wird, werden sowohl Fernseheinnahmen als auch der Beitrag der Sponsoren in die Kassen gespült. Richtig getroffen hat es die kleinen Teams. Denen fehlt das Geld an allen Ecken und Enden. Denen muss man jetzt helfen, um sie vor einem möglichen Bankrott zu bewahren. Da muss Liberty was tun.

Haas, Williams und Alfa Romeo in Gefahr?

Der beliebte Kastenwagen mit Stern - 25 Jahre Mercedes Sprinter (1995-2020)

  Der beliebte Kastenwagen mit Stern - 25 Jahre Mercedes Sprinter (1995-2020) 25 Jahre ist es bereits her, dass der erste Mercedes Sprinter vom Band rollte. Dank neuer Features ist er inzwischen auch ein fester Bestandteil in der Campingbranche. Was ist sein Erfolgsgeheimnis?Um den Erfolg des Sprinters verstehen zu können, muss man sich zuerst auf eine Reise in die Vergangenheit begeben, genauer gesagt ins Jahr 1955. In diesem Jahr brachte Mercedes den L319 als "Schnell-Laster" auf den Markt. Mit weniger als 7,5 Tonnen Gewicht wurde der L319 als Nutzfahrzeug verkauft. Die Konstruktion war vergleichsweise einfach, das Fahrzeug dadurch besonders flexibel und variabel. Obwohl der Laster sich vom Pkw abgrenzen sollte, war der gleiche Motor verbaut.

SPORT1: Welche Teams meinen Sie?

Surer: Ganz oben Haas. Gene Haas hat die Formel 1 nicht nötig, er macht es aus purer Leidenschaft. Aber nur bis zu einer gewissen Grenze. Wenn er es sich nicht mehr leisten kann, wird er sicher den Stecker ziehen. Dann rechne ich Williams dazu und das ehemalige Sauber-Team, das jetzt Alfa Romeo heißt, aber noch die gleichen Besitzer hat. Sogar Red-Bulls "B"-Team Alpha Tauri sehe ich gefährdet, denn Mateschitz wird es mit Sicherheit nicht weiterführen, wenn es nur rote Zahlen schreibt. McLaren, Renault und Racing Point - die im nächsten Jahr als Aston-Martin-Werksteam antreten - sehe ich im Mittelfeld der Finanzkraft. Über die drei Großen Mercedes, Red Bull und Ferrari muss man sich sicherlich keine zu großen Sorgen machen.

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SPORT1: Was muss die Formel 1 tun, um nach der Krise gut aufgestellt zu sein?

Surer: Die Budgetbeschränkungen sind extrem wichtig und auch gut kontrollierbar. Wenn man neue Teams will, muss man ihnen die Formel 1 finanziell schmackhaft machen und darf nicht von ihnen verlangen, für zig Millionen ein eigenes Auto zu entwickeln, für das man einen sündhaft teuren Windkanal braucht. Das Haas-Modell ist schon ein gutes Konzept. Die kaufen ja bei Ferrari alle Teile ein, die vom Reglement her erlaubt sind. Sie müssen beispielsweise kein Lenkrad selbst entwickeln und sparen so viel Geld. Ich würde aber sogar noch weitergehen: Warum erlaubt man es nicht, beispielsweise einen Vorjahres-Mercedes zu kaufen und diesen dann einzusetzen? Ein neues Team würde damit zwar nicht gewinnen können, aber es wäre für relativ wenig Geld gut aufgestellt und würde bestimmt nicht willenlos hinterherfahren.

2022 Mercedes-Benz SL: Sportlicht, in der Tat

 2022 Mercedes-Benz SL: Sportlicht, in der Tat © Motor Trend Staff Mercedes Benz SL 1 Frage: Was ist das am längsten laufende Typenschild in der Geschichte des Mercedes-Benz ? Antwort: Der SL, geht von 1952 bis zum W194 zurück. Es wäre Ihnen jedoch verziehen, wenn Sie gedacht hätten, der zweisitzige Big-Dollar-Roadster sei nicht mehr in der Nähe. Der AMG GT Roadster , der AMG GT Roadster , , der AMG GT Roadster , wurde in den Schatten gestellt und war eine große Verkaufsenttäuschung die Männer und Frauen hinter dem Stern. Nur 1.791 Menschen

SPORT1: Rein sportlich: Mit welchen Kräfteverhältnissen kann man beim Saisonauftakt rechnen?

Surer: Es wird ähnlich sein wie beim Wintertest in Barcelona. Mercedes und Red Bull wirkten dort am stärksten, während Ferrari hinterherhinkte. Das Problem ist, dass man seither keine wichtigen Daten bekommen hat, um das Auto zu verbessern. Ein Simulator, so gut er auch sein mag, kann die Praxistests auf der Strecke einfach nicht ersetzen. Bei Ferrari kommt erschwerend hinzu: Sie haben das erste Mal ein Auto gebaut, das nach Vorbild von Red-Bull-Designer Adrian Newey leicht angestellt ist. Sie verlieren Speed auf der Geraden, waren dafür durch mehr Abtrieb in den Kurven schneller als im Vorjahr. Ein solch extremes neues Konzept braucht aber eine Menge Zeit und Erfahrung auf der Strecke, um es richtig zu verstehen. Sie werden sicher einige Rennen dafür brauchen.

Marc Surer rät Sebastian Vettel zu Mercedes-Wechsel

SPORT1: Wie sehen Sie die Zukunft von Sebastian Vettel?

Surer: Für mich wäre es ideal, eine Traumvorstellung sozusagen, wenn er zu Mercedes wechseln würde. Bei Ferrari sehe ich keine große Zukunft mehr für ihn. Es würde zwar wie eine Flucht vor Charles Leclerc aussehen, aber wenn es bei Mercedes mit dem Titel klappen würde, wäre das schnell vergessen. Für Mercedes würde sich eine Verpflichtung von Vettel im Erfolgsfall ebenfalls lohnen. Denn sie könnten dann endlich einen deutschen Weltmeister vermarkten. Der letzte, Nico Rosberg, ist ja sofort nach dem Titelgewinn zurückgetreten.

SPORT1: Steht Vettel bei Mercedes nicht Superstar Lewis Hamilton im Weg?

Warum Hamilton Vettel bei Mercedes braucht

  Warum Hamilton Vettel bei Mercedes braucht Sebastian Vettel bleibt nur noch die Option Mercedes. Doch dafür braucht er die Hilfe von Lewis Hamilton. SPORT1 analysiert mit Experte Surer die Situation.Und falls der sechsmalige Weltmeister Lewis Hamilton nach der Saison nicht seine Karriere überraschend beendet, bleibt für Vettel nur der Platz neben dem Briten.

Surer: Das glaube ich nicht. Ich habe den Eindruck, dass er das Handtuch schmeißt und aufhören wird, sollte er den nächsten Titel gewinnen. Er motzt in letzter Zeit einfach zu viel über das Auftreten und das gesamte Umfeld der Formel 1. Deshalb habe ich diesen Eindruck gewonnen.

Surer: Die anderen sind nur Mitläufer

SPORT1: Wer sind die Fahrer, die Ihrer Meinung die Königsklasse prägen und damit Lebenselixier für die Fans sind?

Surer: Ich sehe vier Superstars, um die sich alles dreht: Lewis Hamilton, Sebastian Vettel, Max Verstappen und Charles Leclerc. Die anderen sind mehr oder weniger nur Mitläufer und müssen sich hinten anstellen.

SPORT1: Als ehemaliger Motorsportchef von BMW wissen Sie sehr genau, wie Automobilkonzerne ticken. Können sich Mercedes und Co. in der momentanen angespannten Situation und beim umweltorientierten Zeitgeist finanziell und vom Image her die Formel 1 überhaupt noch leisten?

Surer: Imagemäßig auf jeden Fall. Gerade mit ihren Hybridmotoren zeigen sie, wie innovativ sie sind und zukunftsorientiert. Die Elektromotoren werden während der Fahrt aufgeladen, da sind sie der Zeit weit voraus. Wenn dann der Biosprit noch kommt, ist es perfekt.

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