Sport FOKUS 1-Opec+-Staaten wollen Öl-Hahn weiterhin nicht voll aufdrehen

01:45  07 juni  2020
01:45  07 juni  2020 Quelle:   msn.com

Insider - Opec+ prüft Ausdehnung der Förderkürzung um bis zu zwei Monate

  Insider - Opec+ prüft Ausdehnung der Förderkürzung um bis zu zwei Monate VIRUS/ÖL/OPEC+:Insider - Opec+ prüft Ausdehnung der Förderkürzung um bis zu zwei MonateMitte April hatten sich die Organisation Erdölproduzierender Länder (Opec) sowie Russland darauf geeinigt, die Tagesproduktion um 9,7 Millionen Barrel (je 159 Liter) zu senken. Die Kürzung entspricht etwa zehn Prozent des weltweiten Angebots und ist die größte, die jemals vorgenommen wurde. Sie sollte ursprünglich im Mai und Juni gelten und schrittweise innerhalb von zwei Jahren bis April 2022 wieder zurückgenommen werden.

Der chinesische Mobilfunkausrüster Huawei steht weiterhin unter massivem Druck der USA, die ihn beim 5G-Ausbau ausschließen wollen . Nun sagte der US-Außenminister Pompeo, die USA wollen nicht mit Ländern kooperieren, die Huawei-Systeme verwenden.

Das US-Finanzministerium hat beschlossen, China nicht als Währungsmanipulator zu brandmarken, sondern es auf einer Beobachtungsliste, auf der sich Länder wie Deutschland, Japan, die Schweiz, Indien und Südkorea befinden, zu belassen.

* Förder-Kürzung von knapp 10 Mio Barrel pro Tag bis Ende Juli

* Experte: Ölmärkte dürften Einigung wohlwollend aufnehmen

* Hoher Ölpreis wegen USA nicht unbedingt im Interesse der Opec (Neu durchgeschrieben)

Moskau/Dubai/London, 06. Jun (Reuters) - Die großen Ölförder-Länder wollen ihre Produktion einen weiteren Monat bis Ende Juli gedrosselt halten und damit verhindern, dass ein Überangebot die Preise drückt. Die Nachfrage weltweit ziehe zwar wieder an, weil viele große Industrieländer ihre Beschränkungen aus der Virus-Pandemie lockerten, sagte der saudi-arabische Energieminister Prinz Abdulaziz bin Salman am Samstag in einer Video-Schalte. "Wir sind aber noch nicht aus dem Schneider und die Herausforderungen bleiben."

Insider - Treffen von Opec+ womöglich am Wochenende

  Insider - Treffen von Opec+ womöglich am Wochenende OPEC/TREFFEN:Insider - Treffen von Opec+ womöglich am Wochenende

Die OPEC -Länder haben sich am 24. Juli in Sankt Petersburg mit einer Reihe von Staaten zusammengesetzt, die das Kartell dabei unterstützen, die Erdölförderung einzuschränken. Dieses Zusammentreffen bekam den Namen OPEC+ und endete mit mehreren für den Weltenergiemarkt

Die beiden Staaten hatten sich bei den Verhandlungen Anfang März nicht auf eine weitere gemeinsame Strategie einigen können. Am Donnerstag kletterte der Preis für Brent zeitweise wieder auf rund 33 Dollar, sank aber während des OPEC+ -Treffens wieder.

Die rund ein Dutzend in der Opec vertretenen Ölförderer hatte sich im April mit anderen großen Produzenten, darunter Russland, in der Gruppe der so genannten Opec+ auf eine Kappung der Produktion um 9,7 Millionen Barrel (je 159 Liter) pro Tag geeinigt. Das ist etwa einem Zehntel des täglichen weltweiten Verbrauchs. Seitdem ist der Ölpreis deutlich gestiegen.

Beobachter erwarten, dass die Einigung am Montag an den Öl-Märkten wohlwollend aufgenommen wird und sich der Öl-Preis weiter über der Marke von 40 Dollar pro Barrel bewegen wird.

An einem kräftig steigenden Preis haben die Opec+-Länder aber nicht unbedingt Interesse - auch wenn viele von ihnen auf möglichst hohe Einnahmen für ihre Staatshaushalte angewiesen sind. Denn sie wollen verhindern, dass die Unternehmen im zuletzt weltgrößten Ölförderland USA wieder auf die Beine kommen. In den USA wird überwiegend Schieferöl gefördert, was technisch aufwendig ist. Die Branche dort macht deshalb erst ab Preisen zwischen 50 und 70 Dollar pro Fass Gewinne. Da Öl zuletzt deutlich weniger kostete, sind viele der US-Firmen ins Straucheln gekommen. US-Präsident Donald Trump hatte deshalb gar mit dem Abzug von US-Soldaten aus Saudi-Arabien gedroht, sollte Riad nicht reagieren. Am Samstag erklärte US-Energieminister Dan Brouillette, er begrüße die Verlängerung des Opec+-Abkommens.

Entwurf - Opec und Russland für Verlängerung von Ölförderkürzungen bis Ende Juli

  Entwurf - Opec und Russland für Verlängerung von Ölförderkürzungen bis Ende Juli Entwurf - Opec und Russland für Verlängerung von Ölförderkürzungen bis Ende JuliDie Organisation Erdöl produzierender Staaten (Opec) und die anderen Länder, darunter Russland, hatten sich im April darauf verständigt, die Öl-Versorgung um 9,7 Millionen Barrel pro Tag zu reduzieren. Grund war der Ölpreiseinbruch im Zuge der Corona-Krise. Die Vereinbarung gilt bislang für Mai und Juni und soll nun verlängert werden.

Der Ölpreis will und will nicht steigen – im Gegenteil: Bis Mitte 2016 könnte er auf niedrigem Niveau verharren. Wer profitiert davon? Es rächt sich noch etwas anderes: Viele Ölfelder und Raffinerien gehören ausländischen Energiekonzernen, die das Öl auf dem Weltmarkt für Dollar verkaufen.

„ OPEC+ “-Länder uneins: Ölpreis auf Fünf-Monats-Tief: Nun blicken alle auf Russlands Präsident Putin. „Sollte die globale Ölnachfrage weniger stark zulegen als bislang erwartet, könnte dem Ölmarkt Ende des Jahres ein erneutes Überangebot drohen, selbst wenn die OPEC ihre Produktion

Überfüllte Lagerbestände und eine kollabierte Nachfrage wegen der Beschränkungen im Kampf gegen die Virus-Pandemie hatten den Preis im April auf unter 20 Dollar gedrückt. Inzwischen kostet die Sorte Brent aus der Nordseesorte wieder rund 40 Dollar. Ein Insider der russischen Seite hatte jüngst gesagt, angestrebt sei ein Preis zwischen 40 bis 50 Dollar.

Der Lagerbestand der Opec ist in der Virus-Krise auf rund eine Milliarde Barrel angewachsen. Es wird erwartet, dass die Nachfrage das Angebot erstmals im Juli wieder überschreitet. Ab dann, sagte am Samstag Bjornar Tonhaugen vom Branchendienst Rystad Energy, werde die Opec den Bestand wohl um drei bis vier Millionen Barrel pro Tag abbauen können.

Die Opec+-Länder fanden am Samstag auch eine Lösung für die Frage, wie mit den Förderern umgegangen werden soll, die ihre Produktion zuletzt nicht so stark wie zugesagt gekappt hatten - etwa Nigeria und der Irak. Diese sollen das nun über Extra-Kürzungen im Juli und September ausgleichen. Unklar blieb zunächst allerdings, ob die über die eigentliche Kürzung hinausgehende freiwillige Kappung der Produktion von Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Kuwait im Volumen von täglich insgesamt knapp 1,2 Millionen Barrel auch über Juni hinaus verlängert wird. (Reporter: Ahmad Ghaddar, Rania El Gamal und Alex Lawler; geschrieben von Ralf Bode. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Telefonnummer 030 2888 5150)

Öl: Ölpreise setzen Erholungsrally nach Opec-Entscheidung fort .
Öl: Ölpreise setzen Erholungsrally nach Opec-Entscheidung fort

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