Sport Kein Havertz? Warum Chelseas Projekt in Gefahr ist

23:21  12 juli  2020
23:21  12 juli  2020 Quelle:   msn.com

Seitenwechsel nach dem Finale? Das ist der Stand bei Havertz

  Seitenwechsel nach dem Finale? Das ist der Stand bei Havertz Uli Hoeneß glaubt, dass Bayer Leverkusen mit Kai Havertz dem FC Bayern gefährlich werden kann. Wechselt der Shootingstar nach dem Pokalfinale die Seiten? © Getty Images Leverkusens Kai Havertz feiert einen Treffer gegen Düsseldorf im Januar 2020 Am Samstag kann Kai Havertz den ersten Titel seiner noch jungen Karriere gewinnen.Mit Bayer Leverkusen wird er im Finale des DFB-Pokals antreten. Gegner ist der Klub, dessen Name immer wieder fällt, wenn es um die Zukunft des 21-Jährigen geht: der FC Bayern. (DFB-Pokal, Finale: Bayer Leverkusen - FC Bayern am Sa.

Der FC Chelsea verlor zuletzt 0:3 in Sheffield © Getty Images Der FC Chelsea verlor zuletzt 0:3 in Sheffield

Die Premier League sucht nach der frühzeitigen Meisterschaft des FC Liverpool einen anderen Spannungsbogen.

Blickt man allerdings auf den Abstiegskampf, so scheint auch dieser entschieden. Mit dem schon feststehenden Absteiger Norwich City, Aston Villa und dem AFC Bournemouth liegt ein Trio abgeschlagen im Keller.

Doch der Kampf um die Champions League löst in England noch einen Adrenalinkick aus. Mit dem FC Chelsea, Leicester City und Manchester United kämpfen drei Teams noch um zwei Fahrkarten. Die anderen beiden Tickets für die Königsklasse sind für Meister Liverpool und den Tabellenzweiten Manchester City reserviert.

"Hasen-Taktik": Berthold kritisiert Leverkusen scharf

  Thomas Berthold geht mit Bayer Leverkusen nach dem verlorenen Pokalfinale scharf in die Kritik. Der Ex-Weltmeister kann die Aufstellung von Peter Bosz nicht verstehen."Ich frage mich auch, in einem Spiel, in dem du nichts zu verlieren hast - warum dann so eine Hasen-Taktik?", fragte der 55-Jährige im CHECK24Doppelpass im SPORT1. Vor allem mit der Aufstellung von Leverkusens Trainer Peter Bosz war er nicht einverstanden.  Er hätte sich einen echten Stürmer in der Spitze gewünscht - doch Bosz entschied sich für Kai Havertz als falsche Neun.

Allerdings muss die Guardiola-Elf darauf hoffen, dass der CAS am Montag in ihrem Sinne entscheidet und die von der UEFA entschiedene zweijährige Verbannung aus der Königsklasse zurücknimmt. Wird der City-Einspruch abgewiesen, könnten Chelsea, Leicester und United schon die Korken knallen lassen. Wenn nicht - dann wackelt der Chelsea-Plan.

Abramovich plant Chelsea-Angriff auf Europa

Vor allem für die Blues hängt aber viel von einer Champions-League-Teilnahme ab - denn an der Stamford Bridge träumt man von einer Rückkehr an die europäische Spitze. Während andere Teams in der aktuellen Krisenzeit penibel auf ihre Finanzen achten müssen und sich teure Transfers verkneifen, scheint Chelseas Investor Roman Abramovich keinerlei Zurückhaltung zu kennen.

Kein Havertz? Warum Chelseas Projekt in Gefahr ist

  Kein Havertz? Warum Chelseas Projekt in Gefahr ist Beim FC Chelsea könnten die hochtrabenden Pläne durchkreuzt werden. Die Blues bangen um die Champions League - und damit auch um den Transfer von Kai Haverz.Blickt man allerdings auf den Abstiegskampf, so scheint auch dieser entschieden. Mit dem schon feststehenden Absteiger Norwich City, Aston Villa und dem AFC Bournemouth liegt ein Trio abgeschlagen im Keller.

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Mit Timo Werner, der für 53 Millionen Euro nach London wechselt und Hakim Ziyech (40 Millionen Euro) haben die Blues schon zwei Top-Transfers eingetütet - und das soll erst der Anfang sein. Neben Nicolas Tagliafico (Ajax Amsterdam) und Alex Telles (FC Porto) hat sich Chelsea-Coach Frank Lampard auch Kai Havertz ausgekuckt, den Bayer Leverkusen nur für eine dreistellige Millionenablöse ziehen lässt.

Dass Havertz, der in Leverkusen noch einen Vertrag bis 2022 hat, überhaupt die Werkelf verlassen will, liegt an der verpassten Qualifikation für die Champions League.

Der deutsche Jungstar könnte trotz der Coronakrise einer der ganz wenigen Spieler in diesem Sommer werden, für den eine astronomische Summe bezahlt wird. Auch Real Madrid gilt als potenzieller Abnehmer, allerdings müsste sich die Königlichen erst von einigen Profis trennen, um sich Havertz leisten zu können.

Warum Sancho United wegen Sanchez durch die Lappen gehen kann

  Warum Sancho United wegen Sanchez durch die Lappen gehen kann Noch ist der Mega-Transfer von Jadon Sancho zu Manchester United möglich. Doch ein Chilene und fehlende Einnahmen könnten den Deal mit dem BVB verhindern.Doch noch ziert sich der englische Rekordmeister, die im Raum stehende Summe von 120 Millionen Euro für das 20 Jahre alte Mega-Talent zu zahlen.

Es sieht demnach nach einem Zweikampf zwischen Chelsea und Real aus, wobei die Engländer derzeit vorne liegen.

"Realitätsverlust!" BVB-Neuzugang ledert gegen Ex-Klub PSG

  BVB-Neuzugang Thomas Meunier darf nicht mit Ex-Klub PSG Champions League spielen und macht dafür vor allem eine Person verantwortlich. © Getty Images Thomas Meunier (r.) wechselte ablösefrei zu Borussia Dortmund BVB-Neuzugang Thomas Meunier hat scharfe Kritik an Ex-Klub Paris Saint-Germain geübt. Grund: Die Pariser haben, trotz der Bereitschaft von Borussia Dortmund, Meunier die Teilnahme am Champions-League-Turnier verweigert. Dass es soweit kam, dafür machte der 28 Jahre alte Belgier PSG-Sportdirektor Leonardo verantwortlich.

Pleite in Sheffield könnte Champions League kosten

Rosa Wolken also über der Stamford Bridge? Nicht wirklich, denn der desolate Auftritt am Samstag bei Sheffield United hat die Laune mächtig verhagelt. Mit 0:3 ging die Lampard-Elf beim Überraschungs-Aufsteiger baden

"Wir waren zu langsam mit dem Ball, wir haben nicht einmal unsere Flügelspieler ins Spiel gebracht", ärgerte sich Lampard nach dem Debakel. "Dabei sind unsere Flügelspieler in den letzten Wochen fantastisch." Dieses Mal aber kamen Willian, der seit dem Re-Start vier Tore erzielte und Christian Pulisic (drei Treffer) nicht zur Entfaltung.

Jetzt blickt Chelsea plötzlich wieder sorgenvoll auf die enge Tabellenkonstellation.

Zwar liegen die Blues (60 Punkte) noch immer auf Platz 3, doch ihr Vorsprung auf Leicester (59) und ManUnited (58) ist hauchdünn - und beide Konkurrenten haben noch ein Spiel weniger. Im schlimmsten Fall ziehen beide also vorbei, ManCity darf doch in der Königsklasse starten - und für Chelsea bleibt dann als Fünfter nur die Europa League.

Warten auf CAS-Entscheidung

Für das Lampard-Team könnte die Niederlage gegen Sheffield also weitreichende Folgen haben - schließlich hängt nicht nur die Champions-League-Teilnahme am seidenen Faden, sondern als Folge auch die Havertz-Personalie.

Poker um Havertz nimmt Fahrt auf

  Poker um Havertz nimmt Fahrt auf Leverkusen. Englische Medien berichten, dass sich der 21-Jährige mit dem FC Chelsea einig sei. Angeblich geht es um einen Vertrag bis 2025 und neun Millionen Euro Nettogehalt pro Jahr. Ab kommender Woche wollen die Londoner mit Bayer Leverkusen die Ablösesumme verhandeln. © Stuart Franklin Chelseas Werben um Kai Havertz wird immer konkreter. ⇥ FOTO: DPA (ARCHIV) Bayern München hat aus finanziellen Gründen in diesem Sommer abgewunken, Real Madrid sieht sich ebenfalls nicht in der Lage, Bayer Leverkusens 100-Millionen-Euro-Ablöseforderung zu erfüllen, aber der FC Chelsea macht derweil in Sachen Kai Havertz Nägel mit Köpfen.

Allgemein wird erwartet, dass der 21-Jährige seinem DFB-Kollegen Timo Werner nur dann an die Stamford Bridge folgen würde, wenn sich Chelsea für die Königsklasse qualifiziert.

Havertz dürfte also nicht nur die letzten drei Meisterschaftsspiele der Blues genau verfolgen, sondern auch am Montag auf die Website des CAS schauen. Dort soll um 10.30 Uhr verkündet werden, ob Manchester City aus der Champions League ausgeschlossen wird.


Galerie: 1:7! Der Tag, an dem Brasilien für immer gebrandmarkt wurde (sport1.de)

Und dann Bayern? Was Havertz von Werner unterscheidet .
Kai Havertz steht vor einem Wechsel zum FC Chelsea. Die Bayern bleiben ein Thema für die Zukunft. Beide Seiten schätzen sich - im Gegensatz zum Flirt mit Timo Werner. © Imago Im Gegensatz zu Timo Werner (r.) steht Kai Havertz beim FC Bayern nach wie vor hoch im Kurs Noch ist Chelseas mächtige Sportdirektorin Marina Granovskaia nicht nach Deutschland geflogen, um mit Kai Havertz und Bayer Leverkusen über einen Transfer zu verhandeln. Was nicht heißt, dass es keine Gespräche gegeben hat. Diese finden in Coronazeiten ohnehin umso mehr per Videoschalten statt.

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