Sport Scherbenhaufen Valencia: Ein Traditionsklub am Scheideweg

21:10  16 juli  2020
21:10  16 juli  2020 Quelle:   sport1.de

Rennkalender 2020: F1-Chef will kein Stückwerk

  Rennkalender 2020: F1-Chef will kein Stückwerk Die Formel 1 startet mit einem Doppelrennen in Spielberg in die Saison 2020. Aber noch stehen nicht alle Termine fest. Chase Carey erklärt sein Ziel für diese Saison.Chase Carey, Chairman der Formula One Group, hat sich vor dem Start in die coronabedingt verspätete Saison 2020 in Spielberg (Das komplette Rennwochende im SPORT1-LIVETICKER) zu den weiteren Planungen geäußert.

Ferran Torres scheiterte mit Valencia in der Champions League an Atalanta © Getty Images Ferran Torres scheiterte mit Valencia in der Champions League an Atalanta

Voro González kennt das Prozedere schon. Seit 2002 ist der 56-Jährige ein Teil des FC Valencia.

Zum sechsten Mal (!) wird er nun für die Profi-Mannschaft des Klubs als Trainer an der Seitenlinie stehen. Zum fünften Mal als Interimscoach.

Brennt es bei den Blanquinegros, springt die Klub-Legende ein. Aktuell ist es mal wieder soweit.

Nach Ferrari-Ohrfeige: Vettel bringt sich für Silber in Stellung

  Nach Ferrari-Ohrfeige: Vettel bringt sich für Silber in Stellung Sebastian Vettel flirtet vor dem Auftakt in Spielberg mit Mercedes. Das Interesse von Renault lässt ihn dagegen kalt. Der Hamilton-Poker bietet eine Chance.Obwohl am Wochenende endlich die Formel-1-Saison in Spielberg beginnt, dreht sich weiterhin vieles nur um diese Fragen. Und sollte Ferrari im Titelkampf so chancenlos sein wie allgemein erwartet, dürfte sich daran auch wenig ändern. (Formel 1: Qualifying in Spielberg, Sa.

Vor zwei Wochen entließ Valencia Cheftrainer Albert Celades. Der bisherige Direktor Fußball, César Sanchez, ging freiwillig. In Valencia ist das Chaos ausgebrochen - und sportlich droht ein Fiasko.

Streit zischen Klub-Boss und Trainer

Zwei Spieltage vor dem Ende der Saison liegt das Team nur auf Rang neun, die Qualifikation für Europa ist akut gefährdet. Gegen Espanyol Barcelona am Donnerstag und zum Abschluss gegen den Viertplatzierten müssen zwingend Siege her.

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Vettel landet klar hinter Mercedes

  Vettel landet klar hinter Mercedes Mercedes lässt im dritten Freien Training vor dem Großen Preis der Formel 1 in Spielberg die Muskeln spielen. Sebastian Vettel kann bei weitem nicht mithalten.Dem Briten, der seinen siebten WM-Titel anstrebt, konnten nur sein Mercedes-Teamkollege Valtteri Bottas (Finnland/+0,147) und Vorjahressieger Max Verstappen im Red Bull (Niederlande/+0,283) annähernd folgen. Mercedes untermauerte damit seine klare Favoritenstellung für das erste Saisonrennen am Sonntag (Formel 1: Großer Preis in Spielberg am Sonntag ab 15.10 Uhr im LIVETICKER). Das Qualifying steht am Samstagnachmittag (15.00 Uhr) auf dem Programm.

Dabei schien der Klub zuletzt wieder auf dem Weg zu alter Stärke (zur Erinnerung: 2000 und 2001 stand man jeweils im Finale der Champions League). Zwei Mal in Folge schloss Valencia die Spielzeit als Vierter ab und qualifizierte sich für die Champions League. Dazu der Pokalsieg im Mai 2019, zum ersten Mal seit elf Jahren.

Doch bei Valencia gibt es einen Mann, der nach Belieben den Daumen hebt oder senkt, der sich mit seinem Geld die Macht im Klub erkauft hat.

Klubbesitzer Peter Lim, ein Unternehmer aus Singapur, hatte sich mit Erfolgstrainer Marcelino überworfen, im September 2019 setzte er ihn vor die Tür. Celades übernahm, als achter Trainer in der damals fünf Jahre andauernden Lim-Regentschaft.

"Vorher war der Verein schlecht, aber glücklich"

Nun ist auch er Geschichte und Valencia steht mal wieder vor einem Scherbenhaufen. Anfang Juli meldete eine lokale Radiostation plötzlich, Lim hätte nun sogar die Schnauze voll.

So kam es zum Knie-Protest in der Formel 1

  So kam es zum Knie-Protest in der Formel 1 Am Wochenende protestierten die Formel-1-Fahrer gegen Rassismus. Doch nicht alle gingen dafür in die Knie. Lewis Hamilton erklärt die Hintergründe.Er sei "dankbar" für die 13 Piloten, die sich ihm am Sonntag angeschlossen hätten, sagte der 35-jährige Brite, allerdings habe er "niemanden dazu aufgefordert".

Er habe seinen Vertrauten Jorge Mendes (einer der mächtigsten Spielerberater der Welt, u.a. zählt Cristiano Ronaldo zu seinen Klienten) damit beauftragt, einen Käufer für den Klub zu finden.

Dieses Thema ist mittlerweile vom Tisch, schade, wird ein Großteil der Anhänger denken. Valencia-Legende Mario Kempes machte unlängst seinem Ärger über den milliardenschweren Geschäftsmann Luft.

"Verkaufe den Klub und lass Valencia wieder das werden, was es war", schimpfte der ehemalige Stürmer. "Vorher war der Verein schlecht, aber glücklich."

Hintergrund von Kempes‘ harten Worten. Lim will nach dem Verpassen der Champions League aus finanziellen Gründen mal den Kader umkrempeln, diverse prominente Namen stehen auf der Streichliste.

Der Jugend eine Chance

Lim, der den Klub 2014 für 100 Millionen Euro kaufte und weitere 300 Millionen zusicherte, will einen radikalen Kurswechsel. Hungrig und vor allem günstig soll die Mannschaft nun werden.

Davor ist nicht einmal Kapitän Dani Parejo gefeit. Dessen Gehalt und sein Alter (31) passen nicht mehr ins neue Konzept, ein Verkauf ist denkbar.

Das 126-Millionen-Fragezeichen

  Das 126-Millionen-Fragezeichen Joao Félix ist einem Jahr nach seinem Wechsel zu Atlético Madrid noch immer nicht richtig angekommen. Trainer Diego Simeone bittet bei seinem Juwel um Geduld.Felix bedeutet ins Deutsche übersetzt "der Glückliche". Und glücklich scheint der 20 Jahre alte Portugiese in Diensten von Atlético Madrid derzeit nicht wirklich zu sein. Zumindest, wenn man den Bildern vom vergangenen Freitag Glauben schenken darf.

Ebenso verhält es sich bei Stürmer Kevin Gameiro (32). Der Vertrag mit Innenverteidiger Ezequiel Garay (33) wurde nicht verlängert, Torhüter Jasper Cillessen (31) darf den Klub bei einem entsprechenden Angebot verlassen.

Supertalent Ferran Torres, mit einem Marktwert von 45 Millionen dürfte nur schwierig zu halten sein. Wie Eurosport.es berichtet, hat sich der Rechtsaußen, der auch mit Borussia Dortmund schon in Verbindung gebracht wurde, auf einen Transfer geeinigt.

Trainerfrage ist noch ungeklärt

Im Gegenzug werden bei Valencia einige deutlich jüngere Kandidaten als Neuzugänge gehandelt. Der 22 Jahre alte Stürmer Nicolas Gonzalez vom VfB Stuttgart soll ebenso auf der Liste stehen wie Yerry Mina (25, FC Everton), Borja Mayoral (23, UD Levante) oder der erst 18 Jahre alte Rechtsverteidiger Tomás Esteves (18).

Um künftige Transfers einzutüten, fehlt allerdings noch ein entscheidendes Puzzleteil. Wer wird überhaupt Trainer in der kommenden Saison?

Zum Anforderungsprofil gehört es, mit jungen Spielern arbeiten und sie bestmöglich weiterentwickeln zu können. Fraglich, ob Star-Coach Laurent Blanc, der zwischenzeitlich gehandelt wurde, dafür infrage kommt.

Konkrete Namen als Alternativen grassieren derzeit nicht, spanische Medien gehen dennoch davon aus, dass die Trainerfrage noch in der kommenden Woche geklärt werden wird.

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Und sonst ist da ja immer noch Voro…


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