Sport Trotz Ansage des Ferrari-Präsidenten: Kein Frust bei Leclerc

21:41  30 juli  2020
21:41  30 juli  2020 Quelle:   motorsport-total.com

Steigert sich Vettel im Qualifying?

  Steigert sich Vettel im Qualifying? Auf dem Hungaroring steigt das Qualifying zum Großen Preis von Ungarn. Sebastian Vettel will mit Ferrari den Abstand zu Mercedes verringern.Sebastian Vettel, Weltmeister Lewis Hamilton und Co. kämpfen dann in Budapest um die besten Startplätze für das Rennen am Sonntag (Formel 1: Großer Preis von Ungarn, So., ab 15.10 Uhr im LIVETICKER).

Ferrari-Fahrer Charles Leclerc stellt sich auf schwierige Wochen in Silverstone ein © Motorsport Images Ferrari-Fahrer Charles Leclerc stellt sich auf schwierige Wochen in Silverstone ein

Aus eigener Kraft wird Ferrari weder in diesem noch im nächsten Jahr ein Formel-1-Rennen gewinnen. Das hatte Ferrari-Präsident John Elkann dieser Tage erklärt - und den Fans der Scuderia damit einen herben Dämpfer verpasst.

Wie aber geht Ferrari-Fahrer Charles Leclerc mit den Aussagen aus der Chefetage um? Ob es ihn frustriere, solche Worte zu hören? Ganz im Gegenteil, so meint er in Silverstone: "Da gibt es keinen Frust. In schwierigen Zeiten müssen wir ehrlich sein."

Teuer, aber günstiger als ein 250 GTO - Ferrari 250 GT SWB Berlinetta (1961)

  Teuer, aber günstiger als ein 250 GTO - Ferrari 250 GT SWB Berlinetta (1961) Ein Ferrari 250 GT mit Rennhistorie steht zum Verkauf. Es handelt sich um die Stahlvariante mit den Vergasern der Rennversion. © auxietreschmidt.com. Superlativ zu verkaufen: Der 250 GT SWB gilt als Meisterstück von Ferrari und Pininfarina. Die Kombination aus 2,40 Meter Radstand – 20 Zentimeter kürzer als beim Standard-250 GT – und Dreiliter-V12 gilt als besonders begehrenswerter Sportwagen. Mit rund 280 PS und 240 km/h Spitze ist er außerdem als eines der schnellsten Autos der 1960er-Jahre. Jetzt steht ein Auto mit Stahlkarosserie zum Verkauf.

Ferrari stecke derzeit in keiner einfachen Situation. "Derzeit sind wir nicht, wo wir sein wollen. Es wird viel Arbeit brauchen, um dorthin zurückzugelangen, wo wir hinwollen", sagt Leclerc. "Also nein, kein Frust, nur Motivation. Wir sind motiviert, die Dinge zum Besseren zu wenden."

Ferrari als Team sei "nicht gut genug"

"Zum Besseren", das heißt: Nicht nur auf WM-Rang fünf zum vierten Saisonrennen zu reisen, sondern möglichst als Tabellenführer der Formel 1. Warum das in diesem Jahr nicht der Fall ist, will Leclerc aber nicht auf nur einen Faktor reduzieren.

"Es wäre nicht korrekt von mir, wenn ich mit dem Finger auf ein bestimmtes Teil zeigen würde. Wir sind als Team einfach nicht gut genug dieses Jahr", meint Leclerc.

Mit seinem nächsten Satz deutet er aber zumindest an, was Ferrari-Teamchef Mattia Binotto inzwischen bestätigt hat: Ferrari hat vor allem Antriebsleistung eingebüßt, weil man nach der Saison 2019 technisch zurückrüsten musste.

Hamilton jagt den Schumacher-Rekord

  Hamilton jagt den Schumacher-Rekord Lewis Hamilton geht am Hungaroring von der Pole-Position ins Rennen. Bei einem Sieg würde der Brite mit einer historischen Bestmarke von Michael Schumacher gleichziehen.Für Lewis Hamilton könnte der Große Preis von Ungarn (Formel 1: Großer Preis von Ungarn, ab 15.10 Uhr im SPORT1-Liveticker) ein ganz besonderes Rennen werden. Bei einem Triumph würde sich der Engländer bereits zum achten Mal bei ein und demselben Grand Prix in die Siegerliste eintragen.

Silverstone wird "realistischerweise schwierig"

Und so sagt Leclerc: "Wir müssen versuchen, die Leistung zurückzugewinnen. Daran arbeiten wir. Jeder gibt alles dafür."

Weil das aber nicht binnen weniger Wochen und schon gar nicht über Nacht möglich sei, fielen die Erwartungen für Silverstone gering aus. "Auf dem Papier liegen zwei ziemlich schwierige Rennwochenenden vor uns", sagt Leclerc.

"Ich versuche ja immer, optimistisch zu sein, auch dieses Mal. Realistischerweise aber wird es ziemlich schwierig für uns."

Kein Wunder: In Silverstone ist vor allem Topspeed gefragt, dazu kommen einige sehr schnelle Kurven. Das sind Bereiche, in denen Ferrari in diesem Jahr bisher nicht geglänzt hat.


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Diese Risiken birgt Vettels neues Chassis .
Der Ferrari von Sebastian Vettel bekommt ein neues Chassis. Das birgt auch Risiken - denn nach der bisher enttäuschenden Saison muss Vettel jetzt liefern.Für Sebastian Vettel ist es auch ein Risiko, dass Ferrari seinem "Problemchampion" für das Rennen am Sonntag in Barcelona (Formel 1: Großer Preis von Spanien, So. ab 15 Uhr im LIVETICKER) ein neues Chassis zur Verfügung stellt. Wenn er wieder nicht zur gewohnten Leistung findet, gibt es jetzt keine Ausreden mehr.

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