Sport Dank an Rossi: VR46-Lehrling Morbidelli erstmals auf MotoGP-Podium

23:25  09 august  2020
23:25  09 august  2020 Quelle:   msn.com

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  MotoGP-Kolumne Jerez 2: Wer letzte Nacht am besten geschlafen hat Mit Platz drei gelingt Valentino Rossi in Jerez 2 ein Befreiungsschlag – Intern kann er sich gegen Yamaha durchsetzen, was auch für seine Zukunft im Petronas-Team wichtig ist Liebe Motorradfreunde,ich habe bildlich im Kopf gehabt, wie gestern beim zweiten MotoGP-Rennen in Jerez weltweit Millionen von Rossi-Fans mitgefiebert, mitgezittert und schließlich über Platz drei gejubelt haben. Eine Woche zuvor ist Valentino Rossi noch rund um Platz zehn "rumgegurkt" und jetzt feierte er sein Comeback auf dem Podium.In der Auslaufrunde jubelte er den (leider) leeren Tribünen symbolhaft zu. Eine Geste an alle seine Fans zuhause.

Franco Morbidelli fällt nach seinem ersten Podestplatz in der Königsklasse ein Stein vom Herzen - Dank an Lehrmeister Valentino Rossi noch in der Auslaufrunde

Als Geheimfavorit beim Grand Prix von Tschechien 2020 in Brünn angetreten, zeigte Franco Morbidelli am Sonntag tatsächlich sein bisher stärkstes Rennen als MotoGP-Pilot.

Vom dritten Startplatz übernahm Morbidelli mit seiner Petronas-Yamaha noch in der ersten Kurve die Führung von Teamkollege Fabio Quartararo. Anschließend verbrachte er zwölf der 21 Rennrunden an der Spitze und verbuchte damit seine ersten Führungsrunden in der Königsklasse.

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Zum ersten Sieg reichte es für Morbidelli am Sonntag in Brünn zwar noch nicht ganz. Mit Platz zwei hinter Sensationssieger Brad Binder (KTM) aber hat der Italiener seinen ersten Podestplatz und damit sein bisher bestes Ergebnis als MotoGP-Pilot eingefahren.

"Ich freue mich sehr über diesen Podestplatz, denn den hatte ich mir das gesamte Wochenende über vorgenommen. Es war mir klar, dass ich hier eine echte Chance habe", spricht Morbidelli auf seinen starken Longrun an, den er direkt am Freitag in den Asphalt gebrannt hatte.

Brad Binder, Franco Morbidelli © Bereitgestellt von motorsport.com Brad Binder, Franco Morbidelli

Im Rennen am Sonntag musste Morbidelli einzig KTM-Pilot Brad Binder ziehen lassen

Foto: Motorsport Images

Gegen Rennsieger Binder konnte Morbidelli in der zweiten Rennhälfte nicht zuletzt aufgrund der Reifen nichts ausrichten. Denn während der MotoGP-Rookie am Hinterrad seiner Werks-KTM die Medium-Mischung von Michelin montiert hatte, war die Petronas-Yamaha von Morbidelli mit dem weichen Hinterreifen bestückt.

Valentino Rossi Interview nach Jerez MotoGP Podium

 Valentino Rossi Interview nach Jerez MotoGP Podium Zahlen sind Zahlen. Für einen Ingenieur sind sie wie die Bibel. Und für den Doktor? Zahlen waren schon immer für Valentino Rossi. Er hat neun Weltmeistertitel gewonnen und kann stolz sagen, dass er in der MotoGP einen Großteil der modernen -Geschichte von Yamaha geschrieben hat. Bedenken Sie: Rossi war der Architekt von Yamahas Auferstehung im Jahr 2004 und gewann damit vier Weltmeistertitel in der MotoGP (2004, 2005, 2008 und 2009) sowie 56 Rennsiege und 142 Podestplätze (von 199).

"Ich wusste, dass er den Medium-Reifen drauf hat. Deshalb habe ich mich nicht großartig gewehrt, sondern einfach versucht, meine Maschine ins Ziel zu bringen", erklärt Morbidelli, der als Zweiter der bestplatzierte der vier Yamaha-Fahrer im Feld war.

Erstes MotoGP-Podium: Erster Dank gilt Valentino Rossi

Bei Petronas-Yamaha befindet sich Morbidelli im zweiten Jahr. In seiner MotoGP-Karriere ist es aber das dritte Jahr, denn seine Rookie-Saison hatte er 2018 für Marc-VDS-Honda absolviert. Als damals frischgebackener Moto2-Weltmeister war der Italiener in die Königsklasse aufgestiegen. Dass er es soweit gebracht hat, verdankt er auch Valentino Rossi.

Schließlich lernte Morbidelli einst in der VR46-Akademie den einen oder anderen Kniff von "The Doctor". Noch heute duellieren sich die beiden häufig zum Spaß bei Dirt-Track-Rennen auf Rossis Ranch in Tavullia. Daher überrascht es wenig, wem Morbidellis erster Dank nach seinem ersten MotoGP-Podestplatz galt. Direkt auf der Auslaufrunde gab es die erste Umarmung mit Rossi, der das Rennen als Fünfter beendete.

"Unheimlich": KTM-Sieger Brad Binder staunt über sich selbst

  Ausgerechnet Rookie Brad Binder beschert KTM den ersten MotoGP-Sieg: Unglaube über die eigene Leistung und Loblied im wahrsten Sinne des Wortes von Johann Zarco Beim völlig überraschend verlaufenen Grand Prix von Tschechien 2020 in Brünn, dem dritten Rennen der laufenden MotoGP-Saison, gab es gefühlt gleich mehrere Sieger. Den größten Jubel findet man im KTM-Lager rund um Sensationssieger Brad Binder, der als Rookie in der Königsklasse direkt bei seinem dritten Rennen zum Sieg gefahren ist.

"Dass ich überhaupt hier mitfahre, ist hauptsächlich sein Verdienst", so Morbidelli in der Pressekonferenz nach dem Rennen über Rossi und dessen Tipps in der VR46-Akademie: "Er hat zu einer Zeit an mich geglaubt als ich ein Niemand war."

"Ich wusste, dass es irgendwann mal merkwürdig sein würde, wenn wir gegeneinander Rennen fahren fahren", so Morbidelli, um anzufügen: "Für mich ist er wie ein Onkel, oder besser gesagt, wie ein großer Bruder. Deshalb wollte ich ihn nach dem Rennen einfach umarmen. Das war ein toller Moment."

Rossi gibt Lob an Morbidelli zurück: Schon seit dem Winter stark

Lehrmeister Rossi gibt im Namen der VR46-Akademie das Lob sofort zurück: "Wir sind sehr stolz auf Franco. Er hat ein insgesamt großartiges Wochenende mit einem großartigen Rennen abgeschlossen. Er war zu jeder Zeit sehr schnell und sehr stark. Diesen Podestplatz hat er verdient. Er ist in diesem Jahr schon seit den Wintertests sehr stark."

Morbidelli: Erstes MotoGP-Podium wegen "großen Bruders" Rossi

 Morbidelli: Erstes MotoGP-Podium wegen © LAT Images Morbidelli: Erstes Podium wegen Franco Morbidelli sagt, sein erstes MotoGP-Podium im Großen Preis von Tschechien sei "hauptsächlich wegen" seines Mentors Valentino Rossi, der er sagt, es sei "wie ein großer Bruder" für ihn. Der Petronas SRT-Fahrer fuhr auf seiner Petronas SRT Yamaha die ersten 12 Runden des Brünner Rennens am Sonntag, bevor er schließlich sein erstes Podium auf dem zweiten Platz holte, nachdem der spätere -Rennsieger Brad Binder ihn auf der 13.

Francesco Bagnaia, Franco Morbidelli, Valentino Rossi © Bereitgestellt von motorsport.com Francesco Bagnaia, Franco Morbidelli, Valentino Rossi

Neben Morbidelli hat Rossi auch Bagnaia als einstigen Lehrling bei sich im MotoGP-Feld

Foto: Motorsport Images

Die Philosophie der VR46-Akademie, aus der es neben Morbidelli auch Francesco "Pecco" Bagnaia in die MotoGP-Klasse gebracht hat, erklärt Rossi so: "Wir sind sehr stolz auf Franco und die anderen Fahrer aus der Akademie. Ich würde sagen, wir arbeiten gut, denn wir helfen ihnen, ein gutes Team mit einem guten Motorrad finden. Es geht aber nicht nur darum, sondern auch um die Einstellung zum Rennsport generell."

"Wir haben es geschafft, Franco und 'Pecco' in guten Teams mit guten Bikes zu platzieren. Dort können sie zeigen, was sie drauf haben. In Zukunft können sie in der MotoGP-Klasse sicherlich eine große Rolle spielen", so Rossi über seine beiden Lehrlinge, die den Sprung in die Königsklasse jeweils nach dem Gewinn des Moto2-Titels geschafft haben.

Morbidelli in der WM auf Rang drei: "Jetzt so weitermachen"

Morbidelli rangiert in der MotoGP-Gesamtwertung 2020 nach drei Saisonrennen an dritter Stelle - und das, obwohl er beim zweiten Rennen in Jerez in aussichtsreicher Position liegend mit technischem Defekt ausgefallen ist. Den dritten Platz in der aktuellen WM-Tabelle hinter Petronas-Yamaha-Teamkollege Fabio Quartararo und Yamaha-Werkspilot Maverick Vinales will er aber nicht überbewerten.

Morbidelli: Erstes Podium wegen „großen Bruders“ Rossi

 Morbidelli: Erstes Podium wegen „großen Bruders“ Rossi Franco Morbidelli sagt, sein erstes MotoGP-Podium beim Großen Preis von Tschechien sei „hauptsächlich wegen“ seines Mentors Valentino Rossi, der für ihn „wie ein großer Bruder“ ist. © Gold und Gans / Motorsport Bilder Valentino Rossi, Yamaha Werksrennen, Franco Morbidelli, Petronas Yamaha SRT Tour. Morbidelli gab 2018 sein MotoGP-Debüt als amtierender Moto2-Weltmeister und war damit der erste Fahrer der VR46 Academy, der den Schritt in die Königsklasse schaffte.

"Meine dritte Position in der WM ist momentan keine große Sache, denn wir haben gerade mal drei Rennen hinter uns und noch elf weitere vor uns", sagt Morbidelli und weiter: "Daher ist es wirklich noch sehr früh. Natürlich freue ich mich, dass ich in der Tabelle recht weit oben stehe, aber jetzt muss es darum gehen, das zu bestätigen und so weiterzumachen."

Franco Morbidelli, Valentino Rossi © Bereitgestellt von motorsport.com Franco Morbidelli, Valentino Rossi

2021 werden Morbidelli und Rossi "zu 99 Prozent" Teamkollegen bei Petronas sein

Foto: Motorsport Images

Apropos weitermachen: In der kommenden Saison werden Morbidelli und Rossi aller Voraussicht nach Teamkollegen sein. Denn der Lehrling ist bei Petronas-Yamaha für zwei weitere Jahre bis einschließlich 2022 bestätigt. Lehrmeister Rossi wird für 2021 "zu 99 Prozent" in dieses Team wechseln und dem Vernehmen nach einen Einjahresvertrag mit Option auf ein zweites unterschreiben. Im Gegenzug wechselt Fabio Quartararo ins Yamaha-Werksteam und übernimmt dort den Platz von Rossi.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

Yamaha: Warum es Rossi und Quartararo nicht in die Top 10 schafften .
Nur zwei Yamahas schafften es am MotoGP-Freitag in Spielberg unter die besten Zehn - Rossi und Quartararo abgeschlagen - Vor allem der Franzose hadert Für Yamaha bleibt der Red Bull Ring auch am zweiten Spielberg-Wochenende ein schwieriges Pflaster. In der Kombination beider MotoGP-Trainings am Freitag schaffte es keiner der vier Fahrer in die Top 5. Tatsächlich waren am Ende des Tages nur zwei von ihnen unter den schnellsten Zehn zu finden.Maverick Vinales klassierte sich als Achter, gefolgt von Franco Morbidelli. Beiden fehlte etwa eine halbe Sekunde auf die Tagesbestzeit von KTM-Pilot Pol Espargaro.

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