Sport Kubicas Boxenstopp-Dilemma: Wieso bei ihm Ingenieure anpacken müssen!

11:48  18 september  2020
11:48  18 september  2020 Quelle:   motorsport-total.com

Bis zu 20.000 Fans in der Eifel - Nürburgring F1-Rennen mit Zuschauern

  Bis zu 20.000 Fans in der Eifel - Nürburgring F1-Rennen mit Zuschauern Wenn die Formel 1 Mitte Oktober an den Nürburgring zurückkehrt, sind bis zu 20.000 Zuschauer auf den Tribünen live dabei. Am Dienstag (22.9.) beginnt der Karten-Vorverkauf. Die günstigsten Wochenend-Tickets gibt es bereits für 199 Euro.Ein Grund für den Zuschlag lag auch in der Aussicht auf Zuschauer an der Strecke. Deutschland spielte dieses Jahr für viele Sportarten den Vorreiter, was die Aufnahme von Fans in den Stadien anging. Dank im Vergleich zu anderen Ländern moderaten Infektionszahlen zeigten sich die Behörden bei vielen Veranstaltungen kompromissbereit.

Da das ART-Team nur sechs Mechaniker umfasst, benötigt man beim Stopp Hilfe © Audi Da das ART-Team nur sechs Mechaniker umfasst, benötigt man beim Stopp Hilfe

Beim vergangenen DTM-Rennen auf dem Nürburgring kostete Robert Kubica zum zweiten Mal in dieser Saison ein verpatzter Boxenstopp Punkte. Während die Topteams ihre Piloten in der DTM teilweise in 6,5 Sekunden abfertigen, benötigt die ART-BMW-Crew in der Regel rund zehn Sekunden, aber auch oft länger. Das minimale Defizit auf den besten Stopp des Rennens in der bisherigen Saison? 2,1 Sekunden. Das Maximum: 23 Sekunden.

Großumbau mit innovativen Ideen - Racing Point Upgrade für Mugello

  Großumbau mit innovativen Ideen - Racing Point Upgrade für Mugello Alphonso Davies war wohl die größte Überraschung der vergangenen Saison beim FC Bayern München. Der kanadische Youngster ist kein Freund der kleinen Töne und will weitere Titel sammeln.

Aber wie ist es zu erklären, dass das französische Privatteam bei den Stopps selbst mit der inzwischen deutlich verbesserten WRT-Audi-Kundentruppe nicht mithalten kann? "Die anderen BMW-Teams sind Dreiwagen-Teams mit entsprechend vielen Mechanikern und Personal insgesamt", erklärt Kubica. "Wir sind ein kleines Einwagen-Team mit wenigen Mechanikern und auch insgesamt wenig Personal."

Aber warum wirkt sich das so stark beim Reifenwechsel aus? Da ART nur ein Auto einsetzt und nur sechs Mechaniker Teil der Truppe sind, müssen sogar Ingenieure beim Stopp mit anpacken! "Meine Reifen werden von Leuten gewechselt, die zehn Jahre lang nur auf den Bildschirm geschaut haben und das Auto nie angerührt haben", offenbart Kubica gegenüber 'Przeglad Sportowy'.

Wo sind die Frauen in Netflix 'sozialem Dilemma?

 Wo sind die Frauen in Netflix 'sozialem Dilemma? © Netflix Netflixs The Social Dilemma Anmerkung des Herausgebers: Die Meinungen in diesem Artikel sind die von unserem Inhaltspartner veröffentlichten Meinungen des Autors und geben nicht die Ansichten von MSN oder Microsoft wieder. Wir erwachen zur Politik und Geopolitik von Daten. Mit wir meine ich uns - Bürger sowohl der physischen als auch der digitalen Welt.

Warum ART beim Stopp nicht genügend Mechaniker hat

Wenn man wie die anderen Teams 16 Mechaniker in den eigenen Reihen hätte, so Kubica, "dann könnten wir die besten auswählen. Bei einem Privatteam mit nur einem Auto hat man diesen Luxus nicht." Der Ex-Formel-1-Pilot zeigt Verständnis für seine Mannschaft: "Von jemandem, der nie wirklich ein Rad getragen hat, kann man nicht das gleiche erwarten wie von jemandem, der das seit 20 Jahren macht."

Insgesamt dürfen bei einem DTM-Boxenstopp laut Reglement neun Personen anpacken. Zwei davon sind nur dafür zuständig, den arbeitenden Mechanikern die Räder zu reichen oder sie entgegenzunehmen. Sie dürfen nicht direkt am Auto arbeiten. Kubicas Truppe umfasst vier Mechaniker von ART und einen von BMW. Als sechster Mechaniker fungiert der sehr erfahrene Einsatzleiter David Bacquet. Man ist also auf die Hilfe von drei Ingenieuren angewiesen.

Hamilton an Mercedes: "Ich will das gar nicht mehr hören!"

  Hamilton an Mercedes: Warum Lewis Hamilton glaubt, dass der frühe Reifenwechsel beim Grand Prix von Russland ein Fehler war, sein Team aber nach wie vor anderer Meinung istMax Verstappen und Valtteri Bottas (beide auf Medium gestartet) kamen erst in Runde 25/26 zum Boxenstopp und hatten damit im zweiten Rennabschnitt die viel frischeren Reifen. Dagegen war Hamilton chancenlos. Nach Verstappens Stopp lag er noch 5,8 Sekunden hinter dem Red Bull. Nach 53 Runden waren es 15.

Da man bei den Stopps bisher Probleme hatte, gibt es für das bevorstehende Wochenende eine Umstellung in der Boxencrew. Davon verspricht man sich einen Schritt nach vorne. Zudem trainiert man selbst an den Rennwochenenden ständig Boxenstopps. "Es liegt nicht an der Motivation", weiß Kubica.

Kubica sieht Fortschritte

Insgesamt machte Kubica vergangenen Wochenende auf dem Nürburgring deutliche Fortschritte: Nach einem katastrophalen Samstag, an dem der DTM-Rookie 24 Sekunden hinter dem Vorletzen ins Ziel kaum, fuhr er am Sonntag im Qualifying als drittbester BMW-Pilot auf Startplatz neun - nur 15 Hundertstel hinter Sheldon van der Linde, der als Siebter die beste Zeit für die Münchner fuhr.

"Ich habe nach wenigen Metern der ersten Runde gespürt, dass sich das Auto anders anfühlt. Das Auto war viel besser fahrbar", zeigt er sich ermutigt. Auch im Rennen konnte Kubica das Tempo der Konkurrenz mithalten. "Der erste Stint war gut. Die Pace war okay, und ich konnte sogar kämpfen", sagt er.

Erst der Stopp nach Runde 14, bei dem man 3,5 Sekunden liegenließ, sorgte dafür, dass Kubica auf Platz 13 zurückgeworfen wurde. Dennoch spricht er von einem "weiteren Schritt" nach vorne. "Ich hatte erstmals ein gutes Gefühl im Rennen. Wenn das Auto im Arbeitsfenster ist, kann man kämpfen, das Tempo mitgehen. Das war etwas ganz anderes als am Samstag, denn da waren wir absolut im Niemandsland."

Einen Vorteil erschwindelt - Fragen zur Hamilton-Strafe

  Einen Vorteil erschwindelt - Fragen zur Hamilton-Strafe Die Strafe für Lewis Hamiltons Startübungen an verbotener Stelle vor dem GP Russland erregt immer noch die Gemüter. War sie gerecht? Warum im Rennen und nicht danach? Was hat Hamilton falsch gemacht? Wir liefern die Antworten.Nein, der Vorfall, der nach dem zehnten Saisonrennen die Gemüter bewegte, war die Strafe für Lewis Hamilton. Der Weltmeister musste bei seinem Boxenstopp zwei Mal fünf Sekunden am Stück absitzen, weil er vor dem Rennen auf dem Weg in die Startaufstellung zwei Mal Probestarts an einem Ort durchgeführt hatte, der dafür nicht vorgesehen war.


Galerie: Italien-Grand-Prix in Monza: Zahlen, Fakten, Statistik, Rekorde (Motorsport-Total.com)

IndyCar Indianapolis-Rennen 1: Newgarden hält Titelkampf offen .
Ligue 1: PSG - Angers SCO | DAZN Highlights

usr: 0
Das ist interessant!