Sport Jordan: Verstappen bald besser als Hamilton

02:00  22 september  2020
02:00  22 september  2020 Quelle:   sport1.de

"Das ist lächerlich": Lewis Hamiltons Monza-Boxenfunk im Wortlaut

  Lewis Hamilton hat nach seinem Boxenstopp-Malheur nicht verstanden, was er falsch gemacht haben soll, wie das Transkript seines Boxenfunks beweistAls Kevin Magnussen seinen Haas ausgangs Parabolica am rechten Streckenrand abstellt, führt Hamilton 13,6 Sekunden vor Carlos Sainz. Er durchfährt gerade die Lesmo-Kurven, als er seinem Renningenieur Peter Bonnington durchgibt: "Die Reifen sind noch gut." Nichtsahnend, dass diese noch in der gleichen Runde gewechselt werden.

Eddie Jordan würde sich hingegen eine Änderung in der Karriere von Hamilton wünschen. Gegenüber Ziggo Sport schildert er: „Ich persönlich bin der Überzeugung, Lewis sollte nicht zu Ferrari gehen, sondern zu Red Bull Racing. Max Verstappen ist der beste junge Fahrer der Formel 1, keine Frage

Jordan : Verstappen bald besser als Hamilton .

Lewis Hamilton oder Max Verstappen - wer ist besser? Darüber scheiden sich die Geister in der Formel 1. SPORT1 spricht mit zwei Experten über das Thema.

Jordan: Verstappen bald besser als Hamilton © Bereitgestellt von sport1.de Jordan: Verstappen bald besser als Hamilton

Es ist die Frage aller Fragen in der Formel 1: Wer ist der beste Fahrer?

Aktuell stehen zwei Piloten zur Wahl: Seriensieger Lewis Hamilton (35) oder doch schon Red Bulls junger Stier Max Verstappen (22)? Darüber scheiden sich im Moment die Geister in der Königsklasse.

Spätestens 2022 in der Gewinnzone - Mercedes-Ausgaben für WM-Titel 2019

  Spätestens 2022 in der Gewinnzone - Mercedes-Ausgaben für WM-Titel 2019 Das F1-Team von Mercedes hat 2019 einen Gewinn von 14,7 Millionen Pfund erwirtschaftet. Der Automobilhersteller aus Stuttgart selbst investierte nur gut 28 Millionen Pfund. Für 2021 warten mit dem Budget Cap neue Herausforderungen. 2022 wahrscheinlich sogar ein Gewinn für Mercedes.Lewis Hamilton und Valtteri Bottas fehlten nur 29 Rennkilometer für eine makellose Bilanz. Zwei Ausfälle in Deutschland (Unfall Bottas) und Brasilien (Motorschaden bei Bottas) reduzierten die Laufleistung auf 2.495 Rennkilometer und trübten minimal die Bilanz bei 42 Starts der beiden Autos. Die Weltmeister verbuchten Siege auf der Rennstrecke und Gewinne in den Büchern.

Max Verstappen holt als 100. Fahrer der F1-Geschichte eine Pole. Läuft der junge Holländer bald Lewis Hamilton hatte bereits vor dem Qualifying vorgebaut. “An einigen Orten hat Honda schon Das sagen die Experten: Ex-Teamchef Eddie Jordan (71): “Max ist ein Riesentalent und sicher schon jetzt

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Ex-Weltmeister Jacques Villeneuve (1997 mit Williams) hält immer noch Hamilton für den Klassenprimus. "Solange es die Hybridmotoren gibt, wird Mercedes nicht zu schlagen sein", glaubt der Kanadier bei La Stampa. "Aber nicht nur weil Mercedes das beste Auto hat, sondern mit Lewis Hamilton auch den besten Fahrer."

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Front gegen Show-Pläne wächst - Fahrer lehnen Quali-Rennen ab

  Front gegen Show-Pläne wächst - Fahrer lehnen Quali-Rennen ab Die Front gegen die Pläne von Liberty, die F1-Show mit einem Quali-Rennen mit umgekehrter Startreihenfolge zu würzen, wird immer größer. Praktisch alle Fahrer lehnen dieses Format ab. Mit McLaren stellt sich auch ein zweites Team gegen den Vorschlag.Ein Mini-Rennen am Samstag soll auf bestimmten Rennstrecken das klassische Qualifikationsformat ersetzen. Der 30-minütige Sprint würde in umgekehrter Reihenfolge zum WM-Stand gestartet. Nach der aktuellen Gesamtwertung stünde Romain Grosjean ganz vorne und Lewis Hamilton ganz hinten.

Jordan : Verstappen bald besser als Hamilton . Sport1. Transferticker: Nach Juve-Ausbootung - Top-Klub lockt Khedira.

Doch warum soll Verstappen trotz der schwächeren Ergebnisse als Hamilton dennoch bessere Leistungen abliefern? Mit dem Formanstieg von Verstappen erhofft sich Horner schon bald einen Kampf zwischen dem Routinier und dem Youngster aus den Niederlanden.

Hamilton wegen Erfahrung vor Verstappen

Das wird sich für Villeneuve auch 2022 nicht ändern, wenn es neue Aerodynamikregeln gibt und drastische Budgetbeschränkungen. Villeneuve erklärt bei SPORT1: "Der Einfluss des Motors wird immer noch viel zu groß sein."

Und warum Hamilton für ihn der Beste ist, erklärt der Sohn der Ferrari-Legende Gilles so: "Max ist ein Riesentalent und hat sich prächtig entwickelt. Aber Lewis ist immer noch topfit, extrem schnell und hat eben diesen Erfahrungsvorsprung gegenüber Verstappen."

Anders als Villeneuve sieht es Ex-Formel-1-Teamchef Eddie Jordan. Der Ire, der in England nur noch "das Orakel" genannt wird, seit er 2010 schon früh das Comeback von Michael Schumachers vorausgesagt hat sowie 2012 Lewis Hamiltons Wechsel von McLaren zu Mercedes, hält Verstappen für den besten Formel-1-Piloten.

Jordan zu SPORT1: "Lewis ist unglaublich, er wird bald alle Rekorde von Michael Schumacher brechen. Er hat dann alles erreicht. Aber er wird nicht mehr den Hunger haben, den man am Ende braucht, um ganz oben zu sein. Denn Champions sind wie wilde Raubtiere, die alles wegbeißen und fressen, was sich ihnen in den Weg stellt."

Perez rast auf Mittelfeld-Pole - Renault unter Wert geschlagen

  Perez rast auf Mittelfeld-Pole - Renault unter Wert geschlagen Lange hinterließ Daniel Ricciardo im Mittelfeld-Kampf von Sotschi den stärksten Eindruck. Doch am Start des Rennens parkt überraschend der Racing Point von Sergio Perez in der zweiten Reihe. Im Renault-Lager hatte man eine Erklärung dafür parat.Die ersten Runden des Qualifyings schienen den guten Eindruck zu bestätigen. Im chaotischen Q2 konnte Daniel Ricciardo sogar die Zeitenliste anführen, weil die beiden Mercedes und der Verstappen-Red-Bull mit den Medium-Reifen pokerten. "Das war wirklich ein schönes Gefühl, mal wieder eine Quali-Session anzuführen", grinste der Australier.

Jordan : Verstappen bald besser als Hamilton . Transferticker: Nach Juve-Ausbootung - Top-Klub lockt Khedira. Coronavirus: Gündogan positiv getestet. RB Leipzig: Zu viel des Guten . FinCEN-Files: Geldflüsse an Diack. Kommentar: Vorbild Freiburg.

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Villeneuve sieht Verstappen vorne

Sollten Verstappen und Hamilton im gleichen Team fahren, sieht der Ire den Niederländer vorne. "Max ist mit Abstand der beste von den jungen Wilden, er hat eine unglaubliche Fahrzeugkontrolle, ist sensationell schnell und zwar in jeder Runde, und er hat die nötige Arroganz, die man als Champion braucht. Die Arroganz kommt vom unbändigen Glauben an sich selbst und ist berechtigt. Auf Dauer wird ihn ein satter Hamilton nicht halten können."

Nicht nur Jordan würde gerne eine Antwort auf die Frage aller Fragen bekommen. "Ein Zweikampf Verstappen gegen Hamilton im gleichen Team ist doch das, was alle Fans sich wünschen", so der Ire.

"Weder Bottas bei Mercedes noch Albon oder wer auch immer bei Red Bull hat eine Chance gegen die beiden. Also bringt sie zusammen in ein Team! Es wäre wie einer der legendären Boxkämpfe Muhammad Ali gegen Joe Frazier, nur alle zwei Wochen!"

Jordan: Würde Hamilton zu Red Bull holen

Jordan hält das sogar für möglich: "Noch ist Hamiltons Zukunft unklar. Er hat noch keinen Vertrag für nächstes Jahr unterschrieben. Vielleicht weil er schon weiß, dass sein Vertrauter Toto Wolff aufhört und sein Mercedes-Team spätestens Ende 2021 den Besitzer wechseln könnte. Wäre ich Red Bull, würde ich die Situation jetzt nutzen und Hamilton zu Verstappen ins Team holen. Mit einem Schlag wären sie WM-Favorit, nicht nur, weil sie die beiden mit Abstand besten Piloten im Team hätten, sondern auch, weil Mercedes eine seiner besten Waffen nicht mehr nutzen könnte."

SPORT1 konfrontierte Red-Bull-Motorsport-Chefberater Helmut Marko mit der Spekulation. Der Doktor der Rechtswissenschaften schlug nur beim Gedanken daran die Hände über dem Kopf zusammen: "Das gäbe Mord- und Totschlag."

Aber genau darum geht es Eddie Jordan: "Es wäre ein Kampf auf Biegen und Brechen. Am Ende würde Red Bull vielleicht nur zwei Drittel aller Rennen gewinnen, weil sich die Kampfhähne bei einigen Rennen von der Piste schießen würden. Aber am Ende hätten alle was davon: Liberty, die Fans, Red Bull und Verstappen. Denn der würde gewinnen."

„Racing Point klar schneller“ - McLaren kündigt weitere Upgrades an .
McLaren blieb beim GP Russland erstmals diese Saison ohne Punkte. Der Vorsprung im Mittelfeldkampf schrumpfte extrem zusammen. Teamchef Andreas Seidl hofft, den Negativ-Trend mit Technik-Upgrades noch einmal umzukehren.Während Mercedes an der Spitze des Feldes für klare Verhältnisse sorgt, ist der Kampf der Verfolger aktuell so spannend wie nie. Nach zehn Rennen haben sich mittlerweile drei klare Favoriten auf den dritten Platz im Konstrukteurspokal herauskristallisiert. McLaren, Racing Point und Renault kämpfen intensiv um die Verfolger-Krone.

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