Sport Hertha-Angriff als Edel-Abteilung - Senat bremst Fan-Zugang

18:05  24 september  2020
18:05  24 september  2020 Quelle:   msn.com

Herthas Transferfenster: Erfolgreich trotz zahlreicher Widrigkeiten

  Herthas Transferfenster: Erfolgreich trotz zahlreicher Widrigkeiten Herthas Transferperiode: Ein FazitSchon früh in diesem Sommer war klar, wie die Pläne von Hertha BSC für dieses Transferfenster aussahen: Knapp 50 Millionen Euro hatte Manager Michael Preetz maximal zur Verfügung, zunächst waren fünf Neuzugänge eingeplant - Torwart, Rechtsverteidiger, zentraler Mittelfeldspieler, Flügel- und Mittelstürmer sollten kommen. Die Realität gestaltete sich letztlich ein wenig anders, der Großteil der Transfers ging erst am gestrigen Deadline Day über die Bühne.

Fußball: Bundesliga, Werder Bremen - Hertha BSC, 1. Spieltag im wohninvest Weserstadion. Herthas Matheus Cunha am Ball. © Carmen Jaspersen/dpa/Archivbild Fußball: Bundesliga, Werder Bremen - Hertha BSC, 1. Spieltag im wohninvest Weserstadion. Herthas Matheus Cunha am Ball.

202 Tage mussten die Fans von Hertha BSC auf ein Live-Erlebnis im Olympiastadion verzichten - nun können zumindest 4000 Glückliche den ersten gemeinsamen Heimauftritt der neuen Berliner Edel-Abteilung sehen. Edel steht dabei zunächst einmal für teuer, denn die Angreifer Krzysztof Piatek (für 23 Millionen Euro geholt), Dodi Lukebakio (20 Millionen), Matheus Cunha (18 Millionen) und Jhon Cordoba (15 Millionen) gehören zu den preisintensivsten Neuzugängen in der Vereinsgeschichte überhaupt.

Hertha Berlin zu Hause von Eintracht gedemütigt

 Hertha Berlin zu Hause von Eintracht gedemütigt © Reuters / POOL Bundesliga - Hertha Berlin gegen Eintracht Frankfurt BERLIN (Reuters) - Eintracht Frankfurt brachte Hertha Berlin am Freitag wieder auf die Erde und schlug sie im Olympiastadion mit 3: 1 fordern ihren ersten Bundesligasieg der Saison. Hertha begann ihre Saison mit einem 4: 1-Sieg bei Werder Bremen, wurde jedoch in der ersten Halbzeit übertroffen, als Frankfurt bei einem Treffen zweier Mannschaften, die in der vergangenen Saison im Mittelfeld standen, mit 2: 0 in Führung ging.

Doch die illustre Stürmer-Gruppe gibt dem Fußball-Bundesligisten aus der Hauptstadt auch die Hoffnung, dass es - wie mit den neuen Investoren-Geldern von Lars Windhorst erhofft - nach oben geht. «Wir haben unterschiedliche Stürmertypen, die es uns erlauben, flexibel zu sein. Trotzdem gilt es noch, an ganz vielen Dingen zu feilen», sagte Trainer Bruno Labbadia einen Tag vor dem ersten Saison-Heimspiel der Hertha an diesem Freitag (20.30 Uhr/DAZN) gegen Eintracht Frankfurt.

Lukebakio, Cunha und der erst kurz zuvor vom 1. FC Köln gekommene Cordoba hatten schon beim 4:1 zum Liga-Auftakt bei Werder Bremen getroffen. Wie er seine Abteilung Attacke diesmal aufstellt, ließ Labbadia offen. «Es gibt ein paar Dinge, die sprechen dafür und ein paar, die sprechen dagegen», sagte der Chefcoach zu der Chance, dass Cordoba im Angriff beginnt: «Das ist eine Gefühlssache.» Nur Nuancen würden den Ausschlag geben, ergänzte der 54-Jährige.

Hertha droht das Piatek-Problem

  Hertha droht das Piatek-Problem Für 23 Millionen Euro kam Krzysztof Piatek im Winter zu Hertha BSC. Der polnische Stürmer blieb bisher jedoch glücklos. Nun droht ihm die Bank. © Bereitgestellt von sport1.de Hertha droht das Piatek-Problem Die Auswechslung in der 61. Minute gefiel Krzysztof Piatek gar nicht. Der Stürmer von Hertha BSC schaute vor seiner Herausnahme beim 4:1-Sieg gegen Werder Bremen ungläubig zur Anzeigetafel, ging dann auf der gegenüberliegenden Seite der Trainerbank raus und trottete mit genervtem Blick zurück.

Dass die Wiederöffnung des Olympiastadions mit 4000 Fans weit unter den 20 Prozent der Zuschauer-Kapazität bleibt, auf die sich die Länder für eine Testphase eigentlich geeinigt hatten, gehört für Hertha zum neuen Alltagsgeschäft. «Man sammelt jetzt Erfahrungen. Der Weg zu einem wieder vollen Olympiastadion führt über wenige Zuschauer», sagte Manager Michael Preetz. Die reduzierte Zahl sei «völlig in Ordnung» angesichts wieder steigender Infektionszahlen in der Corona-Pandemie. «Nach wie vor gilt, dass die Gesundheit der Stadionbesucher im Vordergrund steht», betonte Preetz.

Der Berliner Senat hatte die Corona-Verordnung nicht geändert, so dass es bei der Höchstgrenze von 5000 Stadion-Besuchern einschließlich der Teams, aller Offizieller, Sicherheitskräfte und Medienvertreter bleibt. Mit der 20-Prozent-Regel könnten wieder 14 895 Fans im 74 475 Besucher fassenden Olympiastadion sein. Unabhängig von der Zahl betonte Labbadia: «Wir freuen uns, dass wir wieder Zuschauer haben. Das ist jetzt ein ganz anderes Gefühl.»

Nur 4000 Fans von Hertha BSC dürfen ins Stadion: Senat verhindert Aufstockung der Zuschauerzahl

  Nur 4000 Fans von Hertha BSC dürfen ins Stadion: Senat verhindert Aufstockung der Zuschauerzahl Es bleibt dabei: Weil der Berliner Senat seine Coronaverordnung nicht ändert, dürfen zum ersten Heimspiel von Hertha BSC nur 4000 Fans ins Olympiastadion © Foto: imago sportfotodienst Mehr Platz als erhofft wird es am Freitag bei Herthas erstem Heimspiel im Olympiastadion geben. Michael Preetz, der Sportdirektor von Hertha BSC, ist am Montagabend auf ungewohntem Terrain unterwegs gewesen. Er war in der ARD-Talkshow „Hart aber fair“ zu Gast, und er hat dabei eine Aussage getätigt, die ganz gut das Spannungsfeld beschreibt, in dem sich der Berliner Fußball-Bundesligist Hertha BSC gerade bewegt.

Berlins Regierungschef Michael Müller machte am Donnerstag auch keine großen Hoffnungen, dass sich an den Besuchereinschränkungen in nächster Zeit etwas in Richtung Erhöhung ändern könnte. Der Senat werde zunächst «keine weiteren Lockerungen» vornehmen, etwa für Veranstaltungen, kündigte Müller an. Gegebenenfalls gebe es sogar «wieder ein paar Rückschritte bei der Begegnungsmöglichkeit, was die Teilnehmerzahl anbelangt».

Labbadia erwartet gegen die Frankfurter, die zum Saisonstart mit einem 1:1 gegen Aufsteiger Arminia Bielefeld zwei Punkte abgaben, eine «kampfbetonte Partie». Bis auf Flügelspieler Javairo Dilrosun, der an Oberschenkelproblemen leidet, und Mittelfeldmann Santiago Ascacibar (Aufbautraining) sind alle Hertha-Profis fit.

Der letzte Hertha-Heimsieg gegen die Eintracht liegt fast zwei Jahre zurück (1:0). In der Vorsaison kassierten die Berliner eine deftige 1:4-Packung. «Wir erinnern uns natürlich gern daran», sagte Franfurts Trainer Adi Hütter, der weiter auf den verletzten Evan N'Dicka verzichten muss: «Aber uns erwartet ein ganz anderes Spiel.»

"Bei Regen, Sonne oder Hagel": Meine Hertha, mein Leben, meine Bushaltestelle

  Hertha gegen Frankfurt: In der Tagesspiegel-Rubrik "Station meines Lebens" schreibt unser Autor über die Haltestelle am Olympiastadion. Eine Liebeserklärung. © Foto: André Görke Herthas Haltestelle. Die Flatowallee am Olympiastadion. Diese Haltestelle ist der Tiefpunkt. Links geht‘s den Berg hoch, rechts geht‘s den Berg hoch. Und im Rücken steht das Olympiastadion. Ja, auch das steht auf einem Berg. Diese Haltestelle an der Heerstraße trägt den Namen „Flatowallee“, hier stehe ich schon mein ganzes Leben. Okay, nur fast, aber alle 14 Tage schon.


Video: Es geht wieder los: Die wichtigsten Fakten zum Bundesliga-Start (SID)

Bayerns Abwehrprobleme: Müller redet Klartext .
Kollektives Aufatmen beim FC Bayern nach dem dramatischen Sieg gegen Hertha BSC. Thomas Müller nennt in seiner Analyse die Schwachstellen, die es zu verbessern gilt. © Bereitgestellt von sport1.de Bayerns Abwehrprobleme: Müller redet Klartext Kein großer Jubel, stattdessen schlichte Erleichterung - vielleicht fehlte den erschöpften Stars des FC Bayern nach dem 4:3-Krimi gegen Hertha BSC auch einfach die Kraft für ausgelassene Feierlichkeiten."Ich glaube, dafür wurde das Wort Arbeitssieg erfunden", meinte Leon Goretzka bei Sky.

usr: 0
Das ist interessant!