Sport Mercedes wütet nach Hamilton-Strafe - so sind die Regeln

16:25  28 september  2020
16:25  28 september  2020 Quelle:   sport1.de

Racing Point verliert keine Token - Klarstellung im Regelstreit

  Racing Point verliert keine Token - Klarstellung im Regelstreit Es gibt viele neue Regeln in der Formel 1. Da verliert man schnell einmal den Überblick. Wir haben uns mit FIA-Technikchef Nikolas Tombazis über die Beschränkung auf einen Motor-Modus, die Copyright-Maßnahmen und die umstrittene Token-Regelung für Racing Point unterhalten.Eine immer komplexere Technik zwingt die FIA dazu, Schlupflöcher zu schließen, Grauzonen zu verbannen, Trickser aufzuspüren und Beteiligten und Fans das Gefühl zu geben, dass alles fair und im Rahmen des Reglements abläuft.

Wie will Mercedes dieses Problem lösen und Hamilton im Rennen so schnell wie möglich nach vorne bringen? "Ich denke, dass es keinen Königsweg Mercedes könnte also versuchen, Hamilton mit den Soft-Reifen in Q3 zu bringen. Die Konkurrenten werden vermutlich ganz obligatorisch auf die weichste

Lewis Hamilton muss weiter darauf warten, den Sieg-Rekord von Michael Schumacher einzustellen. In Sotschi handelte sich der WM-Führende und Titelverteidiger wegen zweier Verfehlungen, die er sich bereits vor dem Start leistete, zwei Vorher allerdings sind die beiden Fünf-Sekunden- Strafen fällig.

Lewis Hamilton verliert den Sieg aufgrund einer Strafe schon vorm Start. Mercedes weist die Schuld daran aber von sich. SPORT1 zeigt, was in den Regeln steht.

Mercedes wütet nach Hamilton-Strafe - so sind die Regeln © Bereitgestellt von sport1.de Mercedes wütet nach Hamilton-Strafe - so sind die Regeln

Lewis Hamilton muss noch mindestens ein Rennen lang auf seinen 91. Grand-Prix-Sieg warten.

Schuld daran sind zwei Fünf-Sekunden-Strafen, die der Brite schon vorm Start kassiert hat. Stein des Anstoßes: zwei Übungsstarts aus der Boxengasse. Hamilton hielt dort, wo es laut FIA-Kommissaren nicht erlaubt ist.

Jordan: Verstappen bald besser als Hamilton

  Jordan: Verstappen bald besser als Hamilton Lewis Hamilton oder Max Verstappen - wer ist besser? Darüber scheiden sich die Geister in der Formel 1. SPORT1 spricht mit zwei Experten über das Thema. © Bereitgestellt von sport1.de Jordan: Verstappen bald besser als Hamilton Es ist die Frage aller Fragen in der Formel 1: Wer ist der beste Fahrer?Aktuell stehen zwei Piloten zur Wahl: Seriensieger Lewis Hamilton (35) oder doch schon Red Bulls junger Stier Max Verstappen (22)? Darüber scheiden sich im Moment die Geister in der Königsklasse.Ex-Weltmeister Jacques Villeneuve (1997 mit Williams) hält immer noch Hamilton für den Klassenprimus.

Hamilton und Mercedes Silberner Sieg in der Grauzone. Lewis Hamilton ist in Monza mit einem zu Die Sportkommissare der Fia entschlossen sich, doch keine Strafe zu verhängen Die Kommissare sind nun aufgefordert, klare Regeln zu definieren. Regeln , die keinen Raum für Interpretationen lassen.

Mercedes bricht für Hamilton mit eigenen Regeln : Wolff zeigt sich wegen Stallorder beschämt. Mercedes -Motorsportchef Toto Wolff zeigt sich bei "Sky" wegen der Stallorder sichtlich beschämt: "Es war ein super harter Call. Wir haben das all die Jahre nicht gemacht.

Das brachte den 35-Jährigen schon während des Rennens auf die Palme. "Das ist lächerlich", funkte der Weltmeister an seinen Kommandostand. Der hatte ihm sogar explizit die Erlaubnis erteilt, kurz vorm Ausgang der Boxengasse den Start zu üben.

Wolff sieht die Schuld nicht bei Mercedes

Mercedes-Teamchef Toto Wolff sieht die Schuld aber nicht bei seinem Team. (DATENCENTER: Die Fahrerwertung der Formel 1)

„Gibt wichtigere Themen“ - Lewis Hamilton vor Schumi-Rekord

  „Gibt wichtigere Themen“ - Lewis Hamilton vor Schumi-Rekord Lewis Hamilton kann in Russland mit Michael Schumachers Bestmarke von 91 Siegen gleichziehen. Während der Rekordmann vom Rest der Formel-1-Welt mit Lob überschüttet wird, sieht Hamilton die Sache selbst eher gelassen.Danach mussten die Fans bis zum GP Belgien 1987 warten, bis sich wieder ein neuer Fahrer zum Rekordsieger krönen durfte. Alain Prost fuhr in Portugal Sieg Nummer 28 ein und übernahm damit das Zepter in der Rangfolge. Der französische Professor stand anschließend noch 23 Mal ganz oben auf dem Podest. So hatte der Rekord von 51 Siegen immerhin bis ins neue Jahrtausend Bestand.

Am Sonntag hätte Hamilton trotz seiner Fünf-Sekunden- Strafe noch auf das Podest fahren können, wenn Bottas in den letzten Runden vielleicht etwas schneller gefahren wäre. Auch ein Platztausch hätte den Briten vielleicht noch nach vorne bringen können. Doch Mercedes griff bewusst nicht in den

Lewis Hamilton ist nach dem nächsten Technik-Defekt sauer auf Mercedes . Das Duell um den WM-Titel mit Nico Rosberg wird immer mehr zum Stresstest.

"Ich respektiere die Kommissare. Aber in dem Fall stimme ich ihnen nicht zu", betont der Österreicher. "Die Event-Notes besagen – wenn ich richtig informiert bin - dass du die Übungsstarts nach der Ampel auf der rechten Seite der Boxengasse machen musst." Allerdings sei "nicht spezifiziert", wo genau der vorgesehen Ort dafür sei.

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SPORT1 schaute in Dokument 3 der FIA zum GP Russland nach. Da steht:

"19.1 Übungsstarts dürfen nur auf der rechten Seite nach den Boxenausgangsleuchten durchgeführt werden. Die Fahrer müssen zu ihrer Linken ausreichend Platz lassen, damit ein anderer Fahrer passieren kann.

19.2 Aus Gründen der Sicherheit und der sportlichen Chancengleichheit dürfen Fahrzeuge zu keinem Zeitpunkt auf der Überholspur anhalten, wenn die Boxenausfahrt offen ist, ohne dass es dafür einen triftigen Grund gibt (ein Übungsstart gilt nicht als triftiger Grund)."

Perez rast auf Mittelfeld-Pole - Renault unter Wert geschlagen

  Perez rast auf Mittelfeld-Pole - Renault unter Wert geschlagen Lange hinterließ Daniel Ricciardo im Mittelfeld-Kampf von Sotschi den stärksten Eindruck. Doch am Start des Rennens parkt überraschend der Racing Point von Sergio Perez in der zweiten Reihe. Im Renault-Lager hatte man eine Erklärung dafür parat.Die ersten Runden des Qualifyings schienen den guten Eindruck zu bestätigen. Im chaotischen Q2 konnte Daniel Ricciardo sogar die Zeitenliste anführen, weil die beiden Mercedes und der Verstappen-Red-Bull mit den Medium-Reifen pokerten. "Das war wirklich ein schönes Gefühl, mal wieder eine Quali-Session anzuführen", grinste der Australier.

Lewis Hamilton wollte das Rennen in Hockenheim vorzeitig aufgeben - Sein Team ermutigte ihn Und dank der nachträglichen Strafen gegen die beiden Alfa-Romeo-Piloten wurde er nach dem Rennen Hamilton nach Fehler sauer auf sich selbst. Der Stopp wird zum Chaos, am Ende steht Hamilton

Ein peinlicher Regel -Irrtum schon vor dem Start hat Lewis Hamilton in Sotschi die Einstellung von Michael Schumachers Siegrekord gekostet. Platz eins staubte sein Mercedes -Teamgefährte Valtteri Bottas ab, Zweiter wurde Max Verstappen im Red Bull. Hamilton muss damit mindestens noch zwei

Überholspur ist in der Formel 1 tabu

Heißt also: In Paragraph 19.1 ist der Platz für Probestarts tatsächlich nicht klar definiert. In Paragraph 19.2 steht aber sehr wohl, dass die Überholspur tabu ist. Und genau da stand Hamilton.

Das spezifizieren die Rennkommissare auch in ihren Urteilen: "Übungsstarts dürfen gemäß Punkt 19.1 in den Event-Notizen nur auf der rechten Seite nach den Boxenampeln absolviert werden – und zwar an einer Stelle, die explizit als nicht zur Rennstrecke zugehörig markiert ist, weil man sie durch Linien abgetrennt hat."

Die Stewards weiter: "Das wissen alle Teilnehmer und das wird auch ohne Ausnahme so genutzt."

Auch Ex-Formel-1-Pilot Alex Wurz erklärt im ORF: "Lewis steht weit draußen, dort sind die Autos schon sehr schnell. Dort darf man nicht stehenbleiben, das ist kein vorgeschriebener Platz."

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Hamilton sieht Fehler nicht ein

Hamilton selbst sieht seinen Fehler allerdings auch nach dem Rennen nicht ein.

Bei Sky wird er deutlich: "Ich bin mir sicher, dass niemand schon einmal zwei Fünf-Sekunden-Strafen für so etwas Lächerliches bekommen hat. Ich habe niemanden in Gefahr gebracht. Ich habe das über die Jahre schon auf einer Million Strecken gemacht, und niemand hat sich je dafür interessiert."

Einen Vorteil erschwindelt - Fragen zur Hamilton-Strafe

  Einen Vorteil erschwindelt - Fragen zur Hamilton-Strafe Die Strafe für Lewis Hamiltons Startübungen an verbotener Stelle vor dem GP Russland erregt immer noch die Gemüter. War sie gerecht? Warum im Rennen und nicht danach? Was hat Hamilton falsch gemacht? Wir liefern die Antworten.Nein, der Vorfall, der nach dem zehnten Saisonrennen die Gemüter bewegte, war die Strafe für Lewis Hamilton. Der Weltmeister musste bei seinem Boxenstopp zwei Mal fünf Sekunden am Stück absitzen, weil er vor dem Rennen auf dem Weg in die Startaufstellung zwei Mal Probestarts an einem Ort durchgeführt hatte, der dafür nicht vorgesehen war.

Die Mercedes -Fahrer überboten sich im Fluchen: Hamilton nannte seine Bestrafung einen Sun: " Hamilton schimpfte über eine lächerliche Bestrafung und beschuldigte die Stewards Marca: "Bottas kann die doppelte Strafe gegen Hamilton für sich nutzen. Es war ein Geschenk für Bottas in Sotschi.

Mercedes -Fahrer Lewis Hamilton hält die Strafen gegen ihn für "lächerlich". In Sotschi sei er erstmals so weit vorgefahren wie dieses Mal. Die Regeln , die angesprochenen Event-Notes, hätten das ja nicht verboten.

Der Brite glaubt, dass die FIA diesmal zu genau hingeschaut hat: "Alles nur, um mich einzubremsen."


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Für ein spürbares Plus an Traktion, Fahrstabilität und Agilität sorgt das Allradsystem ALL4, das alternativ zur markentypischen Kraftübertragung auf die Vorderräder als Option für vier Modellvarianten des neuen MINI Countryman zur Verfügung steht. Es sorgt mit seiner schnellen und präzisen elektronischen Steuerung für eine bei allen Fahrbahn- und Witterungsbedingungen bedarfsgerechte Verteilung der Antriebskraft zwischen den Vorder- und den Hinterrädern. Der neue MINI Cooper SE Countryman ALL4 verfügt serienmäßig über einen hybrid-spezifischen Allradantrieb. Er entsteht durch das präzise gesteuerte Zusammenwirken eines Dreizylinder-Ottomotors, der seine Kraft an die Vorderräder abgibt, und eines auf die Hinterräder wirkenden Elektrosynchron-Motors. Gemeinsam erzeugen die beiden Antriebseinheiten eine Systemleistung von 162 kW/220 PS. Zur jüngsten für Plug-in-Hybrid-Modelle der BMW Group verfügbaren eDrive Technologie gehört außerdem eine Lithium-Ionen-Hochvoltbatterie mit einem Brutto-Energiegehalt von 9,6 kWh. Damit erzielt der neue MINI Cooper SE Countryman ALL4 eine maximale elektrische Reichweite von 55 bis 61 Kilometern.

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