Sport Ricciardo: Das hat mich an Vettel richtig erschrocken

12:25  06 oktober  2020
12:25  06 oktober  2020 Quelle:   sport1.de

Bis zu 20.000 Fans in der Eifel - Nürburgring F1-Rennen mit Zuschauern

  Bis zu 20.000 Fans in der Eifel - Nürburgring F1-Rennen mit Zuschauern Wenn die Formel 1 Mitte Oktober an den Nürburgring zurückkehrt, sind bis zu 20.000 Zuschauer auf den Tribünen live dabei. Am Dienstag (22.9.) beginnt der Karten-Vorverkauf. Die günstigsten Wochenend-Tickets gibt es bereits für 199 Euro.Ein Grund für den Zuschlag lag auch in der Aussicht auf Zuschauer an der Strecke. Deutschland spielte dieses Jahr für viele Sportarten den Vorreiter, was die Aufnahme von Fans in den Stadien anging. Dank im Vergleich zu anderen Ländern moderaten Infektionszahlen zeigten sich die Behörden bei vielen Veranstaltungen kompromissbereit.

" Ich schätze ihn sehr, als Fahrer und als Mensch." Aber: "Es ist nie komplett um ein Cockpit bei McLaren gegangen. Ich hoffe natürlich für die deutschen Fans, dass Sebastian als viermaliger Weltmeister auch im nächsten Vettel -Angebot & Ricciardo -Gage: McLaren stellt Gerüchte richtig .

Da würde ich auch lieber ans aufhören denken; es sei denn, es würde ein Platz bei einem anderen grossen Team frei. Das hat Vettel locker genutzt. Er ist jung und wird noch den einen anderen WM Titel einfahren.

Daniel Ricciardo fährt mit Renault eine bemerkenswerte Formel-1-Saison. Im SPORT1-Interview spricht er auch über seinen ehemaligen Teamkollegen Sebastian Vettel.

Ricciardo: Das hat mich an Vettel richtig erschrocken © Bereitgestellt von sport1.de Ricciardo: Das hat mich an Vettel richtig erschrocken

Daniel Ricciardo gehört mit seinen 31 Jahren bereits zum Formel-1-Inventar. Der Australier fährt schon seit 2011 in der Königsklasse des Motorsports.

In der laufenden Saison liegt der Renault-Fahrer mit 63 Punkten auf dem beachtlichen sechsten Platz in der Fahrerwertung. (Fahrerwertung der Formel 1 2020)

„Gibt wichtigere Themen“ - Lewis Hamilton vor Schumi-Rekord

  „Gibt wichtigere Themen“ - Lewis Hamilton vor Schumi-Rekord Lewis Hamilton kann in Russland mit Michael Schumachers Bestmarke von 91 Siegen gleichziehen. Während der Rekordmann vom Rest der Formel-1-Welt mit Lob überschüttet wird, sieht Hamilton die Sache selbst eher gelassen.Danach mussten die Fans bis zum GP Belgien 1987 warten, bis sich wieder ein neuer Fahrer zum Rekordsieger krönen durfte. Alain Prost fuhr in Portugal Sieg Nummer 28 ein und übernahm damit das Zepter in der Rangfolge. Der französische Professor stand anschließend noch 23 Mal ganz oben auf dem Podest. So hatte der Rekord von 51 Siegen immerhin bis ins neue Jahrtausend Bestand.

" Ich war mir meiner Sache sicher und habe mich voll auf das Manöver Vettel hat meiner Meinung nach alles richtig gemacht. Im Gegensatz zu Verstappen hat Vettel dem Ricciardo genügend Platz gelassen.

" Ich glaube zwar, dass ich mit diesem Druck umgehen könnte, aber solange ich nicht in der Situation bin, kann ich nicht sagen, dass er etwas nicht richtig macht." Doch Ricciardo meint auch, dass Vettel schon Titel gewonnen hat und daher daran gewöhnt sein müsste. Allerdings kamen alle vier

Der WM-Dritte von 2014 und 2016 wird in der Saison 2021 für McLaren am Steuer sitzen.

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Im exklusiven SPORT1-Interview spricht er über seine ehemaligen Teamkollegen Sebastian Vettel und Max Verstappen und seinen immer noch lebenden großen Traum.

SPORT1: Herr Ricciardo, erlauben Sie uns die erste Frage über Ihren alten Red-Bull-Weggefährten Sebastian Vettel zu stellen: Wie sehen Sie seinen Wechsel weg von Ferrari und hin zu Aston Martin?

Daniel Ricciardo: Für ihn persönlich ist es mit Sicherheit der richtige Schritt. Ich bin sicher, sie werden in naher Zukunft ein Topteam werden, das regelmäßig vorne mitfahren kann.

Perez rast auf Mittelfeld-Pole - Renault unter Wert geschlagen

  Perez rast auf Mittelfeld-Pole - Renault unter Wert geschlagen Lange hinterließ Daniel Ricciardo im Mittelfeld-Kampf von Sotschi den stärksten Eindruck. Doch am Start des Rennens parkt überraschend der Racing Point von Sergio Perez in der zweiten Reihe. Im Renault-Lager hatte man eine Erklärung dafür parat.Die ersten Runden des Qualifyings schienen den guten Eindruck zu bestätigen. Im chaotischen Q2 konnte Daniel Ricciardo sogar die Zeitenliste anführen, weil die beiden Mercedes und der Verstappen-Red-Bull mit den Medium-Reifen pokerten. "Das war wirklich ein schönes Gefühl, mal wieder eine Quali-Session anzuführen", grinste der Australier.

Dabei stehen auch Ferrari und Sebastian Vettel im Fokus. Herr Surer, was erwarten Sie vom Großen Preis von Kanada? Ricciardo ist nicht der schnellste Fahrer im Feld, aber er hat die Fähigkeit Red Bull muss die Dinge jetzt laufen lassen und dann zum richtigen Zeitpunkt die strategisch richtigen

"Niemand hat damals geglaubt, dass ich Seb schlagen kann, und ich habe es geschafft", sagt Ricciardo . Am Auto habe es nur selten gelegen, dass Ricciardo nicht das Tempo seines Teamkollegen mitgehen konnte: "Das war eher eine Seltenheit, denn generell lag es an mir .

Ricciardo: "Freue mich für Vettel"

SPORT1: Ist es auch gut für die Formel 1, einen vierfachen Weltmeister zu behalten?

Ricciardo: Yeah, absolut. Ich freue mich auch persönlich sehr für ihn, dass er diesen guten Sitz gewinnen konnte. Aber alles hat zwei Seiten: Der eine findet einen Platz, der andere verliert ihn dafür. Ich mag Sergio Pérez ebenfalls sehr gerne. Er ist ein Fahrer, der auch in die Formel 1 gehört. Deshalb drücke ich beide Daumen, dass auch er uns erhalten bleibt.

SPORT1: Kommen wir zu Ihnen: Sie fahren derzeit bei Renault, wechseln im nächsten Jahr zu McLaren-Mercedes. Sie gelten als Fahrer, der es immer mit den besten Fahrern im eigenen Team zu tun hatte. Sebastian Vettel und Max Verstappen bei Red Bull, Nico Hülkenberg bei Renault. Wie wichtig ist es, einen Herausforderer in den eigenen Reihen zu haben?

Ricciardo: Sehr wichtig. Weil es dir keine Nachlässigkeiten erlaubt, du darfst die Dinge nie schleifen lassen. Du musst immer am Limit arbeiten und das ist gut so. Wenn du einen Teamgefährten hast, der nur 80 Prozent von dir fordert, neigst du dazu, träge zu werden. Es ist besser du hast jemanden, der dir in den Hintern tritt, wenn du nicht alles aus dir herausholst. Diese Erfahrung hatte ich besonders mit Max. Es ist doch am Ende das, was wir alle wollen: zu zeigen, dass du der Beste bist.

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  „Mercedes-Dominanz muss enden“ - Red Bull hofft auf weitere Fehler Dank Fehlern von Mercedes konnte Red Bull in Sotschi wenigstens einen Silberpfeil schlagen. Teamchef Christian Horner hofft auf weitere Nachlässigkeiten der Konkurrenz, spornt aber auch sein eigenes Team an, die Lücke endlich zu schließen.Neben der schwachen Pace bremsten Red Bull zuletzt auch Zuverlässigkeitsprobleme. Max Verstappen fiel zwei Mal aus, nachdem sein Motor Zicken gemacht hatte. Für Russland gab es für den Niederländer endlich eine neue Antriebseinheit, mit der die plötzlichen Power-Verluste nicht mehr auftraten. Und prompt raste Verstappen wieder auf das Podium.

Daniel Ricciardo : Vettel für mich nicht von der Rolle. Aber nicht Brawns Kernthese: "Um ehrlich zu sein habe "Leider ist es ihm jetzt ein paar Mal passiert. Ich denke, wir haben das aber alle schon Und dann waren die Erwartungen richtig groß und er hat ein paar Fehler im zweiten Teil der Saison

Mir muss aber auch klar sein, dass ich das Auto nicht immer überfahren muss ."Auf die richtige Dosierung kommt es anAm Auto habe es nur selten gelegen, dass Ricciardo nicht das Tempo seines Teamkollegen mitgehen konnte

SPORT1: Wie war es für Sie, als Sie als junger Herausforderer, der 2014 bei Red Bull gegen Sebastian Vettel fahren musste, der gerade vier WM-Titel in Folge gewonnen hatte?

Ricciardo: Ich habe es geliebt. Er hatte so viel Erfahrung. Er war der, den es zu schlagen galt. Eine Riesenherausforderung, weil es ja auch das Team war, das sie um ihn herum aufgebaut hatten. Er war ihr Baby. Ich liebte den Druck, den ich dadurch hatte. Ich konnte eine Menge von ihm lernen. Und ich hatte viel Spaß, als ich merkte: Ich kann ihn herausfordern, ich kann auf Augenhöhe mit ihm fahren. Er hatte nicht ganz so viel Freude. Aber ich konnte aus dieser Zeit eine Menge für meine Karriere lernen. (Rennkalender der Formel 1 2020)

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" Ich glaube zwar, dass ich mit diesem Druck umgehen könnte, aber solange ich nicht in der Situation bin, kann ich nicht sagen, dass er etwas nicht richtig macht." Doch Ricciardo meint auch, dass Vettel schon Titel gewonnen hat und daher daran gewöhnt sein müsste. Allerdings kamen alle vier

" Mir war klar, dass Dani früher oder später rankommen würde. Mit den härteren Reifen waren die Red Bull etwas stärker", analysiert Vettel und erklärt das aus seiner "Es waren einfach miese Umstände, die nicht passiert wären, hätten wir die richtige Strategie gehabt", resümiert Ricciardo enttäuscht.

Das denkt Ricciardo über Verstappen und Red Bull

SPORT1: Was genau?

Ricciardo: Es war speziell, seine Art zu arbeiten. Wie er das Team immer wieder anspornte. Er hatte diese spezielle deutsche Arbeitsethik. Extrem fokussiert zu sein, akribisch jedes Detail zu beleuchten. Manchmal war ich richtig erschrocken, wie brutal offen er ein Problem ansprach. Aber schnell lernte ich, das man nur so zum Ziel kommt. Ich mochte es, wie er das machte.

"Das ist jetzt schlecht": Geschockter Ricciardo vergisst Shoey auf dem Podest

  Daniel Ricciardo konnte mit Rang drei das erste Podium für Renault holen und die Tattoo-Wette gewinnen - Im Schock vergisst der Australier sogar den "Shoey""Das Gefühl ist wie ein glücklicher Schock", sagt er weiter. Und wie "geschockt" Ricciardo war, konnte man allein daran erkennen, dass er seinen berühmten "Shoey" auf dem Treppchen im wahrsten Sinne des Wortes vergessen hatte.

SPORT1: Wie reagierte er, wenn Sie schneller waren als er?

Ricciardo: Ich hatte es mir schlimmer vorgestellt. Denn er ist einer, der immer gewinnen will, immer schneller sein will als der andere. Es brodelte mit Sicherheit tief innen in seiner Seele. Aber er zollte mir immer Respekt. Es gab nie Intrigen oder andere Spielchen. Er gratulierte mir, wenn ich einen guten Job gemacht habe. Er war immer fair und konnte eine Niederlage akzeptieren. Aber er ging dann immer in sich, um einen Weg zu finden, besser zurückzukommen. Ich denke, dass diese Eigenschaft auch die Basis für ihn ist, so lange Jahre an der Spitze mitzufahren.

SPORT1: Waren Sie auch ein wenig stolz, dass Sie einer der Gründe vielleicht waren, dass Vettel Red Bull in Richtung Ferrari verlassen hat?

Ricciardo: Danke für das Kompliment. Ich war stolz, weil ich einen guten Job gemacht habe. Aber ehrlich gesagt, war ich auch ein bisschen traurig, dass er ging. Ich wäre gerne noch eine Saison mit ihm gefahren. Auch wenn die zweite Saison sicher schwieriger geworden wäre. Aber ich denke, ich war nicht der Grund, warum er Red Bull verlassen hat. Er hat so viel mit ihnen erreicht und er brauchte einfach eine neue Herausforderung zu dieser Zeit.

SPORT1: Als Max Verstappen zu Red Bull kam, war es umgekehrt. Er war das junge Wildpferd, Sie der erfahrene Hengst im Team. Was war anders?

Rückschritt von Quali zu Rennen - Eifel-Enttäuschung für Ferrari

  Rückschritt von Quali zu Rennen - Eifel-Enttäuschung für Ferrari Nach dem vierten Startplatz von Charles Leclerc schien sich am Nürburgring bereits die Wende für Ferrari anzudeuten. Doch dann lief es am Sonntag wie in Mugello. Ferrari sucht weiter nach dem Schlüssel, ein ganzes Wochenende zu glänzen.Sebastian Vettel ging zum sechsten Mal in dieser Saison komplett leer aus. Teamchef Mattia Binotto zog ernüchtert Bilanz: "Wir sind natürlich nicht zufrieden mit diesem Resultat, aber wir werden weiter hart daran arbeiten, unser Auto zu verbessern.

Ricciardo: Das war meine erste Erfahrung in diese Richtung. Davor war ich immer das Wildpferd. Ja, es war anders. Er fuhr in Barcelona sein erstes Rennen für Red Bull und gewann es gleich. Das ist für einen Teamkollegen ein wahrer Alptraum. Aber ich blieb cool und wollte sofort einen Weg finden, wie ich vor ihm bleiben konnte. Denn eins war mir klar: Max ist extrem talentiert und speziell. Er wusste genau, was er wollte. Einer, der die hundert Prozent von dir abverlangt. Ich musste eine Balance für mich finden. Denn er war nicht nur richtig schnell, sondern hatte viele Unterstützer hinter sich. Ich liebte aber auch diese Art von Herausforderung. Ich denke aber, am Ende hatten wir beide was davon und das Team profitierte ebenso von unserem gegenseitigen Antreiben.

"Max ist so unglaublich schnell"

SPORT1: Konnten Sie trotzdem auch etwas von Max abschauen?

Ricciardo: Ja. Max ist so unglaublich schnell von Natur aus. Er fuhr raus und wollte immer gleich am Limit fahren und der Schnellste sein. Was er auch schaffte. Damit musste ich erst umgehen. Ich musste mein Limit also auch schneller finden. Ich lernte durch ihn aber auch technischer zu denken. So wie Sebastian. Mehr über die Streckenverhältnisse nachzudenken, wann zum Beispiel die Strecke schnell ist und dann rauszufahren. Ich lernte, mich mehr auf mich zu konzentrieren und mein Ding zu machen. Um ihn so mit meinen eigenen Waffen zu schlagen.

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SPORT1: Wie war es mit Nico Hülkenberg? Viele halten ihn immer noch für den meist unterschätzten Fahrer...

Ricciardo: Nur in der Öffentlichkeit. Wir Fahrer wissen genau, wie gut er ist. Am Anfang bei Renault war er schneller als ich, keine Frage. Aber als ich mich an das neue Team gewöhnt hatte, konnte ich ihn herausfordern. Mir war aber von Anfang klar, dass es nicht einfach für mich werden würde. Er war sehr technisch und dazu sehr schnell. Aber er war auch viel entspannter, als ich dachte. Er ist ja auch Deutscher. Er verbrachte nur die notwendige Zeit im Fahrerlager und blieb nie länger als nötig.

Ricciardo setzt sich hohes Ziel

SPORT1: Dieses Jahr fahren Sie mit Esteban Ocon, nächstes Jahr mit Lando Norris, der noch jünger ist. Sie haben ihn ja schon mal im Spaß gefragt, ob er schon Schamhaare hat. Wie fühlt man sich als Renn-Opa?

Ricciardo (lacht): Da habe ich viel in meiner Zeit mit Max gelernt. Ich weiß genau was zu tun ist, um schneller zu sein. Das hat auch viel mit Erfahrung zu tun. Klar, die treten das Gaspedal immer durch und lassen es besonders in superschnellen Kurven fliegen. Aber glauben Sie mir, ich habe meine Instinkte nicht verloren und kann das auch noch.

SPORT1: Sie sind ja auch noch nicht so alt! Wie würden Sie Ihre Karriere bis jetzt beschreiben?

Ricciardo: Ich bin stolz auf das, was ich erreicht habe. Ich will aber noch mehr. Der WM-Titel ist nach wie vor mein Ziel.

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Der Grand Prix der Eifel nahm unfreiwillig das Zweitages-Event von Imola vorweg. Jetzt stellen sich viele die Frage, ob zwei Tage nicht besser sind als drei. Weil es dem Zufall in der Theorie Tür und Tor öffnet. Der Nürburgring konnte diesen Beweis nicht antreten.Mugello, der Nürburgring, Portimão und Imola bekamen aber auch den Zuschlag, weil die Formel-1-Bosse einige Dinge ausprobieren konnten, um in Zukunft die Show zu würzen. Mit neuen Strecken wie Mugello oder Portimão, für die es kaum Daten gibt. Mit einem Grand Prix in der Eifel bei fast winterlichen Temperaturen.

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