Sport Herthas Transferfenster: Erfolgreich trotz zahlreicher Widrigkeiten

13:30  06 oktober  2020
13:30  06 oktober  2020 Quelle:   90min.com

Nur 4000 Fans von Hertha BSC dürfen ins Stadion: Senat verhindert Aufstockung der Zuschauerzahl

  Nur 4000 Fans von Hertha BSC dürfen ins Stadion: Senat verhindert Aufstockung der Zuschauerzahl Es bleibt dabei: Weil der Berliner Senat seine Coronaverordnung nicht ändert, dürfen zum ersten Heimspiel von Hertha BSC nur 4000 Fans ins Olympiastadion © Foto: imago sportfotodienst Mehr Platz als erhofft wird es am Freitag bei Herthas erstem Heimspiel im Olympiastadion geben. Michael Preetz, der Sportdirektor von Hertha BSC, ist am Montagabend auf ungewohntem Terrain unterwegs gewesen. Er war in der ARD-Talkshow „Hart aber fair“ zu Gast, und er hat dabei eine Aussage getätigt, die ganz gut das Spannungsfeld beschreibt, in dem sich der Berliner Fußball-Bundesligist Hertha BSC gerade bewegt.

Insbesondere die jüngsten Tarifvereinbarungen werden dazu beitragen, daß die Unternehmen ihre Kosten in den Griff bekommen können. Um die Zukunft der deutschen Autoindustrie muß einem also trotz aller Widrigkeiten nicht Bange sein.

War der Erfolg von Hertha BSC abzusehen? Welchen Anteil trägt Pal Dardai und wie nachhaltig kann die aktuell erfolgreiche Zeit sein? Was hat sich verändert


Video: Deadline Day in der Bundesliga: Die Transfers im Überblick (Sport1)


Schon früh in diesem Sommer war klar, wie die Pläne von Hertha BSC für dieses Transferfenster aussahen: Knapp 50 Millionen Euro hatte Manager Michael Preetz maximal zur Verfügung, zunächst waren fünf Neuzugänge eingeplant - Torwart, Rechtsverteidiger, zentraler Mittelfeldspieler, Flügel- und Mittelstürmer sollten kommen. Die Realität gestaltete sich letztlich ein wenig anders, der Großteil der Transfers ging erst am gestrigen Deadline Day über die Bühne.

"Bei Regen, Sonne oder Hagel": Meine Hertha, mein Leben, meine Bushaltestelle

  Hertha gegen Frankfurt: In der Tagesspiegel-Rubrik "Station meines Lebens" schreibt unser Autor über die Haltestelle am Olympiastadion. Eine Liebeserklärung. © Foto: André Görke Herthas Haltestelle. Die Flatowallee am Olympiastadion. Diese Haltestelle ist der Tiefpunkt. Links geht‘s den Berg hoch, rechts geht‘s den Berg hoch. Und im Rücken steht das Olympiastadion. Ja, auch das steht auf einem Berg. Diese Haltestelle an der Heerstraße trägt den Namen „Flatowallee“, hier stehe ich schon mein ganzes Leben. Okay, nur fast, aber alle 14 Tage schon.

Hertha BSC legt unter dem neuen Trainer Ante Covic los. 01.07.2019, 15:48 Uhr | dpa. Trainer Ante Covic (l) und Manager Michael Preetz wollen mit Hertha ins internationale Geschäft.

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Die Hertha-Verantwortlichen: Michael Preetz, Bruno Labbadia und Arne Friedrich (v. l.) © Bereitgestellt von 90min Die Hertha-Verantwortlichen: Michael Preetz, Bruno Labbadia und Arne Friedrich (v. l.)

Die Baustelle im Tor wurde früh geschlossen

Gegen Ende der Saison 2019/2020 zeichnete sich bei Hertha BSC immer mehr ab, dass man für den Stammtorhüter der letzten Jahre so langsam einen Ersatz benötigte. Rune Jarstein, mittlerweile 36 Jahre alt, wurde in seinen Aktionen teilweise unsicherer und verschuldete auch das eine oder andere Gegentor. Nach einem erfolgslosen Anlauf bei Gregor Kobel konnte Hertha dann schon früh Alexander Schwolow aus Freiburg loseisen - und Schalke 04 vor der Nase wegschnappen.

Schwolow hatte zunächst einen schwierigen Start, im ersten Pflichtspiel der Saison gegen Braunschweig sah er bei zwei Gegentoren unglücklich aus - seitdem nähert sich Schwolow aber in großen Schritten seiner Freiburger Form an, neben seinen Paraden überzeugt er auch neben dem Platz mit realistischen Einschätzungen und Selbstkritik. Die sieben Millionen Euro sind für Hertha in diesem Fall wohl gut angelegtes Geld gewesen.

Hertha BSC wählt ein neues Präsidium: Viel Brisanz in der Ostkurve

  Hertha BSC wählt ein neues Präsidium: Viel Brisanz in der Ostkurve Am 25. Oktober hält Hertha BSC die Mitgliederversammlung im Olympiastadion ab. Für das Amt des Vizepräsidenten kommt es zu einer Kampfabstimmung. © Foto: imago/Matthias Koch Vize oder nix. Thorsten Manske (l.) will wieder Stellvertreter von Herthas Präsident Werner Gegenbauer werden. Er hat jedoch einen Gegenkandidaten. Knapp vier Wochen sind es noch bis zur Mitgliederversammlung von Hertha BSC. Es wird eine besondere Veranstaltung, weil Hertha wegen der Coronavirus-Pandemie erstmals unter freiem Himmel tagt, in der Ostkurve des Olympiastadions.

Der Demokrat Joe Biden hat einer Umfrage zufolge im Rennen um die US-Präsidentschaft seinen Vorsprung vor dem Amtsinhaber Donald Trump ausgebaut.

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Die Abwehr - mehr Bewegung als geplant

Auch in der Hertha-Abwehr war schon zu Beginn der Transferperiode klar, dass Labbadia für seine Spielidee einen neuen Rechtsverteidiger benötigen würde. Mit Deyovaisio Zeefuik war schon früh klar, wen Hertha im Blickfeld hatte. Nach etwas zähen Verhandlungen mit dem FC Groningen bezahlte Hertha-Manager Preetz am Ende knapp vier Millionen Euro für den Neuzugang, der bei Hertha auch langsam anzukommen scheint.

Am Deadline Day kam es auch auf der Innenverteidiger-Position nochmal zu Veränderungen. Karim Rekik wollte man den Wechsel zum Champions-League-Teilnehmer FC Sevilla ermöglichen, da er auch bei Hertha nur als Back-Up eingeplant war. Als Ersatz kam für knapp 6,5 Millionen Omar Alderete aus Basel. Inwiefern dieser eine Verstärkung für Herthas bisher wackelige Defensive (13 Gegentore in 4 Spielen) darstellt, werden wohl die kommenden Wochen zeigen - Jordan Torunarigha fällt zunächst verletzt aus.

Matheus Cunha: "Neymar hat sofort geantwortet"

  Matheus Cunha: Er ist Herthas verheißungsvollster Spieler - und vermutlich auch der emotionalste. Mit der erstmaligen Berufung in die brasilianische Nationalmannschaft geht für Matheus Cunha (21) ein Traum in Erfüllung. Der Kopf der Offensive von Hertha BSC hat auch im Klub viel vor, er sagt: "Hertha gehört in der Tabelle ganz oben hin."Den Dolmetscher hätte es womöglich gar nicht gebraucht. Matheus Cunha - ein Jahr beim FC Sion, eineinhalb Jahre bei RB Leipzig, seit Januar in Berlin - spricht manierlich Deutsch. An diesem Dienstag sitzt er im Medienraum von Hertha BSC und antwortet auf die Fragen der Journalisten mit einem Mix aus Portugiesisch und Deutsch.

Auf Hertha BSC wartet am Freitagabend in Düsseldorf ein richtungsweisendes Spiel im Kampf um den Klassenerhalt. Doch die Vorbereitung wird gestört - durch einen alten Bekannten. Auch Änis Ben-Hatira ist nach zahlreichen Wechseln mittlerweile wieder in Deutschland unter Vertrag.

Ein Unbekannter wurde am Flughafen Schiphol von der Polizei angeschossen – und verhaftet. Er habe Anweisungen ignoriert, ein Messer niederzulegen. Auch ein zweiter Mann wurde in Gewahrsam genommen.

Das Zentrum: Bewegung erst kurz vor Ende

Weston McKennie, Tiemoué Bakayoko, Radja Nainggolan, Jeff Reine-Adelaide: Insbesondere im zentralen Mittelfeld wurden im Laufe der Transferperioden unglaublich viele Namen bei Hertha gehandelt. Am Deadline Day präsentierte Hertha dann noch zwei Neuzugänge, die wohl nicht ganz den ursprünglichen Erwartungen entsprachen. Eduard Löwen kehrte vorzeitig von seiner Leihe aus Augsburg zurück, dürfte aber auch eher als Rotationsspieler eingeplant sein. Im Gegenzug entsprach man dem Wechselwunsch von Arne Maier, der für ein Jahr zu Bundesliga-Aufsteiger Arminia Bielefeld verliehen wird.

Mattéo Guendouzi ist da schon eher die Größenordnung, in der man sich einen Neuzugang für das Zentrum vorgestellt hatte. Der junge Franzose kommt zunächst aber nur ein Jahr auf Leihbasis von Arsenal, auch eine Kaufoption hat Hertha nicht. Trotzdem eine bessere Lösung, als letztlich in der kommenden Saison mit einem zu dünnen Kader dazustehen. Die sportliche Qualität, um Hertha zu helfen, bringt Guendouzi allemal mit, manchmal ist der junge Franzose etwas übermotiviert und zu emotional. Und vielleicht rechnet sich Hertha ja für den kommenden Sommer Chancen aus, Guendouzi fest zu verpflichten, sein Vertrag bei Arsenal hat dann nur noch 12 Monate Restlaufzeit.

Sommer-Transferfenster: So läuft der Deadline Day ab - Ausnahme in England

  Sommer-Transferfenster: So läuft der Deadline Day ab - Ausnahme in England Sommer-Transferfenster: So läuft der Deadline Day ab - Ausnahme in EnglandDie Corona-Pandemie mit den verlängerten Saisons in vielen Ländern Europas hat sich natürlich auch auf den Transfermarkt ausgewirkt. Der 5. Oktober ist in Deutschland der Deadline Day, ab 18 Uhr sind keine Transfers mehr erlaubt. Das gilt aber nicht für alle Länder.

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Zwei Tore in drei Spielen: Herthas Neuzugang Raffael hat sich in der Fußball-Bundesliga schnell eingelebt. Am Samstag erzielte er in der Nachspielzeit nach einem Fehler des Ex-Berliners Alexander Marx den 1:0-Siegtreffer gegen Arminia Bielefeld.

In der Offensive passierte wenig

Bruno Labbadia hatte bereits zu Beginn der Transferperiode klar gemacht, dass er für das Sturmzentrum der Hertha neben Piatek gerne noch eine weitere Option hätte: Einen Zielspieler, der physisch präsenter agiere als der Pole. Mit Jhon Córdoba fand Manager Preetz ebendiesen Spieler beim Bundesliga-Konkurrenten, dem 1. FC Köln. 15 Millionen Euro bezahlte Hertha für den Kolumbianer, im Gegenzug wechselte Ondrej Duda nach Köln. In der vergangenen Saison hatte Córdoba 13 Bundesliga-Tore erzielt - und damit fast doppelt so viele wie Herthas bester Torschütze Dodi Lukébakio (7 Tore). An den ersten drei Spieltagen machte Córdoba so weiter, bereits zwei Treffer hat er auf dem Konto.

Eigentlich hatte Hertha ursprünglich wohl auch noch nach einem Flügelspieler Ausschau gehalten. Einen Neuzugang konnte man auf dieser Position allerdings nicht mehr verkünden - gut möglich, dass die Prioritäten im Schlusstohuwabohu auf dem Transfermarkt anders verteilt waren. Denn: In den ersten beiden Saisonspielen agierte Hertha im 4-Raute-2, einer Formation ohne Flügelspieler. Dementsprechend entschied man sich, mit vier Optionen (Lukébakio, Dilrosun, Cunha und Ngankam) in die Saison zu gehen.

Fazit des Transferfensters

Am Ende war es für Hertha sicher nicht die optimale Transferperiode: Nicht auf allen Positionen konnte man sich wie geplant verstärken, auch die Rückholaktion von Eduard Löwen wirkt eher dem Zeitdruck geschuldet. Trotzdem hat sich Hertha letztlich gut geschlagen: Man konnte alle dringenden Baustellen schließen, die bereits integrierten Neuzugänge (Schwolow und Córdoba) konnten auch direkt überzeugen. Außerdem ließ sich Michael Preetz in den Verhandlungen auch nicht über den Tisch ziehen, abzüglich der Einnahmen für die Abgänge investierte Hertha "nur" knapp 20 Millionen Euro. Für das Wintertransferfenster dürfte demnach auch noch genügend Geld verbleiben, bis dahin könnte sich die angespannte Marktsituation wieder mehr entspannnen.

Und auch wenn Hertha nicht auf jeder Position die Optimallösung gefunden hat, sollte bei der Bewertung der Blick auch zu anderen Bundesligisten schweifen, die sich mit der Verstärkung des Kaders ebenfalls extrem schwer taten. Herthas Mannschaft scheint für die Saison 2020/2021 gewappnet zu sein.

Warum Rekik Herthas Chancen auf Götze zunichte machte .
Woran Götzes Hertha-Wechsel scheiterteNach Bild-Informationen soll wohl der kurzfristige Abgang von Karim Rekik zum FC Sevilla am Deadline Day der Grund für das Scheitern des Götze-Transfers gewesen sein. Demnach habe man sich bei Hertha erst an ebenjenem letzten Tag des Transferfensters mit einer Verpflichtung des Offensivspielers beschäftigen wollen. Durch Rekiks Abgang musste Manager Michael Preetz sich zunächst um einen Neuzugang für die Innenverteidigung kümmern, den er mit Omar Alderete fand.

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