Sport Toto Wolff: Domenicali ist "eine sehr, sehr gute Wahl" für die Formel 1

11:05  08 oktober  2020
11:05  08 oktober  2020 Quelle:   motorsport-total.com

F1 ernennt Ex-Ferrari-Chef Domenicali zum neuen CEO und ersetzt Carey

 F1 ernennt Ex-Ferrari-Chef Domenicali zum neuen CEO und ersetzt Carey © LAT Images Domenicali wird neuer F1-CEO und ersetzt Carey Ex-Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali wird neuer CEO der Formel 1 und übernahm Chase Carey vor der Saison 2021. Sources hat Autosport gegenüber bestätigt, dass der 55-jährige Domenicali bis Ende des Jahres in Careys Rolle eintreten wird. Während eine endgültige Vereinbarung mit Domenicali über die Rolle noch abgeschlossen werden muss, steht sie kurz vor dem Abschluss in naher Zukunft.

Mercedes-Teamchef Toto Wolff erwartet beim Neustart der Formel 1 mehr Disziplin als zuletzt bei der umstrittenen Adria-Tour der Tennisprofis. Die Formel 1 beginnt ihr WM-Jahr mit Rennen ohne Zuschauer. Auf dem Red Bull Ring in Spielberg sind im Rahmen eines strengen Regelwerks nur rund

Formel - 1 -Teamchef Toto Wolff Das ist der Mann hinter den Mercedes-Erfolgen. Toto Wolff ist einer der führenden Meinungsmacher in der Formel 1 . Runde des Großen Preises von Kanada erklärt gut , warum Ferrari keine realistische Chance auf den WM-Titel hat.

Toto Wolff & Stefano Domenicali waren als Chefs von Mercedes & Ferrari Rivalen © Motorsport Images Toto Wolff & Stefano Domenicali waren als Chefs von Mercedes & Ferrari Rivalen

Mercedes-Teamchef Toto Wolff ist überzeugt davon, dass Stefano Domenicali als künftiger CEO der Formel 1 die beste Wahl ist. Obwohl sein erster Kontakt mit dem damaligen Ferrari-Teamchef kein positiver war: "Unsere erste richtige Begegnung hatten wir in Monaco, als er wegen 'Reifengate' Protest gegen uns eingelegt hat", lacht Wolff.

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Um die Attraktivität der Formel 1 zu erhöhen, schlägt Toto Wolff einschneidende Änderungen vor. Der Mercedes-Motorsportchef will die Anzahl der Rennen von Wolff wörtlich: "Auch um die jungen Leute abzuholen, die aufgrund der neuen digitalen Formate ein kürzeres Aufmerksamkeitsfenster haben."

Das war im Jahr 2013, als Mercedes nach Abreise aller anderen Teams noch in Barcelona blieb, um neue Prototypen-Reifen von Pirelli zu testen. Weil 2013 striktes Testverbot herrschte und das Schlupfloch, in das Mercedes damit gestoßen ist, etwas zu dünn war, entwickelte sich daraus eine Kontroverse - die letztendlich mit einer harmlosen Verwarnung für Mercedes endete.

Greg Maffei, Toto Wolff, Lewis Hamilton © Motorsport Images Greg Maffei, Toto Wolff, Lewis Hamilton

Heute können der Österreicher und der Italiener darüber lachen. Wolff findet, dass Liberty Media mit der Verpflichtung von Domenicali "einen großartigen Schachzug" gemacht hat: "Stefano ist ein Mann mit einer großartigen Persönlichkeit, sehr integer, und er kennt den Sport."

"Er war schon Sportdirektor, Teamchef, er hatte schwierige Zeiten und erfolgreiche Zeiten. Er war eine Weile beim Formel-1-Projekt von Audi und hat jetzt Lamborghini zu enormem finanziellen Erfolg geführt. Das sind tolle Autos. Er ist eine sehr, sehr gute Wahl."

Front gegen Show-Pläne wächst - Fahrer lehnen Quali-Rennen ab

  Front gegen Show-Pläne wächst - Fahrer lehnen Quali-Rennen ab Die Front gegen die Pläne von Liberty, die F1-Show mit einem Quali-Rennen mit umgekehrter Startreihenfolge zu würzen, wird immer größer. Praktisch alle Fahrer lehnen dieses Format ab. Mit McLaren stellt sich auch ein zweites Team gegen den Vorschlag.Ein Mini-Rennen am Samstag soll auf bestimmten Rennstrecken das klassische Qualifikationsformat ersetzen. Der 30-minütige Sprint würde in umgekehrter Reihenfolge zum WM-Stand gestartet. Nach der aktuellen Gesamtwertung stünde Romain Grosjean ganz vorne und Lewis Hamilton ganz hinten.

Toto Wolff ist ein begehrter Mann: Offenbar zeigt Liberty Media an ihm Interesse Zoom. "Da würde ich meinen Job nicht ernst nehmen, wenn ich mich an " Die Formel 1 ist in einem guten Zustand. Wir hatten vergangenes Jahr mehr als eine halbe Milliarde Zuschauer. Trotzdem haben wir die gleichen

Mercedes-Teamchef Toto Wolff spricht im Interview über die Formel 1 als Gladiatorentum mit Was antworten Sie einem Kritiker, der die Formel 1 für eine Umweltsünde hält? Dass wir nicht nur den Aber inzwischen hat sich diese Diskussion in eine wirklich gute Unterhaltung verwandelt.

Domenicali: Fokus auf Zukunftsthemen

Dazu kommt, dass er sich bei Amtsantritt im Januar 2021 auf das Wesentliche konzentrieren kann, weil sein Vorgänger Chase Carey die größte Kuh, das neue Concorde-Agreement, bereits vom Eis geholt hat.

"Gut, dass das erledigt ist. So kann sich Stefano darum kümmern, den Sport zu optimieren, Sponsoren zu gewinnen, tolle TV-Deals zu machen, uns an neue Orte und neue Strecken zu bringen und eine neue Generation Fans zu begeistern, über alle Kanäle, die heute eben so existieren."

Er selbst, stellt Wolff klar, habe kein Interesse an dem Job als Formel-1-CEO gehabt. Auch wenn er im Nachhinein zugibt: "Jeder weiß, dass es erste Gespräche mit Greg Maffei (Präsident von Liberty Media) gegeben hat. Die haben aber zu nichts geführt."

Gespräche mit Liberty: Also doch!

Eine interessante Richtigstellung, denn im Mai 2019, als die Story über die von Wolff angesprochenen Gespräche mit Maffei öffentlich wurde, ordnete der Mercedes-Teamchef diese noch "im Bereich der Fabeln" ein und kritisierte gegenüber der auflagenstarken 'Kronen Zeitung': "Da hat ein Journalist eine lustige Geschichte geschrieben, die voll ist mit irgendwelchen Spekulationen."

Lewis Hamilton begrüßt die Rückkehr von Stefano Domenicali in die Formel 1

 Lewis Hamilton begrüßt die Rückkehr von Stefano Domenicali in die Formel 1 © Bereitgestellt von Daily Mail MailOnline-Logo Lewis Hamilton hat die Rückkehr von Stefano Domenicali in die Formel 1 als „erstaunlich“ bezeichnet und glaubt, dass die Zukunft des Sports in guten Händen ist. Der Italiener, ein ehemaliger Teamchef von Ferrari, wurde zum neuen Präsidenten und Chief Executive Officer ernannt. Chase Carey, seit Januar 2017 Vorsitzender und CEO von F1, wird in eine nicht geschäftsführende Vorsitzende zurücktreten und die tägliche Kontrolle aufgeben.

Doch laut Mercedes-Sportchef Toto Wolff wird dabei etwas übersehen: "Ich halte das für eine sehr schlechte Idee, denn wir haben in diese virtuellen Boxen Hintergründe zum Knalleffekt in der Formel 1 : Chasey Carey tritt ab und wird durch den ehemaligen Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali ersetzt.

Toto Wolff kam über Williams in die Formel 1 Zoom. "Ich kam sehr gut mit Frank Williams zurecht, und wir haben das Team in gewisser Weise zusammen Wolff stellte fest, dass sich Mercedes an eine Vereinbarung zur Ressourcen-Einschränkung hielt. "Das war ein Gentleman's Agreement, aber

Wie dem auch sei: Wolff hat sich seither gegen den Job als Formel-1-CEO entschieden, für den ihn dem Vernehmen nach der oberste Liberty-Chef John Malone und Maffei gewinnen wollten, und hätte diesen mutmaßlich nicht einmal dann annehmen können, wenn er das gewollt hätte, weil Ferrari dagegen mit einem Veto gedroht hat.

"Ich liebe, wo ich bin", stellt Wolff klar, "und mir ist klargeworden, dass ich die Stoppuhr, den Wettbewerb und das Rennfahren so sehr liebe. Ich bin heute Miteigentümer eines Formel-1-Teams, gemeinsam mit Mercedes, und muss mich deswegen jeden Tag zwicken. Letztendlich hätte es sowieso zu nichts geführt, weil Ferrari es nicht akzeptiert hätte."

Auf Nachfrage, ob er das wirklich glaube, antwortet Wolff: "Nein. Ich weiß das! Aber ist okay. Sie haben dieses Recht, und das respektiere ich. Vielleicht hätte ich an ihrer Stelle genauso gedacht. Es ist eine schwierige Entscheidung, denn du brauchst den besten Mann für diesen Job. Aber ich glaube, den haben sie jetzt. Stefano ist der einzig Wahre."

Platzt bei Ferrari der Knoten? - Team-Check am Donnerstag .
Wir haben die zehn Teams in Portimao auf Neuigkeiten abgecheckt. Lance Stroll steht nach der Corona-Erkrankung in der Kritik. Um die Williams Fahrer gibt es Wechselgerüchte. Und Ferrari will mit einem letzten Upgrade an die Spitze des Mittelfeldes.Während Mercedes hier seinen siebten Konstrukteurs-Titel in Folge sicherstellen kann, geht es für Ferrari ums Aufholen. Der letzte Teil des dreiteiligen Upgrades soll den Vize-Weltmeister wieder an die Spitze des Mittelfeldes bringen.

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