Sport Hülkenberg lauert: Was wird aus Albon bei Red Bull?

13:10  15 oktober  2020
13:10  15 oktober  2020 Quelle:   sport1.de

„Mercedes-Dominanz muss enden“ - Red Bull hofft auf weitere Fehler

  „Mercedes-Dominanz muss enden“ - Red Bull hofft auf weitere Fehler Dank Fehlern von Mercedes konnte Red Bull in Sotschi wenigstens einen Silberpfeil schlagen. Teamchef Christian Horner hofft auf weitere Nachlässigkeiten der Konkurrenz, spornt aber auch sein eigenes Team an, die Lücke endlich zu schließen.Neben der schwachen Pace bremsten Red Bull zuletzt auch Zuverlässigkeitsprobleme. Max Verstappen fiel zwei Mal aus, nachdem sein Motor Zicken gemacht hatte. Für Russland gab es für den Niederländer endlich eine neue Antriebseinheit, mit der die plötzlichen Power-Verluste nicht mehr auftraten. Und prompt raste Verstappen wieder auf das Podium.

Red - Bull -Motorsportkonsulent Helmut Marko ließ die Bombe am Sonntagabend platzen: „Wir waren bereits Freitag mit Hülkenberg im Gespräch.“ Dabei ging es aber nicht um 2021. Weil Red - Bull -Pilot Alexander Albon ein unschlüssiges Corona-Testergebnis hatte, habe Marko den Deutschen „gleich

Red Bull will von Albon eine stetige Entwicklung bis zum Saisonende sehen. „Er hat neun Rennen Zeit, sich zu beweisen. Dann ziehen wir nach Abu Dhabi Bilanz.“ Muss Red Bull nicht sogar auf die Erfahrung eines Hülkenberg setzen? Horner meint dazu: „Es ist immer einfach, konservativ zu sein.

Red-Bull-Boss nimmt im AvD Motorsport Magazin auf SPORT1 Stellung zur Situation von Alex Albon. Wird Nico Hülkenberg der neue starke Mann hinter Verstappen?

Hülkenberg lauert: Was wird aus Albon bei Red Bull? © Bereitgestellt von sport1.de Hülkenberg lauert: Was wird aus Albon bei Red Bull?

Wirklich rund laufen will es einfach nicht zwischen Red Bull und Alex Albon. (DATENCENTER: Die Fahrerwertung der Formel 1)

Beim Grand Prix der Eifel wurde dem Formel-1-Piloten nach anfänglichem Wirbel um ein zunächst nicht eindeutiges Corona-Testergebnis diesmal das vorzeitige Aus wegen eines technischen Defekts zum Verhängnis.

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  „Racing Point klar schneller“ - McLaren kündigt weitere Upgrades an Ausnahmetalent Florian Wirtz von Bayer Leverkusen wird wohl zum jüngsten U21-Nationalspieler der deutschen Verbandsgeschichte aufsteigen.

Bei Red Bull muss man sich langsam, aber sicher mit der Fahrerfrage befassen. Wer besetzt 2021 das zweite Cockpit neben Max Verstappen? Bei Red Bull Racing stellt sich zunehmend die Fahrerfrage für die kommende Saison. Alex Albon enttäuschte auf dem Nürburgring mit mehreren schweren

Regen in Monza! Mercedes und Ferrari kämpfen um die Spitze, aber Max Verstappen rechnet sich noch Chancen aufs Podium aus. Plus: Was ist dran an den

Die Kritiker hatten sich da zuvor eh schon längst wieder zur Wort gemeldet, nachdem Albon in der Anfangsphase ein übler Verbremser unterlaufen war, durch den er einen frühen Stopp einlegen musste.

Mehr noch: Später war der 24-Jährige auch noch in eine Kollision mit Daniil Kvyat verwickelt - und hatte sich von dem AlphaTauri-Fahrer dafür einiges anhören dürfen: "Albon hat mir mein Rennen ruiniert. Das hat er ziemlich schlecht eingeschätzt. Ich glaube, er war ein bisschen aufgeschmissen und ahnungslos, was er mit seinem Auto anstellen sollte."

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Ricciardo: Das hat mich an Vettel richtig erschrocken

  Ricciardo: Das hat mich an Vettel richtig erschrocken Daniel Ricciardo fährt mit Renault eine bemerkenswerte Formel-1-Saison. Im SPORT1-Interview spricht er auch über seinen ehemaligen Teamkollegen Sebastian Vettel. © Bereitgestellt von sport1.de Ricciardo: Das hat mich an Vettel richtig erschrocken Daniel Ricciardo gehört mit seinen 31 Jahren bereits zum Formel-1-Inventar. Der Australier fährt schon seit 2011 in der Königsklasse des Motorsports. In der laufenden Saison liegt der Renault-Fahrer mit 63 Punkten auf dem beachtlichen sechsten Platz in der Fahrerwertung.

Sollte bei Red Bull eine Tür für die Formel-1-Saison 2020 aufgehen, würde Nico Hülkenberg trotz Teamkollege Max Verstappen sofort zusagen. Sollte Alexander Albon nicht überzeugen, könnte das österreichisch-britische Team erstmals auch extern nach einer Nachbesetzung suchen.

(Motorsport-Total.com/Sky) - Nico Hülkenberg bezweifelt einen Wechsel von Lewis Hamilton zu Red Bull : "Ich kann es mir nicht vorstellen, dass "Sebastian ist das Lieblingskind von Red Bull . Sich da jemanden wie Lewis ins Team zu holen wäre ja gegen die Philosophie", meint der Force-India-Pilot

Red Bull: Albon hinter Verstappen abgemeldet

Kurzum: Im zweiten Cockpit hinter Max Verstappen ist Albon mehr abgemeldet, als ihm und seinem Rennstall lieb sein dürfte angesichts von bisher höchst durchwachsener Saison-Performance - daran ändert auch sein erster Podiumsplatz vor einem Monat beim Großen Preis der Toskana wenig.

Wenig verwunderlich insofern auch, dass Helmut Marko ausweichend antwortet, wenn es um die Einschätzung und Perspektiven seines britisch-thailändischen Rennfahrers geht.

Im AvD Motorsport Magazin auf SPORT1 erklärte der Red-Bull-Motorsportberater nun: "Albon muss performen. Dann bleibt er. Wir schauen uns das weiter an. Außerhalb unseres Kaders - das kann man ja so klar sagen - stehen nur Nico Hülkenberg und Sergio Perez (Racing Point, Anm. d. Red.) zur Verfügung. Ich glaube grundsätzlich, dass kaum jemand näher als bis auf drei Zehntel an Max Verstappen rankommt. Das schafft Albon an guten Tagen auch."

Helmut Marko gibt zu: Hülkenberg und Perez sind Red Bulls Plan B

  Helmut Marko gibt zu: Hülkenberg und Perez sind Red Bulls Plan B Helmut Marko packt aus: Wie Nico Hülkenberg am Ring beinahe statt Alexander Albon gefahren wäre und worüber Red Bull mit dem Deutschen für 2021 verhandeltMarko erklärt: "Albon hatte, wie viele andere, ein unschlüssiges Testergebnis. Das hätte auch so ausgehen können, dass er positiv ist. Gleich nach der Landung habe ich Hülkenberg angerufen. Weil bei uns der Verdachtsfall Albon war. Gott sei Dank hat sich aber herausgestellt, dass Albon doch negativ war.

Hülkenberg fast im Red Bull … Damit der Spuk noch grösser wird gab jetzt Red Bull -Sportberater Helmut Marko (77) erstmals zu, dass der Bullen-Talentschuppen mit dem Ich hatte schon mit ihm gesprochen, weil der Corona-Test von Albon nicht ganz eindeutig war!» Ersatzmann Fahrer des Tages.

Die Red - Bull -Show ist auch schon wieder vorbei und Kollegin Maria Reyer auf dem Weg nach Hause. Kollege Gerald Dirnbeck ist derweil wieder in der Redaktion eingetroffen und schnürt für euch noch ein paar News Zum Glück hat Red Bull beim Showrun noch ein schönes V8-Monster im Gepäck.

Immerhin kein kompletter Abgesang auf Albon, doch mitnichten echte Rückendeckung. "Solange Albon im grünen Bereich ist, ist kein Cockpit bei uns frei", fügte Marko an. (Rennkalender der Formel 1 2020)

Red Bull: Mit Albon Platz zwei möglich?

Die Frage bleibt allein: Ist Albon, der in den vergangenen Monaten von diversen Experten immer wieder die F1-Reife abgesprochen bekam, im so genannten grünen Bereicht für ein Team wie Red Bull und dessen Ansprüche?

Nico Rosberg verneint das, attestiert Albon, "an diesem Wochenende sehr, sehr schlecht gefahren" zu sein. "Er war langsam, hat so viele Fehler gemacht, und das ist das Gegenteil von dem, was er im Moment braucht. Er braucht ein gutes Ergebnis, um seinen Sitz zu sichern, und mit dem heutigen Tag sieht es nicht so aus, als würde er ihn behalten können."

In Zahlen heißt das auch: 64 Punkte hat der Youngster in dieser Saison eingefahren - im Vergleich zu 147 bei Verstappen.

"Red Bull braucht mehr von Albon. Sie brauchen mehr von einer Nummer zwei, denn die Tatsache, dass Mercedes die Konstrukteurswertung in ein paar Rennen gewinnen kann, Max aber innerhalb von 10 Punkten von Valtteri Bottas in der Fahrerwertung liegt, zeigt, was mit diesem Paket möglich ist", erklärte etwa der frühere Formel-1-Pilot Paul di Resta.

Fragezeichen zu neuem Paket - McLaren verliert Platz drei

  Fragezeichen zu neuem Paket - McLaren verliert Platz drei McLaren verließ den Nürburgring mit einem fünften Platz und vielen Fragezeichen. Die Upgrades bereiten dem Team Kopfzerbrechen. Lando Norris war im alten MCL35 schneller als Carlos Sainz im neuen – scheiterte aber an einem Motor-Defekt.Das obere Mittelfeld schiebt sich zusammen. Es entscheiden Kleinigkeiten. Momentan ist es das bessere Verständnis für das Auto, was für Renault und Racing Point und gegen McLaren spricht. Der Renault ist inzwischen der beste Allrounder im Mittelfeld. Gut auf Strecken mit wenig oder viel Anpressdruck. Das war vor ein paar Monaten noch anders. Da strauchelte Renault in Ungarn und Barcelona. Jetzt kann der R.S.20 auch gute Rennen mit großen Flügeln ablegen.

Alexander Albon hat den Sprung in die Formel 1 geschafft und wird im Jahr 2019 für Toro Rosso starten - Im Jahr 2012 stand der Youngster kurz von dem Aus. Im Jahr 2012 hatte Albon in der Formel Renault mit Schwierigkeiten zu kämpfen, weshalb Red Bull die Unterstützung einstellte.

In der Runde „The Takeover“ steigt Bausa bei Jujus Nummer-Eins-Single ein. Ein überlebensgroßes Duett bei „Alle gegen Bausa“ vor 14.000 Fans in Stuttgart.

Zumal auch Marko im AvD Motorsport Magazin offen formulierte: "Wir sehen eine Chance auf den zweiten Platz."

Red Bull: Was geht mit Hülkenberg?

Es bleibt spannend, ob diesem Unterfangen mit Albon funktionieren kann nach dessen unterm Strich bislang wenig ruhmreichen Saison:

"In Sotschi war leider kein sehr gutes Ergebnis", so Marko nach dem Nürburgring-Rennen, "aber hier war es im Rahmen des Möglichen und auch die Distanz zu Max im vertretbaren Rahmen."

Der Red-Bull-Macher fügte an: "Wir sind uns aber bewusst, wenn Albon den Druck nicht standhält, können wir es uns im WM-Kampf nicht leisten, praktisch nur mit einem Auto unterwegs zu sein."

In den Topzeiten von 2010 bis 2014, als Red Bull Konstrukteursweltmeister wurde, hatte das Team mit Mark Webber (bis 2010 bis 2013) und Daniel Ricciardo (2014) starke Fahrer, die Leader Vettel sogar Druck machen konnten.

Nun scheint nach Markos Aussagen das zweite Cockpit offen für personelle Alternativen, eine hieße Hülkenberg: Der Aushilfsfahrer stand bereits am Nürburgring dicht davor, für Albon in die Bresche zu springen.

"Wir waren bereits am Freitag mit Hülkenberg im Gespräch", so Marko mit Blick auf die Irritationen um Albons Testergebnis.

So aber fuhr der 33 Jahre alte Deutsche schließlich zum nunmehr dritten Mal für Racing Point, überzeugte von Startposition 20 aus mit einer eindrucksvollen Aufholjagd bis auf Platz acht und damit in die Punkteränge.

Marko: Vielleicht den Weg anderer gehen

"Wir mussten nie am Markt fertige Stars einkaufen, sondern wir haben unsere jungen Fahrer über unser Junior-Team reif für ein Topteam gemacht", sagt Marko.

Doch auch der Österreicher weiß: "Bisher haben wir unsere Fahrer immer aus dem eigenen Junior-Kader rekrutiert. Derzeit ist aber niemand so weit. Wir müssen vielleicht den Weg vieler anderer Teams gehen, auf bewährte Kräfte zu setzen."

Vettel schenkt Rennen schon vorher ab: "Wird irgendein Murks sein" .
Sebastian Vettel schenkt nach seinem Qualifying den Portugal-GP quasi schon vorher ab. Valtteri Bottas hadert nach Platz zwei mit der falschen Strategie. Stimmen. © Bereitgestellt von sport1.de Vettel schenkt Rennen schon vorher ab: "Wird irgendein Murks sein" Sebastian Vettel startet beim Großen Preis von Portugal nur von Rang 15 aus in das Rennen (Portugal-GP, Sonntag ab 14.10 Uhr im LIVETICKER). Nach dem Qualifying zeigt sich der Ferrari-Pilot enttäuscht und schreibt das Rennen quasi schon im Voraus ab.Auch Valtteri Bottas ist nach seinem zweiten Platz enttäuscht.

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