Sport Ricciardo auf der Nordschleife: "Ich bin gefahren wie ein Opa"

20:18  18 oktober  2020
20:18  18 oktober  2020 Quelle:   motorsport-total.com

Fragezeichen zu neuem Paket - McLaren verliert Platz drei

  Fragezeichen zu neuem Paket - McLaren verliert Platz drei McLaren verließ den Nürburgring mit einem fünften Platz und vielen Fragezeichen. Die Upgrades bereiten dem Team Kopfzerbrechen. Lando Norris war im alten MCL35 schneller als Carlos Sainz im neuen – scheiterte aber an einem Motor-Defekt.Das obere Mittelfeld schiebt sich zusammen. Es entscheiden Kleinigkeiten. Momentan ist es das bessere Verständnis für das Auto, was für Renault und Racing Point und gegen McLaren spricht. Der Renault ist inzwischen der beste Allrounder im Mittelfeld. Gut auf Strecken mit wenig oder viel Anpressdruck. Das war vor ein paar Monaten noch anders. Da strauchelte Renault in Ungarn und Barcelona. Jetzt kann der R.S.20 auch gute Rennen mit großen Flügeln ablegen.

Daniel Ricciardo war beeindruckt und eingeschüchtert © Motorsport Images Daniel Ricciardo war beeindruckt und eingeschüchtert

Seit 1976 wird die Nürburgring-Nordschleife von der Formel 1 nicht mehr befahren, dennoch haben einige Piloten am Rande des Eifel-Wochenendes ein paar Runden auf der gefürchteten Strecke gedreht. Daniel Ricciardo hatte dermaßen Angst, dass er froh war, als seine Runde zu Ende ging.

"Ich hatte wirklich Angst", gesteht der Australier nach seiner Ausfahrt in einem Renault Megane RS. Am Donnerstagabend nach den Medienterminen hat er gemeinsam mit Teamkollegen Esteban Ocon die Chance erhalten, die Nordschleife zu erkunden.

Rückschritt von Quali zu Rennen - Eifel-Enttäuschung für Ferrari

  Rückschritt von Quali zu Rennen - Eifel-Enttäuschung für Ferrari Nach dem vierten Startplatz von Charles Leclerc schien sich am Nürburgring bereits die Wende für Ferrari anzudeuten. Doch dann lief es am Sonntag wie in Mugello. Ferrari sucht weiter nach dem Schlüssel, ein ganzes Wochenende zu glänzen.Sebastian Vettel ging zum sechsten Mal in dieser Saison komplett leer aus. Teamchef Mattia Binotto zog ernüchtert Bilanz: "Wir sind natürlich nicht zufrieden mit diesem Resultat, aber wir werden weiter hart daran arbeiten, unser Auto zu verbessern.

Schon einmal zuvor war Ricciardo in der "Grünen Hölle" unterwegs. Er hat daran allerdings keine guten Erinnerungen, weil er in einem Fiat Punto fast verunfallt wäre. Diesmal erschwerten die Bedingungen die Ausfahrt. "Es war ziemlich rutschig", schildert Ricciardo.

Dazu war die Fahrbahn nass. Bei kalten Temperaturen versuchte er sein Glück erneut. "Ich spiele die Strecke nicht in irgendwelchen Games, daher kenne ich sie auch nicht auswendig. Aber ich hatte auf den ersten 500 Metern wirklich Angst." Das habe sich dann auch auf die restlichen Kilometer ausgewirkt.

"Ich war eingeschüchtert, sagen wir so. Aber es ist wunderschön, und macht Spaß, aber würde ich hier ein 24-Stunden-Rennen mit 180 anderen Autos fahren wollen? Danke, aber nein. Vielleicht werde ich alt, aber ich bin ganz zufrieden damit, wo ich bin", schmunzelt er.

Im Video zur Probefahrt resümiert Ricciardo: "Ich bin in meinem ganzen Leben noch nie so langsam gefahren. Es gibt einfach keinen Platz für Fehler. Ich bin gefahren wie ein Opa. Ich hatte noch nie so Angst, während ich so langsam gefahren bin."

Perez auf Mittelfeld-Pole - Setup-Großumbau bei Racing Point .
Im Mittelfeld ging es im Portimao-Qualifying wie erwartet eng zur Sache. Racing Point konnte dank Sergio Perez besonders glänzen. Dafür brachte McLaren als einziger Verfolger beide Autos in die Top Ten. Renault muss kämpfen.Durch den stark aufgeigenden Charles Leclerc blieben die Plätze in den ersten beiden Startreihen außer Reichweite. Doch was die Positionen dahinter anging, lieferten sich die Protagonisten wieder einmal ein Hauen und Stechen. Weil in Portimao vor allem Grip und Anpressdruck gefragt sind, setzte sich am Ende Racing Point durch. Sergio Perez fuhr im dritten Quali-Abschnitt fast drei Zehntel schneller als das McLaren-Duo.

—   Teilen Sie Neuigkeiten in der SOC. Netzwerke
usr: 0
Das ist interessant!