Sport VfB-Sportdirektor Mislintat erwartet Corona-Verluste von 30 Millionen Euro

12:30  23 oktober  2020
12:30  23 oktober  2020 Quelle:   ran.de

VfB-Sportdirektor: «Realität ist zwischen Platz 18 und 13»

  VfB-Sportdirektor: «Realität ist zwischen Platz 18 und 13» Sportdirektor Sven Mislintat vom VfB Stuttgart dämpft nach dem gelungenen Saisonstart des Aufsteigers in der Fußball-Bundesliga die Erwartungen. «Wir sind in der TV-Tabelle 16.», sagte Mislintat im SWR-Podcast «Steil!». «In Zeiten, in denen Zuschauer kaum Einnahmen generieren, in denen Sponsorings wegbrechen oder geringer werden, ist die TV-Einnahme ein ganz wichtiger Faktor. Wenn wir die Bundesliga in drei Gruppen einteilen, sind wir in der dritten. Heißt, wir landen irgendwo zwischen Platz 18 und 13. Das ist unsere Realität und die 13 dann unsere 1 in den letzten Sechs.» © Marijan Murat/dpa Stuttgarts Sportdirektor Sven Mislintat vor dem Spiel.

VfB Stuttgart: Die Daimler AG steht auch in der Corona -Krise weiter zum Profi-Fußball in Stuttgart. Wenn es um zukünftige Transfers geht, wird Sportdirektor Mislintat allerdings - wie wohl alle Grund für das krampfhafte Festhalten an der Saison, sind die drohenden Millionen - Verluste .

Sportdirektor Sven Mislintat sieht es auch als Verantwortung des VfB Stuttgart an, in der Coronavirus-Krise wieder zum Spielbetrieb anzutreten. "Ich glaube, dass es sogar das Gefühl bei fast der ganzen Mannschaft ist, dass man auch ein Zeichen setzen muss für die Gesellschaft", sagte der

Stuttgart (SID) - Sportdirektor Sven Mislintat von Bundesliga-Aufsteiger VfB Stuttgart erwartet aufgrund der Corona-Pandemie hohe Verluste. "Wir werden über alle Budget-Töpfe hinweg bis zu 30 Millionen Euro verlieren im Vergleich zur Pre-Corona-Zeit. Das muss erst einmal kompensiert werden", sagte er im Interview mit SPOX und Goal.

Sven Mislintat fürchtet wirtschaftliche Probleme © FIROFIROSID Sven Mislintat fürchtet wirtschaftliche Probleme

Mislintat betonte, dass es für Klubs auch wirtschaftlich eng werden könnte. "Wir leben in Zeiten, in denen es plötzlich vorstellbar erscheint, dass es nicht nur sportliche, sondern auch wirtschaftliche Absteiger aus der Bundesliga geben könnte", sagte der 47-Jährige.

Einer möglichen Vertragsverlängerung in Stuttgart war Mislintat nicht abgeneigt. "Erste Interessensbekundungen beiderseits gibt es ja schon", sagte er: "Ich habe aber auch kein Problem damit, dass man sich noch ein paar Wochen Zeit nimmt und anschauen möchte, wie gut es in den Bereichen, die in meinem Verantwortungsbereich liegen, so läuft."

VfB-Sportdirektor Mislintat mahnt zur Geduld .
Sportdirektor Sven Mislintat vom VfB Stuttgart mahnt bei der sportlichen und wirtschaftlichen Entwicklung des Fußball-Bundesligisten weiter Geduld an. «Die größte Herausforderung in Clubs wie dem VfB Stuttgart und anderen Traditionsclubs ist, dass oft der zeitliche Rahmen nicht gegeben wird», sagte Mislintat im DAZN-Interview. «Es ist kaum erlaubt, in einer Entwicklung, in der es auch mal einen Schritt zurückgeht, diesen Schritt geräuschlos machen zu dürfen. Der Weg wird sehr, sehr schnell kritisch hinterfragt. Umso wichtiger war es, im ersten Jahr aufzusteigen. Und deswegen ist es wichtig, unser klares Ziel Klassenerhalt zu erreichen.

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