Sport Der frühe Tod eines mythischen Draufgängers

14:30  23 oktober  2020
14:30  23 oktober  2020 Quelle:   sport1.de

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Ein Draufgänger (von „auf etwas losgehen“), auch Heißsporn, Hasardeur, Haudegen oder Teufelskerl, ist ein Mensch, der sich kurz entschlossen, beherzt, teilweise unüberlegt und rücksichtslos auf eine Sache einlässt.

Nun, da sie sich auf diese Schicksalsreise begeben, nennt der Dichter die Burgunder fortan „Nibelungen“ – der Schatz hat seinen Besitzern, zuerst den Söhnen König Nibelungs, dann Siegfried, den Tod gebracht. Bald wird sein Fluch auch die Burgunder treffen, der Namenswechsel deutet dies an.

Marco Simoncelli war Motorrad-Weltmeister und auf dem Weg, zu einem Superstar wie Rossi zu werden. Dann riss ihn ein tragischer Unfall mit 24 aus dem Leben.

Der frühe Tod eines mythischen Draufgängers © Bereitgestellt von sport1.de Der frühe Tod eines mythischen Draufgängers

"Erloschen" sei das "Licht des Motorsports". Er habe "den letzte Menschen in einer Welt von Robotern" verloren.

Etwas zu hoch hob der Corriere dello Sport Marco Simoncelli über die Lebenden, nachdem er heute vor neun Jahren beim MotoGP-Rennen in Sepang tödlich verunglückt war, im Alter von lediglich 24 Jahren.

Aber die Wortwahl des Nachrufs vermittelte dann doch auch eine Ahnung davon, wie tief die Wunde ist, die der Crash des Italieners am 23. Oktober 2011 in seiner Heimat und der Motorrad-Szene hinterlassen hatte. Und davon, was von dieser Wunde zurückgeblieben ist: ein Mythos.

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"Ei was, du Rotkopf," sagte der Esel, "zieh lieber mit uns fort, wir gehen nach Bremen, etwas Besseres als den Tod findest du überall; du hast eine gute Stimme, und wenn wir zusammen musizieren, so muß es eine Art haben." Der Hahn ließ sich den Vorschlag gefallen, und sie gingen alle vier zusammen fort.

Unser Arrangement zweier Stücke aus der Renaissance: "Der grimmig Tod " und der "Hoboeckentanz". Die Melodie des "Grimmig Tod " beruht auf dem Landsknechtlied

Marco Simoncelli: Zwischen Rossi und Jimi Hendrix

Simoncelli, geboren am 20. Januar 1987 im Adria-Badeort Cattolica, hätte auch schon zu Lebzeiten ein Mythos werden können. Der Weltmeister der 250-ccm-Saison von 2008 war die größte Erscheinung, die der Motorradsport in den Jahren vor seinem Ableben hervorgebracht hatte.

Das galt schon rein körperlich: Mit 1,83 Meter war der Honda-Fahrer der am höchsten gewachsene Pilot der MotoGP. Und als er sich auch noch seine Rockstar-Frisur - im Stil des von ihm verehrten Jim Hendrix - zulegte, wurde er endgültig unübersehbar.

Weil Simoncellis Talent nicht dahinter zurückblieb, schien es ihm vorherbestimmt, zum Erben seines Idols Valentino Rossi zu werden: als überlebensgroße Figur seines Sports.

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Er lebte bis zu seinem Tod 1994 in Minsk. Sein Sieg gegen die Deutschen galt als so außergewöhnlich, dass viele daran zweifelten. Als das belarussische Fernsehen in den 1970er-Jahren über die Geschichte berichten wollte, wurde der Vorschlag von den Vorgesetzten als absurd zurückgewiesen.

Im Teil 2 zeigen wir eindeutige Beweise und verschiedenste Erfahrungen für unsere These „Der Tod eine Lüge?!“, sowie u.a. die herrschenden Gesetzeslage und

Dass ebenjener Rossi Teil des tödlichen Unglücks war, steigerte die Tragik der Ereignisse.

Tödlicher Unfall 2011 in Sepang

In der zweiten Runde des Grand Prox von Malaysia war Simoncelli in der nach rechts gehenden Kurve 11 das Vorderrad seiner Honda-Maschine weggerutscht. Beim Versuch, das zu korrigieren, geriet Simoncelli ins Kurveninnere, wo er der anrauschenden Konkurrenz mitten im Weg war. Álvaro Bautista wich ihm noch aus, Colin Edwards' Yamaha traf ihn dagegen mit voller Wucht im Halsbereich, Simoncelli verlor seinen Helm, Rossis Ducati überrollte das am Boden liegende Crash-Opfer.

"Simoncelli hat hinten einen Rutscher gehabt, einen High-Sider", bewertete der 2018 ebenfalls früh verstorbene Ex-Weltmeister Ralf Waldmann bei SPORT1 damals die Szenerie: "Wäre das eine Zehntelsekunde früher oder später passiert wären Rossi und Edwards an ihm vorbeigefahren." So allerdings hätte er keine Überlebenschance gehabt: "Bei einem Zusammenprall mit einem 170 Kilo schweren Motorrad, das 170 bis 180 Sachen drauf hat, hält auch der beste Gurt nicht mehr."

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Lesehefte Deutsch als Fremdsprache - Niveaustufe B1: Die Angst und der Tod . Lektüre: Carsten Tsara

Wenn meine jugendlichen Schülerinnen und Schülersehr früh am Morgen Deutschunterricht haben, dann sind sie oft müde und machen kaum mit. Dieses Spiel ist vor allem dann geeignet, wenn die Jugendlichen früh am Morgen oder aber auch gegen Ende des Schultags recht müde und lustlos sind.

Beim Abtransport fiel Simoncelli - wie der im Jahr zuvor ebenfalls tödlich verunglückte Shoya Tomizawa - den Sanitätern noch von der Trage. Nach weniger als einer Stunde starb Simoncelli, Todesursache waren die schweren Kopf-, Hals- und Brustverletzungen.

Valentino Rossi war Freund und Idol

Gerade auch Rossi war von der Tragödie schwer getroffen, er war mehr als nur Simoncellis Vorbild: "Er war für mich wie ein kleiner Bruder", beschrieb der Rekord-Weltmeister sein Verhältnis zum Verstorbenen. "Bastardo" nannte Rossi das Talent und "einen Verrückten". Aus Rossis Mund ein Kompliment.

Ihn verband vieles mit Simoncelli: das Draufgängertum auf der Strecke, die lässige Einstellung zum Leben daneben, "pure Lebensfreude" wie es der Corriere formulierte.

Simoncelli und Rossi einte die Gabe, unbedingten Erfolgswillen mit einer charmanten Aura des Augenzwinkerns zu verbinden - die ihre Fans auch oftmals vergessen ließ, wie gefährlich das Treiben bei 300 Stundenkilometern war und ist.

Simoncelli wurde aber eben auch oft vorgeworfen, das auf der Strecke auch zu sehr auszublenden.

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Am Abend kommt unsere ganze Familie zusammen. Wir essen zu Abend. Um 10 Uhr liege ich im Bett, denn ich muss am Montag früh aufstehen.

Manfred Dorsten wacht früh morgens auf und hat Fieber, Kopfschmerzen, Husten und Schnupfen. Früher hat man dazu Stiefel und (4)_ vor die Tür gestellt, damit der Nikolaus sie nachts mit Nüssen, Mandarinen und Süßigkeiten füllen kann.

Um Simoncellis Fahrstil gab es oft Ärger

Für seine etablierten Konkurrenten war der 250-ccm-Weltmeister von 2008 oft etwas zu draufgängerisch und lässig. Die Aggressivität seines Fahrstils war für seine Kritiker auch übergroß. Oft sorgte er für Crashs und Zorn bei den Fahrerkollegen.

"Vielleicht sollte ihn mal jemand verhaften. Auf seinem Kopf ist nichts außer Haar", tobte etwa der Spanier Dani Pedrosa, der sich bei einer Kollision mit Simoncelli in Le Mans das Schlüsselbein brach - noch Wochen nach dem Vorfall.

Auch Landsmann Jorge Lorenzo lag oft mit Simoncelli im Clinch: "Ich fühle mich nicht wohl, wenn ich gegen ihn fahre", erklärte er ein halbes Jahr vor Simoncellis Tod: "Er überholt immer im letzten Moment wenn man es nicht erwartet. Für seine Gegner ist das sehr gefährlich." Simoncelli fahre "als ob er mit der Playstation spielen würde. Er ignoriert die Wirklichkeit".

Der Ärger mit den spanischen Idolen führte dazu, dass Simoncelli beim Grand Prix in Barcelona Leibwächter brauchte: Es hatte Morddrohungen gegeben. Der Aggressiv-Stil Simoncellis: Nach seinem Tod war er kein Thema. Der Unfall von Sepang wurde allerorten als Verkettung verhängnisvoller Umstände angesehen, die auch anderen hätte passieren können.

Besondere Beerdigung, besonderes Denkmal

Beobachter meinten zuletzt auch erkannt zu haben, dass Simoncelli zuletzt bemüht war, seinen Stil zu zügeln und die richtige Balance zu finden aus vernünftigem Handwerk und der Kunst, als die Simoncelli das Motorradfahren begriff.

"Simoncelli reagiert, wenn er ein Bike sieht, wie einst Mozart beim Anblick eines Klaviers", beschrieb Manager Carlo Pernat vor Simoncellis Tod dessen Verhältnis zu seinem Sport: "Er beginnt zu Träumen und vergisst die Welt um sich herum."

Auch im Gedenken an Simoncelli drückte sich ein besonderes Verhältnis der Motorsportnation Italien zu ihrem aus dem Leben gerissenen jungen Helden aus: Simoncelli wurde in Jeans und T-Shirt beerdigt, auch die Trauergäste kamen in Alltagskleidung.

Zu seinen Ehren wurde auch nicht nur die Strecke in Misano nach ihm benannt und die Startnummer 58 nicht mehr vergeben: Im Ort Coriano, wo er aufgewachsen war, wurde ihm ein Denkmal in Form eines Auspuffs errichtet. Jeden Sonntag stößt es für genau 58 Sekunden eine große Flamme aus.

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Umfragen zeigen, dass Joe Biden und die Demokraten groß gewinnen werden. Die Demokraten verfehlen jedoch den Vorsprung, den sie für eine frühzeitige Abstimmung benötigen, um den erwarteten großen Vorsprung der Republikaner bei der Wahl am Wahltag in drei von vier Schlachtfeldstaaten auszugleichen, in denen Daten verfügbar sind.

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