Sport Verdacht fährt mit: Vettel misstraut Ferrari

12:25  30 oktober  2020
12:25  30 oktober  2020 Quelle:   msn.com

Kampf gegen die Perfektion - Sind Zweitages-Events die Zukunft?

  Kampf gegen die Perfektion - Sind Zweitages-Events die Zukunft? Der Grand Prix der Eifel nahm unfreiwillig das Zweitages-Event von Imola vorweg. Jetzt stellen sich viele die Frage, ob zwei Tage nicht besser sind als drei. Weil es dem Zufall in der Theorie Tür und Tor öffnet. Der Nürburgring konnte diesen Beweis nicht antreten.Mugello, der Nürburgring, Portimão und Imola bekamen aber auch den Zuschlag, weil die Formel-1-Bosse einige Dinge ausprobieren konnten, um in Zukunft die Show zu würzen. Mit neuen Strecken wie Mugello oder Portimão, für die es kaum Daten gibt. Mit einem Grand Prix in der Eifel bei fast winterlichen Temperaturen.

"Arrividerci, Ferrari ": Sebastian Vettel verlässt die Scuderia nach fünf Jahren zum Saisonende. Eine Zeit, von der sich die Beteiligten mehr versprochen

Wie konnte der Traum von Sebastian Vettel und Ferrari so jäh platzen? Das erörtert Norbert Ockenga in der zweiten Folge des neuen Motorsporttalks der Denn Inga Stracke hat die Karriere von Vettel seit seinem Formel 1-Einstieg bis zur Coronapause genau verfolgt. Und Lucas Luhr hat mit Norbert

Der Verdacht fährt mit bei Sebastian Vettel. In sein letztes Italien-Gastspiel mit Ferrari begleitet den frustrierten Vierfach-Weltmeister die finstere Vermutung, von seinem Arbeitgeber benachteiligt zu werden.

Die ständigen Niederlagen gegen Charles Leclerc setzen Sebastian Vettel zu. © Xpbimages.Com/POOL xpbimages.com/AP/dpa Die ständigen Niederlagen gegen Charles Leclerc setzen Sebastian Vettel zu.

«Irgendein Idiot kommt vielleicht nie dahinter, aber ob ich vielleicht ein kompletter Idiot bin? Das wage ich zu bezweifeln», motzte der 33-Jährige zuletzt ins TV-Mikrofon und legte damit die Lunte für einen Hauskrach. Vettels kaum verhohlener Vorwurf: Weil sein erzwungener Abschied zum Saisonschluss schon lange feststeht, bekommt Stallrivale Charles Leclerc das bessere Auto.

Sonderregel hilft Vettel nach Wechsel - Ferrari sauer

  Sonderregel hilft Vettel nach Wechsel - Ferrari sauer Sebastian Vettels neues Team Aston Martin bekommt 2021 das Heck von Mercedes - was aufgrund der Sondersituation bei den Regeln ein wertvolles Pfund ist. © Bereitgestellt von sport1.de Sonderregel hilft Vettel nach Wechsel - Ferrari sauer Welche Chancen hat Sebastian Vettel 2021 bei seinem Wechsel zu Aston Martin?Gegenwärtig liegt der Rennstall, der noch als Racing Point startet, auf Rang drei der Konstrukteurs-WM - allerdings in einem engen Fight mit McLaren und Renault.

Böse Überraschung: Sebastian Vettel verlässt Ferrari ! Wie geht's für Seb jetzt weiter? Wer ersetzt ihn bei Ferrari ? Wer ersetzt ihn bei Ferrari ? Wir diskutieren die Zukunft von Vettel und der Scuderia mit Euch!

Formel 1: Sebastian Vettel fährt beim Rennen vor Lewis Hamilton. Vettels Ferrari -Rennstall kündigte dem Motorsport-Weltverband FIA am Sonntag nach dem Rennen offiziell an, einen Runde hatte Vettel nur mit größter Mühe die Führung behalten. Die Rennjury untersuchte den Vorfall und

Vor dem 13. Saisonlauf am Sonntag in Imola (13.10 Uhr/RTL und Sky) stützen zumindest die Ergebnisse Vettels These. Mit 75 Punkten hat der Monegasse Leclerc mehr als viermal so viele Zähler gesammelt wie der Hesse, der magere 18 Punkte ergattert hat. Nur in Ungarn und Spanien kam Vettel vor dem 23-Jährigen ins Ziel, zehn der zwölf Duelle in der Qualifikation hat der Deutsche gegen seinen Teamkollegen verloren. «Das ist nicht einfach mehr geschlagen werden, das ist eine andere Klasse», klagte Vettel.

Die anhaltende Kritik der vergangenen Monate hat dem früheren Serien-Champion zugesetzt. Die Wunde der kühlen Ausmusterung bei Ferrari schmerzt noch immer, auch wenn seine Zukunft in der Formel 1 durch den Wechsel zu Aston Martin 2021 gesichert ist. Vettel aber ist zu ehrgeizig, um die Schlussrunden bei der Scuderia abzuschenken und die Pleiten über sich ergehen zu lassen. Und so wurmt es ihn gewaltig, dass Leclerc anscheinend immer besser mit dem lahmenden SF1000 zurechtkommt, während er weiter strauchelt.

Lowe: So machte Rosberg Hamilton fast unschlagbar

  Lowe: So machte Rosberg Hamilton fast unschlagbar Lewis Hamilton ist in der Formel 1 schon seit Jahren das Maß aller Dinge. Geht es nach Paddy Lowe, hat das auch sehr viel mit Nico Rosberg zu tun. © Bereitgestellt von sport1.de Lowe: So machte Rosberg Hamilton fast unschlagbar Ausgerechnet seinem Erzrivalen Nico Rosberg hat Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton seine überragende Siegesserie der letzten Jahre zu verdanken.Diese Meinung vertrat der frühere Mercedes-Technikchef Paddy Lowe im Gespräch mit dem Formel-1-Podcast "At The Controls".Hamilton habe früher "vieles dem Zufall überlassen".

Nimmt Vettel Vertraute mit zu Ferrari ? Ja, seine Medien-Managerin Britta Röske folgt ihm ebenso wie höchstwahrscheinlich auch sein langjähriger Zudem soll Vettel Ferrari angeblich eine Liste mit Namen von Red-Bull-Angestellten vorgelegt haben, mit denen er gern weiter zusammenarbeiten

Sebastian Vettel hat die kleine Schwäche von Rivale Lewis Hamilton beim Rennen in Austin nicht nutzen können. Er haderte mit seinem Team – beging aber auch selbst erneut Dass Lewis Hamilton für Mercedes den Titel holt. Laut Vettel liegt das nur bedingt an ihm selbst, vor allem aber an Ferrari .

Es sei ja «offensichtlich: Das andere Auto ist deutlich schneller», stellte Vettel jüngst in Portugal bei RTL fest. Während er sich vergebens abmühe, sehe es bei Leclerc «viel leichter aus». Schon auf den Trainingsrunden in Portimao hatte Vettel am Boxenfunk geraunt: «Das ist alles, was im Auto steckt. Zumindest in diesem Auto.»

Vettels einstiger Backgammon-Spielpartner Bernie Ecclestone bestärkte den Deutschen vor dem Grand Prix der Emilia Romagna in seiner Theorie. Für die Unterlegenheit des 53-maligen Grand-Prix-Siegers gegen Jungspund Leclerc «muss es andere Gründe geben», urteilte der frühere Formel-1-Geschäftsführer bei Sport1. «Ferrari war schon immer ein wenig durchschaubares Team, wo die Innenpolitik immer eine große Rolle spielte», fügte der 90-Jährige hinzu.

Davon aber will Teamchef Mattia Binotto nichts wissen. «Die Autos von Seb und Charles sind zweifellos identisch», beteuerte der 50-Jährige. Er hoffe, dass sich Vettel in Imola in der Qualifikation verbessern könne, um auch im Rennen wieder erfolgreicher zu sein. «Charles ist sicher sehr gut. Aber man erwartet vom zweiten Fahrer vielleicht doch etwas mehr», sagte Binotto und lenkte die Kritik damit direkt wieder in Richtung Vettel.

Ein herzlicher Abschied wird daraus in den verbleibenden fünf Saisonläufen wohl kaum noch. «Es tut natürlich weh. Meine eigenen Erwartungen sind ja viel höher als die Erwartungen von außen», sagte Vettel. Ja, er vertraue «den Leuten um mich herum und in der Garage», versicherte der Heppenheimer zwar. Doch in Wahrheit scheint von diesem Vertrauen nicht mehr viel übrig.

Statistiken belegen Vettels Klasse .
Sebastian Vettel ist aktuell oft chancenlos gegen Charles Leclerc. Doch liegt das an Vettel oder am Ferrari? Die Statistiken sprechen eine klare Sprache. © Bereitgestellt von sport1.de Statistiken belegen Vettels Klasse Es sind Fragen, die sich vielleicht sogar Sebastian Vettel selbst in Momenten des Zweifelns stellt. Hat er die Fähigkeit verloren, extrem schnell Auto zu fahren? Hat er in seinem Teamkollegen Charles Leclerc seinen Meister gefunden? Oder gibt es doch Unterschiede bei den beiden Ferrari-Dienstwagen in der Formel 1? Die reinen Zahlen sprechen klar für Leclerc.

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