Sport Ex-Formel-1-Boss Ecclestone: Bin bei Liberty nicht erwünscht

09:35  04 januar  2018
09:35  04 januar  2018 Quelle:   motorsport-total.com

Vettel: Kritik an wenigen Überholmanövern muss aufhören

  Vettel: Kritik an wenigen Überholmanövern muss aufhören Im Gegensatz zu Lewis Hamilton fordert Sebastian Vettel ein Ende der Rufe nach mehr Überholen und betont, dass einige Formel-1-Rennen auch künftig langweilig sein werden Wie schon in den vergangenen Jahren, so hat Formel-1-Reifenlieferant Pirelli auch diesmal wieder umfassende Statistiken zur abgelaufenen Saison herausgegeben. Für 2017 offenbare diese unter anderem, das die Anzahl der Überholmanöver im Vergleich zu 2016 um fast die Hälfte zurückgegangen ist. Seit zur Saison 2011 die künstliche Überholhilfe DRS eingeführt wurde, wurden noch nie so wenige Überholmanöver gezählt wie 2017.

Ex - Formel - 1 - Boss Bernie Ecclestone hat sich überschwänglich positiv mehr. "Wenn man bei Liberty Media massive Veränderungen vornehmen will Die Formel 1 tritt in ein neues Zeitalter ein. Vieles dürfte sich verändern, selbst wenn Bernie Ecclestone die Geschäfte vorerst weiter führen soll.

Ex - Formel - 1 - Boss Bernie Ecclestone hat sich überschwänglich positiv über US-Präsident Donald Trump geäußert. Trump sei "das Beste, was der Welt passieren konnte", so Ecclestone im Formel - 1 -Podcast von Ex-Weltmeister Nico Rosberg.

Bernie Ecclestone fühlt sich an den Formel-1-Rennstrecken nicht mehr willkommen © LAT Bernie Ecclestone fühlt sich an den Formel-1-Rennstrecken nicht mehr willkommen

Der frühere Formel-1-Boss Bernie Ecclestone schießt nach vereinzelten Provokationen vor einigen Monaten wieder gegen Liberty Media. In einem Interview mit 'auto motor und sport' erklärt der 87-Jährige ausbleibende Grand-Prix-Besuche in der zweiten Jahreshälfte 2017 damit, dass den neuen Chefs der Königsklasse sein Erscheinen nicht schmecken würde. "Ich habe das Gefühl, dass meine Nachfolger mich nicht mehr an der Strecke sehen wollen", sagt Bernie Ecclestone, ohne auf die Details einzugehen.

Fakt ist: Nach Besuchen in Bahrain, Russland, Spanien, Monaco, Aserbaidschan und Österreich war der Brite nach der Sommerpause nur in Brasilien - dem Heimatland seiner Ehefrau - zu Gast. Die restlichen Rennen verfolgte er im Fernsehen. Nach eigener Aussage mit Genuss: "Es ist heute entspannter, weil ich nicht mehr involviert bin", so Ecclestone mitsamt des nächsten Seitenhiebs auf Liberty: "Deshalb sehe ich auch mehr Dinge, die ich so nicht tun oder besser machen würde."

Debatte um Formel-1-Grid-Girls: Augenschmaus oder "nuttig"?

  Debatte um Formel-1-Grid-Girls: Augenschmaus oder Liberty Media stellt die Grid-Girl-Tradition infrage und Niki Lauda fragt, ob der Formel-1-Eigner "einen Vogel hätte" - Es geht um Emanzipation, Freiheit und Geld Sind sie ein Augenschmaus, Tradition oder das Relikt eines Sexismus vergangener Jahrzehnte? Die Grid-Girls - leicht bekleidete Damen, die im Laufe eines Grand-Prix-Wochenendes um die Piloten herumschwirren und auch unter dem flapsigen Begriff "Boxenluder" firmieren - scheinen unter der Ägide des neuen Formel-1-Besitzers Liberty Media zur Debatte zu stehen.

Geschätztes Vermögen 2,86 Milliarden Euro. Geburtsdatum 28. Oktober 1930 (87 Jahre alt). Geboren in Ipswich, England. Nationalität England. Familienstand verheiratet mit Fabiana Flosi. Beruf Unternehmer, ehemaliger Formel 1 Boss . Voller Name Bernard Charles Ecclestone .

Bernie Ecclestone fühlt sich von den neuen Besitzern der Formel 1 kaltgestellt. "Ich kann überhaupt nichts machen. Sogar dem Personal wurde Offiziell hatten die neuen Besitzer von Liberty Media den Briten zum Ehrenpräsidenten der Formel 1 ernannt. "Das Letzte, was ich bin, ist ein Botschafter.

Ob Ecclestone bei Liberty tatsächlich unerwünscht ist und welche Gründe es dafür geben könnte, ist unklar. Dass der zum Ehrenvorsitzenden degradierte Zampano die Macht einmal mehr an sich reißen könnte, scheint angesichts der Besitzverhältnisse unrealistisch, zumal er die Formel 1 nicht mehr als sein Kind beschreiben will: "Das ist ein zu großes Wort", sagt er. "Es ist etwas, bei dem ich geholfen habe, es zu entwickeln. Mit allen Teams. Ich will sehen, wie das Produkt weiter wächst."

Er sei stolz auf die Formel 1 und wolle sie florieren sehen. In Anbetracht gestiegener Zuschauerzahlen erkennt Ecclestone den Aufwärtstrend, macht aber nicht Liberty, sondern Ferraris Erstarken verantwortlich. "Ich habe mich zuletzt immer wieder bei den Veranstaltern entschuldigt, weil ich ihnen für viel Geld etwas verkauft hatte, was den Ansprüchen nicht gerecht wurde. Sie hatten für die alte Formel 1 bezahlt. Alles, was sie bekommen haben, waren Mercedes-Siege", so Ecclestone weiter.

An den Geschäftsstrategien des US-amerikanischen Medienkonzerns hat er seine Zweifel. Neue Publicity-Maßnahmen wie das Stadtevent in London im vergangenen Sommer hält er eher für ein Risiko als für einen Fortschritt. Ecclestone spricht vom einem "Interessenkonflikt" und betont, dass es für Teams und Vermarkter wichtig wäre, Öffentlichkeitsarbeit in Eigenregie zu betreiben. "Wenn da die FOM (Formula One Mangement; Anm. d. Red.) noch als Dritter mitmischt, stiftet das nur Verwirrung. Wer tut was? Wer sagt was? Wie soll ich wissen, was den Teams und Veranstaltern wichtig ist?"

Formel-1-Strategiegruppe: Rennstart-Zeiten stehen zur Debatte .
Kein fixer 14-Uhr-Termin in Europa mehr? Die Teams, die FIA und Liberty Media sollen diese Möglichkeit am Donnerstag nebst anderer Themen diskutieren Die Formel-1-Strategiegruppe wird sich bei ihrer Sitzung am Donnerstag in London nach Informationen von 'Motorsport-Total.com' mit möglichen Veränderungen am Zeitplan der Grand-Prix-Wochenenden beschäftigen. Wie zu hören ist, denken die Verantwortlichen darüber nach, die Startzeiten der Rennen nach hinten zu verlegen und für die Austragungsorte individuell anzupassen - wie es bei Übersee-Events bereits Usus ist. 2018 könnte nun der 14-Uhr-Termin in Europa wanken.

—   Teilen Sie Neuigkeiten in der SOC. Netzwerke
Das ist interessant!