Sport Schumacher-Rücktritt wegen Hamilton? Haug mit Klartext

14:16  23 november  2020
14:16  23 november  2020 Quelle:   msn.com

Österreichs Sportler des Jahres: Alaba nur Zweiter

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Freitag, 6. September 2019 Rücktritt ? Hamilton spricht Klartext | Sky Schweiz Sports Lewis Hamilton gibt zu, dass ein Ende seiner Formel-1-Karriere schon

Einen Tag nach dem Rücktritt von Michael Schumacher sickern weitere Details durch. Der Rekordweltmeister informierte sein Team erst fünf Minuten vor der Bekanntgabe. Mercedes-Rennleister Norbert Haug gibt zu: "Wir hatten uns auf eine andere Art von Pressekonferenz vorbereitet."

Lewis Hamilton hat Michael Schumachers Rekord eingestellt. Norbert Haug hat als Mercedes-Motorsportchef bereits mit beiden gearbeitet und verrät, was sie ausmacht.

Schumacher-Rücktritt wegen Hamilton? Haug mit Klartext © Bereitgestellt von sport1.de Schumacher-Rücktritt wegen Hamilton? Haug mit Klartext

Mit seinem siebten WM-Titel hat Lewis Hamilton Michael Schumachers Rekord eingestellt.

In Zukunft müssen sich die beiden Formel-1-Legenden den Titel Rekordweltmeister teilen - sofern der Brite nicht noch weitere Titel sammelt. Norbert Haug hat als Mercedes-Motorsportchef sowohl mit Schumacher als auch Hamilton gearbeitet.

Im exklusiven SPORT1-Interview spricht er darüber, was die beiden Champions ausmacht.

Von der Klappcouch zur Formel-1-Legende: Hamiltons Stationen

  Von der Klappcouch zur Formel-1-Legende: Hamiltons Stationen Lewis Hamilton ist nach dem Sieg in Istanbul Rekord-Weltmeister der Formel 1. Der Brite hat einen beschwerlichen Weg hinter sich. Auch Teamduelle prägen ihn. © Bereitgestellt von sport1.de Von der Klappcouch zur Formel-1-Legende: Hamiltons Stationen Aus der englischen Kleinstadt Stevenage auf den Thron der Formel 1 - das waren wichtige Stationen auf Lewis Hamiltons Weg nach ganz oben. 1/53 BILDERN © Getty Images Lewis Hamilton überquert beim Großen Preis der Türkei auf Rang 1 die Ziellinie und krönt sich somit vorzeitig zum Weltmeister.

Wie kam Hamilton zu Mercedes? Warum war Schumi nur dritte Wahl? Und wie sah Plan B aus? Wir haben die Antworten. 152/153 Nachdem Mercedes den Altmeister durch Lewis Hamilton ersetzt hatte, erklärte Michael Schumacher in Suzuka zum zweiten Mal in seiner Karriere den Rücktritt .

David Coulthard fuhr von 1994 bis 2008 in der Formel 1. Der Brite war lange Zeit Rivale von Michael Schumacher und fand, dass Lewis Hamilton den Legendenstatus genauso verdient wie Schumacher .

SPORT1: Norbert Haug, Lewis Hamilton hat jetzt wie Michael Schumacher sieben WM-Titel. Hätten Sie das je für möglich gehalten?

Norbert Haug: Meine Antwort hat zwei Teile. Teil eins: Nach Michaels siebtem WM-Titel hätte ich Haus und Hof darauf verwettet, dass er einen Rekord für die Ewigkeit aufgestellt hat. Teil zwei: Seit Lewis mit Mercedes angefangen hat, Titel im Jahresrhythmus zu sammeln, war klar, dass irgendwann die Zahl 'Sieben' fällig sein würde. Aus ihr kann auch eine zehn werden, und die ist dann so wohlverdient wie alle der bisherigen sieben.

SPORT1: Wie stolz sind Sie, beide Fahrer in ihren Karrieren begleitet zu haben?

Das unterscheidet die F1-Legenden Hamilton und Schumacher

  Das unterscheidet die F1-Legenden Hamilton und Schumacher Lewis Hamilton egalisiert in der Türkei den Titel-Rekord von Michael Schumacher. Anlass genug für einen Vergleich der beiden großen Formel-1-Legenden. © Bereitgestellt von sport1.de Das unterscheidet die F1-Legenden Hamilton und Schumacher Die Bestmarken von Michael Schumacher in der Formel 1 sind Rekorde für die Ewigkeit?Das jedenfalls glaubten jahrelang Fans und Experten gleichermaßen - bis die Dominanz von Lewis Hamilton in den vergangenen Jahren immer größer wurde, von Rennen zu Rennen, von Saison zu Saison.AvD Pannenhilfe und Schutz seit 1899.

Michael Schumacher hat zum ersten Mal öffentlich die Fortsetzung seiner beispiellosen Formel-1-Karriere mit Voraussetzungen verknüpft. "Das Auto muß konkurrenzfähig sein. Wenn ich nicht einmal eine Chance habe, Rennen zu gewinnen und um den Titel zu kämpfen, glaube ich nicht

Schumacher hätte den Titelgewinn bereits im ersten Hockenheim-Rennen am Samstagmorgen perfekt machen können. Doch bei einem harten Duell mit seinem Teamkollegen Marcus Armstrong aus Neuseeland wurde Schumachers Bolide beschädigt.

Haug: Das freut mich natürlich sehr, vor allem, dass ich Michael wie Lewis in ihren Motorsport-Anfängen, als sie noch keine Profisportler waren, kennengelernt und dann so lange mit beiden zusammengearbeitet habe. Mit Michael zu Beginn seiner Profikarriere im Mercedes-Juniorteam und in der Schlussphase seiner Karriere für drei Jahre im heutigen Mercedes-Werksteam. Dazwischen waren wir zwölf Jahre Rivalen der Formel 1 in Rot und Silber und sind dabei stets Freunde geblieben. Hart – manchmal sehr, sehr, hart – ging's auf der Strecke zu, empfindsam und emphatisch vor und nach den Rennen. Mit Lewis war ich 15 Jahre unterwegs – von seiner Kart-Nachwuchs-Zeit über die Formel 3 im Rahmen der DTM, die GP 2 bis zur Formel 1, seinem ersten Sieg dort und seinem ersten WM-Titel 2008. Es freut mich im Rückblick natürlich, dass ich bei Lewis' erstem Sieg 2007 beim GP in Kanada genauso dabei war wie beim ersten Sieg des aktuellen Mercedes-Formel-1-Werksteams 2012 beim China-GP. Seither wurde die Zahl der Siege des Silberpfeil-Teams dreistellig, und jene von Lewis steht kurz davor, dreistellig zu werden. Unvorstellbar und nicht hoch genug einzuschätzen.

„Es ist einfacher, sich zu verschlechtern“ - Lewis Hamilton im Interview

  „Es ist einfacher, sich zu verschlechtern“ - Lewis Hamilton im Interview Siebter WM-Titel, neuer Vertrag, Kampagnen für mehr Vielfalt: Über diese Themen hat Lewis Hamilton schon genug gesagt. Wir haben ihn über seine Arbeit hinter den Kulissen gefragt. Hamilton hat uns erzählt, wie aus dem Mercedes ein Auto wurde, das auch langsame Kurven gut kann.Hamilton: Ich kann mich nicht an jedes einzelne Jahr erinnern, in dem ich in der Formel 1 gefahren bin. Aber 2020 fühlt sich als die Saison an, in der ich im Durchschnitt auf dem höchsten Niveau gefahren bin. Das ist einerseits der natürliche Fortschritt, obwohl du es nicht immer perfekt hinkriegen kannst.

David Coulthard fuhr von 1994 bis 2008 in der Formel 1. Der Brite war lange Zeit Rivale von Michael Schumacher und fand, dass Lewis Hamilton den Legendenstatus genauso verdient wie Schumacher .

Klartext #12: Einsatz in Afghanistan und seelische Folgen (PTBS) - Johannes Clair.

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Das haben Schumacher und Hamilton gemeinsam

SPORT1: Welche Parallelen sehen Sie zwischen beiden?

Haug: Beide lieben was sie tun, beide fordern sich selbst mehr als alle andern, beide gehen immer die Extrameile, beide geben nie Ruhe, beide sind positiv unzufrieden. Was wie ein Widerspruch klingt, ist das Elixier des Super-Champions. Ohne das kannst du zwar Sieger werden, nicht aber Dauersieger.

SPORT1: Und was sind die Unterschiede bzw. was hat beide unabhängig voneinander besonders gemacht?

Haug: Man kann einen Berggipfel auch von mehreren Seiten erklimmen, aber die Fähigkeiten des Bergsteigers müssen sehr gleich oder mindestens sehr vergleichbar sein – sonst stürzt er ab. Michael und Lewis haben den stechenden Blick des Wollens, sie fragen mehr, tun mehr, arbeiten mehr, schaffen mehr. Diese Eigenschaften sind unabhängig vom typspezifischen Habitus vorhanden. Beide sind die ganz Besonderen unter den Besonderen.

„Wer ist Franz Tost?“ - Hamilton gegen Gehaltsobergrenze

  „Wer ist Franz Tost?“ - Hamilton gegen Gehaltsobergrenze Die Formel 1 denkt über eine Gehaltsobergrenze für die Fahrer nach. Topverdiener Lewis Hamilton spricht sich dagegen aus. Weil die Fahrer die Stars des Sports seien und es aus seiner Sicht unfair gegenüber dem Nachwuchs wäre, nicht so sehr wie die heutige Fahrer-Generation vom Milliardengeschäft zu profitieren.Eine elegante Lösung wäre es, das Fahrergehalt in den Budgetdeckel für die Teams zu integrieren, der ab 2021 bei 145 Millionen liegt und in den Jahren darauf weiter fällt. Damit könnten die kleinen Teams leben, doch die Großen hätten ein Problem. Weil ihre teuersten Angestellten dann dafür sorgen, dass weniger Geld für die Fahrzeugentwicklung übrig bleibt.

SPORT1: Sie haben beide schon in jungen Jahren kennengelernt: Wie war der junge Schumi und wie der junge Lewis?

Haug: Der junge Schumi – man kann es heute noch in alten Filmausschnitten sehen und hören – war ein rheinischer Jung mit Dialekt, ein Junge von der Kartbahn. Wenige Zeit später sprach er Englisch, und zwar so perfekt, dass mir ein englischer Journalist sagte: 'Ich wünschte, unsere englischen Fahrer würden so gut sprechen wie dein deutscher.' Das zeigt den Perfektionisten: Kartbahn ade, ohne astreines Englisch reiße ich in der höchsten Motorsportklasse nichts, das ist die Grundvoraussetzung um vorwärts zu kommen. Der junge Lewis war bestens erzogen und sehr höflich. Er war bei uns schon mit 14 Jahren Gast bei Mika Häkkinens erster WM-Feier 1998 im Mercedes-Museum. All seine Siege in der Formel 3 und der Formel 1 hat Lewis seither mit Mercedes-Motoren geholt. Vom Lehrling, oder Stift, wie man in Schwaben sagt, zum Mehrfach-Weltmeister – in Hollywood würde man die Story wohl als übertriebene Fiktion abstempeln, in der Realität findet sie statt.

Haug: Schumacher war "gnadenlos"

SPORT1: Wie war Schumacher als Ihr Gegner im Ferrari?

Haug: Gnadenlos. Wenn du dir einen Gegner wünschst, heißt der nicht Michael Schumacher. Wenn du dir einen Fahrer wünschst, heißt er so.

Hamilton: Mit Spaß zur Mercedes-Jubiläums-Pole

  Hamilton: Mit Spaß zur Mercedes-Jubiläums-Pole Beim Qualifying zum Großen Preis der Formel 1 in Bahrain bleibt eine Überraschung aus. Weltmeister Lewis Hamilton startet am Sonntag von ganz vorne. © Bereitgestellt von sport1.de Hamilton: Mit Spaß zur Mercedes-Jubiläums-Pole Lewis Hamilton hat sich im Qualifying die Pole Position für den Großen Preis der Formel 1 in Bahrain (Formel 1: Großer Preis von Bahrain am Sonntag ab 15.10 Uhr im LIVETICKER) gesichert. Der Mercedes-Pilot fuhr am Samstag die schnellste Runde.

SPORT1: Schumacher musste scheinbar stärker für seine Erfolge kämpfen, Hamilton nur selten Aufbauarbeit leisten: Wie bewerten Sie diese These?

Haug: Wer nachschaut, kann nachlesen: 'These bedeutet eine zu beweisende Behauptung'. Ich kenne niemanden, der diesen Beweis erbringen kann. Sicher gibt es im Jahr 2020 eine ganz andere Menge von Daten als 2004. Aber eben auch die gesteigerte Möglichkeit, sich im Datendschungel zu verirren. Michael und Lewis auf dem Peak ihrer Leistungsfähigkeit als Teamkollegen zu haben und zu koordinieren, wäre – ein siegfähiges Auto vorausgesetzt – wohl die ultimative Kombination mit den allergrößten Siegchancen gewesen. Aber wohl auch jene, die den Verantwortlichen an den Rande des Wahnsinns getrieben hätte – oder darüber hinaus.

SPORT1: Wer ist für Sie der bessere von beiden bzw. der Beste?

Haug: Wer seriös ist, wird Ihnen darauf keine zutreffende Antwort geben können.

SPORT1: Wie wichtig war Schumacher für den Aufbau des Mercedes-Teams und damit als Wegbereiter für Hamiltons Erfolge?

Haug: Ich bin sicher, sehr wichtig. Mit Ross Brawn als technischem Kopf hat er all seine 91 Siege und all seine sieben WM-Titel geholt. Mit Ross wurde 2010 das Grundgerüst des Silberpfeil-Werksteams aufgestellt, mit vielen Kollegen und Technikern, die auch zehn Jahre danach noch im Team aktiv sind und nach wie vor auch Schlüsselrollen besetzen. Wir hatten damals, nach der Finanzkrise, ein ganz minimales Budget und kein Drittel der heutigen Mitarbeiterzahl. Aber ohne Idee, Vision und zielgerichteten Anfang gibt es keine fruchtbare Fortsetzung. Unseren ersten Sieg 2012 holte in China Nico Rosberg und auch Michael war bis zu seinem Ausfall nach falsch montierter Radmutter absolut siegfähig. Danach fuhr er mit dem nicht besten Auto im Feld Bestzeit beim Qualifying zum GP Monaco – auf der Mutter aller Rennstrecken.

Kein Start in Bahrain 2 - Hamilton mit Corona infiziert

  Kein Start in Bahrain 2 - Hamilton mit Corona infiziert Lewis Hamilton hat sich mit dem Corona-Virus infiziert. Das teilten die Formel 1 und Mercedes mit. Der Weltmeister habe leichte Krankheitssymptome und befinde sich in Isolation. Sein Start am zweiten Bahrain-Wochenende ist ausgeschlossen. Auch seine Teilnahme am Saisonfinale wackelt. Wer könnte ihn ersetzen?Hamilton sei am Montagmorgen nach dem GP Bahrain mit leichten Krankheitssymptomen aufgewacht und sei gleichzeitig darüber informiert worden, dass eine seiner Kontaktpersonen, mit der der 35-Jährige vor seiner Ankunft im Königreich zu tun gehabt habe, nachträglich positiv getestet wurde. Hamilton unterzog sich daraufhin einem Corona-Test, der das Virus in seinem Körper nachwies.

Schumacher-Rücktritt nicht für Hamilton

SPORT1: Immer wieder wird gesagt, Schumacher musste sogar für Hamilton weichen: War der Rücktritt tatsächlich erzwungen?

Haug: Nein, das war er nicht, und wer nachschaut, wird sehen, dass Michael bei seinem Rücktritt kurz vor seinem 44. Geburtstag war. Was nicht heißt, dass er 2013, 2014 und 2015 nicht mehr siegfähig war und gar WM-Titel hätte gewinnen können. Wie gesagt: Wer 2012 die Pole-Zeit in Monaco fährt, kann 2014 nach meiner Einschätzung mit einem entsprechenden Auto auch gewinnen, und mit einem überlegenen erst recht. Alles bei uns wurde auf das Hybrid-Motorenzeitalter ausgerichtet, das – weil die Konkurrenz nicht fertig geworden war – 2014 statt 2013 begann. Und seit 2014 hat Mercedes bekanntlich sämtliche Formel-1-WM Titel gewonnen, sieben Mal hintereinander bei Fahrern und Konstrukteuren. Eine unvorstellbare und in der Geschichte der Formel 1-Weltmeisterschaft einmalige Leistung, was für Team, Fahrer, Mannschaft und Mannschaftsleitung spricht: eine glatte 1 mit sieben doppelten Sternen.

SPORT1: Nico Rosberg hat im selben Auto beide geschlagen: Was sagt Ihnen das?

Haug: Wäre er mal lieber weitergefahren… Im Ernst: Nico wusste genau, warum er 2016 einen Schlussstrich unter seine Formel-1- und Rennkarriere zog, er hat das ja auch ausführlich kommuniziert. Und ich kann seinen Entschluss absolut verstehen und respektieren: Es gibt Wichtigeres im Leben als im Kreis rumzufahren. Aber wenig Schöneres, Fordernderes und Lehrreichereres.

Nach Russell-Gala: Wolff schließt Fahrertausch nicht aus .
Nach dem starken Mercedes-Debüt von George Russell gerät Valtteri Bottas immer mehr unter Druck. Auch von seinem Teamchef bei Mercedes. © Bereitgestellt von sport1.de Nach Russell-Gala: Wolff schließt Fahrertausch nicht aus Die Mercedes-Welt ist nach dem zweiten Bahrain-Rennen war nicht mehr wie vorher. Die Gründe: Das Pech von Hamilton-Ersatz George Russell (22), dem Sieger der Herzen, und das schlechte Abschneiden vom Teamkollegen Valtteri Bottas (31), bringt die zukünftigen Fahrerplanungen des Dauersieger-Teams ins Wanken.

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