Sport International: Maradona-Tod wird vor Trainer verheimlicht

21:30  26 november  2020
21:30  26 november  2020 Quelle:   msn.com

International: Die irre Maradona-Show bei Gimnasia: SPOX vor Ort in La Plata

  International: Die irre Maradona-Show bei Gimnasia: SPOX vor Ort in La Plata Fußball-Idol Diego Maradona ist nach einem Herzstillstand im Alter von 60 Jahren verstorben. Seit September 2019 war Diego Armando Maradona (59) - unterbrochen von zwei Tagen - Trainer des argentinischen Erstligisten Gimnasia La Plata. Er wurde empfangen wie ein Messias, saß während der Spiele auf einem Thron, wurde von den gegnerischen Fans bejubelt und sogar die Autofahrer folgten ihm. Ein Ortsbesuch im Frühjahr 2020. Dieser Artikel erschien erstmals am 5. März 2020.

Trainer Andre Villas-Boas von Olympique Marseille hat nach dem Tod der argentinischen Fußballlegende Diego Maradona den Vorschlag gebracht, dass in Zukunft kein " Maradonas Tod ist eine sehr traurige Nachricht. Ich fände es gut, wenn die FIFA veranlasst, dass die Nummer zehn in

Tatsächlich hat die Nachricht von Diego Maradonas Tod Argentinien in eine Art Schockzustand versetzt. Für den Rest der Welt mag Maradona Maradona war ein Kämpfer, einer der nicht aufgibt. Vielleicht trifft sein Tod die Argentinier auch deshalb jetzt so hart: Einen wie ihn hätten sie gerade gut

Diego Armando Maradona ist am Mittwoch im Alter von 60 Jahren verstorben . Die Fußballwelt trauert, nimmt Abschied und plant Würdigungen. Alle Entwicklungen im Überblick.

Eine Beziehung wie Vater und Sohn: Der Tod von Diego Maradona wird vor Carlos Bilardo, Weltmeister-Trainer Argentiniens, geheimgehalten © Bereitgestellt von SPOX Eine Beziehung wie Vater und Sohn: Der Tod von Diego Maradona wird vor Carlos Bilardo, Weltmeister-Trainer Argentiniens, geheimgehalten

Dieser Artikel wird fortlaufend aktualisiert.

Mehr bei SPOX

  • Fans in Buenos Aires trauern um Diego Maradona
  • Maradonas Tod trifft die Welt ins Herz
  • Die irre Maradona-Show bei Gimnasia: SPOX vor Ort in La Plata

Bundesliga gedenkt Maradona mit Trauerflor und Schweigeminute

Zum Gedenken an Diego Maradona werden am kommenden Spielwochenende vor den Begegnungen der 1. und 2. Bundesliga Schweigeminuten abgehalten. Das teilte der Ligaverband DFL am Donnerstag mit. Demnach laufen außerdem in Erinnerung an den rund um den Globus verehrten Weltmeister von 1986 alle 36 deutschen Profi-Mannschaften mit Trauerflor auf.

Im Himmel

  Im Himmel Mit Diego Armando Maradona ist mehr als nur der einstige "Goldjunge" und Weltmeister von 1986 gestorben. Für Argentinien ist er ein Heiliger. Längst war er in den Olymp aufgestiegen. © imago images Auf dem Höhepunkt: Diego Armando Maradona streckt 1986 den WM-Pokal in die Luft. Es waren seine vielleicht schönsten Tänze. Pur, ganz ohne Hysterie und Größenwahn. Nicht so berühmt wie die im Aztekenstadion gegen England mit den zwei Toren für die Ewigkeit oder ein paar Tage später gegen diesen in hoffnungsvoll grünen Trikots angetretenen Gegner.

International . Sein Tod bewegt die Menschen auf der ganzen Welt. RT Deutsch gibt einen Überblick. Ein sehr trauriger Tag für alle Argentinier und den Fußball. Maradona verlässt uns, doch er geht nicht wirklich, denn Diego ist für die Ewigkeit.

Diego Maradona wird neuer Trainer des mexikanischen Zweitligisten Dorados de Sinaloa. Wann Maradona als neuer Trainer beginnt, war zunächst nicht klar. Kurz nach Ende der Weltmeisterschaft in Russland war Maradona als neuer Chef des Clubs Dinamo Brest in Weißrussland vorgestellt worden.

Maradonas WM-Trainer Bilardo im Unwissen über Tod der Ikone

Diego Maradonas Tod wird vor Argentiniens Weltmeister-Trainer Carlos Bilardo zurückgehalten. Die Abschirmung des 82-Jährigen von der traurigen Nachricht über das Ableben der Ikone aus gesundheitlichen Gründen bestätigte sein Bruder Jorge am Donnerstag im Rundfunksender Radio Provincia.

Demnach befürchtet die Familie des Coaches, der die Südamerikaner 1986 in Mexiko mit Maradona als Kapitän zum WM-Titel führte, einen Zusammenbruch des Pensionärs. "Ich kann ihm nicht sagen, dass Diego tot ist, weil sie eine Beziehung wie zwischen Vater und Sohn hatten", sagte Jorge Bilardo in dem Radio-Interview.

Der frühere Erfolgstrainer lebt in Buenos Aires und benötigt wegen einer neurologischen Erkrankung professionelle Pflege. Die damit betrauten Fachkräfte hatten bereits vor Maradonas Tod laut Jorge Bilardo die Anweisung erhalten, den einstigen Coach im Falle des Ablebens von "D10S" nicht über den Verlust zu informieren und auch keine Nachrichten in Rundfunk oder Fernsehen durchdringen zu lassen: "Die Pfleger sollen dann sagen, dass die Kabel durchtrennt worden wären."

Lothar Matthäus: Wie Diego Maradona und ich von Weltcup-Rivalen zu Freunden gingen

 Lothar Matthäus: Wie Diego Maradona und ich von Weltcup-Rivalen zu Freunden gingen Ungefähr zwei Jahre bevor ich 1988 zu Inter Mailand wechselte, besuchten mich drei oder vier Männer aus Neapel an einem Samstagabend in München. © Zur Verfügung gestellt von FourFourTwo Diego Maradona und Lothar Matthäus Ich hatte ein Spiel für die Bayern gegen Köln gespielt und war gegen 21 oder 22 Uhr wieder in München. Mein Management und die Leute aus Neapel saßen alle zusammen in einem italienischen Restaurant.

Letzte Worte für einen Unsterblichen: Diego Maradonas Tod erschüttert die Fußball-Welt. Die Fußball-Welt steht nach dem plötzlichen Tod der Ikone Diego Armando Maradona unter Schock. Der argentinische Weltmeister-Kapitän von 1986 starb drei Wochen nach einer Operation am Gehirn im

Fußball-Idol Diego Maradona ist nach einem Herzstillstand im Alter von 60 Jahren verstorben. Mitte Januar, Gimnasia bestreitet gerade sein zwölftes Ligaspiel unter Trainer Maradona . Kein Wunder, wurde Maradona auch nicht wie ein irdischer Trainer empfangen, sondern wie ein göttlicher Messias.

Tatsächlich wäre die Kenntnis von Maradonas Tod für Bilardo ein schwerer Schlag. Der Fußball-Lehrer, der vier Jahre nach Mexiko bei der WM-Endrunde die Albiceleste erneut mit Maradona wieder ins Endspiel gebracht hatte, war dem genialen Ballkünstler nach eigenen Angaben zutiefst verbunden: "Diego ist der Sohn, den ich nie gehabt habe."

Maradona wird am nächsten Donnerstag beerdigt

Maradona wird am nächsten Donnerstag vor den Toren der Hauptstadt Buenos Aires beerdigt. Er findet seine letzte Ruhe auf dem Friedhof Jardin de Paz, wo auch seine Eltern zu Grabe getragen wurden. Das bestätigte Maradonas Sprecher Sebastian Sanchi AFP.

Maradona junior trauert um seinen Vater: "Kapitän meines Herzen"

In Neapel trauert auch Diego Maradona junior um seinen prominenten Vater. "Der Kapitän meines Herzens wird niemals sterben", schrieb der 34-Jährige im Netz unter ein Bild des beleuchteten San Paolo Stadions in Neapel, in dem Maradona senior große Erfolge gefeiert hatte.

"Sogar der Ball weint" - "Der Fußballplanet steht unter Schock"

  Nach dem Tod von Diego Maradona erinnern zahlreiche Medien an das Leben der argentinischen (Fußball-)Legende. Ein Überblick zu den internationalen Pressestimmen ... © imago images Die Trauer um die Fußball-Legende Diego Maradona ist ein weltweites Phänomen. ARGENTINIEN Ole: "Es lebe Diego. Seine Geschichte hört nie auf, geschrieben zu werden. Wir wissen, dass Diego ein neues Spiel begonnen hat." Clarin: "Ein Mann, der sich selber erschaffen hat, wie ein David, der jeden Morgen aufstand, um wieder und wieder den rettenden Stein ins Auge des Giganten zu schleudern.

Der Tod von Diego Maradona war ein Schock - nicht nur für Fußballfans. Freunde und Weggefährten der Fußball-Legende meldeten sich inzwischen via Instagram und Twitter zu Wort und verabschiedeten sich von ihm.

Liverpools Trainer Jürgen Klopp spricht über den verstorbenen Diego Maradona und erklärt in emotionalen Worten, warum der Argentinier und andere Legenden so besonders für den Fußball waren.

Erhatte seinen unehelichen Sohn, selbst Fußballer, erst 2016 anerkannt. Diego juniors Mutter, die Neapolitanerin Cristiana Sinagra, hatte jahrelang Prozesse wegen verweigerter Unterhaltszahlungen geführt. Die Fußball-Legende hatte den Sohn erstmals im Jahr 2003 getroffen.

Gascoigne erzählt Anekdoten: Beschwipst gegen Maradona

Nach dem Tod von Diego Maradona hat Paul Gascoigne im britischen Frühstücksfernsehen von seinen Erlebnissen mit dem Argentinier berichtet. Unter anderem erzählte der frühere englische Fußballstar eine Anekdote von einem Freundschaftsspiel, in dem er mit Lazio Rom auf den FC Sevilla um Maradona traf. "Auf dem Flug hatte ich einige Drinks", sagte Gascoigne, "im Spielertunnel habe ich gesagt: 'Diego, ich bin beschwipst.' Und er sagte: 'Es ist okay, Gazza, ich auch.'"

Er habe in seiner Zeit in Italien leider nie ein Pflichtspiel gegen Maradona absolviert, als dieser für den SSC Neapel spielte. "Ich bin zu Lazio gekommen, als er gerade gegangen war", sagte Gascoigne bei "Good Morning Britain". Bei einem Charity-Match, in dem beide aufliefen, habe er vor dem Stadion "einen kleinen Kerl mit einem Hut und einer riesigen Zigarre" entdeckt. "Ich hab mich hinter ihn gestellt und gefragt: Diego, kann ich mir dein Feuerzeug leihen?", so Lebemann Gascoigne: "Er hat einfach nur gelacht und wir haben zusammen geraucht."

Diego Maradona sagte einmal, er hasse "alles" aus den USA und nannte Präsident George W. Bush "menschlichen Müll".

 Diego Maradona sagte einmal, er hasse © Bereitgestellt von INSIDER Maradona protestierte gegen einen Besuch von George W. Bush in Argentinien. Getty Images Diego Maradona sagte einmal, er hasse alles aus den USA und George Bush sei "menschlicher Müll". Die argentinische Fußballlegende , die am Mittwoch im Alter von 60 Jahren an einem Herzinfarkt starb, unterstützte sowohl Hugo Chavez, den ehemaligen sozialistischen Präsidenten Venezuelas, als auch Fidel Castro.

Ferrara über Maradona: "Sonne inmitten des Universums"

Mit großer Trauer und Bestürzung hat Ciro Ferrara auf den Tod von Diego Maradona reagiert. "Er war ein Gott, doch keiner war menschlicher als er. Er stand niemals auf dem Podest, er war nie arrogant", sagte Ferrara, der sieben Jahre lang Mitspieler Maradonas bei der SSC Neapel war: "In meinem Leben hat Diego eine enorme Rolle gespielt. Er war der Größte, die Sonne inmitten des Universums."

Ferrara selbst sprach in den höchsten Tönen von Maradona. "Wegen seiner tiefen überschwänglichen Menschlichkeit und seiner Nähe zu allen Personen musste man Maradona einfach gern haben", sagte der frühere italienische Nationalspieler: "Ich habe als 17-Jähriger begonnen, Maradona zu lieben, als ich beim SSC Neapel spielte und ich ihn noch siezte. Ich habe ihn weitere 30 Jahre lang geliebt. Es gab keine Distanz, keinen Ozean zwischen uns. Ich habe ihn wie wenige gekannt."

Villas-Boas: Nummer 10 nicht mehr vergeben

Trainer Andre Villas-Boas von Olympique Marseille hat nach Maradonas Tod den Vorschlag gebracht, dass in Zukunft kein Spieler mehr mit der Trikotnummer zehn auflaufen sollte. "Maradonas Tod ist eine sehr traurige Nachricht. Ich fände es gut, wenn die FIFA veranlasst, dass die Nummer zehn in allen Wettbewerben und bei allen Klubs nicht mehr vergeben wird", sagte der Portugiese nach dem Champions-League-Spiel gegen den FC Porto (0:2).

Der Elvis des Fußballs: Diego Maradona lebte wie ein Rockstar

  Der Elvis des Fußballs: Diego Maradona lebte wie ein Rockstar Christian Streich äußert sich zum Tod von Diego Maradona. Freiburgs Trainer würdigt die argentinische Fußballlegende in den höchsten Tönen.

Diese Aktion wäre "die größte Huldigung, die wir für ihn machen könnten", fuhr der 43-Jährige fort. "Sein Tod ist ein großer Verlust für die Fußballwelt." Der Argentinier gehört zu den größten Spielern, die die prestigeträchtige Rückennummer je getragen haben.

Maradonas vermeintlich letzte Worte: "Me siento mal!"

"Me siento mal" ("Ich fühle mich schlecht") waren laut argentinischen Medien Diego Maradonas letzte Worte. Das einzige Familienmitglied, das bei seinem Tod in seiner Villa in San Andres war, war sein Neffe Johnny Esposito, Sohn von Maradonas Schwester Maria. Die Rettung wurde von einer Krankenschwester gerufen.

Neapel trauert: Mahnwachen trotz Ausgangssperre

Nach dem Tod von Diego Maradona haben Fans in seiner alten sportlichen Heimat Neapel der Fußball-Legende gedacht. Dutzende Menschen pilgerten zu einem Wohnblock im Zentrum der Vesuvstadt, an dessen Fassade ein Gemälde des ehemaligen Stars des SSC Neapel zu sehen ist. Viele Tifosi hielten Kerzen in der Hand.

Trotz des Ausgangsverbots ab 22 Uhr wegen der Corona-Pandemie versammelten sich vor dem Stadio San Paolo spontan hunderte Fans und legten Kerzen und Blumen nieder. Kinder klebten Zeichnungen an den Stadioneingang. Einige Fans drangen ins Stadion ein und rollten ein Bild Maradonas mit der Schrift "The King" aus. Dabei zündeten sie Rauchbomben. Neapels Bürgermeister Luigi de Magistris stellte in Aussicht, die Arena in Maradona-Stadion umzubenennen.

Maradonas "Hand Gottes" schmerzt Shilton noch immer

Auch Englands früheren Nationaltorhüter Peter Shilton hat der Tod von Diego Maradona getroffen - der Schmerz über dessen "Hand Gottes" im WM-Viertelfinale 1986 ist aber immer noch nicht verheilt. "Ich bin traurig, von seinem Tod in so jungem Alter zu hören. Er war zweifellos der größte Spieler, dem ich je gegenüberstand", schrieb Shilton in einer Kolumne für die Daily Mail.

International: Maradona-Tod wird vor Trainer verheimlicht

  International: Maradona-Tod wird vor Trainer verheimlicht Nach dem Tod von Diego Maradona trauert die gesamte Fußballwelt um eines seiner größten Idole. Auch Trainer und Funktionäre der deutschen Bundesliga-Klubs teilen ihre Erinnerungen und Gedanken an die "Hand Gottes".

Gleichzeitig bedauerte der 71-Jährige, dass sich die argentinische Fußball-Ikone nie für das berühmte Hand-Tor entschuldigt hatte. "Es scheint, dass er Größe in sich hatte, aber leider keinen Sportsgeist."

Hier geht es zur ausführlichen News.

Maradonas Leichnam im Präsidentenpalast eingetroffen

Der Sarg mit dem Leichnam von Diego Maradona ist in der Nacht zu Donnerstag im argentinischen Präsidentenpalast eingetroffen. Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtete, standen bereits Hunderte Menschen vor der Casa Rosada Schlange, als der Sarg das Gebäude in einem Krankenwagen unter großen Sicherheitsvorkehrungen erreichte.

Die Totenwache für die breite Öffentlichkeit sollte am Donnerstagmorgen um 6.00 Uhr (Ortszeit) beginnen, hieß es in einer Erklärung des argentinischen Präsidenten. Maradonas Leichnam soll dann für drei Tage im Präsidentenpalast aufgebahrt werden. Die Regierung hatte zuvor bereits eine dreitägige Staatstrauer angeordnet und erklärt, Maradona werde ein Staatsbegräbnis erhalten.

Bereits kurz vor Mitternacht kamen Maradonas Ex-Frau Claudia Villafane und seine Töchter Dalma und Gianinna in den Präsidentenpalast. Es folgten Claudio Tapia, Präsident des argentinischen Fußballverbandes (AFA) sowie eine Reihe von aktuellen und ehemaligen Spielern, darunter Maradonas Mannschaftskameraden aus dem siegreichen argentinischen Team der WM 1986.

Beckenbauer über Maradona: "Kein Fußballer, ein Künstler"

Der frühere DFB-Teamchef Franz Beckenbauer hat betroffen auf den Tod Maradonas reagiert. "Es ist unheimlich schade, unfassbar traurig, er war ein begnadeter Fußballer", sagte der 75-Jährige bei Sport1: "So was habe ich überhaupt noch nicht gesehen. Er war ein Genie der damaligen Zeit - in den 70er und 80er Jahren der beste Fußballer der Welt!"

Diego Maradona: Maradona und wir

  Diego Maradona: Maradona und wir Ein Nachwuchsleistungszentrum hat er nie besucht. Was die tiefe Trauer um Diego Maradona über unsere Sehnsucht nach dem wahren Fußball aussagt.Kann man sich Diego Maradona in einem Geisterspiel vorstellen? Klar, er würde auch in einem leeren Stadion seine Kunst nicht verlernen.

Beckenbauer hatte mit der deutschen Nationalmannschaft zwei WM-Endspiele gegen Maradona und Argentiniens Auswahl bestritten. 1986 setzten sich die Südamerikaner mit 3:2 in Mexiko durch, vier Jahre später besiegte die DFB-Elf die Argentinier in Italien mit 1:0. "Du konntest ihn gar nicht halten. Ich habe gesagt: Das ist kein Fußballer, das ist ein Künstler! Ein Tänzer!", sagte Beckenbauer über Maradona.

Maradonas letzte Trainerstation Gimnasia

Bis zu seinem Tod trainierte Diego Maradona den argentinischen Erstligisten Gimnasia La Plata. SPOX war Anfang des Jahres vor Ort - hier geht es zur Reportage.

Maradonas Ex-Trainer Bianchi: "Zu großer Schmerz"

Diego Maradonas früherer Trainer Ottavio Bianchi hat tief erschüttert auf Maradonas Tod reagiert. Bianchi war mit Maradona als Spielführer 1990 Meister mit dem SSC Neapel geworden. "Ich kann nicht sprechen. Der Schmerz ist zu groß", sagte Bianchi.

Der Papst betet für Diego Maradona

Papst Franziskus aus Argentinien ist über den Tod von Maradona informiert worden und betet für ihn. Dies berichtete Vatikan-Sprecher Matteo Bruni. Franziskus denke an die Begegnungen mit Maradona in den vergangenen Jahren, sagte Bruni.

Der Papst, selbst großer Fußball-Fan, hatte Maradona unter anderem 2014 im Vatikan empfangen, nachdem im Olympiastadion von Rom ein interreligiöses "Spiel für den Frieden" stattgefunden hatte. Das Spiel war von der Stiftung des argentinischen Fußball-Stars Javier Zanetti organisiert worden.

Maradonas Karriere im Zeitraffer:

  • 30. Oktober 1960: Diego Armando Maradona Franco kommt als fünftes von acht Kindern einer einfachen Arbeiterfamilie zur Welt, verbringt seine Kindheit in Villa Fiorito, einem der vielen armen Vororte von Buenos Aires.
  • 20. Oktober 1976: Bereits als 15-Jähriger bestreitet er sein erstes Profispiel, für die Argentinos Juniors. Schnell geht es weiter zu den Boca Juniors, dann rüber nach Europa zum FC Barcelona, SSC Neapel und FC Sevilla, ehe sich der Kreis in der Heimat bei den Newell's Old Boys und am 25. Oktober 1997 endgültig bei Boca Juniors schließt.
  • 22. Juni 1986: Mit zwei Treffern im WM-Viertelfinale gegen England (2:1) macht Maradona sich zur Legende. Beim ersten Tor schubst er den Ball mit der "Hand Gottes" über den herauseilenden Schlussmann Peter Shilton. Sein Sololauf aus der eigenen Hälfte um sechs Engländer herum wurde später zum WM-Tor des Jahrhunderts gewählt. Der 22. Juni ist heute Tag des Fußballs in Argentinien.
  • 25. Juni 1994: Nach dem 2:1-Vorrundenerfolg gegen Nigeria wird in Maradonas Dopingprobe das stimulierende Ephedrin nachgewiesen. Nach Rot 1982 in Spanien im Zweitrundenspiel gegen Brasilien, dem Titeltriumph 1986 gegen Deutschland in Mexiko, der verlorenen Finalrevanche vier Jahre später in Italien, endet seine vierte und letzte WM mit dem sofortigen Turnierausschluss. Es ist sein letztes von 91 Länderspielen (34 Tore).
  • 18. April 2004: Nicht zum ersten Mal bringt seine Kokainsucht ihn in akute Lebensgefahr. Sein Blutdruck schnellt hoch, sein Herz saust. Von der Intensivstation geht es direkt in die Entzugskur. Fotos eines weit über 100 Kilo schweren Maradonas mit aufgedunsenem Gesicht schocken die Welt.
  • 5. September 2019: Maradona übernimmt den argentinischen Tabellenletzten Club de Gimnasia y Esgrima La Plata. Als Seleccion-Coach war er immerhin 2010 auf einer WM-Bühne, von der ihn Deutschland mit einem 4:0 im Viertelfinale unsanft stubste. Die übrigen Stationen sind nicht der Rede wert, auch nicht seine letzte. Im Juni hatte Maradona bei Gimnasia noch bis Ende 2021 verlängert.

Diego Maradona: Maradona und wir .
Ein Nachwuchsleistungszentrum hat er nie besucht. Was die tiefe Trauer um Diego Maradona über unsere Sehnsucht nach dem wahren Fußball aussagt.Kann man sich Diego Maradona in einem Geisterspiel vorstellen? Klar, er würde auch in einem leeren Stadion seine Kunst nicht verlernen.

usr: 10
Das ist interessant!