Sport Darum entbrennt in Bahrain ein Kampf ums Mercedes-Cockpit

19:45  03 dezember  2020
19:45  03 dezember  2020 Quelle:   sport1.de

Zurück nur bei guten Gründen - Kritik an 2021er Pirelli-Reifen

  Zurück nur bei guten Gründen - Kritik an 2021er Pirelli-Reifen Die neuen Reifen von Pirelli standen nach ihrem ersten echten Test in Bahrain im Kreuzfeuer der Fahrer. Sie klagten über zu wenig Grip. Pirelli lässt die Kritik nicht gelten. Ein Zurück zu den 2019er Reifen gibt es nur bei guten Gründen. Weniger Grip zum Beispiel ist keiner.Während die Ingenieure ihre Sorgen in moderater Tonlage äußern, hielten die Fahrer nach dem ersten Kennenlernen mit ihrer Kritik nicht zurück. Charles Leclerc klagte noch im Auto: "Kein Grip, kein Gefühl." Max Verstappen machte sich lustig, weil Lewis Hamilton vor ihm hilflos durch die Kurven rutschte: "Schaut mal, wie schön der driftet." Auf das eigene Auto bezogen meinte er: "Wir rutschen nur herum und suchen nach einer Balance.

Mercedes -Teamchef Toto Wolff sprach von einem »kleinen Meilenstein für uns«, weil zum ersten Mal ein Mitglied des Juniorprogramms für das Die Fahrerpaarung für das Finale in Abu Dhabi eine Woche später soll »im weiteren Verlauf« nach dem zweiten Bahrain -Rennen binnen acht Tagen bekannt

George Russell wird beim kommenden Formel-1-Rennen in Bahrain Weltmeister Lewis Hamilton bei Mercedes ersetzen. Der 22 Jahre alte Brite stammt aus der Silberpfeil-Schmiede und fährt aktuell eigentlich für Mercedes -Partner Williams. Das britische Team machte den Weg aber frei für Russell

Lewis Hamilton fällt für den Sachir-GP aus. Bottas muss sich daher mit Hamiltons Kronprinz Russell messen. Das Ergebnis könnte beide Karrierewege entscheiden.

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Die Formel-1-Weltmeisterschaft 2020 ist zugunsten von Lewis Hamilton entschieden - doch für Valtteri Bottas und George Russell wird der Große Preis von Sachir am Wochenende dennoch zum wichtigsten Rennen ihrer bisherigen Laufbahn.  (Formel 1: Der Große Preis von Sakhir, Sonntag, 18.10 Uhr im LIVETICKER)

Erstmals treten Hamiltons langjähriger Mercedes-Teamkollege und sein vermeintlicher Kronprinz in einem gleichwertigen Auto gegeneinander an. (SERVICE: Der Rennkalender der Formel 1)

„Halo hat sein Leben gerettet“ - Stimmen zum Grosjean-Unfall

  „Halo hat sein Leben gerettet“ - Stimmen zum Grosjean-Unfall Romain Grosjean hatte bei seinem Horror-Unfall in Bahrain einen Schutzengel im Auto. Der Franzose kam mit einem großen Schreck und Verbrennungen davon. Die Formel 1-Gemeinde war sich einig. Der Halo rettete ihm das Leben.Seine Irrfahrt endete nur wenige Meter später in der Leitplanke. Der Haas traf die Stahl-Mauer zuerst mit dem rechten Vorderrad, drehte sich ein, bevor ein Stahlpfosten auf der Hinterseite das Auto in zwei Stücke schlug. Der hintere Teil des Autos samt Hinterachse, Heckflügel, Motorabdeckung, Motor und Getriebe landete vor der Streckenbegrenzung. Das Monocoque bohrte sich tief in die Leitplanke.

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Der Kampf ums Auto zwischen den IT-Giganten Google und Apple ist voll entbrannt . Der Internetkonzern Google hat auf einer Entwicklerkonferenz in San Francisco sein neues Betriebssystem für das Pkw-Infotainment vorgestellt. Audi zum Beispiel integriert beide Systems ins Cockpit .

Vor allem Bottas steht dabei enorm unter Druck. Seine bisherige Chancenlosigkeit gegen Hamilton hatten seine Fans stets damit rechtfertigen können, dass er gegen einen der besten Fahrer in der Formel-1-Geschichte antreten muss, auf dessen Fahrweise das Auto zudem zugeschnitten ist.

Doch nun hat der Finne einen deutlich unerfahreneren Kollegen als Kontrahenten, der während eines Rennens noch nie in einem Spitzenauto saß. Eine Niederlage gegen ihn könnte Folgen für Bottas' Rennfahrer-Karriere haben.

"Russell ist ein großes Talent und hat die Beförderung verdient. Ich bin überzeugt: Er wird einen guten Job machen. Er hat gar nichts zu verlieren, Teamkollege Valtteri Bottas dagegen schon", sagt Ex-Formel-1-Fahrer Ralf Schumacher bei SPORT1.

Fittipaldi statt Grosjean - Neue Details zum Grosjean-Unfall

  Fittipaldi statt Grosjean - Neue Details zum Grosjean-Unfall Das Wunder von Bahrain geht weiter. Romain Grosjean hat nicht mal blaue Flecken und überlegt, beim Finale in Abu Dhabi zu fahren. Beim zweiten Bahrain-Wochenende wird ihn Pietro Fittipaldi ersetzen. Unfalldetails zeigen, wie viel Glück im Spiel war.Beim 16. WM-Lauf am kommenden Wochenende auf der Kurzversion der Sakhir-Rennstrecke wird Pietro Fittipaldi sein Cockpit übernehmen. Der 24-jährige Brasilianer wurde dem zweiten Ersatzpiloten Louis Deletraz vorgezogen. Der Schweizer muss zeitgleich beim Formel 2-Finale in Bahrain antreten. Für beide Reservefahrer hat der US-Rennstall bereits einen Sitz. Somit erklärt sich, warum nicht Nico Hülkenberg eingeflogen wurde.

1500 Milliarden Euro sollen klamme Euro-Staaten vor den Folgen der Corona-Krise schützen. Das Vorhaben kommt allerdings nur langsam voran. Nun bricht auch noch ein Kampf darüber aus, wer das Geld kontrolliert.

Die Gemeinde bei Biberach wollte Bauplätze an einheimische junge Familien vergeben. Eine Familie, die leer ausging, klagt gegen das Vergabeverfahren.

Wolff: "Bottas hohe Messlatte für Russell"

Zumal: Die Wahl von Mercedes-Junior Russell als Ersatz für den an mit dem Coronavirus infizierten und beim zweiten Bahrain-Grand-Prix somit ausfallenden Hamilton dürfte einen Hintergedanken haben - und in diesem Zusammenhang auch die Entscheidung gegen die eigentlich erwartete Berufung von Reservist Stoffel Vandoorne.

Russell als "Leihgabe" von Wiliams hat Kalkül, wollen die Silberpfeile doch testen, wie der 22-Jährige selbst unter schwierigen Voraussetzungen im Vergleich zu Bottas abschneidet.

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"Ich bin zuversichtlich, dass er eine starke Leistung abliefern wird neben Valtteri, der für ihn eine hohe Messlatte sein wird", sagt Toto Wolff. (SERVICE: Fahrerwertung der Formel 1)

Auch wenn der Mercedes-Motorsport Russells Wechsel vom Williams zum Mercedes W11 als schwierig einschätzt, so ist er doch überzeugt: "Er ist bereit für das Rennen und verfügt zudem über ein detailliertes Verständnis der 2020er-Reifen und wie diese mit der derzeitigen Fahrzeuggeneration zusammenspielen.“

„Dem Tod ins Auge gesehen“ - Grosjeans Gedanken im Feuer

  „Dem Tod ins Auge gesehen“ - Grosjeans Gedanken im Feuer Erstmals nach seinem Feuerunfall in Bahrain hat Romain Grosjean ein Interview gegeben. Der Franzose schildert auf dramatische Weise, welche Gedanken ihm nach seinem Einschlag und im Feuer durch den Kopf schossen.Der Unfallpilot liegt seit Sonntagabend in einem Bahrainer Krankenhaus. Dort werden seine Brandverletzungen an den Händen behandelt. Sie sind dick eingewickelt. Auch der linke Fuß trägt einen Verband. Grosjean hatte ihn sich verstaucht, als er ihn aus dem Rennschuh zerrte, der sich in den Pedalen verklemmt hatte. Die Mediziner haben ihm zudem das linke Knie verbunden.

Obendrein überschütten uns die Medien im tagtäglichen Kampf um Aufmerksamkeit ziemlich hemmungslos mit Statistiken zu Corona-Infizierten und -Toten. Es ist weithin offengeblieben, ob letztere am oder nur mit dem Coronavirus verstarben.

In dieser Anleitung zeige ich euch, wie Ihr Kratzer und Schrammen aus Kunststoff im Auto am Armaturenbrett bzw. Cockpit ausbessert und entfernt.

Ralf Schumacher: Bottas unter enormem Druck

Gelingt es Russell, die "Messlatte" Bottas zu nehmen, hat er allerbeste Karten auf ein Mercedes-Cockpit. Falls Hamilton erwartungsgemäß verlängert, ist für 2021 offiziell zunächst zwar kein Cockpit mehr frei. Doch für die Saison 2020 dürfte Bottas dann allenfalls noch der WM-Titel retten.

"Dann kann ich mir gut vorstellen, dass wir in der nächsten Saison George Russell an der Seite von Lewis Hamilton erleben werden", sagt  Schumacher bei SPORT1. "Bottas hat zwar einen Vertrag, aber ich kenne die Formel 1. Ich bin sicher, dass Toto Wolff einen Vertrag gemacht hat, der auch gewisse Schlupflöcher für den Fall der Fälle beinhaltet."

Der Druck auf Bottas ist demnach riesig, er muss liefern. Zumal der 31-Jährige zuletzt beim ersten Bahrain-GP als Achter enttäuscht hatte. 

"Bottas wirkt in letzter Zeit von seiner ganzen Körpersprache her nicht gerade selbstsicher", so Schumacher. "Je länger die Saison dauert, desto mehr verliert er gegen Hamilton. Er ist in Bahrain nach Hamiltons Ausfall der Teamleader, von dem alle den Sieg erwarten und man geht davon aus, dass er Mercedes-Neuling Russell im Griff hat. Sollte das nicht der Fall, schwant mir Böses."

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  „Der Körper entspannt. Ich finde Frieden“ - Grosjeans Nahtoderfahrung Romain Grosjean sprach am Freitag ausführlich über seinen Horror-Unfall. Wir haben Protokoll geführt. Der Franzose schildert mit ruhiger Stimme und detailliert den Unfallhergang und seine 28 Sekunden in der Feuerhölle."Ich bin kein Bruchpilot. Dieses Image wurde mir 2012 verpasst. Ich weiß, ich hatte damals einige schwere Unfälle, und ein paar später noch. Aber ich bin keiner, der in jeder Startrunde den Frontflügel verliert. Ich hatte einen super Ausgang aus Kurve eins und zwei. Das Momentum war auf meiner Seite. Links von mir sehe ich Funken und Splitter, deshalb orientiere ich mich nach rechts. Ich laufe rasend schnell auf die Autos vor mir auf.

Bottas kämpft nebenbei auch noch um die Vizeweltmeisterschaft gegen Red-Bull-Pilot Max Verstappen, was mit dem schnelleren Auto ebenfalls von ihm erwartet werden kann. Zwar hatte der Finne einige Male Pech mit Defekten, doch das trifft mindestens genauso häufig auf Verstappen zu.

Russell knackt sogar Qualifying-Rekord

Russell wiederum bewegt sich mit dem unterlegenen Williams in ganz anderen Regionen, wartet immer noch auf den ersten Punkt in dieser Saison. Gleichwohl macht der Brite immer wieder mit sensationellen Qualifying-Leistungen auf sich aufmerksam.

Ende Oktober hatte Russell sogar einen Formel-1-Rekord aufgestellt, nachdem er zum 34. Mal in Folge seit Karrierebeginn 2019 einen Teamkollegen im Qualifying hinter sich gelassen hatte. 

Für Russell wäre ein Wechsel zu Mercedes denn auch der nächste logische Schritt. Die Karriere des 22-Jährigen ist gepflastert mit Erfolgen, vor seinem Aufstieg in die F1 wurde er 2017 Meister in der GP3-Serie und gewann ein Jahr später die Formel-2-Meisterschaft.

Russell Mitglied im Mercedes-Förderprogramm

Vor allem gehört Russell aber seit Anfang 2017 zum Förderprogramm von Mercedes - was Wolff besonders freut: "Dieses Rennen stellt auch einen kleinen Meilenstein für uns dar, weil zum ersten Mal ein Mitglied unseres Juniorprogramms für das Mercedes-Werksteam an den Start geht."

Es ist ein offenes Geheimnis, dass Mercedes liebend gern einen eigens herangezogenen Fahrer in die Königsklasse des Motorsports führen mag und nicht nur wie bisher fertige Stars holen will - ein Fakt, auf dem Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko nur allzu gerne herumreitet.

Russell könnte dabei nicht nur der Fahrer sein, der diese Sticheleien verstummen lässt, sondern auch die Lösung auf die Frage, wer nach Hamiltons Karriereende bei Mercedes die Titel einfahren soll.

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