Sport Özil schwänzt Medientag wegen Kritik an Erdogan-Foto

20:05  05 juni  2018
20:05  05 juni  2018 Quelle:   sueddeutsche.de

AfD-Demo im Herzen Berlins: So übel beschimpft Beatrix von Storch Mesut Özil

  AfD-Demo im Herzen Berlins: So übel beschimpft Beatrix von Storch Mesut Özil AfD-Demo im Herzen Berlins: So übel beschimpft Beatrix von Storch Mesut ÖzilAfD-Bundesvorstandsmitglied Beatrix von Storch sagte vor 5000 Anhängern (angemeldet waren 10.000): „Die Herrschaft dieses Islam in Deutschland ist nichts anderes als die Herrschaft des Bösen.“ Über den Fußball-Nationalspieler Mesut Özil sagte sie: Er sei „trotz seines deutschen Passes kein Deutscher“, weil er die Nationalhymne nicht singen wolle und sich mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan getroffen habe.

Der früherer Grünen-Chef Cem Özdemir sieht die Kritik an Mesut Özil wegen der Erdogan - Fotos mittlerweile „eindeutig rassistisch grundiert”.: . Danke fürs

Im DFB-Trainingslager ist Mesut Özil der Meinung, zum Erdogan - Foto alles gesagt zu haben. > Mesut Özil schwänzt Medientag . 5. Juni 2018, 14:29 Uhr.

Mesut Özil: Keine Lust auf kritische Fragen © REUTERS Mesut Özil: Keine Lust auf kritische Fragen

22 Nationalspieler tauchen beim offiziellen Pressetermin im Trainingslager auf, nur einer nicht. Der DFB lässt ausrichten: Özil sei der Meinung, zum Erdogan-Foto sei alles gesagt.

Nachfragen zur Nominierung der WM-Nationalspieler waren am Montag nicht gestattet gewesen, als Joachim Löw seine Streichungen bekannt gab. Am Dienstag würde das nicht der Fall sein, dachten sich die anwesenden Reporter, offiziell ausgerufen war ein Medientag mit Interviewmöglichkeiten bei allen Nationalspielern. 22 Fußballer kamen, einer nicht: Mesut Özil.

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Die türkischstämmigen deutschen Nationalspieler Özil und Gündogan geraten wegen eines Treffens mit dem türkischen Präsidenten Erdogan in die Kritik . Fußball Pressestimmen zu Erdogan - Foto .

Am Medientag am 05.06.2018 kam es spät abends dann doch noch zu einem Interview mit Ilkay Gündogan im DFB-Quartier in Österreich. Beckmann: Gündogan und Özil haben Erdogan geholfen | SPORT1 - CHECK24 DOPPELPASS - Продолжительность: 6:30 SPORT1 143 316 просмотров.

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DFB-Pressesprecher Jens Grittner trat am Dienstag vor die Journalisten und begründete Özils Fehlen so: Der Arsenal-Profi sei der Meinung, zu seinem umstrittenen Treffen mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan schon alles gesagt zu haben. Mitte Mai waren Fotos von ihm und Ilkay Gündogan entstanden, wie sie mit Erdogan und ihren Fußballtrikots posierten. Nach heftiger öffentlicher Kritik hatten sich Özil und Gündogan in Berlin mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier getroffen und zuvor ein klärendes Gespräch mit der DFB-Spitze geführt.

Teamkollege Ilkay Gündogan, der Erdogan bei der Zusammenkunft in London ein Trikot mit Widmung überreicht hatte, ging mit der Sache anders um als Özil: Er stellte sich einigen Medienvertretern. Das politisch aufgeladene Thema werden der Verband und die beiden in Gelsenkirchen geborenen Deutsch-Türken erstmal nicht los.

Vielleicht wirken bei Özil auch die deutlich hörbaren Pfiffe der Fans beim Länderspiel in Klagenfurt gegen Österreich nach. Der Spielmacher absolvierte im Trainingslager eine individuelle Einheit im Fitnesszelt, radelte zunächst und stemmte dann Gewichte. Özil hatte in der Schlussphase der Saison wegen Rückenproblemen passen müssen und hat deshalb noch Nachholbedarf.

Nach Pfiffen in Leverkusen: Hat Gündogan nach dem Spiel in der Kabine geweint? .
Nach Pfiffen in Leverkusen: Hat Gündogan nach dem Spiel in der Kabine geweint? Es läuft das Testspiel zwischen Deutschland und Saudi-Arabien. Ilkay Gündogan wird bei jedem Ballkontakt von den eigenen Fans ausgepfiffen. Ein Foul an den 27-Jährigen wird von einigen Fans sogar bejubelt.Obwohl er sich im Gegensatz zu Mesut Özil öffentlich für das Foto mit Türkei-Machthaber Erdogan entschuldigt hatte, waren die Fans gegen den deutschen Nationalspieler.Dass das nicht spurlos am ehemaligen Dortmunder vorbeigeht, ist klar. Nach dem Spiel war Gündogan fertig, hat sogar geweint, berichtet die „Bild“.

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