Sport Löw: Klare Ansage und Warnung an die Spieler

18:20  28 februar  2021
18:20  28 februar  2021 Quelle:   kicker.de

Das sagt Löw zur Younes-Gala

  Das sagt Löw zur Younes-Gala Beim Sieg der Eintracht gegen den FC Bayern beeindruckt Amin Younes mit einer starken Leistung. Die Performance des Stürmers entgeht auch dem Bundestrainer nicht. © Bereitgestellt von sport1.de Das sagt Löw zur Younes-Gala Diese Gala ist dem Bundestrainer nicht entgangen.Amin Younes hat den FC Bayern beim 2:1-Erfolg quasi im Alleingang besiegt. Der 27-Jährige war an allen gefährlichen Situation seiner Eintracht aus Frankfurt beteiligt und traf mit einem Traumtor zum 2:0 ­– vor den Augen von Joachim Löw. Es war bereits sein viertes Pflichtspieltor im laufenden Jahr.

Im großen kicker-Interview (Montagsausgabe) geht Bundestrainer Joachim Löw auf den harten Kampf um die EM-Kader-Plätze ein und spricht über Süle, Younes, Havertz und andere.

Er geht voller Entschlossenheit ins EM-Jahr: Bundestrainer Joachim Löw. © GES/Gilliar Er geht voller Entschlossenheit ins EM-Jahr: Bundestrainer Joachim Löw.

Das EM-Jahr 2021 läuft längst auf vollen Touren, doch bei einigen der deutschen Kandidaten für dieses kontinentale Endturnier holpert es noch mächtig. Joachim Löw (61), seit Beginn dieses Kalenderjahres und der Wiederaufnahme der Bundesliga in den Arenen präsent, verfolgt mit seinem Trainerteam diese Entwicklung mit Interesse, aber auch Sorge. Das Leistungslevel seiner Spieler sei, so sagt er im kicker-Interview, das an diesem Montag in kompletter Fassung in der Printausgabe erscheint, "insgesamt ein bisschen schwankend, die Situation ist nicht ungefährlich".

Die DFB-Elf 100 Tage vor dem EM-Start: Diese Probleme gilt es für Joachim Löw noch zu lösen

  Die DFB-Elf 100 Tage vor dem EM-Start: Diese Probleme gilt es für Joachim Löw noch zu lösen Der Countdown für Joachim Löw und die DFB-Elf läuft. Noch sind es exakt 100 Tage, bis die Fußball Europameisterschaften beginnen. Um Wiedergutmachung für das bl amable Vorrunden-Aus bei der WM 2018 betreiben zu können, muss jedoch noch einiges passieren. Bei der harten Gruppenphase, mit Spielen gegen Frankreich und Portugal, droht also erneut früh Ungemach. Demnach hat vor allem Bundestrainer Löw noch einiges zu tun, um zumindest den Rahmen für eine erfolgreiche WM zu schaffen.

Als "aktuell positive Beispiele" nennt der Bundestrainer Antonio Rüdiger (FC Chelsea) sowie Ilkay Gündogan (Manchester City). Es gebe "daneben aber auch andere, die in der Formkrise sind". Auf den jüngst beim FC Bayern in die Kritik geratenen Niklas Süle, von Löw eigentlich als Abwehrchef vorgesehen, baut der DFB-Chefcoach zwar grundsätzlich, stellt aber klar: "Er kennt meine generellen Anforderungen." Gerade "nach dem, was im November passiert ist", die 0:6-Klatsche in Spanien, "als wir einen echten Rückschlag erlitten haben", müssten die nun klar definierten Vorgaben erfüllt werden. "Insgesamt ist unser Kader größer geworden, von daher ist der Konkurrenzkampf gegeben", sagt Löw, "und deshalb kann es durchaus sein, dass der eine oder andere, der von der EM-Teilnahme überzeugt ist, dann doch nicht dabei ist."

Deutliche Kahn-Ansage im Nübel-Poker

  Deutliche Kahn-Ansage im Nübel-Poker Alexander Nübel soll auch in der kommenden Spielzeit die Nummer zwei beim FC Bayern bleiben. Laut Olli Kahn sind die Münchner total überzeugt vom Ex-Schalker. © Bereitgestellt von sport1.de Deutliche Kahn-Ansage im Nübel-Poker Oliver Kahn schiebt etwaigen Wechselabsichten von Bayerns Ersatzkeeper Alexander Nübel einen Riegel vor."Alexander Nübel bleibt unsere Nummer 2", erklärte Bayerns Vorstand im Kicker. "Wir sind von diesem Torwart total überzeugt.

Der Name Younes sollte andere beschäftigen

Ein Julian Brandt, Marco Reus (beide Dortmund) oder Julian Draxler (Paris), allesamt hoch talentierte Kräfte für die Offensive innen wie außen, doch in ihren Vereinen austauschbar, werden es aufmerksam registrieren, wenn Löw sagt, Amin Younes (Eintracht Frankfurt) sei "absolut ein Thema für uns, ob für die EM oder schon im März". Und wenn dann noch Thomas Müller zurückkommt ...

Zudem spricht Löw den auf mehreren offensiven Positionen einsetzbaren Kai Havertz, der nach seinem Wechsel zum FC Chelsea dort noch ein unerfülltes Versprechen ist, direkt an: "Ich kann ihn vielleicht nicht für sechs oder sieben Spiele über die volle Distanz einplanen, aber für die besonderen Momente. Weil er eine außergewöhnlich gute Qualität hat." Bei der Auswahl der 22 EM-Fahrer ist für Löw "das oberste Kriterium: Welche Spieler sind auf welchen Positionen dafür prädestiniert, unseren Spielstil und unsere Anforderungen umzusetzen?"

Löw tritt nach der Europameisterschaft als deutscher Trainer aus

 Löw tritt nach der Europameisterschaft als deutscher Trainer aus BERLIN - Deutscher Trainer Joachim Löw wird nach der diesjährigen Europameisterschaft zurücktreten und seinen bisherigen Plan zum Austritt nach der nächsten Weltmeisterschaft vorbringen. © Zur Verfügung gestellt von der kanadischen Presse Der deutsche Fußballverband teilte am Dienstag mit, Löw habe nach dem diesjährigen Europaturnier darum gebeten, seinen Vertrag zu kündigen, der bis zur Weltmeisterschaft 2022 laufen soll.

Der Chefcoach stellt unmissverständlich klar und definiert damit den Anspruch für seine EM-Kandidaten: "Dabei zählt für mich der internationale Maßstab und nicht der in der jeweiligen Liga. Denn wir spielen gegen die Besten wie Mbappé, Griezmann oder Cristiano Ronaldo. Auf allerhöchstem Niveau zu bestehen und die Tore zu machen - das ist unser Anspruch." Löw nennt als Vorbild Miroslav Klose, der "gegen jeden Gegner Tore gemacht" habe, "andere treffen nur gegen Mannschaften, die in der Tabelle hinter der eigenen stehen".

Eine Art Regierungserklärung

Es ist ein klarer, ambitionierter und entschlossener Bundestrainer, der da eingangs des EM-Jahres spricht - der eine Art Regierungserklärung abgibt. "Es ist noch alles sehr fragil, es wackelt noch", räumt er ein. Doch in der unmittelbaren EM-Vorbereitung seien gerade die defensiven Probleme schnell zu beheben. "Die Abwehr ist das kleinste Problem", sagt der Fußball-Lehrer voller Überzeugung; ihm geht es mehr um das Spiel nach vorne. Da sieht er den Schlüssel zu großen Siegen und erläutert im kicker-Interview voller Elan seine fußballtaktischen Ideen.

Klinsmann adelt Löw: "Unglaublich viel für den deutschen Fußball getan"

  Klinsmann adelt Löw: Der frühere Bundestrainer Jürgen Klinsmann hat seinen scheidenden Nachfolger Joachim Löw geadelt. © Bereitgestellt von sport1.de Klinsmann adelt Löw: "Unglaublich viel für den deutschen Fußball getan" Der frühere Bundestrainer Jürgen Klinsmann hat seinen scheidenden N "Ich habe größten Respekt vor der Entscheidung von Joachim Löw", sagte Klinsmann auf SID-Anfrage. Löw habe "in all den Jahren unglaublich viel für den deutschen Fußball getan, viel an Reputation gewonnen und sich Respekt erarbeitet".

Voller Vorfreude und mit Feuer für die kommenden Aufgaben: Bundestrainer Joachim Löw. © GES/Gilliar Voller Vorfreude und mit Feuer für die kommenden Aufgaben: Bundestrainer Joachim Löw.

"Das höre ich zu häufig: gegen den Ball arbeiten", sagt er und unterstreicht: "Das Entscheidende im Fußball ist: Was ist zu tun, wenn ich den Ball habe?" Und gewisse fußballspezifische Mängel, die seine Mannschaft noch offenbare, müssten eben mit der entsprechenden Einstellung aufgewogen werden, so Löw in seinem flammenden Appell: "Wir müssen die Mannschaft mit dem größten Ehrgeiz, mit dem größten Willen werden. Diesen Ansatz müssen wir reinkriegen. Wir müssen uns sagen: Wir ziehen es durch! Wir ziehen es konsequent durch!"

Auch sein Verhältnis zum DFB-Präsidenten Fritz Keller und zum DFB-Direktor beschreibt der Bundestrainer im Gespräch mit dem kicker. Und was er von den Gesprächen mit dem neuen TV-Experten Uli Hoeneß erwartet. Das komplette Interview lesen Sie in unserer Montagsausgabe.

Deutschland-Trainer Joachim Löw sagt, es sei an der Zeit, beiseite zu treten. .
BERLIN - Angesichts der Zeit, die während der Coronavirus-Pandemie zum Nachdenken zur Verfügung stand, entschied sich Deutschland-Trainer Joachim Löw, früher als erwartet zurückzutreten. © Bereitgestellt von The Canadian Press „Ich habe immer gesagt, dass das Team Platz braucht, Zeit und Entwicklung braucht.

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