Sport Gaviria fängt Sagan und Greipel ab

09:10  11 juli  2018
09:10  11 juli  2018 Quelle:   kicker.de

Turbulenter Tour-Start: Froome stürzt - Kittel auf dem Podest

  Turbulenter Tour-Start: Froome stürzt - Kittel auf dem Podest Turbulenter Tour-Start: Froome stürzt - Kittel auf dem PodestDer 23 Jahre alte Kolumbianer vom Team Quickstep setzte sich auf dem 201 km langen Teilstück von Noirmoutier-en-l'Ile nach Fontenay-le-Comte im Massensprint vor Weltmeister Peter Sagan und dem deutschen Top-Sprinter Marcel Kittel durch.

11:26 20 juli 2018 Quelle: kicker.de. Gaviria fängt Sagan und Greipel ab . Kittel ist die Frankreich-Rundfahrt auch für Sprint-Routinier Andre Greipel (Rostock/Lotto-Soudal) und Rick Zabel (Unna/Katusha-Alpecin) beendet.

der Ärger über den so knapp verpassten Etappensieg verflog aber schnell: "Ich bin echt einen guten Sprint gefahren", sagte Greipel , der am vierten Tag der Tour de France hauchdünn hinter Kolumbiens Überflieger Fernando Gaviria und Weltmeister Peter Sagan Dritter wurde

Zentimeterentscheidung: Fernando Gaviria (rechts) lag im Sprint knapp vorne. © imago Zentimeterentscheidung: Fernando Gaviria (rechts) lag im Sprint knapp vorne.

André Greipel trat mit letzter Kraft in die Pedale, dann schlug er vor Ärger auf den Lenker. Alle Mühe war wieder umsonst. Fernando Gaviria ist der neue Sprintkönig der Tour de France, gegen den Kolumbianer sind die deutschen Sprintasse derzeit ohne Chance. Der vollbärtige Kolumbianer holte sich am Dienstag seinen zweiten Etappensieg bei der 105. Tour de France und verwies den dreimaligen Weltmeister Peter Sagan und Greipel auf die Plätze.

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Parallel dazu wurde auch im dezimierten Hauptfeld das Tempo durch Sagans Bora-Team und der BMC-Mannschaft von Van Avermaet verschärft, Kittel und Co. waren die Leidtragenden. Gaviria fängt Sagan und Greipel ab .

Video - Packender Zielsprint: Gaviria zeigt's Sagan und Greipel . 02:05. Kaum ein halber Meter trennte den fast 36 Jahre alten Greipel im packenden Finish gegen Youngster Gaviria (23) und Sagan (28) vom Sieg.

Auch der in Frankreich als "Le Kaiser" verehrte Marcel Kittel sprintete vergeblich um den Tagessieg. Der Thüringer, der im vergangenen Jahr noch fünfmal triumphierte, musste sich auf der vierten Etappe nach 195 Kilometern in Sarzeau mit Rang fünf begnügen. Auffällig auch diesmal: die Abstimmung in seinem Katusha-Alpecin-Team läuft weiter alles andere als optimal. Olympiasieger Greg Van Avermaet aus Belgien verteidigte sein Gelbes Trikot erfolgreich. "Mit der Brechstange geht es nicht, ich war 600 Meter vor dem Ziel eingebaut", haderte Kittel.

Besser postiert war Greipel. Vier Meter vor dem Ziel sah der gebürtige Rostocker wie der Sieger aus. Dann kam aber noch der unwiderstehliche Tour-Neuling Gaviria und mit einem Tigersprung auch Sagan. Der 35 Jahre alte Greipel kämpft bei seinem Lotto-Soudal-Rennstall um eine Vertragverlängerung - dem Vernehmen nach ist der dreimalige deutsche Meister für die nächste Saison schon woanders untergekommen.

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Wieder kein deutscher Etappenerfolg bei der Tour: Auftaktsieger Fernando Gaviria gewinnt den Sprint der 4. Etappe vor Weltmeister Peter Sagan und André Greipel . Die Tour de France ist das Radsport-Highlight der Saison: Für die Favoriten gibt es nur ein Ziel

Caleb Ewan, Peter Sagan und Elia Viviani hatten bereits auch alle eine Etappe gewonnen. »Von diesem Tag an wusste ich, dass ich sehr gut sein musste.« André Greipel über die Geburt seiner ersten Tochter.

Greipel: "Es ist sicher keine Schande, gegen Gaviria zu verlieren"
Nach der Zieldurchfahrt hatte sich der gebürtige Rostocker, der wegen seiner Kräfte auch "Gorilla" genannt wird, schnell wieder beruhigt. "Ich bin einen guten Sprint gefahren. Es ist sicher keine Schande, gegen Gaviria zu verlieren", sagte Greipel.

Gaviria freute sich über seinen zweiten Streich: "Das war ein sehr schwieriger Sieg. Wir hatten nicht so viel Hilfe, um die Ausreißer zu kontrollieren. Die Mannschaft musste hart arbeiten. Wir wissen, dass Sagan der beste Fahrer im Peloton ist. Er hat ein sehr starkes Level."

Passend zum WM-Halbfinale bildeten jeweils zwei Belgier und zwei Franzosen die Ausreißergruppe des Tages. Aber das Quartett wurde - wohl dosiert - erst 1200 Meter vor dem Ziel gestellt.

Brailsford vs. Lappartient: "Er hat Öl ins Feuer gegossen"
Erstmals in der Tour-Geschichte war Sarzeau Etappenort. Der Bezug zum Radsport war für das 10.000 Einwohner große Städtchen vielleicht bei der Bewerbung nicht hinderlich: Weltverbands-Präsident David Lappartient ist Bürgermeister der bretonischen Gemeinde. Sky-Teamchef Sir Dave Brailsford ist auf den Funktionär nicht gut zu sprechen.

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der Ärger über den so knapp verpassten Etappensieg verflog aber schnell: "Ich bin echt einen guten Sprint gefahren", sagte Greipel , der am vierten Tag der Tour de France hauchdünn hinter Kolumbiens Überflieger Fernando Gaviria und Weltmeister Peter Sagan Dritter wurde

Kittel, Greipel , Gaviria , Groenewegen sind draußen: Das Feld der Top-Sprinter ist bei der 105. Weltmeister Peter Sagan , der für den sechsten Gewinn des Grünen Trikots im Grunde nur noch Der Kolumbianer Alvaro Hodeg fängt den deutschen Meister Pascal Ackermann auf der Ziellinie noch ab

Der Brite wirft ihm in der Salbutamol-Affäre Parteinahme gegen Chris Froome vor und gab Lappartient Mitschuld an der aufgeheizten Stimmung unter den Fans gegen den Seriensieger, der unmittelbar vor dem Tourstart vom Dopingverdacht freigesprochen worden war. "Er hat Öl ins Feuer gegossen", sagte Brailsford englischen Medien.

"Lappartient muss sich entscheiden, will er Chef eines internationalen Sportverbandes oder Bürgermeister einer Kleinstadt sein. Der Blick durch die 'französische Brille' reicht nicht. Er muss unparteiisch sein", bemängelte Brailsford. Er möchte die Diskussion "nicht personalisieren", antwortete Lappartient in der "L'Équipe".

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Zu hart? Auch Greipel, Zabel und Sieberg raus © imago Wird wohl Grün nach Paris bringen: Weltmeister Peter Sagan.

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