Sport FC-Analyse: 2:0 Sieg gegen Bochum – Fitness und Moral stimmen

18:50  04 august  2018
18:50  04 august  2018 Quelle:   ksta.de

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FC-Keeper Timo Horn wirft den Ball. © dpa FC-Keeper Timo Horn wirft den Ball.

Das Wichtigste zuerst

Anders als der Hamburger SV am Freitagabend (0:3 daheim gegen Holstein Kiel) hat Bundesliga-Absteiger 1. FC Köln am Samstagmittag ein siegreiches Debüt im Unterhaus geschafft. Die Mannschaft von Markus Anfang gewann beim VfL Bochum im mit 26.600 Zuschauern ausverkauften Ruhrstadion durch ein Eigentor des Bochumers Maxim Leitsch (44.) und einen Abstauber von Abwehrchef Rafael Czichos mit 2:0 Toren. Zuvor hatten die Kölner in einer bisweilen chaotischen Startphase ihr Glück enorm strapaziert; etwa, als Jorge Meré im Strafraum ein klares Foul begangen hatte, das Fifa-Schiedsrichter Zwayer jedoch nicht geahndet hatte. Insgesamt blieben Merés Taten jedoch nicht folgenlos. In der 71. Minute ging der Spanier mit Gelb-Rot vom Platz, die Kölner durften den Vorsprung für die verbleibenden Minuten zu zehnt über die Zeit bringen. Gefreut haben dürfte das keinen.

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Die Tore

In der 44. Minute verlagerte Jonas Hector mit einem bemerkenswerten Volley-Seitenwechsel das Kölner Spiel nach rechts. Christian Clemens lupfte den Ball an den kurzen Pfosten, wo Dominick Drexler Bochums Maxim Leitsch attackierte, von dessen Kopf der Ball ins Tor ging.

Vor dem 2:0 in der 59. Minute hatte sich Jhon Córdoba einen von zahlreichen Freistößen erarbeitet. Schaub schlug den Ball scharf in den Strafraum, die Bochumer Verteidigung klärte nur an die Sechzehnmeterlinie, wo Christian Clemens lauerte und einen Schuss abgab, den Riemann im Tor der Gastgeber nicht klären konnte. Abwehrchef Rafael Czichos stand richtig – und schob zum 2:0 ein.

Das war gut

Der Einsatz der Kölner Mannschaft. Kämpferisch lieferten die Gäste eine bemerkenswerte Leistung ab, offenbar hat das Trainingskonzept dieser Vorbereitung Früchte getragen. Die Kölner waren auf den Punkt fit; außerdem waren sie bereit, über den Schmerzpunkt hinweg zu gehen.

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Das war schlecht

Die defensive Organisation speziell in der ersten Halbzeit. Das Kölner Spielsystem basiert darauf, dem Gegner keinen Platz zu geben und ihm durch frühe Attacken schon tief in der eigenen Hälfte den Ball abzujagen. Geht das schief, ist die Abwehr entblößt – und gegen eine Mannschaft von der Güte der Bochumer hätte es am Samstag auch schiefgehen können.

Mann des Spiels

Möglicherweise Timo Horn, der zwar von „Glück“, sprach, als er seine Parade in der 17. Minute beschrieb. Doch wäre ein Bochumer Tor in dieser Phase folgenreich gewesen: Die Gastgeber waren klar besser im Spiel, Köln hätte in der Mittagshitze einem Rückstand nachlaufen müssen – der Saisonstart hing in diesem Moment von Horns Parade ab. Und der Torhüter lieferte mit großartigem Reflex.

Besonderer Moment

Nach Schlusspfiff und kurzer Ansprache des Trainers noch auf dem Platz schritt die Kölner Mannschaft zur Westtribüne des Stadions, auf der tausende Kölner den Auftaktsieg feierten, als wären die Schrecken der vergangenen Saison lange vergessen. Offenbar gibt es die Bereitschaft, sich neu mit der Mannschaft zu verbünden. Die Stimmung am Samstag jedenfalls war beeindruckend.

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Das sagen die Trainer

Markus Anfang (1. FC Köln)

„Wir haben heute ein sehr intensives Spiel gesehen. Wir sind nicht so gut in die Partie gekommen. Der VfL war richtig stark, wir hatten Schwierigkeiten, unser Spiel aufzuziehen. Wenn man ehrlich ist, war die Führung zur Pause schmeichelhaft. Die zweite Halbzeit war dann wesentlich besser, allerdings hätten wir früher das zweite Tor machen müssen. Wenn ich meinen Jungs ein Kompliment machen kann, dann, wie sie gekämpft haben. Spielerisch war es vielleicht noch nicht so gut.“

Robin Dutt (VfL Bochum)

„Ich bin verärgert, dass wir dieses Spiel verlieren. Man muss allen Spielern ein Kompliment machen, denn es war außergewöhnlich, was sie leisten mussten. Wir haben uns in der ersten Halbzeit genügend Chancen erspielt, um in Führung zu gehen. Die Niederlage war unnötig, dennoch haben wir die Qualität beim Gegner gesehen.

Das sagen wir:

Die Kölner haben zum Saisonauftakt noch bei weitem nicht so funktioniert, wie sie es sich erhofft hatten. Allerdings stimmten Fitness und Moral. Aus dem schweren Sieg in Bochum dürfte Markus Anfangs Mannschaft Zuversicht ziehen für die anstehenden Aufgaben. Spätestens jetzt wissen die Spieler, was man ihnen zuvor wahrscheinlich schon sehr oft gesagt hat: Vor ihnen liegt eine schwierige Saison.

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