Sport Herausforderung WM-Kader: Noch viel Arbeit für Söderholm

12:30  09 mai  2021
12:30  09 mai  2021 Quelle:   msn.com

DEB kassiert Pleite im Shootout

  DEB kassiert Pleite im Shootout Deutschland kassiert im Vorbereitungsspiel auf die Eishockey-WM eine Niederlage. Gegen die Slowakei fing die DEB-Auswahl stark an und ließ dann nach. © Bereitgestellt von sport1.de DEB kassiert Pleite im Shootout Starker Start, wacklige Schlussphase: Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft ist ohne ihre Top-Spieler mit einer wechselhaften Leistung in die erste Phase der WM-Vorbereitung gestartet. Das bunt zusammengestellte Team von Bundestrainer Toni Söderholm unterlag am Samstag in der Slowakei mit 3:4 (2:0, 1:2, 0:1, 0:0, 0:1) nach Penaltyschießen und zeigte dabei Licht und Schatten.

Eishockey-Bundestrainer Toni Söderholm dürfte beim Aufstehen noch etwas gequälter ausgeschaut haben als nach dem letzten WM-Test.

Bundestrainer Toni Söderholm (M.) bastelt an seinem WM-Kader. © Timm Schamberger/dpa Bundestrainer Toni Söderholm (M.) bastelt an seinem WM-Kader.

Zwar gelang in Nürnberg gegen Belarus beim 2:0 (1:0, 0:0, 1:0) endlich im sechsten Vorbereitungsspiel das dringend benötigte erste Erfolgserlebnis. Doch die Sorgen bei Söderholm sind nach wie vor groß. «Natürlich gibt es noch viel, was wir verbessern müssen», sagte der 43-Jährige und verkündete dann eine weitere Hiobsbotschaft: «Bei Tim sieht es so aus, dass er uns nicht zur Verfügung steht.»

Zweite Niederlage im zweiten WM-Test für das Nationalteam

  Zweite Niederlage im zweiten WM-Test für das Nationalteam Das stark ersatzgeschwächte Eishockey-Nationalmannschaft hat auch das zweite WM-Testspiel gegen die Slowakei verloren. Einen Tag nach dem 3:4 (2:0, 1:2, 0:1, 0:0) nach Penaltyschießen zog das Team von Bundestrainer Toni Söderholm in Pistian mit 1:2 (0:0, 1:1, 0:1) den Kürzeren. Deutscher Torschütze war Daniel Schmölz (39. Minute) zum zwischenzeitlichen Ausgleich, der Nürnberger hatte auch am Samstag einmal getroffen. Für den finnischen CoachEinen Tag nach dem 3:4 (2:0, 1:2, 0:1, 0:0) nach Penaltyschießen zog das Team von Bundestrainer Toni Söderholm in Pistian mit 1:2 (0:0, 1:1, 0:1) den Kürzeren. Deutscher Torschütze war Daniel Schmölz (39. Minute) zum zwischenzeitlichen Ausgleich, der Nürnberger hatte auch am Samstag einmal getroffen.

Gemeint war Tim Stützle, der als Neuling gerade die nordamerikanische Profiliga NHL aufmischt. Nachdem Söderholm die WM-Absage des 19 Jahre alten Top-Talents verkündet hatte, schoss Stützle seine Ottawa Senators am Abend (Ortszeit) mit seinem ersten NHL-Dreierpack zum 4:2 gegen die Winnipeg Jets. «Das war einfach großartig», schwärmte Ottawas Coach D.J. Smith, verbot seinem Juwel aber offenbar den Trip zur WM nach Riga (21. Mai bis 6. Juni).

Stützle, dem wohl eine ebenso große NHL-Karriere bevorsteht wie Weltklasse-Stürmer Leon Draisaitl - der wegen der Playoff-Ambitionen der Edmonton Oilers ebenfalls nicht zur WM kommen kann -, gehört zu den fünf besten Neulingen («Rookies») der NHL. Ottawa, das die Playoffs fast sicher verpassen wird, will Stützle im Sommer keinem Risiko aussetzen und ihn weiter für seine vielversprechende Zukunft aufbauen. «Das müssen wir respektieren», sagte Söderholm verkniffen.

Drei Olympia-Helden verzichten auf Eishockey-WM

  Drei Olympia-Helden verzichten auf Eishockey-WM Die WM-Vorbereitung der Nationalmannschaft geht in die nächste Phase - ohne mehrere Leistungsträger der vergangenen Jahre. © Bereitgestellt von sport1.de Drei Olympia-Helden verzichten auf Eishockey-WM Toni Söderholm bastelt an seinem WM-Team, doch auf einige Stammkräfte muss der Eishockey-Bundestrainer verzichten. Gleich mehrere Olympia-Helden von 2018 haben ihre Teilnahme an der Weltmeisterschaft abgesagt - weil nach der Corona-Saison in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) die Motivation fehlt."Meine Familie steht für mich an Nummer eins.


Galerie: Wie die Nets und Durant den Lakers die Tour vermasseln (sport1.de)

LeBron James (M. hinten) und die Los Angeles Lakers sind das gejagte Team

Noch vor einigen Tagen hatte er fest mit Stützles WM-Teilnahme gerechnet. Wie gut ihn die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes gebrauchen könnte, zeigte sich sowohl gegen Belarus als auch einige Stunden später im Spiel der Senators. Während Stützle in der besten Liga der Welt dreimal traf, taten sich seine DEB-Kollegen aus der Deutschen Eishockey Liga mal wieder schwer mit dem Toreschießen. Schon beim 1:4 gegen Belarus am Freitag war dies das Manko gewesen.

«Klar, die Chancenverwertung muss noch besser werden», bekannte Justin Schütz vom EHC Red Bull München, dem immerhin das 2:0 (43. Minute) gelang. Söderholm fahndet nun noch dringend nach Verstärkung für den aktuellen Kader, mit dem es angesichts der bislang gezeigten Leistungen schwer werden dürfte, das WM-Minimalziel Viertelfinale zu erreichen. «Erfahrung ist eine Sache, die wir noch ein bisschen suchen», sagte Söderholm und befand: «Der Kader ist noch nicht ready.» Am Montag wird es den nächsten Cut geben. Dann soll verkündet werden, welche Spieler vom neuen deutschen Meister Eisbären Berlin und eventuell auch vom Vize-Meister Grizzlys Wolfsburg noch kommen.

Ob dies dann für die WM, die am 21. Mai mit dem Spiel gegen Außenseiter Italien beginnt, reicht, wird sich zeigen. Anders als bei den vorherigen WM-Turnieren, als in Draisaitl und Torhüter Philipp Grubauer (Colorado) regelmäßig Weltklasse als Verstärkung eingeflogen wurde, wird es sie diesmal wohl nicht geben. Ganz verzichten auf Verstärkung aus Nordamerika muss das deutsche Team aber nicht. Tobias Rieder (Buffalo/NHL), Marc Michaelis (Vancouver/NHL), Tom Kühnhackl (Bridgeport/AHL) und Leon Gawanke (Manitoba/AHL) sollen noch direkt in die WM-Blase vom 15. Mai an nach Riga folgen.

Keine Freigabe: DEB-Team bei WM ohne Stützle .
Bundestrainer Toni Söderholm stellt sich auf eine Weltmeisterschaft ohne Top-Talent Tim Stützle ein. © Getty Images Die WM findet aller Voraussicht nach ohne ihn statt: Tim Stützle. "Bei ihm sieht es so aus, dass er uns nicht zur Verfügung steht", sagte Söderholm am Samstag nach dem 2:0 Deutschlands im letzten WM-Test gegen Belarus. Söderholm berichtete von Signalen von Stützles NHL-Team Ottawa Senators, den 19 Jahre alten Stürmer nicht freigeben zu wollen."Bei ihm ist viel passiert in den vergangenen 18 Monaten. Auch seine Handverletzung spielt eine Rolle.

usr: 0
Das ist interessant!