Sport Algerischer Judoka verweigert Kampf gegen Israeli

11:45  24 juli  2021
11:45  24 juli  2021 Quelle:   dw.com

Skandal um algerischen Judoka - er ist Wiederholungstäter

  Skandal um algerischen Judoka - er ist Wiederholungstäter Der algerische Judo-Kämpfer Fethi Nourine verzichtet auf die Olympischen Spiele. Grund ist die Herkunft seines Gegners in Runde eins. © Bereitgestellt von sport1.de Skandal um algerischen Judoka - er ist Wiederholungstäter Die Olympischen Spiele in Tokio haben ihren ersten handfesten Skandal unter den Sportlern.Der Algerier Fethi Nourine verweigert in der Judo-Konkurrenz seinen Erstrundenkampf. Der Grund: Gegner Tohar Butbul stammt aus Israel.

Fethi Nourine sorgt für den ersten Skandal der Olympischen Spiele von Tokio. Die Weigerung des algerische Judokas, gegen einen Israeli anzutreten, hat Konsequenzen.

Leere olympische Judo-Halle in Tokio © Vesa Moilanen/dpa/picture alliance Leere olympische Judo-Halle in Tokio

Der algerische Judoka Fethi Nourine hat bei den Olympischen Spielen in Tokio für einen Skandal gesorgt. Der 30-Jährige zog seine Teilnahme in der Klasse bis 73 Kilogramm zurück, um im Falle eines Auftaktsiegs nicht in der zweiten Runde gegen den Israeli Tohar Butbul antreten zu müssen. Nourines Verhalten stehe "im totalen Gegensatz zur Philosophie" des Verbands, teilte die Internationale Judo-Föderation (IJF) mit und suspendierte den Judoka und seinen Trainer Amar Benikhlef. Das algerische Olympische Komitee erkannte den beiden ihre Akkreditierungen ab und ordnete ihre Rückreise an.

Fethi Nourine und sein Trainer vom Judo-Verband suspendiert: Algerischer Judoka weigert sich gegen Israeli zu Kämpfen

  Fethi Nourine und sein Trainer vom Judo-Verband suspendiert: Algerischer Judoka weigert sich gegen Israeli zu Kämpfen Der Judo-Weltverband reagiert und die Weigerung des algerischen Athleten bei Olympia gegen einen Israeli anzutreten. © Foto: IMAGO / ITAR-TASS Der israelische Judoka Tohar Butbul, gegen den der Algerier Fethi Nourine nicht antreten wollte. Der algerische Judoka Fethi Nourine hat bei den Olympischen Spielen in Tokio einen möglichen Kampf gegen einen Israeli verweigert und auf eine Teilnahme verzichtet. Der Internationale Judo-Verband nahm daraufhin am Samstag Ermittlungen gegen den 30 Jahre alten Sportler und dessen Trainer auf.

Nurine hatte am Donnerstagabend einem algerischen Fernsehsender gesagt, er könne wegen seiner politischen Unterstützung für die Palästinenser im Nahostkonflikt nicht gegen einen Israeli antreten. "Wir haben viel gearbeitet, um die Olympischen Spiele zu erreichen, sagte Nourine. Bereits bei der Weltmeisterschaft 2019 hatte er sich geweigert, gegen den Israeli Butbul anzutreten.

Mollaiei ringt in Tokio für die Mongolei

Solche Fälle sind im Judo keine Seltenheit. Die IJF hatte den Iran im April wegen einer identischen Aktion für vier Jahre gesperrt. Bei der WM 2019 wurde der damalige Iraner Saeid Mollaei von seinem Verband mit Drohungen gegen ihn und seine Familie dazu gedrängt, absichtlich zu verlieren, um im Finale nicht gegen Sagi Muki aus Israel antreten zu müssen. Mollaei suchte nach dem Vorfall erst Asyl in Deutschland und trat international unter der Flagge des Flüchtlingsteams an. Im Dezember 2019 wurde er in der Mongolei eingebürgert, für die Mollaei in Tokio in der Klasse bis 81 Kilogramm auf der Matte steht.

sn/ml (sid, afp)

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