Sport Warum Vettel sich Feinde macht

14:40  05 september  2021
14:40  05 september  2021 Quelle:   sport1.de

"Große Chance für uns": Warum Vettel so optimistisch ist

  Sebastian Vettel liegt in der WM derzeit nur auf Rang zwölf. Doch die Weichen für die Zukunft über 2021 werden gerade gestellt. Um von der neuen Fabrik zu profitieren, muss Vettel länger bleiben. © Bereitgestellt von sport1.de "Große Chance für uns": Warum Vettel so optimistisch ist Die erste Halbzeit der Formel-1-Saison endete für Sebastian Vettel (36) mit einer Enttäuschung. Platz zwei in Ungarn wurde dem Aston Martin-Star wegen zu wenig Benzin im Tank aberkannt.Mit der Bitte um Überprüfung der Disqualifikation scheiterte Aston Martin. Für Vettel bleibt es dabei: WM-Rang zwölf statt zehn.

Sebastian Vettel nutzt fast jedes Interview, um die Formel 1 an ihre Pflichten zum Umweltschutz zu erinnern. FIA-Präsident Jean Todt kündigt schnelles Handeln an

Warum Vettel sich Feinde macht © Bereitgestellt von sport1.de Warum Vettel sich Feinde macht

Er wird immer mehr zum John Lennon der Formel 1: Sebastian Vettel (36) ist auf dem Kriegspfad für eine bessere Zukunft.

Am Freitag löschte er im ersten freien Training von Zandvoort zunächst seinen grünen Aston Martin, dann wurde der Feuerwehrmann wieder zum Öko-Aktivisten.

Ziel: Den Finger in die Wunde legen - und auch in der Formel 1 so eine Entwicklung zum Besseren beschleunigen.

Sebastian Vettel: Was die Formel 1 für die Umwelt tun kann

  Sebastian Vettel: Was die Formel 1 für die Umwelt tun kann Sebastian Vettel und Lewis Hamilton über Umwelt- und Klimaschutz: Was die Formel 1 besser machen kann - Protestaktion am Rande des Niederlande-GPs geplant"Ich habe davon gehört", entgegnet der Aston-Martin-Pilot auf die Protestaktion angesprochen. "Ich denke, dass wir im Allgemeinen in einer Zeit leben, in der es wichtig ist, Aufmerksamkeit zu erregen. Und ich denke, dass sie genau das tun. Ich denke also, das ist gut", begrüßt er die Aktion.

Alles zur Formel 1 und zum Motorsport-Wochenende im AvD Motor & Sport Magazin mit dem DTM-Brüderpaar Kelvin und Sheldon van der Linde und Christian Danner am Sonntag ab 21.45 Uhr LIVE im TV und STREAM auf SPORT1

Tut die Königsklasse genug für Nachhaltigkeit und Umweltschutz? Geht es nach Vettel, ist die Antwort klar.

Formel 1: Formel 1: Freie Trainings beim GP der Niederlande JETZT im Liveticker

  Formel 1: Formel 1: Freie Trainings beim GP der Niederlande JETZT im Liveticker Im niederländischen Zandvoort finden heute die ersten beiden Freien Trainings der Formel 1 statt. Der Lokalmatador Max Verstappen versucht heute die Weichen zu stellen, um seinen Heim-GP siegreich zu verlassen. Hier könnt Ihr die Sessions im Liveticker verfolgen. © Bereitgestellt von SPOX Max Verstappen gewann das Rennen im Regen von Spa-Franchorchamps. RangFahrerTeamZeit1Lando NorrisMclaren1:12.6792Max VerstappenRed Bull+0.0763Valterri BottasMercedes+0.1004Lewis HamiltonMercedes+0.1835Pierre GaslyAlpha Tauri+0.224Der Artikel wird fortlaufend aktualisiert. Klicke hier für den Refresh.

Vettel: „Im Moment läuft zu viel schief“

„Es geht dabei ja nicht um mich, ob mir das reicht“, sagt er am Freitag in den Dünen von Zandvoort zu Sky. „Die Frage ist, ob uns das reicht als Gesellschaft. Die Antwort ist Nein.“ (DATEN: Die Teamwertung der Formel 1)

Der Heppenheimer: „Im Moment läuft zu viel schief. Das Ärgerliche ist, dass manche Lösungen schon auf dem Tisch liegen. Vielleicht nicht ganz perfekt, aber sie sind schon da. Da ist es schade, dass wir uns dem Neuen so verschließen und uns dagegen sträuben.“

Vettel: „Wir verblasen Ressouren“

Was Vettel meint: Es gibt bereits erste Tests mit nachhaltigem Kraftstoff in der Formel 1. Doch eine Einigung übers neue Motorreglement ab 2025/26 ist zuletzt wieder in weitere Ferne gerückt.

Unnötigerweise, glaubt Vettel. „Es gibt tolle, aufregende Wege, die auch Spaß machen können. Man muss nicht immer von Verzicht und Verboten reden“, betont er. (DATEN: Die Fahrerwertung der Formel 1)

Aston Martin Ablehnung der Annäherung an Alonso zum Ersetzen von Vettel

 Aston Martin Ablehnung der Annäherung an Alonso zum Ersetzen von Vettel Aston Martin hat einen Bericht entlassen, dass der Teaminhaber Lawrence-Spaziergang Fernando Alonso näherte, um Sebastian Vettel zu ersetzen, und wurde abgelehnt. © PA Images Fernando Alonso Sebastian Vettel Pressekonferenz Planetf1 Die Behauptung wurde von Automotor und Sport erstellt, da sie den Fahrer Merry-Go-Runde diskutierten, der nach der Sommerpause plötzlich höchste Geschwindigkeit erreicht hat .

„Der Motorsport ist da ein sehr gutes Beispiel: Im Moment verblasen wir Ressourcen und die Frage ist: Warum? Es gibt Möglichkeiten, das deutlich besser zu gestalten. Die werden in der Zukunft zwar angestrebt, konkret genug ist das aber noch nicht.“

Sebastian Vettel macht Druck

SPORT1 weiß: Vettel macht schon seit Wochen Druck, damit der Einsatz von CO2-neutralem Benzin vorgezogen wird. Derzeit soll der Sprit erst parallel mit den neuen Hybridmotoren eingeführt werden.

Wir konfrontierten FIA-Präsident Jean Todt bereits beim Formel-E-Rennen in Berlin mit der Frage, warum die Regelmacher mit nachhaltigen Techniken bis 2025 warten wollen.

Todts Antwort enthält auch eine Spitze gegen Vettel: „2014 haben wir den Hybrid-Antrieb in der Formel 1 eingeführt. Damals gab es viele Gegner – selbst die Leute, die heute sagen, wie tun nicht genug.“

Der Franzose meint damit den Heppenheimer, der noch Jahre nach der Einführung der V6-Turbo-Hybride von V12-Monstern geschwärmt und die Formel 1 immer wieder für die Entscheidung für den umweltfreundlicheren und leisen Hybrid kritisiert hatte.

Vettel ruft zu Toleranz auf: "Kann sich nicht wegducken"

  Vettel ruft zu Toleranz auf: Sebastian Vettel setzt beim Ungarn-GP ein klares Zeichen. Er erklärt seine Aktion und ruft zu Toleranz auf. © Bereitgestellt von sport1.de Vettel ruft zu Toleranz auf: "Kann sich nicht wegducken" Sebastian Vettel hat vor dem Großen Preis von Ungarn ein Zeichen für Toleranz gesetzt. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Formel 1)Vor dem Rennstart auf dem Hungaroring trug der Ex-Weltmeister während der ungarischen Nationalhymne ein T-Shirt in Regenbogenfarben mit der Aufschrift „SAME LOVE“.

Todt: Grüner Sprit vor 2025?

Allein: Vettel hat seine Einstellung seitdem grundlegend geändert und kämpft jetzt für mehr als nur sein Rennfahrerherz.

Das erkennt auch Todt an. „Man muss Visionen haben und Rennsport als Labor nutzen“, räumt er ein, erklärt aber auch: „Neue Technologien einzuführen, kostet allerdings Zeit und Geld. Dazu kommt: Wir müssen uns bewusst sein, was man 2025/26 braucht. Die Technologie, die wir dann einführen, wird für rund zehn Jahre bleiben. Wir müssen also sicherstellen, dass die Entscheidung, die wir heute treffen, die richtige für 2030 ist.“

Immerhin: Todt kündigt an, dass ein vorgezogener Einsatz von grünem Sprit möglich ist.

„Klar ist: Alles, was in die Richtung von null Emissionen geht, muss schnellstmöglich eingeführt werden“, sagt der FIA-Präsident zu SPORT1. „Deshalb checken wir gerade, ob wir grünen Sprit vor 2025 einführen können.“ (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Formel 1)

Vettel macht sich Feinde

Vettel wird das gefallen: Aber ob er das auch noch als Fahrer erlebt?

Er macht sich gerade viele Feinde mit seiner konsequenten Art. Lennon, eines seiner Idole, marschierte Ende der 60er ebenfalls in der Friedensbewegung vorneweg. (DATEN: Der Rennkalender der Formel 1).

Der Beatle war damals einer der berühmtesten Menschen der Welt und sorgte mit seinem Engagement dafür, dass die „Make Love, not war“-Initiative weltweit Gehör fand und an Einfluss gewann.

Durch Songs wie „Give peace a chance“ und die weltberühmte „Imagine“-Zeile „Maybe I‘m a dreamer, but I‘m not the only one“, folgten ihm Millionen weltweit. Aber auch das FBI verfolgte ihn und wollte ihn aus seiner Wahlheimat New York ausweisen lassen

Wahrscheinlich kostete ihn seine Konsequenz sogar das Leben, weil er so sehr zu seinen Werten stand.

Das muss Vettel nicht befürchten. Dass er sich mit seinem konsequenten Kampf für eine bessere Welt in seiner Wahlheimat Formel 1 Feinde macht und ausgewiesen werde könnte, dagegen schon.

Aston Martin legt sich auf Vettel fest: "Wir haben keinen Plan B" .
Warum hat Aston Martin Sebastian Vettel immer noch nicht für 2022 bestätigt? Diese Frage hat Teamchef Otmar Szafnauer in Monza beantwortet! Medienberichte über einen Riss in der Beziehung zwischen Vettel und dem Team seien "zu 100 Prozent Unsinn", versichert der Amerikaner. Und: "Wir haben keinen Plan B. Es gibt null Reibungspunkte. Fragt ihn doch selbst! Ich bin sicher, dass er sagen wird, dass er das hier liebt. Es geht wirklich nur noch darum, ein paar Details zu klären.

usr: 3
Das ist interessant!