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Welt & PolitikKirche und Quote: Für die Frauen zu wenig

17:25  14 märz  2019
17:25  14 märz  2019 Quelle:   tagesspiegel.de

Deutsche Bischöfe verordnen sich Frauenquote

Deutsche Bischöfe verordnen sich Frauenquote Die katholische Kirche will deutlich mehr Frauen in Führungspositionen bringen. Ziel sei, den Frauenanteil auf ein Drittel und mehr zu steigern.

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Frauenquote und allgemein Geschlechterquote oder Genderquote bezeichnet eine geschlechterbezogene Quotenregelung bei der Besetzung von Gremien oder Stellen. Der angestrebte Zweck der Frauenquote ist die Gleichstellung von Frauen und Männern in Gesellschaft

Kirche und Quote: Für die Frauen zu wenig © Foto: Friso Gentsch/dpa Kardinal Reinhard Marx, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, hat die Einführung einer Frauenquote für Leitungsfunktionen in der Kirche verkündet.

Die katholischen deutschen Bischöfe haben eine Frauenquote von 30 Prozent beschlossen. Das klingt gut – ist aber schon überholt. Ein Kommentar.

Was gut klingt, muss noch lange nicht gut sein. Oder gut genug. Gemeint ist der Beschluss der katholischen Bischöfe in Deutschland, ihrer Kirche eine Frauenquote von mindestens einem Drittel in Leitungspositionen zu verordnen. Ja, klingt gut – nur, erster Einwand: Die Quote soll in den kommenden vier Jahren erreicht werden. Vier Jahre! Wer weiß, wie die Kirche dann dasteht, angesichts all der Hiobsbotschaften dieser Tage. Missbrauch, so horrend er ist, ist ja nur ein Thema.

Weltfrauentag 2019: Hunderte Frauen demonstrieren auf Kölner Bahnhofsvorplatz

Weltfrauentag 2019: Hunderte Frauen demonstrieren auf Kölner Bahnhofsvorplatz Zur Demonstration hat die Gewerkschaft Verdi aufgerufen. Auch in Bonn und Düsseldorf demonstrieren Frauen zur Stunde. Mit Plakaten und Sprüchen machen die Frauen auf dem Vorplatz ordentlich Lärm: Unter anderem schrien sie eine Minute lang zusammen als Zeichen ihres Zorns und ihrer Trauer. Die Arbeit von Frauen werde immer noch gering geschätzt, hieß es von den Organisatorinnen. Die Demonstrantinnen wollen gegen 17.30 Uhr  zum Heumarkt ziehen.

Dass Frauen das Gesicht der Kirche und die tägliche Arbeit stark prägen, wird dagegen nicht wahrgenommen. Frauen und Männer, denen ihre Kirche am Herzen liegt, sollten fortschrittliche Bischöfe wie Gebhard Fürst ermutigen, der das Weiheamt für Frauen öffnen will.

Die katholische Kirche in Deutschland will mehr Frauen in Führungspositionen bringen und hat sich dafür auf eine Frauenquote verständigt: Die Bischöfe wollen den Anteil von Frauen in Leitungspositionen der Bistümer in den kommenden vier Jahren auf mindestens ein Drittel steigern.

Zweiter Einwand: 30 Prozent entsprechen in keiner Weise der Wirklichkeit in unserer Gesellschaft, nicht in Bezug auf die Zahl der Frauen, erst recht nicht im Hinblick auf ihren wachsenden Anspruch: Teilhabe an Macht und Einfluss. 30 Prozent als Quote sind darum heute schon von gestern; heute geht es zum Beispiel im politischen Raum um das Paritätsgesetz, das mancherorts schon Gegenwart ist. Da kommt die Kirche viel zu spät.

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Und das ist ein Beispiel dafür, dass keiner glauben soll, es gebe grundlegende Reformen. Erst einmal jedenfalls nicht. Der Beweis: Von den Weiheämtern werden Frauen nach wie vor ausgeschlossen. Dabei muss das der wollen und tun, der in der Tat Strukturen verändern will. Heißt: Weder sind Frauen bei der Leitung der Kirche gleichberechtigt, noch werden sie es als Kleriker. Das wäre aber nötig, um außerdem die völlig überholte Sexualmoral mit dem Zölibat endlich loszuwerden. Möglich sowieso: Frauen können selbstverständlich geweiht werden, im Neuen Testament und der Theologie insgesamt gibt es nichts, was ein unüberwindliches Nein rechtfertigen würde.

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Kirche startet Petition für Tempolimit 130 auf Autobahnen Erfurt. 50.000 Unterschriften für 130 auf Autobahnen – dieses Ziel hat sich die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland gesetzt und will die Petition dem Bundestag vorlegen. © Jens Büttner Ein Verkehrsschild für die zugelassene Höchstgeschwindigkeit von 130 Stundenkilometern steht in einer Lagerhalle der Autobahnmeisterei (Symbolbild). Die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) hat eine Online-Petition für ein generelles Tempolimit von 130 Stundenkilometern gestartet. Kommen bis zum 3. April mindestens 50.

Diese Quote soll in den kommenden vier Jahren erreicht werden. "Ich hab den Eindruck, hier will man Streicheleinheiten an die Frauen abgeben, aber "Es gibt auch für die Kirche ein Zu-Spät", betonte sie. Ob der Vertrauensverlust ohne größere Reformen wieder zu beheben sein werde, "da hab ich

"[ ] auch wenn ich natürlich nicht an jeder Stelle mit der aktuellen Praxis der Kirche einverstanden bin, so empfinde ich es doch als gut, dass die katholische Kirche nicht Moden hinterherläuft und sich mit Veränderungen Zeit lässt." - Andrea Fischer, Stern Nr. 27/2008 vom 26. Juni 2008, S. 134.

Der Zölibat, Frauen als Priester, die Wiederverheiratung, die Ökumene – je länger die Katholische Kirche sich mit Reformen Zeit lässt, desto größer wird die Gefahr, in die sie sich begibt. Sie hat doch keine Zeit mehr. Der Muff von tausend Jahren… Die Verweigerung wirkt monumental. Doch fordert schon die Bibel, die Zeichen der Zeit zu erkennen. Das ist in diesen Fällen nicht mehr nur ein Akt der Klugheit, sondern lebensnotwendig, damit die Kirche nicht immer weiter und weiter Mitglieder verliert. Diese Institution darf ihr wichtigstes Gut, die Glaubwürdigkeit, nicht auf dem Altar der Selbstbezogenheit und Eitelkeit opfern.

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