Welt & Politik: Frauen verdienen weiter gut ein Fünftel weniger als Männer - PressFrom - Deutschland

Welt & PolitikFrauen verdienen weiter gut ein Fünftel weniger als Männer

18:35  14 märz  2019
18:35  14 märz  2019 Quelle:   msn.com

Gehaltslücke zwischen Männern und Frauen in Süddeutschland besonders groß

Gehaltslücke zwischen Männern und Frauen in Süddeutschland besonders groß Die Gehaltslücke zwischen Männern und Frauen ist in Süddeutschland besonders groß. Laut einer aktuellen Auswertung der Hans-Böckler-Stiftung verdienen weibliche Arbeitnehmer in Baden-Württemberg durchschnittlich 22,7 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. In Brandenburg betrage der Abstand dagegen 14,9 Prozent. Für Gesamtdeutschland beträgt der Unterschied demnach 21 Prozent. Der Unterschied lasse sich dadurch erklären, dass das Verarbeitende Gewerbe in Süddeutschland besonders stark verankert sei. Die gut bezahlten Jobs insbesondere in der Automobilindustrie besetzten immer noch überwiegend Männer.

Dennoch verdienen sie immer noch weniger als Männer und werden seltener Führungskräfte. Die Folgen bekommen sie besonders im Alter zu spüren. Der Verdienstunterschied zwischen Männern und Frauen in Deutschland ist dementsprechend hoch. Seit Beginn der Berechnung im Jahr 1995

Frauen – so die Klischees – sind schlechter gebildet, psychisch und körperlich weniger belastbar, nicht durchsetzungsfähig und müssen nicht Des Weiteren verhalten sich Frauen in Gehaltsverhandlungen zurückhaltender und wechseln seltener ihre Arbeitsstelle, um ein besseres Gehalt zu bekommen.

Frauen verdienen weiter gut ein Fünftel weniger als Männer © Foto: Sina Schuldt Das ist doch mal ein Argument: Frauen demonstrieren am Internationalen Frauentag mit einem Plakat für gleiche Rechte und gleiche Entlohnung.

Frauen haben in Deutschland im Schnitt weiter gut ein Fünftel weniger auf dem Gehaltszettel als Männer. Die Einkommenslücke zwischen den Geschlechtern schrumpfte auch im vergangenen Jahr nicht, teilte das Statistische Bundesamt mit.

Während der Gehaltsabstand vor allem in Westdeutschland groß ist, schneidet der Osten besser ab. Konkret verdienten Frauen 2018 laut der Berechnungen 17,09 Euro brutto je Stunde und damit im Schnitt 21 Prozent weniger als Männer. Diese kamen auf 21,60 Euro. Schon im Vorjahr hatte die Gehaltslücke unverändert bei dem Wert gelegen. Langfristig nimmt sie etwas ab: 2006 verdienten Frauen im Mittel noch 23 Prozent weniger als Männer.

Wo Frausein bestraft wird

Wo Frausein bestraft wird Tarifverträge verringern die Gehaltsunterschiede zwischen Frauen und Männern. Bei Jobs, bei denen sich lange Arbeitszeiten finanziell besonders lohnen, ist die Lohnlücke dafür besonders groß.

Bundestagswahl Verdienen Frauen 21 Prozent weniger als Männer ? Eine Frau demonstriert für gleiche Bezahlung. Was sich aus diesen Werten nicht herauslesen lässt: Männer und Frauen üben nicht zu gleichen Teilen die Als weiteres Problem sieht das Institut sogenannte Care-Arbeiten

Ein seit Jahren diskutiertes Thema macht faktisch keine Fortschritte: Frauen verdienen in Deutschland weiterhin deutlich schlechter als Männer . Ungeachtet aller Gleichstellungsbestrebungen betrug die Lohnlücke im vergangenen Jahr unverändert 22 Prozent auf Basis der Stundenlöhne, wie das

Besonders groß war der Abstand in den alten Bundesländern mit 22 Prozent, während Frauen im Osten «nur» 7 Prozent weniger verdienten.

Die Statistiker betonten, dass rund drei Viertel des Verdienstunterschiedes auf strukturelle Gründe zurückgehe: Frauen ergriffen oft relativ schlecht bezahlte Berufe und hätten seltener Führungsposten. «Auch arbeiten sie häufiger in Teilzeit und in Minijobs und verdienen deshalb im Durchschnitt pro Stunde weniger.»

Top-Themen der MSN-Leser:

Wehretat: Scholz will deutlich geringere Erhöhung

Deutsche Post:Bundesregierung macht den Weg für höheres Brief-Porto frei

So habe 2017 fast jede zweite erwerbstätige Frau eine Teilzeit-Stelle gehabt, bei den Männern war es nicht einmal jeder Zehnte. Bei vergleichbarer Qualifikation und Tätigkeit ist die Gehaltslücke kleiner: Dann erhalten Frauen je Stunde 6 Prozent weniger Lohn als Männer, zeigen die jüngsten verfügbaren Daten der Statistiker.

Giffey fordert mehr Engagement für Lohngleichheit

Giffey fordert mehr Engagement für Lohngleichheit Bundesfrauenministerin Franziska Giffey (SPD) hat schnellere Verbesserungen bei Lohnungleichheiten zwischen Männern und Frauen gefordert. Bei einer Kundgebung vor dem Brandenburger Tor forderte die Ministerin am Montag unter anderem Flächentarife für soziale Berufe, in denen Frauen mit 80 Prozent die Mehrzahl der Angestellten ausmachten. © Foto: Bernd von Jutrczenka Franziska Giffey (SPD), Bundesfamilienministerin, bei einer Kundgebung zum ''Equal Pay Day'' auf dem Pariser Platz. Um die Lohnlücke zwischen Männer und Frauen von 21 Prozent zu schließen brauche es zudem eine Ausweitung des Entgelttransparenzgesetzes auf alle Betriebe.

Teilzeit statt Führungskräfte: Frauen werden in Deutschland noch immer schlechter bezahlt als Männer . "Tatsache ist: Wenn Frauen weniger verdienen würden für die SELBE Tätigkeit, würde kein Chef mehr Männer einstellen." Berücksichtigt man weiter Unterschiede, wie es etwa das

Frauen verdienen in Deutschland weniger als Männer . Gut drei Viertel aller Stellen in den eher niedrig entlohnten Bereichen Erziehung und Unterricht sowie im Gesundheits- und Sozialwesen seien von Frauen besetzt, so das IW. Frauen verdienen ein Fünftel weniger .

Bundesfrauenministerin Franziska Giffey (SPD) will nicht länger auf unverbindliche Empfehlungen setzen, um mehr Frauen in Führungspositionen zu bekommen. «Wir werden dort Sanktionen einführen, wenn Unternehmen künftig keine Zielgröße für Frauen in den Vorständen melden oder die Zielgröße "Null" nicht begründen», kündigte sie an.

Außerdem müssten die sozialen Berufe aufgewertet werden. Mehr als 5,7 Millionen Menschen arbeiteten in Deutschland in diesen Berufen, 80 Prozent davon seien Frauen. Ihre Arbeit sei schwierig und viel zu gering bezahlt.

Große regionale Unterschiede zwischen Ost und West sieht das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung. So klafften die Bezüge von Frauen und Männern im reichen Baden-Württemberg und Bayern viel stärker auseinander als etwa in Brandenburg, Thüringen und Sachsen-Anhalt, zeigt eine Umfrage unter 309.000 Beschäftigten auf dem Böckler-Portal Lohnspiegel.de.

Gehälter in Berlin: Lohnlücke zwischen Männern und Frauen wächst

Gehälter in Berlin: Lohnlücke zwischen Männern und Frauen wächst Der „Equal Pay Day“ verdeutlicht Lohnunterschiede zwischen den Geschlechtern. In Berlin hat sich die Kluft zuletzt vergrößert. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit? Klingt logisch, ist aber nicht so. Deswegen ist am Montag wieder „Equal Pay Day“. Initiiert wurde der Aktionstag in den 1960er Jahren von US-Organisationen, die für Chancengleichheit kämpfen, in Deutschland wird der Tag seit 2008 begangen und von der Bundesregierung unterstützt. Die wichtigsten Fragen zum Thema. Was ist der „Equal Pay Day“? Der „Equal Pay Day“, auf Deutsch „Tag des gleichen Lohnes“, wird dieses Jahr deutschlandweit am 18.

Deutsche Frauen bekommen im Schnitt 22 Prozent weniger Gehalt für die gleiche Tätigkeit wie Männer . All das sei in Studien längst widerlegt. „ Frauen haben mittlerweile die besseren Hochschulabschlüsse, sie sind hoch motiviert und klar karriereorientiert“, sagt Funken.

75 Prozent der Frauen verdienen weniger , zehn Prozent Pramböck: „Zwei große Themenbereiche sind laut unserer Studie dafür verantwortlich, dass Frauen üblicherweise deutlich weniger als Männer verdienen Wir verdoppeln den Betrag und leiten ihn an eine wohltätige Frauenorganisation weiter "

Während Frauen oft zu geringen Löhnen als Verkäuferin, Physiotherapeutin oder Erzieherin arbeiteten, hätten Männer häufig gut bezahlte technische Jobs in der Industrie. Und davon gebe es besonders viele in der Autobranche in Baden-Württemberg und Bayern.

Im Osten seien indes nach der Wende viele Industrie-Jobs weggebrochen und damit traditionelle Berufsperspektiven für Männer. Die kleinere Gehaltslücke im Osten lasse sich nicht mit hohen Löhnen der Frauen begründen, sondern eher mit dem großen Abstand ostdeutscher Männer zu Männern im Westen. Auch arbeiten mehr Mütter im Osten in Vollzeit, sagt Yvonne Lott, WSI-Expertin für Arbeitszeitforschung. «Das Bild von der Rabenmutter ist vornehmlich ein westdeutsches Bild.»

Nach wie vor werde aber in vielen Betrieben von Frauen erwartet, für die Familie beruflich kürzer treten - mit weitreichenden Folgen. «Teilzeit und längere Elternzeiten werden häufig abgestraft, da sie als Signal für geringeres Engagement gelten», meint Lott. «Eine Mutter auf einer Teilzeit-Stelle macht seltener Karriere.» Frauen übernähmen weiter den Löwenanteil bei der Kindererziehung und der Pflege von Angehörigen.

Her mit den Trillerpfeifen!

Her mit den Trillerpfeifen! Den Frauentag zum Feiertag zu machen kann sinnvoll sein, wenn er dann als Kampftag genutzt wird - und nicht als Anlass für Kaffeekränzchen, rote Nelken oder den überfälligen Anruf bei Mutti. Ein Kampftag sollte er sein, ein Tag des Protests und der Agitation: So wünschte sich die Frauenbewegung sich den Internationalen Frauentag; diesen Geist versprühten die ersten Frauentage ab 1911. Heute wird in der Bundesrepublik eher zufrieden gefeiert als agitiert und protestiert: 100. Jahre Frauenwahlrecht! Juhu, wir dürfen ein Grundrecht wahrnehmen! In Berlin ist dieser 8. März sogar erstmals ein freier Tag.

Frauen verdienen in Deutschland pro Stunde statistisch rund ein Fünftel weniger als Männer . Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, lag ihr Bruttostundenverdienst im Querschnitt durch alle Berufe und Qualifikationen im vergangenen Jahr auch weiterhin 22 Prozent unter dem von

Ausländer verdienten hierzulande hingegen nur 2467 Euro. Die Linke spricht von „Sprengstoff für die Gesellschaft“. Die Schere zwischen den Gehältern von deutschen und ausländischen Arbeitnehmern in Deutschland geht weiter auseinander. Ärzte verdienen besser als Kassierer, Männer als Frauen .

Bei der Beschäftigung von Frauen in vollen Stellen hinke Deutschland hinterher, stellte auch die Beratungsgesellschaft PwC fest. Während in Schweden und Island 83 bzw. 76 Prozent der Frauen in Vollzeit arbeiteten, seien es in Deutschland 63 Prozent. Bei der Gehaltslücke befinde sich Deutschland unter den OECD-Staaten in der Schlussgruppe. «Deutschland kommt bei der Förderung von Frauen im Arbeitsleben wenn überhaupt nur sehr langsam voran», sagte PwC-Partnerin Petra Raspels.

Nachholbedarf sieht auch der der Sozialverband VdK: Um gegen geringe Gehälter bei Frauen vorzugehen, bräuchten sie Chancen auf gut bezahlte Arbeitsplätze statt Teilzeit oder Mini-Jobs, forderte er. «Niedrige Löhne bedeuten niedrige Renten». Die Politik müsse die Vereinbarkeit von Beruf, Pflege und Kindererziehung dringend stärken - durch eine bessere Kinderbetreuung oder staatlich finanzierte Auszeiten für die Pflege von Angehörigen.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) forderte ferner, Beschäftigte bräuchten mehr Klarheit über die Gehälter in Unternehmen. Das Lohntransparenzgesetz, das Vergütungsniveaus für bestimmte Gruppen in Firmen offen legt, gelte erst für Betriebe ab 200 Beschäftigten - die meisten erwerbstätigen Frauen arbeiten aber in kleineren Betrieben.

Gleichberechtigung: Männer werden auch in Frauendomänen schneller Chef

Gleichberechtigung: Männer werden auch in Frauendomänen schneller Chef In der Alten- und Krankenpflege, im Gastgewerbe: Der Frauenanteil überwiegt. Trotzdem kommen Männer auch hier schneller in Führungspositionen, wie eine Studie zeigt. © Christoph Schmidt/dpa Besonders Alten- und Krankenpflegerinnen halten ihre Bezahlung für nicht angemessen. Sie holen Babys auf die Welt, wechseln Verbände, füttern und waschen oder hören einfach nur zu. Sie – das sind auch heute noch überwiegend Frauen. Mit knapp 80 Prozent ist ihr Anteil in Pflege- und Gesundheitsberufen besonders hoch, wie aus einer repräsentativen Studie des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) hervorgeht.

Frauen verdienen im Schnitt 15,21 Euro brutto pro Stunde, Männer bekommen mit 19 Ein positives Gegenbeispiel sind die USA: Hier verdienen junge, gut ausgebildete Frauen in Frauen verdienen nicht weniger für den gleichen job. durschnittlich verdienen sie weniger weil es mehr manner gibt

In Deutschland verdienen Frauen durchschnittlich 23 Prozent weniger Geld als Männer . Obwohl Frauen inzwischen sogar besser qualifiziert ins Berufsleben einsteigen, hält sich die Einkommenslücke beharrlich. Im EU-Vergleich ist sie nur in Estland, der Tschechischen Republik und Österreich noch

Wie stark Frauen beim Gehalt das Nachsehen haben, hängt laut dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) aber auch von der Branche ab. Die Gehaltsunterschiede zwischen Mann und Frau seien dort besonders groß, wo je ungefähr gleich viele Männer und Frauen arbeiten und großer Wert auf längere Arbeitszeiten gelegt werde.

Beispiele seien Unternehmensberatung und Controlling, heißt es in einer Studie von Anfang März. Dort bekämen diejenigen, die in Vollzeit arbeiten, nicht nur monatlich, sondern auch auf die Stunde gerechnet mehr Lohn als etwa Teilzeitbeschäftigte.

Hilfreich gegen ungleiche Gehälter seien Tarifverträge und geteilte Führungsposten unter mehreren Beschäftigten, meint DIW-Forscherin Aline Zucco. «Vor allem muss man sich von der Vorstellung befreien, dass nur jene, die viel und lange arbeiten, gute Arbeit leisten.»

Mehr auf MSN


Jerusalem: Ultraorthodoxe Juden greifen Frauen an der Klagemauer an.
Die Frauen wollten an der Klagemauer beten. Tausende Strengreligiöse protestierten dagegen. Es kam zu Provokationen – und dann zu Übergriffen. © Foto: dpa Die «Frauen der Mauer» beten an der Klagemauer. Tausende strengreligiöse Juden haben an der Klagemauer in Jerusalem gegen die Gebete jüdischer Frauen einer liberalen Strömung protestiert. Dabei kam es nach Angaben der Frauen von Neschot Hakotel (Frauen der Mauer) auch zu gewaltsamen Übergriffen. Zwei Frauen seien verletzt worden, hieß es in einer Stellungnahme am Freitag. Die Polizei sprach dagegen zunächst lediglich von „Spannungen“ und „Flüchen“.

—   Teilen Sie Neuigkeiten in der SOC. Netzwerke

Aktuelle videos:

usr: 1
Das ist interessant!