Welt & Politik Vereinigte Staaten: Es war einmal ein Meister

19:10  18 september  2021
19:10  18 september  2021 Quelle:   sueddeutsche.de

Sports World ist ausgeflippt über US-amerikanische Fussball

 Sports World ist ausgeflippt über US-amerikanische Fussball Die Vereinigte Staaten Das der Vereinigten Staaten vermisste die letzte Weltmeisterschaft. Könnte es wieder passieren? © zur Verfügung gestellt von den spun Vereinigten Staaten Soccer Star Christian Pinisic. Leider scheint es eine Möglichkeit zu sein. Die Vereinigte Staaten der Vereinigten Staaten der Männer ist zu einem enttäuschenden Start in der Qualifikationsstufe der Weltmeisterschaft. Die Amerikaner kommen an El Salvador und Kanada aus.

Joe Bidens Markenkern war immer seine Kompetenz. Die aber stand im Afghanistan-Debakel plötzlich infrage. Wie fatal das für die politische Kultur im Land ist, zeigen die neuesten Ereignisse.

Was bleibt von Joe Bidens Ruf, ein professioneller Macher zu sein? © Al Drago/AFP Was bleibt von Joe Bidens Ruf, ein professioneller Macher zu sein?

Es war einmal ein Meister

Als Joe Biden Präsident wurde, war das wie ein Versprechen an Amerika und die Welt: Jetzt kommen die Profis. Donald Trump und seine Regierung waren ein Haufen ebenso ignoranter wie aggressiver Amateure. Biden gewann, weil eine Mehrheit der Amerikaner nach vier Jahren Drama meinte, es sei jetzt durchaus Zeit für etwas Langeweile. Zumindest wenn Langeweile hieß, dass das Land wieder vernünftig regiert wird, dass ein gewisses Maß an Können und Wissen, an Ruhe, Verlässlichkeit und Normalität in die Politik zurückkehrt.

Meinung: FC Bayern ist und bleibt konkurrenzlos

  Meinung: FC Bayern ist und bleibt konkurrenzlos Auch am Ende dieser Bundesliga-Saison wird der Meister wieder FC Bayern heißen. Die Münchner haben es einmal mehr geschafft, ihren ärgsten Widersacher entscheidend zu schwächen, beklagt Andreas Sten-Ziemons. © Roger Petzsche/imago images/Picture Point Frust bei den Leipzigern nach dem Spiel gegen München - als Bayern-Konkurrent fallen sie aus Die seit Jahrzehnten erfolgreich praktizierte Taktik des FC Bayern München hat sich mal wieder bewährt: Nimm der Konkurrenz die besten Spieler ab, auch wenn du sie selbst nicht brauchst. Hauptsache, sie könne nicht mehr gegen dich spielen.

Wahlstrategen würden es so sagen: Kompetenz war Joe Bidens Markenkern. Im Washingtoner Jargon war er der "Erwachsene", der den launischen, verzogenen Bengel Trump ablöste.

Anders als Trump hetzt Biden die Menschen nicht gegeneinander auf

Im ersten halben Jahr seiner Präsidentschaft ist Biden dieser Erwartung gerecht geworden. Er hat sich darum gekümmert, dass die Amerikaner Impfstoff und Geld bekamen, um die Pandemie zu überstehen. Anders als Trump missbraucht er sein Amt nicht ständig dazu, die Menschen im Land gegeneinander aufzuhetzen. Er hat sogar einen Teil der Trümmer beseitigt, die Trump ihm in der Außenpolitik hinterlassen hatte.

Dann kam der desaströse Abzug aus Afghanistan. Die Flucht der Amerikaner aus Kabul hat Biden nicht deswegen beschädigt, weil die Entscheidung falsch oder unbeliebt gewesen wäre, den Krieg zu beenden. Sondern weil die Umstände allem widersprachen, wofür Biden stand. Die furchtbaren Bilder vom Flughafen, die toten GIs, die zurückgelassenen Amerikaner, der letzte Drohnenangriff, der eine Familie auslöschte - dieses Chaos, diese Tragödien hätte man vom Dilettanten Trump erwartet, nicht vom Meister Biden.

Putins unpopulärer Partei, der für den Wahlgewinn mit dem Widscher-Win

 Putins unpopulärer Partei, der für den Wahlgewinn mit dem Widscher-Win geplagt wurde. © Alexander Nemenov Vladimir Putins Vereinigte Russland-Party in den letzten Jahren ist ein leichtes Ziel für Wähler geworden, das von der kämpfenden Wirtschaft des Landes frustriert wurde Ein angeblicher Spion als Kandidaten Die Partei wurde von Präsident Wladimir Putin gegründet, nachdem er 2000 zur Macht kam, mit dem Ziel, seinen persönlichen Anziehungskraft in eine dominante parlamentarische Kraft zu übersetzen.

Für Bidens Präsidentschaft ist das ein Einschnitt, dessen Folgen über seine aktuellen Umfragewerte hinausgehen. Wann immer in der Zukunft die Demokraten "Kompetenz" sagen, um für sich oder ihren Präsidenten zu werben, werden die Republikaner empört "Kabul" rufen. Und das mit einem gewissen Recht. Was Präsidenten taugen, entscheidet sich in Krisen. In der Krise von Kabul taugte Biden nicht genug, um Amerikas Demütigung zu verhindern.

Das heißt aber auch: Als Wahlkampfargument fällt das Schlagwort Kompetenz für die Demokraten weitgehend aus. Das ist bedauerlich, denn es täte Amerika gut, wenn in Wahlkämpfen wieder darüber gestritten würde, was Kandidaten erreicht haben, was sie wissen und was sie können. Darüber kann man halbwegs sachliche Debatten führen, ohne einander an die Gurgel zu gehen.

Begeben sich die Demokraten jetzt doch noch aufs Niveau der Republikaner herab?

Stattdessen besteht die Gefahr, dass Amerika noch tiefer in den giftigen Kulturkriegen versinkt, welche die Gesellschaft zerreißen. Es ist leichter - und wirkungsvoller -, die politischen Gegner zu dämonisieren und bei den Wählern Angst und Wut zu schüren. Die Republikaner haben in dieser Hinsicht keinerlei Hemmungen mehr, ihre Wahlkämpfe bestehen nur noch aus Spaltung, Hetze und Lügen. Aber die Demokraten lernen leider dazu, sie haben gerade das Referendum über ihren Gouverneur in Kalifornien gewonnen, indem sie den republikanischen Kandidaten als eine Art Trump 2.0 dargestellt haben.

Vor dem Debakel in Kabul hat Biden sich aus diesen Kämpfen stets herausgehalten - er weiß, wie zerstörerisch sie sind. In Kalifornien hat er jetzt mitgemacht. Womit hätte er auch werben sollen?

Ryder Cup-Wertungen 2021: Aktualisierte Ergebnisse für das Team USA vs. Team Europe bei pfeifenden Straits .
Zum zweiten Mal in zwei Jahrzehnten wurde der Ryder Cup sein Muster ausgeworfen. Seit der Rückkehr vom Zweiten Weltkrieg 1947 wurde der Ryder Cup bis 2001 jedes seltsame Jahr gespielt worden, als er nach dem 11. September auf 2002 zurückgeschoben wurde. Nachdem es aufgrund der Covid-19-Pandemie verschoben wurde, ist es wieder in ungeraden Jahren mit Golfern aus den Vereinigten Staaten und Europa, um auf pfeifende Meerengen in Haven, Wisconsin, zusammenzuarbeiten.

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