Welt & Politik Mehrheit der Deutschen wünscht sich Ampelkoalition

15:37  01 oktober  2021
15:37  01 oktober  2021 Quelle:   rp-online.de

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Düsseldorf. Nach der Wahl verstärkt sich die politische Stimmungslage: Laut dem aktuellen Politbarometer wünscht sich eine Mehrheit als nächsten Bundeskanzler SPD-Kandidaten Olaf Scholz an der Spitze einer Ampelkoalition. Die Union stürzt bei den Zustimmungswerten ab – aus mehreren Gründen.

 Im jüngsten Politbarometer spricht sich eine Mehrheit der Befragten für ein Ampelbündnis aus SPD, Grünen und FDP aus. © Julian Stratenschulte Im jüngsten Politbarometer spricht sich eine Mehrheit der Befragten für ein Ampelbündnis aus SPD, Grünen und FDP aus.

Am Wochenende setzen die Parteien ihre Sondierungsgespräche in diversen Konstellationen fort. Aber die Vorliebe  der Deutschen ist laut jüngsten Umfragen der Forschungsgruppe Wahlen klar: 59 Prozent der Befragten wünschen sich eine Ampelkoalition, also ein Bündnis aus SPD, Grünen und Liberalen. 20 Prozent fänden ein solches Bündnis schlecht. Ein sogenanntes Jamaika-Bündnis aus Union, Grünen und FDP fänden nur 24 Prozent gut und 62 Prozent schlecht. Eine rechnerisch mögliche und von der SPD geführte große Koalition bewerten 22 Prozent mit gut und 60 Prozent mit schlecht.

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Das Ergebnis spiegelt sich auch in der Präferenz zum nächsten Bundeskanzler. 76 Prozent der Befragten des Politbarometers wünschen sich den SPD-Kandidaten Olaf Scholz als nächsten Bundeskanzler, nur 13 Prozent den Unionskandidaten Armin Laschet. Sogar in der eigenen Anhängerschaft der Union sind 49 Prozent für Scholz und nur 39 Prozent für Laschet.

Nach der Wahl verstärkt sich also die politische Stimmung, die in der Wahl deutlich wurde. Das zeigt sich auch an den Zustimmungswerten der Parteien. Viel Sympathie erhält die SPD mit 34 Prozent Zustimmung. Auch Grüne und FDP kommen nach der Wahl weiter gut an und erhalten Stimmungswerte von 21 Prozent (Grüne) und 13 Prozent (FDP). Die Union ist nach ihrem schlechten Wahlergebnis und den Personaldebatten der vergangenen Tage auch in einer Zustimmungskrise mit einem Wert von nur noch 16 Prozent.

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Ähnlich deutlich fallen die Ergebnisse bei der sogenannten Sonntagsfrage aus. Wenn am nächsten Sonntag wieder Bundestagswahl wäre, könnte die SPD mit 28 Prozent rechnen, die Union rutscht mit 20 Prozent  auf ein neues Politbarometer-Allzeittief. Die Grünen lägen bei 16 Prozent, die FDP würde 13 Prozent, die AfD 10 Prozent  und die Linke 5 Prozent erreichen. Die tatsächlichen Werte bei der Bundestagswahl am Sonntag waren: SPD 25,7, CDU/CSU 24,1, Grüne 14,8, FDP 11,5,  AfD 10,3 und  Linke 4,9 Prozent.

Als Hautpverantwortlichen für das schlechte Abschneinden der Union machen 40 Prozent der Befragten Armin Laschet aus. Für sieben Prozent sind es vor allem die politischen Inhalte der Partei und 49 Prozent meinen, es lag an beidem. In der Anhängerschaft der CDU/CSU wird die „Schuldfrage“ noch stärker Laschet (65 Prozent) zugeordnet, fünf Prozent nennen die politischen Inhalte und 27 Prozent sagen beides. Entsprechend sind fast zwei Drittel (63 Prozent) der im  Politbarometer Befragten  der Ansicht, dass Laschet als CDU-Vorsitzender zurücktreten sollte, darunter auch 62 Prozent der Unions-Anhänger.

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Starke Veränderungen gibt es in der unmittelbaren Nachwahlphase auch beim Ansehen der Spitzenpolitiker: Olaf Scholz legt deutlich zu und schafft mit einem persönlichen Rekordwert fast die hohen Beliebtheitswerte von Noch-Bundeskanzlerin Angela Merkel. Scholz erreicht einen Wert von 2,2 auf der Skala von minus fünf bis plus fünf, Merkel 2,3. Ein Plus gibt es auch für Robert Habeck, der jetzt auf 1,6 kommt, sowie für Annalena Baerbock (0,4) und Christian Lindner (1). Armin Laschet bricht noch einmal deutlich ein von zuletzt  minus 0,4 auf minus 1,2.

Obwohl die Regierungsbildung in der Öffentlichkeit gerade großen Raum einnimmt, steht der Klimaschutz bei der Frage nach den drängensten Problemen in Deutschland weiter ganz vorn. Er kommt auf eine Erwähnquote von 51 Prozent  bei zwei möglichen Nennungen. An zweiter Stelle folgen Corona und die Folgen der Pandemie  mit 18 Prozent der Nennungen. Allerdings verliert Corona damit  weiter klar an Bedeutung. Stabil präsent bleiben die Themen Soziale Gerechtigkeit, Rente/Alterssicherung, Kosten/Preise/Löhne  und Bildung/Schule.

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Trotz der Polarisierung, die mit den Machtverschiebungen durch das Wahlergebnis von Sonntag einhergeht, sind mit 49 Prozent der Befragten viele Deutsche zufrieden mit dem Ausgang der Wahl. Vor vier Jahren lag der Zufriedenheitswert nur bei 28 Prozent. Trotzdem bedeutet das Ergebnis auch, dass immerhin 46 Prozent der Befragten mit dem Wahlergebnis unzufrieden sind, darunter besonders viele Anhänger  der CDU/CSU (65 Prozent), der AfD (70 Prozent) und der Linken (70 Prozent). Dabei stellen die meisten Wähler ihre eigene Entscheidung rückblickend nicht in Frage. 91 Prozent hätten auch dann keine andere Partei gewählt, wenn sie schon vorher gewusst hätten, wie die Bundestagswahl ausgeht.

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