Welt & Politik: Die USA und der Iran: Die Kriegsgefahr am Persischen Golf wächst - PressFrom - Deutschland

Welt & PolitikDie USA und der Iran: Die Kriegsgefahr am Persischen Golf wächst

15:55  14 april  2019
15:55  14 april  2019 Quelle:   tagesspiegel.de

Kaymer lässt sich von Golf-Idol Langer inspirieren

Kaymer lässt sich von Golf-Idol Langer inspirieren Martin Kaymer fühlt sich vom Fleiß, der Leidenschaft und dem Perfektionismus von Deutschlands Golf-Idol Bernhard Langer immer wieder aufs Neue inspiriert. © Foto: Charlie Riedel/AP Bernhard Langer (l) und Martin Kaymer bei der gemeinsamen Trainingsrunde im Augusta National Golf Club.

Nicht Iran , sondern Trump selbst sei eine Gefahr für die USA , schrieb er in der Nacht zum Dienstag. "Dieser Mann ist die größte Bedrohung für sein eigenes Der bekannteste sieht etwa vor, die Straße von Hormus, die Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman, zu sperren.

Das kleine Land am Persischen Golf unterhält zu allen Staaten und Akteuren, die im Nahen und Mittleren Osten wichtig sind, diplomatische Beziehungen. Die USA , Großbritannien und die Türkei haben Soldaten vor Ort. Und : Katar will künftig noch wichtiger werden, eine Art Casablanca am Golf .

Nach der US-Entscheidung gegen iranische Garden droht Konfrontation – mit Verlierern auf beiden Seiten.

Die USA und der Iran: Die Kriegsgefahr am Persischen Golf wächst © Foto: dpa Mitglieder der iranischen Revolutionsgarde nehmen an einer Militärparade teil.

Glaubt man Mohammad Ali Jafari, sind die ruhigen Zeiten für die mehreren zehntausend amerikanischen Soldaten am Persischen Golf vorbei. Die US-Truppen in der Region seien nicht mehr sicher, sagt Generalmajor Jafari, Chef der iranischen Revolutionsgarden. Die Amerikaner könnten nach seinen Worten zu Zielen von „Gegenmaßnahmen“ der Iraner werden: Nach der US-Einstufung der iranischen Garden als Terrororganisation, die an diesem Montag in Kraft tritt, wächst die Kriegsgefahr am Golf.

83. Masters - Starker Auftakt von Golf-Idol Langer

83. Masters - Starker Auftakt von Golf-Idol Langer Golf-Routinier Bernhard Langer ist stark in das 83. Masters gestartet. Der mit 61 Jahren älteste Teilnehmer des Major-Turniers im Augusta National Golf Club spielte eine 71er-Auftaktrunde und liegt damit auf einem sehr guten geteilten 21. Rang. © Foto: Charlie Riedel/AP Bernhard Langer startete stark in das Masters. Der zweimalige Masters-Champion aus Anhausen schaffte auf dem berühmten Par-72-Kurs drei Birdies, musste aber auch zwei Bogeys hinnehmen.

Alle Präsidenten der USA , leider auch Barack Obama, ließen sich bisher vor den Karren des militärisch-industriellen Komplexes spannen, weil die internen Kriege am Persischen Golf und der teuflische Kreislauf Öl und Blut gegen Waffen einen für die US-Hegemonie in der Welt überaus fundamentalen

Der Flugzeugträger USS Harry S. Truman, der gegenwärtig im Persischen Golf stationiert ist, habe mit Militärmanövern Konteradmiral Ali Fadavi, der führende General der Marine-Sektion der Revolutionsgarde, klärte über den Zwischenfall mit den USA im iranischen Staatsfernsehen auf.

In der Region stehen sich rund 45.000 amerikanische Soldaten sowie starke Luftwaffen- und Flottenverbände der USA auf der einen und hochgerüstete Verbände der Garden auf der anderen Seite gegenüber. Die beiden Kontrahenten betrachten sich ab sofort gegenseitig als Terroristen.

Die US-Truppen am Golf sollen mögliche iranische Angriffe auf die für den weltweiten Ölhandel wichtigen Schifffahrtsrouten verhindern und fungieren zudem als Schutzmacht für die amerikanischen Verbündeten in der Gegend. Von einer Einsatzzentrale in Katar aus koordiniert das US-Militär die Aktionen amerikanischer Soldaten im ganzen Nahen Osten bis nach Afghanistan.

Bisher gab es nur vereinzelte Zusammenstöße zwischen Amerikanern und Iranern am Golf, doch nun steigt das Konfliktpotenzial beträchtlich. Kurz nach der Ankündigung von US-Präsident Donald Trump vergangene Woche, die Revolutionsgarden als Terrortruppe einzustufen, revanchierte sich Teheran mit der Erklärung, ab sofort würden die Truppen der Amerikaner in der Gegend ebenfalls als Terroristenverbände angesehen.

Langer weiter souverän - Kaymer muss zittern

Langer weiter souverän - Kaymer muss zittern Deutschlands Golfidol Bernhard Langer (Anhausen) hat am zweiten Tag des US Masters in Augusta eine weitere solide Runde gespielt, der frühere Weltranglistenerste Martin Kaymer (Mettmann) muss nach einer schwachen Leistung um den Cut bangen. Der 61-jährige Langer, der 1985 und 1993 an der Magnolia Lane triumphiert hatte, spielte eine 72 (Par) und liegt mit insgesamt 143 Schlägen (eins unter Par) weiter im Mittelfeld. US Masters in Augusta: Das verrückteste Golf-Turnier der Welt Mit drei Birdies auf den letzten fünf Löchern rettete Langer am Freitag sein gutes Zwischenergebnis.

Die USA und Iran liefern sich einen heftigen Schlagabtausch. Gleichzeitig wächst in der Islamischen Republik der Unmut. Pompeo bekräftigte die Unterstützung der USA für die Demonstranten in Iran . Doch selbst bei vielen Oppositionellen in der Islamischen Republik wird diese Einmischung kritisch

Die Kriegsgefahr erhöht sich dramatisch: Teheran treibt sein Atomprogramm voran. Israel und die USA treffen militärische Vorbereitungen. Deutschlands “Dialog” mit Iran ist gescheitert. Es wird der Debatte über Krieg und Frieden am Persischen Golf neue Impulse verleihen.

Die Entscheidung gegen die Revolutionsgarden ist Teil von Trumps Politik des „maximalen Drucks“ auf das iranische Regime, die auch Wirtschaftssanktionen umfasst. Offizielles Ziel ist es, die Iraner zu weiteren Zugeständnissen in der Atompolitik zu zwingen und ihre Machtausbreitung im Nahen Osten zu stoppen. Kritiker werfen Trump vor, in Wahrheit strebe er einen Regimewechsel im Iran an. Washington macht jedenfalls weiter Druck. Weitere US-Sanktionen gegen Teheran könnten folgen, sagt Außenminister Michael Pompeo.

Mehr Top-Nachrichten auf MSN:

Iran: Harte Strafe für Kopftuch-Protest

Donald Trump: Die Auseinandersetzung beginnt

Ägypten: Spektakulärer Fund

Verglichen mit anderen Armeen ist die Schlagkraft der Revolutionsgarden enorm

Im Iran sind die Revolutionsgarden eine Großmacht – militärisch, politisch, wirtschaftlich. Und sie sind die wichtigste Stütze der Mullahs, um Teherans Einfluss in der Region auszuweiten. Es gibt nur wenige Konflikte, an denen die Gardisten nicht beteiligt sind. Libanon, Irak, Syrien oder Jemen: Überall mischen die Revolutionsgarden mit. Ihre Al-Quds-Brigaden sind als Kommandoeinheit speziell für Einsätze im Ausland ausgebildet.

Erdogan-Kritiker: Polizisten nehmen Ökonom Mustafa Sönmez fest – mutmaßlich wegen Twitter-Kritik

Erdogan-Kritiker: Polizisten nehmen Ökonom Mustafa Sönmez fest – mutmaßlich wegen Twitter-Kritik Erdogan-Kritiker: Polizisten nehmen Ökonom Mustafa Sönmez fest – mutmaßlich wegen Twitter-Kritik

Anfang Juli hielt der Iran Seemanöver im Persischen Golf ab. Diese gehörten zu den jährlich abgehaltenen Militärübungen. Alireza Tangsiri, Chef der Marine der iranischen Revolutionsgarden mahnte die USA jetzt, dass sein Land die völlige Kontrolle über die Straße von Hormuz habe.

Kriegsgefahr zwischen Saudi-Arabien und Iran ? Der saudische Vizekronprinz hat es bei seinem TV-Interview nicht bei der Kritik am religiösen Machtanspruch des "Es gab schon militärische Konflikte zwischen dem Iran und Staaten des Golf -Kooperationsrates." Andererseits seien beide Staaten

Dabei waren die Garden 1979 ursprünglich als Diener und Wächter der Revolution gegründet worden. Aber schon in den 80er Jahren entwickelten sich die auch Pasdaran genannten Paramilitärs zur Eliteeinheit der iranischen Streitkräfte. Die Revolutionsgarden haben heute mindestens 125.000 Soldaten unter Waffen und verfügen über eigene Truppenteile bestehend aus Luftwaffe, Heer und Marine. Verglichen mit anderen Armeen im Nahen und Mittleren Osten ist ihre Schlagkraft enorm.

Längst sind die Revolutionsgarden zudem ein Staat im Staate geworden. Von Steuern und Zöllen befreit, nutzten sie vor allem die Zeit, als der Iran wegen der internationalen Sanktionen weitgehend isoliert war, um in fast allen Branchen Fuß zu fassen. Infrastruktur, Energie, Rüstung, Telekommunikation: Mithilfe zahlreicher Firmen dominiert die Führungsebene der Gardisten heute einen Großteil der iranischen Wirtschaft.

Das garantiert Einnahmen in Milliardenhöhe – und erheblichen politischen Einfluss. Gegen den erklärten Widerstand der Revolutionsgarden passiert in der Islamischen Republik wenig. Ideologisch gelten die Pasdaran als Hardliner. Wenn es gegen den Erzfeind Amerika geht, stehen sie oft an vorderster Front. Dennoch schätzen auch moderatere Politiker wie Präsident Hassan Ruhani die Einheiten als Sicherheitsgaranten des Landes.

Nahles spricht sich klar für Impfpflicht aus

Nahles spricht sich klar für Impfpflicht aus "Die individuelle Freiheit hat ihre Grenzen dort, wo sie die Gesundheit vieler anderer gefährdet", sagt die SPD-Chefin mit Blick auf sehr ansteckende Krankheiten wie Masern. • SPD-Chefin Nahles plädiert für eine Impfpflicht für sehr anste • Auch Gesundheitsminister Spahn und Familienministerin Giffey sind dafür. • Als erstes Bundesland hat Brandenburg eine entsprechende Initiative auf den Weg gebracht. - Im Bund wie in den Ländern mehren sich Stimmen für eine Impfpflicht gegen Masern.

Die neuen US-Sanktionen setzen den Iran wirtschaftlich unter Druck. Sie dürften aber auch enorme politische Auswirkungen haben. Tanker im Hafen der Insel Khark im Persischen Golf . Allerdings, so der an der Universität Essen-Duisburg lehrende Politologe Jochen Hippler, versuche der Iran derzeit

Nach der Abkehr der USA vom Atomabkommen mit dem Iran halten die 28 EU- Staaten offenbar geschlossen dagegen. Deren Staats- und Regierungschefs waren sich bei ihrem Treffen in Sofia am Mittwochabend nach Angaben von Diplomaten einig, an dem Vertrag festzuhalten, solange der Iran

Mit der Terror-Einstufung der Revolutionsgarden zielt die US-Regierung nun unter anderem auf die wirtschaftliche Stärke der Truppe. So müssen auch europäische Unternehmen, deren iranische Geschäftspartner über Verbindungen zu den Garden verfügen, ab diesem Montag mit amerikanischen Strafen rechnen.

Besonders beim iranischen Nachbarn Irak wächst die Furcht

Die Entwicklung nützt Hardlinern auf beiden Seiten. Laut Medienberichten wandte sich das US-Verteidigungsministerium wegen befürchteter Risiken für die amerikanischer Truppen am Golf gegen die Terror-Einstufung der Garden, doch das Weiße Haus wischte die Bedenken vom Tisch.

Pompeo und Trumps Sicherheitsberater John Bolton strebten offenbar einen Krieg mit dem Iran an, sagt Maysam Behravesh, Iran-Experte an der Universität Lund in Schweden. Schon kleinere Auseinandersetzungen könnten nun schnell eskalieren, sagte Behravesh dem Tagesspiegel in Istanbul. Auch auf der iranischen Seite geraten besonnene Stimmen in die Defensive. In Teheran wird es für gemäßigte Politiker immer schwerer, für einen Ausgleich mit den Amerikanern einzutreten.

Besonders beim iranischen Nachbarn Irak wächst die Furcht, das Land könne zum Schauplatz einer amerikanisch-iranischen Auseinandersetzung werden. Im Irak sind fast 6000 amerikanische Soldaten, aber auch proiranische Milizen sowie iranische Revolutionsgardisten stationiert. Offiziere der Garden könnten in Versuchung geraten, „Strafaktionen“ gegen die Amerikaner anzuzetteln, sagte der in den USA lebende Iran-Experte Arash Azizi.

Verzweifelt versuchte die irakische Regierung deshalb, die Trump-Administration von ihrem Schritt gegen die Revolutionsgarden abzubringen. Ministerpräsident Adel Abdul-Mahdi sagte, er habe die Regierung in Washington auf die Gefahren aufmerksam gemacht – vergeblich. Im Falle einer Konfrontation werde es nur Verlierer geben, warnte Abdul-Mahdi. Doch solche Einwände gehen im Säbelrasseln am Golf unter.

„Umstellung“ : Sie glauben nicht, was VW-Chefs ihren Mitarbeitern nun verbieten.
„Umstellung“ : Sie glauben nicht, was VW-Chefs ihren Mitarbeitern nun verbieten

—   Teilen Sie Neuigkeiten in der SOC. Netzwerke

Aktuelle videos:

usr: 15
Das ist interessant!