Welt & Politik: Afrika: Drohender Machtkampf überschattet „Revolution am Nil“ im Sudan - PressFrom - Deutschland

Welt & PolitikAfrika: Drohender Machtkampf überschattet „Revolution am Nil“ im Sudan

11:05  15 april  2019
11:05  15 april  2019 Quelle:   handelsblatt.com

Hinweise auf Putsch im Sudan

Hinweise auf Putsch im Sudan Im Sudan gibt es Anzeichen für einen Militärputsch. Soldaten postierten sich rund um das Verteidigungsministerium und an Knotenpunkten. Das Militär kündigte eine "wichtige Erklärung" an. © Reuters Demonstranten in Khartum Im Sudan verdichten sich Gerüchte über einen Militärputsch gegen Präsident Omar al-Baschir. Radio und Fernsehen unterbrachen ihr Programm, spielten Militärmusik und kündigten eine "wichtige Erklärung" der Militärführung an. Die Zeitung "Sudan Tribune" berichtete, in einem Telegramm, das der Zeitung vorliege, heiße es, ein Militärrat habe die Macht übernommen.

Khartum –Nach dem als „ Revolution am Nil “ bezeichneten Umsturz im Sudan ist noch nicht klar, wer dort künftig wirklich die Macht haben wird. Die Proteste am Wochenende in dem Land im Nordosten Afrikas fanden in ausgelassener, aber entschlossener Stimmung statt.

Kim sprach dabei am Freitag bei einer Sitzung der Obersten Volksversammlung - Nordkoreas Parlament. Erst am Donnerstag hatte sich auch Trump zu den bisherigen Treffen mit Kim geäußert und einen dritten Gipfel für möglich erklärt.

Afrika: Drohender Machtkampf überschattet „Revolution am Nil“ im Sudan © AFP Die Bevölkerung hat die Diktatur unter Omar al-Baschir gestürzt.

Nach dem Sturz von Langzeitherrscher Omar al-Baschir herrscht im Sudan noch immer Chaos. Ein Machtkampf droht zwischen den Zivilisten und dem Militär.

Nach dem als „Revolution am Nil“ bezeichneten Umsturz im Sudan ist noch nicht klar, wer dort künftig wirklich die Macht haben wird. Die Führung der Streitkräfte hat Langzeitherrscher Omar al-Baschir abgesetzt und kontrolliert den Sicherheitsapparat. Das Militär scheint jedoch unsicher, wie es politisch weitergehen soll.

Die Demonstranten und die Opposition hingegen sind aufgrund ihrer bisherigen Erfolge zuversichtlich. Sie fordern eine zivile Regierung, in der die alten Schergen nichts mehr zu sagen haben. Die Proteste am Wochenende in dem Land im Nordosten Afrikas fanden in ausgelassener, aber entschlossener Stimmung statt. „Die Revolution hat erst begonnen“, skandierten Demonstranten.

Wikileaks-Gründer Assange in London festgenommen

Wikileaks-Gründer Assange in London festgenommen Wikileaks-Gründer Julian Assange ist nach sieben Jahren in der ecuadorianischen Botschaft in London festgenommen worden. Das teilte die Londoner Polizei am Donnerstag mit. Demnach hat die Festnahme in der Botschaft stattgefunden. Die Metropolitan Police sei aufgrund des Haftbefehls in die Botschaft eingeladen worden. "Er ist in einer Polizeistation in der Londoner Innenstadt in Gewahrsam", heißt es in einer Stellungnahme. Der 47-Jährige werde "so bald wie möglich" einem Gericht vorgeführt.

Nach dem als " Revolution am Nil " bezeichneten Umsturz im Sudan ist noch nicht klar, wer dort künftig wirklich die Macht haben wird. Die Führung der Streitkräfte hat Langzeitherrscher Omar al-Baschir abgesetzt und kontrolliert den Sicherheitsapparat. Das Militär scheint jedoch unsicher, wie es politisch

„ Revolution und Blutvergießen sind schlecht fürs Geschäft“, sagt Springborg, heute Professor an der Hochschule der US-Marine im kalifornischen Monterey. Nun möchte das Großunternehmen Militär, dass alles bleibt, wie es ist. „Die Militärführung um Tantawi wird jetzt, nach dem Abgang von Mubarak, alles

Doch in den Reihen der Opposition zeigten sich erstmals Risse: Teile der etablierten Oppositionsparteien schienen gewillt, sich mit dem Militär zu arrangieren. Die Demonstranten und die treibende Kraft hinter den Protesten, das Gewerkschaftsbündnis SPA, wollen hingegen weiter eine rein zivile Regierung.

Die Militärführung wiederum hat klargemacht, dass sie die für die Sicherheit entscheidenden Ressorts – das Innen- und Verteidigungsministerium – nicht an Zivilisten übergeben will. „Wir werden unsere Sitzblockade nicht aufgeben, weil wir der Militärführung, die Teil des bisherigen Regimes war, nicht trauen“, sagt Demonstrant Ibrahim Adam (29) vor dem Militärhauptquartier in Khartum.

Noch ist unklar, ob sich alle Hoffnungen der Demonstranten erfüllen werden. Infolge der Massenproteste des sogenannten arabischen Frühlings wurden 2011 zwar mehrere langjährige Herrscher vertrieben. Doch in Ländern wie Syrien, Libyen oder dem Jemen kam es zu blutigen Bürgerkriegen.

Streitkräfte übernehmen die Macht im Sudan

Streitkräfte übernehmen die Macht im Sudan Drei Jahrzehnte lang war Omar al-Baschir (75) autoritärer Staatschef im Sudan, jetzt gibt es einen Machtwechsel. Die Streitkräfte übernehmen nach Angaben des Verteidigungsministers Awad Ibn Auf die Macht im Land. Es werde eine von den Streitkräften geführte Übergangszeit von zwei Jahren geben, sagte er am Donnerstag in einer TV-Ansprache. Sudans Langzeitmachthaber Omar al-Baschir sei festgenommen worden. Etliche Sudanesen waren schon vor dieser Mitteilung davon ausgegangen, dass Al-Baschir nicht mehr im Amt ist. Tausende Menschen gingen auf die Straße und feierten, wie ein dpa-Reporter berichtete.

Der Chef des neuen Militärrats im Sudan , Awad Ibnuf, ist nur einen Tag nach dessen Gründung zurückgetreten. Das teilte er am Freitag in einer Ibnuf hatte am Donnerstag "den Sturz des Regimes" und die Inhaftierung des langjährigen sudanesischen Staatschefs Omar al-Baschir verkündet und war

15 Monate nach der Revolution am Nil und dem Sturz des Dauerpräsidenten Husni Mubarak erhoffen sich viele von dieser Wahl einen Neuanfang. Ein neuer Mann an der Spitze soll die Probleme, die Ägypten seit dem Umsturz zu schaffen machen, anpacken und lösen.

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Einzig Tunesien leitete weitreichende demokratische Reformen ein, kämpft aber mit wirtschaftlichen Problemen. Experten warnen, ein großer Konflikt im Sudan könnte die ganze Region destabilisieren. Zudem könnte die Zahl der Migranten, die den Sudan als Transitland nach Libyen und Europa nutzen, dann rasch ansteigen.

Am Wochenende sah es so aus, als trieben die Demonstranten im Sudan das Militär vor sich her: Am Freitagabend, also nur einen Tag nach dem Sturz al-Baschirs, erklärte Militärherrscher Awad Ibn Auf überraschend seinen Rücktritt. Der frühere Verteidigungsminister galt als langjähriger Weggefährte al-Baschirs und war von den Demonstranten abgelehnt worden.

Am Samstag verkündete sein Nachfolger, der als volksnäher geltende frühere Generalinspekteur Abdel Fattah Burhan, dass der Chef des verhassten Geheimdienstes NISS, Abdallah Gusch, zurückgetreten sei. Viele Demonstranten jubelten und forderten zudem die Auflösung des Geheimdienstes: dessen Agenten sollen politische Gefangene oft brutal gefoltert haben.

Drohung der Taliban: Rotes Kreuz stellt Aktivitäten in Afghanistan ein

Drohung der Taliban: Rotes Kreuz stellt Aktivitäten in Afghanistan ein Die radikalislamischen Taliban haben dem Roten Kreuz in Afghanistan indirekt gedroht. Nun ziehen die Helfer Konsequenzen. © Foto: dpa Ein Bundeswehrsoldat bewacht ein Zelt des Roten Kreuzes in Afghanistan. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) hat seine Arbeit in Afghanistan nach einer indirekten Drohung der Taliban ausgesetzt. IKRK-Sprecher Robin Waudo sagte am Donnerstag, die Organisation habe die Ankündigung der Taliban zur Kenntnis genommen und aus Sicherheitsgründen seine Helfer zurückgerufen.

Mit Revolution hat das, was das Schauspiel am Tahrir der Menge vor den TV Geräten vorgaukelt, ebenso wenig zu tun wie mit Demokratie. Erstere definiert sich über einen politischen Umsturz und eine Verlagerung der Macht – was in Ägypten so nie geschehen ist; zweitere…

Afrika , Ägypten. Revolution am Nil , Nachdem das Alte Reich zusammenbricht kommt es zu einer blutigen Revolution, die sich eher gegen die sozialen Kulturelle Blüte am Euphrat, Unter dem neusumerischen Stadtfürsten Gudea aus der Zweiten Dynastie von Lagasch erlebt Südbabylon eine

Die Proteste im Sudan dauern bereits seit Dezember an, wurden aber Anfang April mit dem Beginn einer Sitzblockade vor der Zentrale der Streitkräfte in Khartum immer größer. Die Demonstranten stellen einen Querschnitt aller Bevölkerungsgruppen dar, wobei Frauen oft eine führende Rolle spielen.

Zum Symbol der Proteste wurde zunächst die 22-jährige Studentin Alaa Salah: Ein Foto zeigt, wie sie locker in ein weißes Tuch gewickelt auf dem Dach eines Autos steht, Parolen ruft und singt. Videos halten fest, wie sie Sprüche ausruft, auf die die Menschenmenge mit dem arabischen Wort für „Revolution“ antwortet.

Salah freut sich, dass die Bilder von ihr – die sich in sozialen Netzwerken rasch um die ganze Welt verbreiteten – mehr Aufmerksamkeit auf die Revolution im Sudan gelenkt haben. Sie hofft auf einen grundlegenden Neuanfang. „Seit dem Beginn der Proteste bin ich jeden Tag auf die Straße gegangen, um an den Demonstrationen teilzunehmen, weil mich meine Eltern dazu erzogen haben, meine Heimat zu lieben“, sagte Salah der britischen Zeitung „Guardian“.

Demokratie statt Militärjunta: UN und EU fordern Machtübergabe im Sudan an Zivilisten

Demokratie statt Militärjunta: UN und EU fordern Machtübergabe im Sudan an Zivilisten Es müsse ein demokratischer Prozess eingeleitet werden, fordert die internationale Gemeinschaft von den Militärs. Diese lehnen eine Auslieferung al Baschirs ab. Die internationale Staatengemeinschaft hat die neue Militärführung Sudans gedrängt, die Macht rasch an Zivilisten zu übergeben. Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini sagte am Donnerstagabend, nach dem Sturz des Präsidenten Omar al-Baschir könne nur ein "glaubwürdiger" politischer Prozess den Erwartungen der sudanesischen Bevölkerung gerecht werden. Dazu müsse die Macht schnell an eine zivile Übergangsregierung übergeben werden.

Die Sozialdemokratische Partei gewann am Sonntagabend in einer Hochrechnung nach Auszählung von knapp 98 Prozent der Wählerstimmen 40 der 200 Sitze für das Parlament in Helsinki.

Die Feuerwehr Thaur musste am Samstagnachmittag zu einer Apfelplantage ausrücken, auf der ein Bienenhaus brannte. Sudan im Umbruch: Machtvakuum nach der „ Revolution am Nil “.

Die Mehrheit der rund 41 Millionen Sudanesen ist noch jünger als 25. Sie wünschen sich ein Land, in dem sie Arbeit, Einkommen und Würde finden können. Unter al-Baschir war der Sudan jedoch in eine tiefe Wirtschaftskrise geschlittert. Das Land gehört einem UN-Index zufolge zu den 25 ärmsten Ländern der Welt. Daher ist klar: Wer auch immer demnächst im Sudan das Sagen hat, wird Hilfe von außen brauchen. Saudi-Arabien sagte der Militärführung am Wochenende Unterstützung zu. Aus den USA oder den EU-Staaten war bislang noch kaum etwas zu hören – dort scheint man noch abzuwarten.

Experten der Denkfabrik International Crisis Group fordern Washington und Brüssel jedoch zu raschem Handeln auf, um die demokratischen Kräfte zu stärken. „Sie sollten klarmachen, dass wirtschaftliche Unterstützung und andere Formen der Zusammenarbeit mit dem Sudan von einer wirklichen Übergabe der Macht an eine zivile Führung abhängen.“

Rüstungsexporte: Geheime französische Dokumente: Deutsches Kriegsgerät im Jemen im Einsatz.
Nach #GermanArms jetzt "Made in France": Geheime Regierungsdokumente aus Paris zeigen, wie deutsche und französische Waffensysteme im Jemen-Krieg eingesetzt werden. Neue Veröffentlichungen verschiedener französischer Medien, die sich in dem Bündnis "Made in France" zusammengetan haben, bestätigen Ergebnisse des Rechercheprojekts #GermanArms von Ende Februar, das der stern mitgetragen hatte.

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